Theorieanfänger braucht verständliche Hilfe

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Templar
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Hallo zusammen!

Ich komm gerade nicht mehr weiter, meine Theoriekenntnisse sind einfach zu bescheiden.D.h. ich weiß was Noten sind, was Achtel sind, wie die Rock(Powerchords) aufgebaut sind, wo ich welche Noten auf dem Griffbrett finde usw.

1.)
Jetzt habe ich aber das Problem, dass mir eine wirklich geniale Powerchord-Reihenfolge eingefallen ist. Die fetzt wirklich, ich bin mal richtig stolz auf mich :D Wie dem auch sei, ich versuche verzweifelt da eine zweite Gitarre drüber zu legen, allerdings nicht als Solo. Sie soll das ganze einfach nur begleiten, ungefähr so:

Zweimal doppeln beide Gitarren das Riff, beim 3. und 4. mal spielt eine Gitarre das Riff und die andere spielt da ein Lick drüber.

Wenn ich einfach drausspiele klingt das fast nie, bzw. ich komme nie über billige Klische-Häppchen hinaus...
deswegen hab ich die Powerchords analysiert und festgestellt, dass ich nur folgende Töne verwende:

  • ais
  • c
  • d
  • f
  • g


Jetzt weiß nicht, welche Tonart das ist. Kann man das in jedem Falle einfach mit dem Quintenzirkel herausfinden? Sprich, kann ich einfach sagen "Ein Vorzeichen (ais), dass ist G-Dur"? Bitte eine Antwort für dumme abgeben, nicht sowas wie "du kannst das mixolydische muster analysieren wenn du die oktave des 284. tons invertierst", das kapier nich nicht ;)

2.)

Jetzt gibt es ja die Pentatoniken. Wie genau verschiebe ich die Standard-Pentatonik? Ich hab da dunkel was in Erinnerung mit Dur und Moll-Grundton, ich glaub A war der Dur- und C der Mollgrundton.
Wenn meine Akkorde in der Tonart G-Dur sind, wie verschieb ich das Ding dann? Einfach einen Ton tiefer?


Danke, dass ihr euch die Mühe macht und mir helfen wollt :) Aber nicht vergessen, ich bin in der Theorie Anfänger, also den Ball bitte flach halten :redface:
 
Eigenschaft
 
Ok, schon sind wie beim nächsten Problem.

3.
Angenommen, ich hab jetzt herausgefunden, wo die Pentatonik auf dem Griffbrett liegt, die zu den Akkorden passt.

Jetzt kann man mit der Pentatonik rumdudeln und es passt eigentlich, na ja, zumindest von den Tönen her passt es. Denn wenn man sich nur in der Pentatonik bewegt klingt es irre langweilig und ausgelutscht. Es passt, hat aber kein Feeling, jeder hat's auch schon x-Mal gehört.

Jetzt kann ich die Pentatonik ja noch eine Oktave verschieben (auf dem Griffbrett hoch oder runter), da hab ich schonmal die doppelte Anzahl an passenden Tönen.

Nur wie finde ich jetzt heraus, welche Töne zwischen diesen Pentatoniken ebenfalls geeignet sind? Irgendwie müssen sich die Pentatoniken doch verbinden lassen?
Ansonsten kommt da in meinen Augen wenig brauchbares bzw. eher wenig innovaties bei heraus, sondern Standardkram, wenn man sich nur innerhalb der Pentatonik bewegt.
 
erstmal zu 3. zwischen den oktaven passen natürlich ne menge töne einfach weil sie ja doppelt und dreifach auf dem griffbrett sind.
das A auf der E saite kannst du ja auch auf der G saite spielen. dazu solltest du dir ansehen welche töne wo auf deiner gitarre liegen.

zum 2.
also ich weiß nicht ob ich es richtig verstanden habe aber ob eine pentatonik dur oder moll ist sollte nichts mit dem grundton zu tun haben (schließlich kannst du C dur wie C moll spielen), sondern mit den terzen. schau dazu mal in dein theoriebuch wie sich die terzen auf tonleitern auswirken, genauso solltest du sie in die pentatonik einbauen.

zu dieser A vs C geschichte:
also a moll und c dur sind 2 tonleitern die die gleichen töne haben aber auf unterschiedlicher stufe beginnen. das stichwort dazu ist "Paralleltonart". ich hoffe dass du dich schon mit tonleitern beschäftigt hast. das sollte imho noch vor der pentatonik kommen :great:

Ansonsten kommt da in meinen Augen wenig brauchbares bzw. eher wenig innovaties bei heraus, sondern Standardkram, wenn man sich nur innerhalb der Pentatonik bewegt.
das meine ich ;)
 
erstmal zu 3. zwischen den oktaven passen natürlich ne menge töne einfach weil sie ja doppelt und dreifach auf dem griffbrett sind.
das A auf der E saite kannst du ja auch auf der G saite spielen. dazu solltest du dir ansehen welche töne wo auf deiner gitarre liegen.


Das war mir sogar klar :D Nur gibt es da kein "Muster" für, anhand dessen man diese Töne schnell finden kann? Geht dies quasi nur über Auswendiglernen und aus dem ff können?

zum 2.
also ich weiß nicht ob ich es richtig verstanden habe aber ob eine pentatonik dur oder moll ist sollte nichts mit dem grundton zu tun haben (schließlich kannst du C dur wie C moll spielen), sondern mit den terzen. schau dazu mal in dein theoriebuch wie sich die terzen auf tonleitern auswirken, genauso solltest du sie in die pentatonik einbauen.

Und was ist mit der Quintenzirkelgeschichte, hab ich das jetzt so richtig gemacht bzw. darf man das immer so machen?

zu dieser A vs C geschichte:
also a moll und c dur sind 2 tonleitern die die gleichen töne haben aber auf unterschiedlicher stufe beginnen. das stichwort dazu ist "Paralleltonart". ich hoffe dass du dich schon mit tonleitern beschäftigt hast. das sollte imho noch vor der pentatonik kommen :great:


Kann ich gerade nicht zuordnen :confused:
 
Jetzt weiß nicht, welche Tonart das ist. Kann man das in jedem Falle einfach mit dem Quintenzirkel herausfinden? Sprich, kann ich einfach sagen "Ein Vorzeichen (ais), dass ist G-Dur"? Bitte eine Antwort für dumme abgeben, nicht sowas wie "du kannst das mixolydische muster analysieren wenn du die oktave des 284. tons invertierst", das kapier nich nicht ;)
G-Dur ist es definitiv nicht. Das hat zwar auch nur ein Vorzeichen aber man kann das natürlich nicht beliebig setzen. Das eine Kreuz, das in G-Dur vorkommt steht auf dem F und macht es Damit zu Fis.

Du hast hier kein Dur oder Moll Tonleiter. Meine Theoriekenntnisse sind allerdings im Bereich der Kirchentonarten sehr beschränkt, deswegen kann ich dir nicht sagen welche Kirchentonart das ein könnte. Ich weis allerdings, dass es kein G-Dur/E-Moll ist.

Und was ist mit der Quintenzirkelgeschichte, hab ich das jetzt so richtig gemacht bzw. darf man das immer so machen?
Wie gesagt, definitiv nicht. Man kann nicht beliegig Vorzeichen setzen und wenn die Anzahl stimmt sagen: "Das ist jetzt Fis Moll" Es kommt auf dem Abstand zwischen den einzelnen Tönen an.
Du solltest vielleicht bevor du weitermachst erstmal lernen wie Dur/Moll Tonarten gebildet werden.
 
Kann ich gerade nicht zuordnen :confused:
am besten erstmal den aufbau der tonleitern lernen. dann ergibt sich das. es ist so dass du über den grundton C töne der tonleitern C dur und A moll spielen kannst. wie gesagt - erstmal tonleiter aufbau verstehen. was für ein buch benutzt du?
 
deswegen hab ich die Powerchords analysiert und festgestellt, dass ich nur folgende Töne verwende:

  • ais
  • c
  • d
  • f
  • g


Jetzt weiß nicht, welche Tonart das ist.
Wenn Du bb statt ais schreibst, dann könnte das d-moll oder F-Dur sein (mit bb meine ich das deutsche b, also das erniedrigde deutsche h).
 
Bevor es hier noch mehr Durcheinander gibt, die Töne, die Du aufgelistet hast, entsprechen einer Bb-Dur-Pentatonik:

Bb=1 C=2 D=3 F=5 G=6

würdest Du die selben Töne nehmen, aber G als Startton (gleiche Reihe wie oben, aber G an den Anfang bei ansonsten unveränderter Reihenfolge), dann wäre das eine G-Moll Pentatonik.

Akkorde die drunter passen wären beispielsweise Bb, Eb und F als Powerchords oder besser als Durakkorde -

sowie G5, C5 und D5 oder Gm, Cm und Dm. Möglich wären zusätzlich auch noch C-Dur und D-Dur, dann bist Du in Harmonisch oder Melodisch-Moll.

Noch ein paar Infos finden sich auch unter

http://www.karl-jürgen--klimke.de unter Tipps und Tricks

bzw.:

http://www.karl-jürgen--klimke.de/Theorie und Praxis.html
 
am besten erstmal den aufbau der tonleitern lernen. dann ergibt sich das. es ist so dass du über den grundton C töne der tonleitern C dur und A moll spielen kannst. wie gesagt - erstmal tonleiter aufbau verstehen. was für ein buch benutzt du?


Buch :rolleyes: ?


Ich besitze keines... aber diese ganzen halbgaren "Online-Tutorials" empfinde ich meist als nicht wirklich hilfreich.

Kannst du, oder natürlich auch jemand anders, mir ein Theoriebuch empfehle, welches sich an (fortgeschrittene-)Anfänger richtet und speziell für die Gitarre ausgerichtet ist?
 
Das war mir sogar klar :D Nur gibt es da kein "Muster" für, anhand dessen man diese Töne schnell finden kann? Geht dies quasi nur über Auswendiglernen und aus dem ff können?

Den link zu den pattern (Pantas und Tonleitern) hast Du ja schon bekommen.

Dann hast Du den Hinweis bekommen, welche Tonarten für eine Begleitung passen können (ging mit bb los).

Hier ist eine Site, wo Du Dir die Töne auf dem Griffbrett anschauen kannst.
Ich bin kürzlich auch für einen song so vorgegangen, dass ich mir für die zutreffende Tonart auf der folgenden Site die neutrale, die Dur-, die Moll- und die Blues-Penta angeschaut habe (Du wirst da mit einiger Findigkeit schnell Muster erkennen) und darauf dann so lange rumproviert habe, bis etwas wirklich schönes entstanden ist.

Hier ist die Site (ich habe direkt mal bb und neutrale Penta eingegeben, den Rest wirst Du selbst eingeben können):
http://www.all-guitar-chords.com/gu...cch=A#/Bb&scchnam=Pentatonic+Neutral&get2=Get

Also das war für mich als Theorie-Laie die pragmatischste Herangehensweise - und sie hat funktioniert.

Viel Erfolg,

x-Riff
 
Kannst du, oder natürlich auch jemand anders, mir ein Theoriebuch empfehle, welches sich an (fortgeschrittene-)Anfänger richtet und speziell für die Gitarre ausgerichtet ist?
http://www.amazon.de/Musik-Allgemei...f=pd_ka_1/303-6629393-4737047?ie=UTF8&s=books

am besten wäre wenn du für ein paar euro bei nem musikstudenten gleichzeitig unterreicht nimmst. da lernst du schon in wenigen stunden mehr als mit dem ziegenrücker im selbststudium in mehreren tagen. war bei mir jedenfalls so. außerdem ist es wichtig unwichtige von wichtigen sachen zu "filtern". in dem buch steht sehr viel was man auch nicht unbedingt braucht. am besten unterricht bei nem studenten (bevorzugt ein pianist) und nebenbei das buch.

ps: das ist jetzt nicht speziell für die gitarre aber ich denke das muss auch nicht sein. noten sind noten (und ohne die funktioniert es in der musiktheorie eigentlich nicht)
 
Danke für die weiteren Tipps. Diese "Generatorpage" ist sehr praktisch, allerdings bin ich mir unsicher ob das echt die richtige Tonart ist (klar ist sie ist, ich glaub euch!).
Nur wenn ich da rumdudel und auf echt schöne Licks stoße, dann klingt die Tonart so, als würde sie mal gar nicht zu den Tönen der Akkorde passen.

Vor allem weil Ais in den Pentatoniken als Grundton angegeben wird, die Akkorde aber den Grundton g haben.

Ist das normal, dass das so auseinander geht?


Ich versuch nachher mal das riff aufzunehmen und dann mit den pentatoniken was drüberzuspielen, dann sehe ich ja ob's passt.
 
Das muss G-Moll sein, bb-dur passt überhaupt nicht, wie vermutet.

In den Skalen ist dann ja auch gerade mal ein Ton enthalten der auch zu den Akkorden passt (ais).
 
Das muss G-Moll sein, bb-dur passt überhaupt nicht, wie vermutet.

In den Skalen ist dann ja auch gerade mal ein Ton enthalten der auch zu den Akkorden passt (ais).
Keineswegs. In Gm und Bb kommen die gleichen Töne vor. Von daher ist es egal was du nimmst.
 

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