Wer braucht Modes? :-P

  • Ersteller Paganini??
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Die geläufige Abkürzung von Hamonisch und melodisch Moll...

Ist das Normal, dass nur der Grundton des Akkords ersetzt wird? Ich dachte, man nimmt dann im Falle von G7 einfach Db7. Oder ist das schlichtweg ein angenäherter Weg, der auf dem Akkordeon einfach auszuführen ist?
Der Weg ist nicht angenähert, sondern dies ist der Weg, wie die eigentliche Tritonussubstitution ausgeführt wird.
(Hatten wir hier auch schon im Board... ;))
Nochmal ganz kurz zusammengefaßt, woher die Tritonussubstitution eigentlich kommt, Beispiel ist wieder mal G7, also auf Dominantseptakkorden:
G7 enthält die Töne G-H-D-F, bei der Tritonussubstitution wird die Quinte tiefalteriert und in den Bass gesetzt, also um einen Halbton gebeut. Der Akkord sieht dann so aus: Db-G-H-F, der aussieht wie ein Db-Akkord.

Was passiert dabei? Dazu schauen wir uns mal kurz die Struktur der beiden Akkorde an. Der Dom7 hat den Aufbau große Terz - kleine Terz - kleine Terz, das Komplementärintervall zum nächsten Grundton wäre dann noch eine große Sekunde.
G-H => große Terz
H-D => kleine Terz
D-F => kleine Terz
F-G => große Sekunde als Komplementärintervall

Nun der Tritonusakkord, einmal auf Db und dann auf G, natürlich müssen dazu die nächsten Akkordtöne von Db zusammengepackt werden, die Intervalle habe ich der Einfachheit halber gleich enharmonisch verwechselt:

Db-F => große Terz
F-G => große Sekunde
G-H => große Terz
H-Db => große Sekunde als Komplementärintervall

G-H => große Terz
H-Db => große Sekunde
Db-F => große Terz
F-G => große Sekunde als Komplementärintervall

Was sieht man? G7/b5 bzw. Db7/b5, wie diese Tritonussubstitutionsakkorde bezeichnet werden, haben exakt den gleichen Aufbau. Völlig gleich, denn dieser Akkord ist symmetrisch. Das erklärt auch seine Wirkung, weil so ein Akkord sofort vom Ohr in mehr als eine Tonart gesetzt werden kann.
Dazu der Versuch: C - G7/b5 - C - G7/b5 - Gb - Db7/b5 - Gb

Als abstrahierte Variante kann man tatsächlich G7 auch durch Db7 ersetzen, wobei aber der Reiz der Verwechselbarkeit der /b5-Variante fehlt.

Auf dem Akkordeon ist üblicherweise der G7-Akkord ohne Quinte ausgeführt. Wenn man den Basston also nach Db wechselt, kommt der Ton dazu. Das ist also eine echte Tritonussubstitution auf dem Instrument, echter geht´s nicht...

Damit hat sich wohl auch deine erste Frage geklärt...

Die Formanalyse ist ein analytisches Teilgebiet der “Formenlehre der Musik". Es gibt Formenlehren über die verschiedensten Gebiete, z.B. Architektur der Antike, Poesie, Landschaftsgärtnerei, Grammatik etc..

Du scheinst ein sehr großes Wissen darüber zu besitzen, ich tippe mal nicht, daß du das Netz dafür brauchst.

Ich glaube, du solltest da mal einen Tread starten, ebenso einen für Jazz-Improvisation, ganz ehrlich. Fände ich sogar richtig gut!

Der Link ist der Hammer, das ist ja nur geil... planst du auf diese Weise Stücke?
 
Du scheinst ein sehr großes Wissen darüber zu besitzen, ich tippe mal nicht, daß du das Netz dafür brauchst.

Ich glaube, du solltest da mal einen Tread starten, ebenso einen für Jazz-Improvisation, ganz ehrlich. Fände ich sogar richtig gut!

Der Link ist der Hammer, das ist ja nur geil... planst du auf diese Weise Stücke?


Den Text in diesem Board schreibe aus dem Kopf. Ich lese immer noch Journals online, bin Mitgliied von JSTOR (Journal STORage) und des Oxford Journal, benutze Onlinezugänge zu verschiedenen Universitätsressourcen, und habe natürlich eine eigene Bibliothek, lese aber seit einigen Jahren nicht mehr so viel wie als junger Bengel.

http://www.jstor.org/?cookieSet=1
http://www.oxfordjournals.org/


- Sei ein paar Monaten reserviere ich eine gewisse Zeit um in der CESG (Codices Electronici Sangallenses) zu lesen, welche seit einiger Zeit online ist:

http://www.cesg.unifr.ch/virt_bib/handschriften.htm

Lies mal im "Cod. Sang. 433", ein Musiktraktat aus dem 9. Jahrhundert von Notker dem Deutschen, oder den "Cod. Sang. 216", das Dekret von Papst Gregor aus dem 8. Jahrhundert mit den Regeln was komponiert werden darf, resp. was dich auf den Scheiterhaufen bringt wenn du dich nicht daran hältst - wenn ich davon genug Inspiration habe schreib ich vielleicht ein Werk über diese Kirchengeschichten.


- Ja, es kommt schon vor das ich längere Werke konzeptionell Plane, Material lese welches mit dem subiectum in Zusammenhang steht, Outlines gestalte, aber die Musik als solche schreibe ich dann in ein paar Stunden nieder wenn alles zusammenkommt, das Istrumentieren kann dann aber schon ein paar Tage oder sogar Wochen dauern.

--
 
Durchaus, das klingt gut =)
Wobei ich mit analogem Akkordeon und vorerst ohne Stimmeinsatz Musik mache ;)

Aber Klassik, Tango & Co. sind natürlich immer noch auch in meinem Sinne.

Auf dem Akkordeon ist üblicherweise der G7-Akkord ohne Quinte ausgeführt. Wenn man den Basston also nach Db wechselt, kommt der Ton dazu. Das ist also eine echte Tritonussubstitution auf dem Instrument, echter geht´s nicht...
Hmm...aber die Variante G-Grundbass+Db7 klingt doch mehr nach G7 als Db-Grundbass+G7. Wenn sie beide equivalent sind, wieso ersetzt man nicht nur einfach die Quinte durch den Tritonus, sondern muss den auch noch in den gut hörbaren Grundbass legen? Die Spannung erzeugt man doch auch so.
Oder ist das schlichtweg Ermessenssache und die Tritonussubstitution ist einfach auf diese Weise definiert?
 
Durchaus, das klingt gut =)
Wobei ich mit analogem Akkordeon und vorerst ohne Stimmeinsatz Musik mache ;)

Aber Klassik, Tango & Co. sind natürlich immer noch auch in meinem Sinne.

Klar, ich spiele auch lieber auf einem richtigen Klavier als auf einem digilalen - es ging auch eher um die Spielweise. Habe vor einiger Zeit auch mal überlegt, wie man Jazztypische Voicings und Walking-Bass mit der linken Hand auf dem Akkordeon realisieren könnte. Habe dabei leider irgendwann die Geduld verloren.

Ich weiß zwar theoretisch wo die Töne/Akkorde liegen; das ganze in die Praxis umzusetzen ist dabei aber ne andere Baustelle.:redface:

Hmm...aber die Variante G-Grundbass+Db7 klingt doch mehr nach G7 als Db-Grundbass+G7. Wenn sie beide equivalent sind, wieso ersetzt man nicht nur einfach die Quinte durch den Tritonus, sondern muss den auch noch in den gut hörbaren Grundbass legen? Die Spannung erzeugt man doch auch so.
Oder ist das schlichtweg Ermessenssache und die Tritonussubstitution ist einfach auf diese Weise definiert?

Das ist ja gerade der Reiz an der Sache, daß durch den Bass der Akkord nicht mehr als G7 sondern als Db7 gehört wird. Einen F-Dur über ein D-Bass klingt ja auch eher wie Dm7 und nicht wie ein F6-Akkord.
Wichtig ist dabei auch die Bass-Line, der chromatic approach über das Db zum C.

Die Tritonus-Substitution wird aber auch hier im Board noch mal ganz gut erklärt:

https://www.musiker-board.de/vb/harmonielehre/121532-die-tritonussubstitution.html
 
Hmm...aber die Variante G-Grundbass+Db7 klingt doch mehr nach G7 als Db-Grundbass+G7. Wenn sie beide equivalent sind, wieso ersetzt man nicht nur einfach die Quinte durch den Tritonus, sondern muss den auch noch in den gut hörbaren Grundbass legen? Die Spannung erzeugt man doch auch so.
Oder ist das schlichtweg Ermessenssache und die Tritonussubstitution ist einfach auf diese Weise definiert?
Hä? Db als Terzbass und G7 als Akkord gespielt. Wahlweise kann man auch G als Terzbass und Db7 als Akkord spielen, das ist egal, außer in dem sehr häufigen Fall, den Funkeybrother beschrieben hat.

Klar, ich spiele auch lieber auf einem richtigen Klavier als auf einem digilalen - es ging auch eher um die Spielweise. Habe vor einiger Zeit auch mal überlegt, wie man Jazztypische Voicings und Walking-Bass mit der linken Hand auf dem Akkordeon realisieren könnte. Habe dabei leider irgendwann die Geduld verloren.
Und? Hast du einen Ansatzpunkt dafür gefunden? Ich finde, da fehlt ein Oktavschalter für die Linke Hand, mit dem man den Ton um eine Oktave transponieren kann. Das kann man mit dem Register allein nicht schnell genug machen, zumals auch etwas komisch klingt...
Du hast aber recht, es ist echt Nervensache und erfordert extrem viel Übung, wobei jazztypische Voicings nochmal ein anderes Thema sind, das geht so ohne Weiteres nicht, es sind ja nur Clusterakkorde möglich und man muß sie mit viel Akrobatik zusammenbauen...
 
Und? Hast du einen Ansatzpunkt dafür gefunden? Ich finde, da fehlt ein Oktavschalter für die Linke Hand, mit dem man den Ton um eine Oktave transponieren kann. Das kann man mit dem Register allein nicht schnell genug machen, zumals auch etwas komisch klingt...
Du hast aber recht, es ist echt Nervensache und erfordert extrem viel Übung, wobei jazztypische Voicings nochmal ein anderes Thema sind, das geht so ohne Weiteres nicht, es sind ja nur Clusterakkorde möglich und man muß sie mit viel Akrobatik zusammenbauen...

Klar, man ist natürlich extrem eingeschränkt. Jazztypische Voicings ist da vielleicht etwas übertrieben. Ich meinte eher, wie man überhaupt erstmal mit der linken Hand das harmonische Grundgerüst legen kann - sprich: die einfachen Sept-Akkorde, z.B.:

G-Dur-Akkord + E-Bass = Em7
A-moll-Akkord + F#-Bass = F#m7/b5

Für die Begleitung reicht das ja aus.
Sowas habe ich auch ausprobiert:

F7 + D-Dur-Akkord = F7/b9/13

Aber spätestens da hört's dann wohl auf. Da fehlt dan wirklich der Oktav-Schalter.
Die Cluster-Vocings sind dann wahrscheinlich auch je nach Instrument mehr oder weniger brauchbar.

Ich bin ja eigentlich kein Akkordeon-Spieler. Wie kommen die bloß immer mit den kleinen Knöpfen klar? Ich glaube ich habe zu dicke Finger für sowas...:redface:
 
Klar, ich spiele auch lieber auf einem richtigen Klavier als auf einem digilalen - es ging auch eher um die Spielweise.
Hmm...was beziehst du jetzt auf die Spielweise? Oder wie könnte sie anders sein? (Eigentlich dumme Frage, da jeder Mensch anders spielt)


Das ist ja gerade der Reiz an der Sache, daß durch den Bass der Akkord nicht mehr als G7 sondern als Db7 gehört wird. Einen F-Dur über ein D-Bass klingt ja auch eher wie Dm7 und nicht wie ein F6-Akkord.
Wichtig ist dabei auch die Bass-Line, der chromatic approach über das Db zum C.
Okay...allerdings muss ich schon sagen, dass die Kadenz C | F | Db7/b5 | C im Vergleich zu C | F | G7 | C sehr merkwürdig, wenn nicht unpassend klingt. Wie ein klangliches Fastequivalent klingt das nicht.


Was genau ist am Walkingbass auf dem Akk. so unvorstellbar?


G-Dur-Akkord + E-Bass = Em7
A-moll-Akkord + F#-Bass = F#m7/b5
Ich finde, es wird bei maj7-Akkorden richtig schwierig, vor allem für kleinere Hände: C+Em
Man kann natürlich auch H(terzbass)+C-Dur greifen, aber das klingt glaub ich nicht mehr so toll.
 
Hmm...was beziehst du jetzt auf die Spielweise? Oder wie könnte sie anders sein? (Eigentlich dumme Frage, da jeder Mensch anders spielt)

Ich meinte ganz allgemein, was er so spielt und nicht auf was für einem Instrument - mehr wollte ich damit nicht sagen.;)

Okay...allerdings muss ich schon sagen, dass die Kadenz C | F | Db7/b5 | C im Vergleich zu C | F | G7 | C sehr merkwürdig, wenn nicht unpassend klingt. Wie ein klangliches Fastequivalent klingt das nicht.

Falls Du auf dem Akkordeon für Db7/#11 ein G7 über ein Db-Bass gespielt hast, Könnte es daran liegen, daß die Lage der Töne untereinander etwas unvorteilhaft ist.
Beim G7 wird das G wahrscheinlich der tiefste Ton sein. Besser würde es wohl klingen, wenn das G als höchster Ton über der Septime liegt.
Wahrscheinlich klingt auch der Wechsel vom 3-stimmigen F-Akkord ohne Spannung (anstatt z.B. Fmaj7) zum sehr spannungsvollen 4-Stimmigen Db7/#11 etwas hart.
Ich würde dann ganz normal Db7 spielen.

Was genau ist am Walkingbass auf dem Akk. so unvorstellbar?

Habe ich das geschrieben? Nein, für mich ist ganz allgemein alles was mit der Linken Hand beim Akkordeon zu tu hat Neuland.;)
Ich denke, so ein Bass ist noch realisierbar. Zur Verzweiflung gebracht haben mich letztendlich Probleme, die Du hier ja auch selbst beschreibst:

Ich finde, es wird bei maj7-Akkorden richtig schwierig, vor allem für kleinere Hände: C+Em
Man kann natürlich auch H(terzbass)+C-Dur greifen, aber das klingt glaub ich nicht mehr so toll.
 
Ich meinte ganz allgemein, was er so spielt und nicht auf was für einem Instrument - mehr wollte ich damit nicht sagen.;)
Okay, das mit dem analog war ja auch nur ne Randbemerkung ;)


Ich würde dann ganz normal Db7 spielen.
Deshalb auch die Frage, ob das normal ist, dass man nur die Quinte "vertritonust", anstatt den Septakkord des Tritonus zu nehmen ;)
In dem verlinkten Thread war die Beispielkadenz "C/ A7 / D-7 / G7" gegeben, bei der A7 durch Eb7 ersetzt wird. Da klingts in Ordnung. Allerdings in meinen Ohren auch eher, wenn man nicht nur den Eb-Grundbass nimmt und A7 lässt.


Habe ich das geschrieben? Nein, für mich ist ganz allgemein alles was mit der Linken Hand beim Akkordeon zu tu hat Neuland.;)
Ich denke, so ein Bass ist noch realisierbar. Zur Verzweiflung gebracht haben mich letztendlich Probleme, die Du hier ja auch selbst beschreibst:
Alles klar. Hab ich falsch interpretiert.
 
Klar, man ist natürlich extrem eingeschränkt. Jazztypische Voicings ist da vielleicht etwas übertrieben. Ich meinte eher, wie man überhaupt erstmal mit der linken Hand das harmonische Grundgerüst legen kann - sprich: die einfachen Sept-Akkorde, z.B.:

G-Dur-Akkord + E-Bass = Em7
A-moll-Akkord + F#-Bass = F#m7/b5

Für die Begleitung reicht das ja aus.
Sowas habe ich auch ausprobiert:

F7 + D-Dur-Akkord = F7/b9/13

Oh...ich dachte, du bist weiter... :) Du bist ja noch ganz am Anfang... ;)

Okay...allerdings muss ich schon sagen, dass die Kadenz C | F | Db7/b5 | C im Vergleich zu C | F | G7 | C sehr merkwürdig, wenn nicht unpassend klingt. Wie ein klangliches Fastequivalent klingt das nicht.

Du solltest den 7/b5-Akkord nach der II. Stufe spielen. Dann läuft der Bass schön chromatisch:
Dm7 - Db7/b5 - Cj7, immer schön im Quintfall, dann stimmt auch das Voicing.
Vielleicht mußt du dich auch erst einmal an diese Art von Akkorden gewöhnen, ich bin mir sicher, sie werden dir bald gefallen...

Was genau ist am Walkingbass auf dem Akk. so unvorstellbar?
Weil oft Oktavsprünge notwendig sind. Wie willst du diese spielen???
Und das Hauptproblem sind die fehlenden Finger, wenn man noch ein paar Akkorde mit einwerfen will. Das ist das eigentliche Problem, spieltechnisch, meine ich natürlich...

Ich finde, es wird bei maj7-Akkorden richtig schwierig, vor allem für kleinere Hände: C+Em
Man kann natürlich auch H(terzbass)+C-Dur greifen, aber das klingt glaub ich nicht mehr so toll.
Zu maj7-Akkorden: Spiele sie als j7/9er, dann wird´s wirklich einfach... Kinder, Kinder...;) - dann spielst du ein C+C-Dur+G-Dur-Akkord.

Ein H-Bass mit C-Dur funktioniert so nicht, weil H völlig das Grundtongefühl zerstört. Das funktioniert nur bei Durchgangsbässen...

Habe ich das geschrieben? Nein, für mich ist ganz allgemein alles was mit der Linken Hand beim Akkordeon zu tu hat Neuland.;)
Ich denke, so ein Bass ist noch realisierbar. Zur Verzweiflung gebracht haben mich letztendlich Probleme, die Du hier ja auch selbst beschreibst:

Die linke Hand muß man halt einfach spreizen üben. Es ist halt auch kein Instrument für die ganz Dummen, wenn man es richtig spielen will - auch wenn uns gewisse Kreise etwas Gegenteiliges suggerieren will - nein, selbst ein Ländler kann man richtig gut spielen, was durchaus nicht einfach ist, wenn das Tempo etwas unbequemer wird... :D
Man muß zwar mit der linken Hand viel mehr üben, der Vorteil ist aber, daß man das nur einmal üben muß - zwar richtig - aber das gilt dann für alle Tonarten. Also lohnt es sich, finde ich...
Richtig munter wird´s, wenn man Stimmführungsgeschichten mit links macht... olla, da raucht die Birne, vor allem, weil man sehr viele dim-Akkorde für die Ergänzungstöne braucht, und die sind ja nicht vier-, sondern nur dreistimmig, was einerseits eine elende Rechnerei nach sich zieht, andererseits aber notwendig ist, um überhaupt so vorgehen zu können...
 
Du solltest den 7/b5-Akkord nach der II. Stufe spielen. Dann läuft der Bass schön chromatisch:
Dm7 - Db7/b5 - Cj7, immer schön im Quintfall, dann stimmt auch das Voicing.
Okay, aber es gibt ja durchaus auch Kadenzen, die dem Quintfall nicht strikt folgen. Ist dann so eine Tritonusersetzung eher auf diesen Spezialfall zu begrenzen?

Ach ja...was sind eigentlich immer diese Voicings? Begegnen einem immer wieder, aber ich weiß immer noch nicht, was gemeint ist ;)


Weil oft Oktavsprünge notwendig sind. Wie willst du diese spielen???
Und das Hauptproblem sind die fehlenden Finger, wenn man noch ein paar Akkorde mit einwerfen will. Das ist das eigentliche Problem, spieltechnisch, meine ich natürlich...
Hmm, okay. Muss man eben entweder auf komplexe Akkorde verzichten und den Baritonbass nehmen, dann sind auch Oktavsprünge gut drin, oder auf Oktavsprünge verzichten.


Zu maj7-Akkorden: Spiele sie als j7/9er, dann wird´s wirklich einfach... Kinder, Kinder...;) - dann spielst du ein C+C-Dur+G-Dur-Akkord.
Auch ne Möglichkeit, werd ich ausprobieren, danke =)



Man muß zwar mit der linken Hand viel mehr üben, der Vorteil ist aber, daß man das nur einmal üben muß - zwar richtig - aber das gilt dann für alle Tonarten.
Das Tolle ist, dass sich bei einem Knopfgriffakkordeon auf der Diskantseite der gleiche Effekt ergibt :great:
 
Oh...ich dachte, du bist weiter... :) Du bist ja noch ganz am Anfang... ;)

Ich muß gestehen, ich hatte dafür nicht allzuviel Zeit investiert.:rolleyes:
Liegt aber vor allem auch daran, daß ich kein wirklich gutes Akkordeon zur Verfügung habe.
Ein altes Hohner-Tango, daß sich Jahrzehntrelang auf einem Dachboden ausgeschlafen hat - ein paar Tasten klemmen manchmal und etwas verstimmt ist es auch, macht halt nicht so viel Spaß Das Ding müsste wohl mal komplett überholt werden, aber sowas kann beim Akkordeon ganz schön Teuer werden. Ich weiß nicht, ob sich das bei einem Hohner-Tango überhaupt lohnt.

Zu maj7-Akkorden: Spiele sie als j7/9er, dann wird´s wirklich einfach... Kinder, Kinder...;) - dann spielst du ein C+C-Dur+G-Dur-Akkord.

Schon klar, ist aber ein deutlich anderer Klang und meiner Meinung nach nicht immer passend.


Es ist halt auch kein Instrument für die ganz Dummen, wenn man es richtig spielen will - auch wenn uns gewisse Kreise etwas Gegenteiliges suggerieren will - nein, selbst ein Ländler kann man richtig gut spielen, was durchaus nicht einfach ist, wenn das Tempo etwas unbequemer wird... :D

Tja, schade eigentlich. Das Akkordeon wird in der Tat von vielen Leuten eher belächelt.


Ach ja...was sind eigentlich immer diese Voicings? Begegnen einem immer wieder, aber ich weiß immer noch nicht, was gemeint ist ;)

Mit Voicing meint man einfach die Art und Weise, wie die Töne eines Akkordes verteilt sind - also die Lage der Stimmen des Akkordes.
 
Oh ja...habs gestern ausprobiert.
In meinen Ohren keine wirkliche Alternative für nen maj7.
Doch, ist er. Ein j7-Akkord kann immer mit einer 9 aufgefüllt werden, die Regel ist wirklich fast 100%ig korrekt.
Du mußt diesen Akkord immer m i t Bass auf dem Akkordeon spielen, da geht kein Wechselbass etc. mehr, weil der Akkord ein Clusterakkord ist und somit einen Basston braucht, weil nur durch den Cluster-Akkord allein kein harmonischer Zusammenhang vom Ohr gebildet werden kann wenn der Grundton fehlt. Es sei denn, du spielst auf der Diskantseite eine entsprechende Melodielinie, die diesen "Mangel" behebt.
Spiele mal ein wenig damit herum. Diesen Akkord kannst du als Tonika oder als Subdominante fast überall einsetzen, sofern die Musik nicht zu bluesig ist oder in Moll steht...;)

Okay. Also sowas wie Umkehrungen oder Oktavierungen?

Drop2 und Konsorten, Hagenwil hat ja in eurem anderen Thread die PDF-Grundlagenliste supergut zusammengestellt. Schau dir das da nochmal an.
 
Der Typ ist Wahnsinn :eek:

Ja, der ist richtig gut. Auch wenn er kaum skalenorientiert spielt, eher klassisch kadenziell. Klingt manchmal etwas antiquiert, macht aber nichts, weil er eben richtig gut spielt. Liegt aber wohl auch am Instrument, wenn ich da so mal an Piazzolla denke...

Nur schade, daß so jemand noch als Unterhaltungsmusiker spielen muß.
 
... Lies mal im "Cod. Sang. 433", ein Musiktraktat aus dem 9. Jahrhundert von Notker dem Deutschen ...

Leider wird es da mit meinem Mikrolatinum sehr eng.
Hast Du von dem Musiktraktat eine Übersetzung ins Deutsche? Das würde mich sehr interessieren.
 
Du mußt diesen Akkord immer m i t Bass auf dem Akkordeon spielen, da geht kein Wechselbass etc. mehr, weil der Akkord ein Clusterakkord ist und somit einen Basston braucht, weil nur durch den Cluster-Akkord allein kein harmonischer Zusammenhang vom Ohr gebildet werden kann wenn der Grundton fehlt.
Ja, das ist schon klar.
Klingt trotzdem irgendwie komisch und deutlich anders. Ich werd mal noch mal ein bissel mit Kadenzen rumspielen, die das enthalten können, aber ich fands am Direktvergleich schon so extrem, dass ich diesen typischen maj7-Klang gar nicht mehr rausgehört habe.
 

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