Wieder ein kleiner Kurzbericht...
die ausführliche Version folgt durch die mitgereisten User später in Ruhe ausgearbeitet mit Videos und Bildern, die mit einer besseren Kamera aufgenommen sind):
Heute haben wir
Istanbul Agop besucht. Istanbul Agop hat etwa 30 Mitarbeiter und ist damit etwa um die Hälfte größer als Turkish Cymbals, wo wir gestern waren. Wir durften nicht ganz so freizügig filmen und fotografieren. Aber der Herstellungsprozess ist sehr ähnlich: Bronze kochen, gießen, Walzen, Kuppe einprägen, hämmern, hämmern, hämmern, hämmern, abdrehen, polieren, bedrucken.
Man Nachmittag waren wir dann noch bei
Amedia. Amedia ist eine recht kleine Schmiede, aber auch hier werden die Cymbals nach dem gleichen Konzept gefertigt.
Es fällt auf, alle schmelzen selbst ihre Bronze, gießen selbst die Beckenrohlinge und Walzen daraus die Rohbleche. Die eigentliche Kunst besteht in der Hämmerei. Jedes Becken wird ca 40 Minuten mit ca 4000 Hammerschlägen traktiert. Dabei gilt die Faustregel: Je mehr Schläge, desto besser. Der Cymbalschmied kontrolliert das entstehende Becken laufend. Bis auf die Kuppe entsteht die gesamte Wölbung und Form des Beckens beim Hämmern...
Hier wieder ein paar Bilder:

Das ist die Presse, die die Kuppe in das Becken drückt... der Rest bleibt flach.

Hier sieht man ein Becken im recht frühen Stadium, nach ein paar Schlägen... es beginnt sich zu wölben.

und hier zeigt der Chef von Istanbul Agop unserem Martin, wie mann hämmert (ja, der kann das auch)...

...und hier Martins erste Schläge... viel zu zaghaft.

Auch Bacchus#777 durfte sein Geschick testen...