Mit dem PodXT Gitarrensounds aufnehmen... ein ernüchterndes Erlebnis

  • Ersteller ...timur°°°
  • Erstellt am
Yeah. Jetzt kommt der nicht-gitarrist zu wort :)

Hast du schonmal probiert deinen pod ohne dein audiointerface so abzuhören ?
so über nen kopfhörer, und ob der sound da auch so mies ist ?
Ich meine damit, jetzt nur mal so um einzugrenzen an welcher komponente es liegt.
Wenns sich dann gut anhört dann liegts vielleicht am zu hohen eingangssignal von deinem
audiointerface/soundkarte...
 
Ich kann aus meiner Erfahrung nur dazu raten, ein besseres Ausgangsmaterial, sprich bessere Patches zu benutzen, dann entfällt auch mühsames getweake im Sequencer. Für mich haben sich vor allem die Ampmodelle Treadplate und MS-Bomber Über bewährt (Bass nie über 12 Uhr), mitsamt den zugehörigen Speakern.

Ganz unbearbeitet aufgenommen, klingt der Gitarrensound dann so:



was zumindest mir für Homerecording Zwecke ausreicht.
 
@Stoertebeker: Für meinen Geschmack ist das ziemlich kratzig. Das Kratzen ist ja das Problem, das soll ja weg.
 
Es wäre vielleicht gut, wenn timur mal nen Referenzsound postet, wie er es haben möchte, dann kann man evtl besser einschätzen inwieweit das mit dem PODxt erreichbar ist. Wenns dieses Fizzen/Brezeln in den hohen Frequenzen ist was stört, dann lässt sich da kaum was gegen ausrichten, da das ein charakteristisches Problem aller Higain-Amps im PODxt ist. Line 6 sagt dazu, dass das auch bei den realen Amps auftaucht, jedoch nicht so sehr wahrgenommen würde, da es bei den hohen Lautstärken echter aufgerissener Amps nicht gehört bzw. von anderen Frequenzen maskiert würde.

Das andere Problem, dass hohe Töne nicht mehr dargestellt werden, wenn man sie z.B mit der tiefen E-Seite zusammenspielt kann ich bestätigen, eine weitere nicht behebbare Podxt-Schwäche.
 
Es wäre vielleicht gut, wenn timur mal nen Referenzsound postet, wie er es haben möchte, dann kann man evtl besser einschätzen inwieweit das mit dem PODxt erreichbar ist.

Aber gerne! Ein (für meinen Geschmack) guter crunchiger Rhythmus-Sound ist z.B. dieses Klangbeispiel. Es kratzt natürlich auch etwas (schließlich ist der Amp verzerrt) aber längst nicht so hart wie bei meinen Aufnahmen; außerdem hört es sich irgendwie einfach nicht unangenehm an, sondern schön und rund. Zumindest, wenn man die Sounds über gute Monitorboxen vergleicht.

Und ein Beispiel für gute Rectifier-Sounds brauche ich ja nicht posten... ;) die kennt man ja bestens von den Platten aller Bands, deren Gitarrist einen Recti spielt, also alles von Linkin Park bis hin zu Dream Theater...

Wenns dieses Fizzen/Brezeln in den hohen Frequenzen ist was stört, dann lässt sich da kaum was gegen ausrichten

Das andere Problem, dass hohe Töne nicht mehr dargestellt werden, wenn man sie z.B mit der tiefen E-Seite zusammenspielt kann ich bestätigen, eine weitere nicht behebbare Podxt-Schwäche.

Die beiden Punkte sind genau das, was ich meine, und zwar messerscharf auf den Punkt gebracht. Wenn es wirklich so ist, warum wird das Teil dann immer so in den Himmel gelobt? :confused: ich sehe in diesem Fall keinen Grund, das Gerät noch weiter zu behalten.

Line 6 sagt dazu, dass das auch bei den realen Amps auftaucht, jedoch nicht so sehr wahrgenommen würde, da es bei den hohen Lautstärken echter aufgerissener Amps nicht gehört bzw. von anderen Frequenzen maskiert würde.

Das finde ich insofern falsch, als daß man einen echten aufgerissenen Amp eben mikrofonieren und dadurch den Sound auch aufnehmen kann... ein Verfahren, was der POD angeblich modellieren kann... und offfensichtlich ja nicht... Klar, wenn man den Line-Out eines echten aufgerissenen Amps ohne jegliche Frequenzkorrektur (etwa in Form von Gitarrenbox + Mikro) in die Soundkarte jagt, klingt es auch nach kratzigem Brei.
 
Ich hab ein paar Tests mit scharfen EQ-Einsatz gemacht. Zwei der Haupt-Fizz-Frequenzen liegen ca bei 4 khz und 8khz, durch scharfen Filtereinsatz kann das brezeln etwas reduzieren, es scheint aber dennoch durch und tritt wie gesagt bei allen verzerrten Amps im Podxt auf, besonders stark sobald man presence und treble über 1uhr stellt. Anscheinend kann Line 6 das Problem auch nicht beheben, da dies sonst schon längst durch eins der drei Firmware Updates geschehen wäre. Also: Ohren zu und durch. Als kleiner Trost bleibt, das die anderen Modeller wie Tonelab, oder GT-8, vom V-Amp2 gar nicht zu reden es nicht entscheidend besser können. Vielleicht wär ja der Sansamp PSA-1.1 was für dich, keine Effekte, aber immerhin ein brauchbarer Grundsound und kein Fizz.

Hier mein Filtertestergebnis:


Wo wir schon dabei sind, die Legende zu demontieren, hab ich hier nochmal ein Beispiel für die seltsamen Klangartefakte, die dier Podxt produziert, wenn mehrere Seiten gebendet werden. Ich bende aufwärts, der Pod spuckt Frequenzen aus, die abwärts wandern. Dieses Magenknurren ist KEIN von mir verursachtes Nebengeräusch durch schlechtes abdämpfen o. ä.:



Ich geb dir hier mal meine Hauptpatches (Fizz inklusive), vielleicht ist da ja was bei, was dir zusagt:

http://www.fileupyours.com/files/58727/StoertesPODxtPatches.l6b
 
...timur°°°;2514761 schrieb:
Die beiden Punkte sind genau das, was ich meine, und zwar messerscharf auf den Punkt gebracht. Wenn es wirklich so ist, warum wird das Teil dann immer so in den Himmel gelobt? :confused: ich sehe in diesem Fall keinen Grund, das Gerät noch weiter zu behalten.

seh ich beim Pod 2.0 auch so.. der wird ja auch regelmäßig hochgelobt, wenn auch nicht (mehr) so häufig wie der XT, der laut mancher Aussagen doch noch besser klingen soll - kann ich allerdings nicht beurteilen

jedenfalls hat mich bei dem auch immer das gestört, was du jetzt über den XT berichtest... Crunch-Bereich absolut mager (entweder zu dünn oder zu fett) und Hi-Gain dumpf und matschig

Crunch-Sounds krieg ich übrigens wunderbar aus 2 anderen Modellern:
Dem Sansamp PSA und der Vox ADxxVT Reihe
also generell auf "Modeller" schimpfen sollte man da nicht.. eher auf die Pods ;)
 
Dankeschön Störtebeker für die Patches... interessant ist es auch, das Brizzeln wegzuEQen, aber überzeugend klingt das imho nicht ;)

Wo wir schon dabei sind, die Legende zu demontieren, hab ich hier nochmal ein Beispiel für die seltsamen Klangartefakte, die dier Podxt produziert, wenn mehrere Seiten gebendet werden. Ich bende aufwärts, der Pod spuckt Frequenzen aus, die abwärts wandern.

Klingt interessant... hat ein wenig was von einem dezent hinzugemischten Ringmodulator :) da hat sich das digitale Superhirn wohl ein wenig verrechnet :D

Da hab ich noch einen... bin jetzt aber leider zu faul ein Sample aufzunehmen:
Bei irgendeinem HighGain-Model (ich glaub es war "Spinal Puppets", also der 80er-Metal-Amp) hatte ich auch ein lustiges Artefakt. Immer wenn ich einen tiefen E-Powerchord gespielt habe, also einfach Grundton-Quinte-Oktave, hat der POD die große Terz hinzugefügt, hat sich so ähnlich angehört wie ein zusätzlicher Oberton, den die Gitarre selbst gar nicht produziert hat... mit der Folge, daß sich jeder E-Powerchord angehört hat wie E-Dur. Dummerweise war das Stück in E-Moll... ;)

Jedenfalls habe ich das Ding langsam satt. Ich kaufe mir jetzt einen anständigen Preamp mit richtigen Röhren drin. Wenn ich in Zukunft jemals nochmal (schlechte) Modeller-Sounds haben möchte, kann ich auch einfach GuitarRig o.ä. benutzen. Davon habe ich nämlich noch irgendeine ältere Version auf meinem Rechner. Bleibt nur eins zu sagen:

Wenn jemand einen gebrauchten Pod XT Pro in gutem Zustand zum günstigen Preis haben möchte: PM an mich!
 
Noch mal kurz meine Erfahrungen:

Ich habe im Laufe meiner sehr bescheidenen Karriere rund 300 Titel in Studios eingespielt. Röhrenamp hingestellt, der Toning das Mikro davor. UNd immer klang die Gitarre hinterher so, wie es aus den Lautsprechern rauskam und wie ich gespielt habe.

Bei den letzten beiden Demoproduktionen meiner Renterband wurden aus verschiednen Gründen gitarrenmäßig bei mir zu Hause abgewickelt. Also ohne die Möglichkeit, richtig aufzudrehen, sondern mit allerhand Modellerzeugs und Lautsprechersimulatoren. Boss, Pod, M-Audio, Guitar-Rig und jede Menge anderes künstliche Zeug haben mich in den letzten 2 Jahren zur Weißglut getrieben. Nichts davon klingt wirklich gut. Man verbringt Stunden und Tage, aus dem Zeugs noch was Erträgliches zu schneidern und ist immer noch unzufrieden.

Vieles ist reine Schönfärberei: Solange dicke Bässe und Tiefmittenzerren da sind, klingt's noch rund. Wird diese Schminke aufgrund der Frequenzanforderungen im Mix runtergedreht, tritt plötzlich das "Dünne" in den eigentlich gitarrentypischen Hochmitten zutage: Keine Dichte, keine angenehmen Formanten, keine klare Tondefinition, zerbröselnde Bits.

Was mir am heftigsten auffällt: Bei dem ganzen Digitalkram ist es nahezu egal, ob ich eine Gitarre für 100 Euro oder für 2000 Euro verwende. Kommt immer das selbe raus. Die selben sehr unterschiedlichen Gitarren an einem realen Amp gespielt: UNterschiede in Tonformung und Charakter wie Tag und Nacht.

Für mich heißt das Ergebnis: Das Ganze Digitalzeug fliegt demnächst komplett und endgültig wieder raus.
 
Wahre Worte @Hans!
Ich bin zwar bekennender Tonelab - User und verteidige das Gerät auch vehement gegen alle "das kann ja kein Metal" - Versuche, aber im Studio wird die Tretmine nur zum Stimmen eingesetzt. Ich nehme gerne damit auf, zu Hause und beim Songs schreiben, aber wenn es an die Produktion geht, dann kommt mir da nur meine Röhre hinter die Gitarre.
Wir haben mal zum Spaß das Experiment gemacht und mit einem Amp und dem Tonelab quasi Bi - Amping betrieben, also das Gitarrensignal aufgesplittet und an Verstärker sowie an Tonelab geschickt. Irgendwie hatten wir die Hoffnung, dass der kombinierte Sound vielleicht ganz gut wird, musste aber leider feststellen, dass es überhaupt nicht klappt, weil der Modeller einfach viel zu "künstlich" dazu klang.
An einer Röhrenendstufe gespielt, klingt das alles schon um einiges besser auf den Aufnahmen, aber da greife ich trotzdem eher auf den "Fundus" des Studios zurück.
 
Vieles ist reine Schönfärberei: Solange dicke Bässe und Tiefmittenzerren da sind, klingt's noch rund. Wird diese Schminke aufgrund der Frequenzanforderungen im Mix runtergedreht, tritt plötzlich das "Dünne" in den eigentlich gitarrentypischen Hochmitten zutage: Keine Dichte, keine angenehmen Formanten, keine klare Tondefinition, zerbröselnde Bits.

Tja, volle Zustimmung Hans! Ich verstehe nur zwei Sachen nicht: warum wird ungeachtet dieser offenkundigen Schwächen der POD in sämtlichen Fachzeitschriften und Testberichten aufs höchste gelobt? Ich zitiere z.B. nur rein repräsentativ mal aus der Gitarre&Bass 11/2003, ähnliches findet sich zuhauf:

"klanglich überzeugend, angenehm röhrig und sich ohne digitale Kälte und Härte druckvoll in der Band oder im Mix durchsetzend"

Bekommen die alle Schmiergelder von Line6 oder haben sie einfach nur Tomaten auf den Ohren?

Ach ja und noch ein interessantes Zitat: Steven Wilson, der Mastermind von Porcupine Tree, auf die Frage, wie er denn die Gitarrensounds auf den (übrigens sehr gut klingenden) aktuellen Porcupine-Tree-Alben aufnimmt (nachzulesen im recording magazin 2/2007):

"60 Prozent gehen direkt in den Line6 POD. Worüber sich natürlich viele Snobs künstlich aufregen: 'Wie kannst du nur?' Da pfeif ich aber drauf. [...] Was im Vorhinein an Sounds mit dem POD erstellt wurde, läßt sich später in der Produktion meist eh nicht mehr toppen."

Ich finde es interessant, solche Testberichte und Aussagen von absoluten Produzenten-Profis (!) auf der einen Seite und meine eigenen Erfahrungen bzw. die Äußerungen anderer User in diesem Thread auf der anderen Seite gegeneinander stehen zu haben... offensichtlich ist das ein heikles Thema, und ich werde nicht so recht schlau daraus, wie das sein kann.. Für mich steht jedenfalls fest, daß ich fortan auf meine eigenen Ohren hören und daher auf richtige Amps umsteigen werde.
 
Je nach angelegtem Leistungsmaßstab kommt man zu recht unterschiedlichen Einschätzungen:

In puncto Preis-Leistung bietet der Podxt eine gute Leistung fürs Geld. Die Soundqualität ist im Vergleich zu gleich teuren Lösungen absolut im grünen Bereich. Manches kann der Podxt auch recht gut, z. B. Cleansounds. Und das recorden ist extrem komfortabel.

Wenn man jetzt aber als Gitarren-Soundfetischist hergeht und Vergleiche zu gut mikrofonierten (und i. d. R. teureren) Röhrenamps herzieht, oder zu tonalen Feinheiten die dem Nichtmusiker gar nicht auffallen würden, dann zieht er natürlich den kürzeren.

Im allgemeinen bin ich aber der Ansicht, dass der Sound keine Rolle spielt, wenn der musikalische Inhalt stimmt, bzw. man sich erst dann Gedanken um den Klang machen sollte. Erfahrungsgemäß ist es leider oft so, dass selbst mit nem Pod der Sound noch besser ist, als der Inhalt. Da gilt es die eigenen Prioritäten beim Musikmachen mal zu überdenken.

Und dieser Offtopic Satz sei mir gestattet: Gleiches gilt für das überall zu bestaunende Missverhältnis von spieltechnischem und kompositorischem Können, was sich auch hier in den Boarddiskussionen gut beobachten lässt: Tausend Threads zum Thema "Wie werd ich schneller?" und gleichzeitig in den Hörproben (fast) nur Schund, nichts was mal musikalisch aufhorchen ließe.
 
Im allgemeinen bin ich aber der Ansicht, dass der Sound keine Rolle spielt, wenn der musikalische Inhalt stimmt, bzw. man sich erst dann Gedanken um den Klang machen sollte. Erfahrungsgemäß ist es leider oft so, dass selbst mit nem Pod der Sound noch besser ist, als der Inhalt. Da gilt es die eigenen Prioritäten beim Musikmachen mal zu überdenken.

Keine Rolle ist vielleicht etwas krass ausgedrückt, aber ansonsten kann ich diesem statement nur zustimmen, wir wollen schließlich MUSIK machen und nicht nur Sound.

Wobei ich Hans keineswegs Soundfetischismus als Selbstzweck vorwerfen möchte, dazu kenne ich ihn zu gut.
 
Ich meinte damit jetzt gar nicht speziell Hans_3. Sondern wollte damit nur deutlich machen, dass die Hörperspektive des Musikers sich von der des Nichtmusikers erheblich unterscheidet. Für den erfahrenen Mucker gilt irgendwann wie Eric Johnson sagte: "Its the smallest things that make the greatest difference". Der Laie überhörts einfach.
 
Für den erfahrenen Mucker gilt irgendwann wie Eric Johnson sagte: "Its the smallest things that make the greatest difference". Der Laie überhörts einfach.

Richtig. Der Laie hört die Details nicht, er nimmt aber dennoch wahr, ob ihm die Sachen unter die Haut gehen oder nicht.

UNd da kommen wir zu dem Punkt, dass es viele Gitarristen gibt, die ihren Stil mit innerem Ausdrucksvermögen und klanglichen Möglichkeiten in Wechselwirkung entwickelt haben (Jimi Hendrix sei da mal wieder als Beispiel erwähnt). Der Versuch, aus einem einkanaligem 100er Röhrentop mit Singlecoilgitarre einen singenden Ton herauszuholen ist echte Schwer- und Quälarbeit und prägt Spieltechnik und Tonvorstellung über Jahre völlig anders, als mit mit einem HiGain-PU auf einer Chinaklampfe ein Modellerpreset mit Mörderzerre und total plattgebügelter Dynamik zu bedienen.
 
Einmal will ich aber doch noch schwafeln...

Ich bin bekennender Modeller-Fan seit 1996, als ich meine erste CD gemacht habe. Ich habe zwei kleine Produktionen, im Wesentlichen als Hobby bzw. Spielerei mit echten Amps gemacht, als ich angefangen habe, mir selbst das Aufnehmen beizubringen, weil mich Tontechnik schon immer fasziniert hat. Fazit des ganzen Recordings: Ich hatte geile Gitarrensounds und ich hatte Scheiß-Gitarrensounds und zwar bei beiden Aufnahmemethoden: Digital komplett in Audiointerface, und Mikrophonierter Verstärker.

Woran liegt's?

Wenn ich etwas aufnehme, hängt das Ergebnis im Wesentlichen davon ab, ob ich einen Sound im Kopf habe, den ich realisieren will, ob ich eine Idee habe, wie das Instrument im fertigen Mix positioniert ist und klingt. Wenn das der Fall ist, habe ich ein konkretes Ziel, ich weiß wo ich hin will. Wie ich da hin komme, weiss ich, und nun ist es nur die Frage, mit welchen Hilfsmitteln. Ob POD oder Röhre, wenn ich weiß, was ich will, drehe ich die Regler so, dass das kommt. Wenn ich das nicht weiß, sondern nur die Töne kenne, die ich gleich spiele, aber nicht weiß, welche Effekte darauf liegen sollten oder wie genau die EQ stehen muss, dann habe ich meistens einen schlechten oder langweiligen Sound im fertigen Mix. Ganz egal, ob digital oder analog.

Fazit ist, dass der Kopf desjenigen, der produziert viel entscheidender für das Ergebnis ist, als die Frage POD oder Amp. Wenn ich einen gewissen Sound vor Ohren habe, dann kriege ich den auch, zumindest hat mich das meine Erfahrung gelehrt. Und mit dem POD aufnehmen ist weniger Aufwand und nachbarnfreundlicher, deswegen hat sich hier der Modeller durchgesetzt. Und wie gesagt, live halte ich das alles für Teufelszeug und den Untergang der abendländischen Kultur :)
 
mir geht das aber nicht so. Ich hab immer vor allem einen Sound vor mir, den ich erreichen will, um zu bewerten, ob das Gerät für mich geeignet ist - mit dem Pod hab ich den allerdings noch nie erreicht
wahrscheinlich deswegen weil der von mir gesuchte Sound zwar in Richtung Hi-Gain geht, aber mehr so auf halber Strecke von Crunch zu Hi-Gain zu suchen ist.. und beim Pod komm ich zwar von clean auf Ultrahigain, aber dazwischen ist irgendwie nicht viel
 
Ich verzweifle mit Pod-Recordings auch bitterlich. Inzwischen läuft per VST Amplitube hinterher, mit dem ich die Boxen simuliere. Sonst ists noch unaushaltbarer. Amplitube allein ist fürchterlich, Guitarrig alleine ebenfalls, Pod mit Amplitube geht noch am Besten...

Trotzdem glaube ich nicht, dass das Problem am POD liegt, sondern defintiv an mir. Es gibt einfach soviele Beispiele für sehr gute Produktionen mit Pod, da find ich es unfair zu sagen: Ich hab am Pod gedreht und er klingt nicht gut: er ist böse! Wenn ich In Flames, Meshuggah, Tesseract oder sogar viele gute Homerecorder mir anhöre, kann der Pod nicht das Problem sein.
Das Problem liegt wie beim PC so oft am Benutzer, nicht jeder, der gutes Equipment hat, wird automatisch Studioqualität erzeugen, es ist nicht so einfach. Ich wurschgle jetz sicher schon ein Jahr herum, Geräte und Programme müssten super sein, aber es klingt einfach scheiße. Ich hab nicht nur Endlautstärkenprobleme, auch von der Defination her ganz unmöglich, es klingt als wärs eine Wurst. Durchs einlesen hat sich schon einiges verbessert, aber ich schaffs einfach nicht, da Aufnahmen zu machen, wo ich beim ersten Gegenhören auf der HiFi nicht vor Schreck zusammenzucke.
Aber andere Leute schaffens auch, neue Geräte wären nur verschleudertes Geld, da mit den jetzigen Geräten es möglich ist, muss es auch für mich möglich sein.

Augen zu und durch...
 
Nenn doch bitte mal die Alben von "professionellen" Bands, in denen nachweislich (!) und hauptsächlich (!) ein Modeller für die Gitarren eingesetzt wurde. Aber bitte mit Quelle wo das geschrieben steht (Booklet, Interview, Homepage, ...).
 

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