Ist schon komisch. Gitarristen (zu denen ich ja auch gehöre) treffen ja oft recht irrationale Entscheidungen. Allerdings muss der Voodoo auch gut begründet sein. Leute, die versuchen in Auktionstexten oder ähnlichen Angeboten, einen künstlichen Hype zu erzeugen, haben damit selten Erfolg.
Im Gegenteil: Mich macht es eigentlich eher misstrauisch, wenn übertrieben gehyped wird. Ich finde eine ehrliche Beschreibung viel sympathischer. Wenn der Verkäufer nett und natürlich wirkt, bin ich viel eher geneigt zu kaufen.
Hier ist noch ein gutes Beispiel für künstlichen Hype:
http://www.ebay.de/itm/Fender-Strat.../121282496814?pt=Gitarren&hash=item1c3d00092e
Diese Strat kostet bei Thomann um die 850€ und ich kaufe sie bei einem vertrauenswürdigen Laden mit Kundenservice, Gewährleistung, Garantie und Rückgaberecht.
Warum soll ich diese Gitarre also bei einem privaten Ebay-Verkäufer erstehen, der mir dies alles nicht bietet und dazu noch 100€ mehr haben möchte?
Dass irgendein Heini in Kentucky die Strat eingestellt hat, interessiert mich nicht. Es ist für mich selbstverständlich, dass solch eine Strat einigermaßen spielbar bei mir ankommt.
Hinzu kommt, dass überhaupt nicht klar ist, ob die Strat aus den USA zu mir geschickt wird, der Artikelstandort jedoch Stuttgart ist. Die holprige Übersetzung des Auktionstextes tut ihr übriges.
Preisvorschläge akzeptiert er - zumindest zum Schein. Letzten Dezember, als ich eine Strat suchte, habe ich ihm 680€ vorgeschlagen. Als Gegenabgebot kamen vom ihm 780€ zurück, worauf ich natürlich nicht eingegangen bin, weil mir das, untern den obigen Umständen, auch noch zu viel wäre.
Jetzt geht der Wahnsinn also in die nächste Runde und man möchte gerne 948€ haben...