Squier P-Bass V - Neuer Lack + Alter Look

Doom Boogie
Doom Boogie
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Einen schönen guten Tag zusammen!

Ein neuer Tag, ein neues Vorhaben. Worum soll's gehen?

Vor einigen Monaten habe ich mir diesen Bass gekauft:

00_Squier_VM_Preci_V_01.jpg


Es handelt sich um einen Squier VM Precision V (Review siehe Link in meiner Signatur).

Vom Handling und vom Sound her bin ich damit ziemlich zufrieden, aber die Optik trifft nicht so ganz meinen Geschmack.
Aus diesem Grund - und auch weil ich gern bastle :) - habe ich beschlossen, einige Veränderungen vorzunehmen:

1)
Der Bass soll alt und gebraucht aussehen, weil mir einfach der Look von abgewetzten Instrumenten sehr gut gefällt. Darüber könnte man jetzt streiten, soll aber nicht Sinn dieses Threads sein.
Ich habe vor, das Schlagbrett zu vergilben und auch die Hardware zu agen.
Natürlich sollen auch der Korpus und der Hals Gebrauchsspuren bekommen.

2)
Das Candy Apple Red ist zwar eine schöne Farbe, aber rote Instrumente sind nicht mein Ding.
Daher soll der Bass eine neue Farbe bekommen...und dann natürlich ebenfalls gealtert werden.

3)
Mir gefallen die Pickup- und Stegabdeckungen auf den Fender-Bässen sehr gut. Leider gibt es diese für einen 5-Saiter Preci nirgends zu kaufen, bzw. hat meine Recherche keine Quellen geliefert. Daher spiele ich mit dem Gedanken, mir diese Abdeckung selbst aus Blech zu bauen.

So, das sind mal die groben Vorhaben.
Bei einigen Dingen werde ich eure Mithilfe bzw. eure Meinungen benötigen und vielleicht wird sich auch die ein oder andere Diskussion ergeben...wir werden sehen wohin die Reise führen wird.

Gleich zu Beginn habe ich mal eine grundsätzliche Frage und möchte euch um eure Meinung bitten.

Hinsichtlich der neuen Farbe schwanke ich zwischen "white over red" und "gold over red". Da der Korpus ja gealtert wird, wird das derzeitige Rot an einigen Stellen durch die neue Farbe durchscheinen.

Hier mal ein "white over red" Foto:
Bitte beachten, dass mein Bass ein weiß-vergilbtes Schlagbrett haben wird und weiters ein Ahorn-Griffbrett hat.
00_P_Bass_white_over_CAR_front.jpg


Und hier ein "gold" Foto:
00_P_Bass_gold_front.jpg


Was würdet ihr sagen? Weiß oder gold?

Danke schon mal!

Cheers,
Boogie
 
Eigenschaft
 
die Optik trifft nicht so ganz meinen Geschmack

rote Instrumente sind nicht mein Ding

möchte euch um eure Meinung bitten
Hervorhebungen in den Zitaten von mir.
Was würdet ihr sagen? Weiß oder gold?

Candy Apple Red. ;-)
Im Ernst, Du fragst uns nach unserem Farbgeschmack, weil Dir die derzeitige nicht gefällt.:ugly:
Achja, im Ernst, mir gefällt von den drei Möglichkeiten CAR im derzeitigen Zustand wirklich am Besten.
Mir ist natürlich auch klar, dass Du diese Antwort nicht hilfreich findest.
 
Zur Farbauswahl sag ich nix - aber:

Gold ist eine der am schwierigsten zu lackierenden Farben. Daher ist's einfacher da weiß aus der Sprühdose drüberzujauchen...
 
Guten Morgen zusammen!

@Ruhr2010
Ja, ich frage euch nach eurem Farbgeschmack.
Ich hab zwar eine leichte Präferenz, bin mir allerdings noch nicht ganz sicher.
Da dachte ich mir, es kann zumindest mal nicht schaden, die Frage in den Raum zu werfen.
Ich werde mir auch noch ein wenig Zeit lassen mit der Entscheidung...es stehen ja auch noch ein paar andere Arbeiten am Bass an. Es ist also keine Eile geboten.

@tom181
Danke erstmal für deinen Hinweis zur Gold-Lackierung.
Ich habe allerdings nicht vor, da einfach nur Farbe "drüberzujauchen"...es soll schon gut aussehen.

LG
Boogie
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Weiter geht's im Programm...diesmal mit ein paar Fotos.

Ich hab den Bass auseinandergenommen.
Das gute am Preci ist, dass man die gesamte Elektronik ausbauen kann, ohne einen Lötkolben in die Hand nehmen zu müssen :)

Hier sind die Einzelteile (eigentlich erstaunlich, wie wenige das sind):
01_Bass_zerlegt.jpg

02_Korpus_Schlagbrett.jpg

03_Hardware.jpg


Als nächstes habe ich mich dem Pickguard gewidmet.
Ich wollte es schön vergilben und habe dazu die Kaliumpermanganat-Methode verwendet.
Das Pickguard wurde zuerst mal mit Spülmittel und einem Küchenschwamm (rauhe Seite) sauber gewaschen.
Ich habe diese Prozedur bereits bei einer Squier Telecaster angewandt und das hat dort ganz gut funktioniert.

Alles, was man braucht, ist eine Wanne, Wasser, Kaliumpermanganat, Latexhandschuhe (wichtig!!! das Zeug färbt die Haut sehr schnell!!!) und etwa Geduld.

19_Kaliumpermanganat.jpg


Ich habe etwa einen glatten Teelöffel KPM genommen und im Wasserbad aufgelöst. Macht am Anfang schöne Blumen :D

20_KPM_Blumen.jpg


Dann durchmischen und das Pickguard reinlegen.

22_Pickguard_auf_Tauchstation.jpg


Nach etwa einer Stunde im Bad wurde das Pickguard rausgenommen und zum Trocknen auf Zeitungspapier gelegt.
Man sieht hier auch schon die Verfärbungen ganz deutlich.

23_Pickguard_verfärbt.jpg


Vom fertigen Zustand gibt's leider noch kein Foto...aber das kommt noch, versprochen :)

Nun gut...das war's erstmal!

LG
Boogie
 
Auch ich finde das CAR eine gelungene Farbe für einen Preci, habe aber, um mir ggf. das Umlackieren zu ersparen, weitere Precis in CCR, BLK, 2T SB, LPB und WHT zugelegt....;)

Bin auf den Fortschritt Deines Projekts gespannt. Was das Bridge Cover für den 5-Saiter betrifft, hatte ich mal einen Eigenbau gesehen: Hergestellt aus zwei normalen Abdeckungen, außermittig durchgesägt und dann die beiden größeren Teile hartverlötet, ggf. dünnes Blech unten mit verlöten. Danach schleifen, polieren und zum Verchromen geben.

Bei dem Schlagbrett bin ich gespannt, ob die Permanganat Methode haltbar ist. Eigentlich sondert sich Mangandioxid (Braunstein) auf der Oberfläche und in den Poren ab, wie das mechanisch stabil ist bzw. haftet, wird sich zeigen.
 
Grund: Korrektur
Zuletzt bearbeitet:
um mir ggf. das Umlackieren zu ersparen, weitere Precis in CCR, BLK, 2T SB, LPB und WHT zugelegt....;)

Hehe...dafür ist eindeutig das Budegt zu knapp.

Was das Cover betrifft:
Du hast mir in einem anderen Thread den link zu diesem Eigenbau aus 2 Abdeckungen gepostet.
Hab mich damals gar nicht dafür bedankt -> Hole ich hiermit nach: Danke!

Ich spiele derzeit ja mit dem Gedanken, eine solche Abdeckung aus Blech herzustellen (ausschneiden und biegen).
Das ist natürlich bei der Aschenbecher-Version der "neueren" Precis aufgrund der an 3 Seiten hochgezogenen Ränder nicht machbar.
Aber die Abdeckung der "alten" Precis ist ja einfacher, weil hinten offen.

00_Bridge_Cover.jpg


Sowas müsste eigentlich machbar sein.
Mein Nachbar ist metallverarbeitungstechnisch sehr bewandert und hat auch eine gut ausgestattete Werkstatt.
Vielleicht kann er mir da auch unter die Arme greifen.

Deine Alternative mit dem "aus 2 mach 1" Cover behalte ich aber sicher im Hinterkopf.


Bezüglich der Haltbarkeit des Pickguard-Agings bin ich auch gespannt. Das wird sich dann über einen längeren Zeitraum zeigen.


Cheers,
Boogie
 
Ich spiele derzeit ja mit dem Gedanken, eine solche Abdeckung aus Blech herzustellen (ausschneiden und biegen).
Das ist natürlich bei der Aschenbecher-Version der "neueren" Precis aufgrund der an 3 Seiten hochgezogenen Ränder nicht machbar.
Aber die Abdeckung der "alten" Precis ist ja einfacher, weil hinten offen.

Das ist sicher in der Umsetzung wesentlich einfacher, aber ein eklatanter Stilbruch, das wird Dir auf Dauer nicht gefallen!

Wie breit ist denn die 5Saiter-Brücke?
 
Das ist sicher in der Umsetzung wesentlich einfacher, aber ein eklatanter Stilbruch, das wird Dir auf Dauer nicht gefallen!

Wie breit ist denn die 5Saiter-Brücke?

Da könntest du recht haben...aber in der Sache ist noch alles offen...ich werd noch en paar mal drüber schlafen.

Die Brücke hab ich noch nicht vermessen...

LG
 
Ich finde es cool das DU DIR den Spaß nicht durch ;-) und :ugly: verderben läßt und uns weiterhin gute Texte und Fotos präsentierst!

Ich habe auch mal ein Pickguard mit schwarzen Tee gefärbt. Etwas anschleifen und einer Woche in der Kaffeebrühe gelagert.
Hat locker 30 Jahre gebracht.

Noch ein bißchen Input:
custom63stratwhiteoversb.JPG

fender-custom-shop-limited-1955-precision-bass-relic-black-over-three-colour-sunburst-250795.jpg

und hier gucken:
 
Hi.
Ich bin mittlerweile alt genug, mir den Spaß nicht so schnell verderben zu lassen :cool:

Ich bin jetzt etwas kurz angebunden...die Kids lassen mir nicht viel Zeit zum Tippen.
Es ist aber einiges weitergegangen...speziell was die Hardware betrifft...zum Bilder hochladen komme ich vermutlich erst am Mittwoch.

Danke auf alle Fälle für's Video...amüsant und inspirierend.

Ach ja, die Bridge ist 98mm breit (Bass Fan hatte gefragt).

Alles weitere dann am Mittwoch.

Schönen Sonntag und schönen Feiertag!

LG
Boogie
 
Guten morgen zusammen!

Wie versprochen geht's weiter...diesmal wieder mit Bildern.

Vorab aber nochmal die genauen Abmessungen der Bridge:

Breite = 98 mm
Tiefe = 43 mm
Höhe = 14 mm (gemessen von Unterkante Bodenplatte bis Oberkante des höchsten Reiters...da kommt dann "im Betrieb" noch die Dicke der Saite dazu).

Kurze frage dazu:
Hat jemand eine 4-Saiter Bridge-Abdeckung und könnte mir mal die "Innenmaße" herausmessen?
Mich würde interessieren, wieviel da zur 5-Saiter-Bridge fehlt.
DANKE!

Und nun weiter im Aging-Prozess:

Erstmal gibt es ein paar Fotos vom vergilbten Pickguard.
Ich habe es nach der Behandlung mit Kaliumpermanganat nochmals gründlich mit Spülmittel gewaschen. Hier ist das Ergebnis:

38_Pickguard_aged_cleaned.jpg
39_Pickguard_aged_cleaned.jpg

Im Bereich des Volumeknobs hat sich leider eine kleine Unregelmäßigkeit ergeben. Ich dürfte diese Stelle beim Aufrauhen nicht genug behandelt haben, oder möglicherweise ist hier keine KPM-Lösung stehen geblieben, nachdem ich das Pickguard aus dem Bad genommen haben.
Leider trübt dies das ansonsten recht gute Ergebnis ein wenig. Ich hoffe aber, dass es nicht so sehr auffällt, wenn dann wieder alles montiert ist.

41_Pickguard_aged_cleaned.jpg

Und noch ein letztes Bild mit dunklem Hintergrund.

43_Pickguard_aged_cleaned.jpg

Wie gesagt, gefällt mir das Ergebnis recht gut.
Insgesamt habe ich das Pickguard etwa 2 Stunden im KPM-Bad gehabt und zwischendurch immer wieder zum Trocknen auf Zeitungspapier gelegt.
Wie haltbar das ganze ist, wird sich erst über einen längeren Zeitraum zeigen, aber beim Waschen konnte ich nicht feststellen, dass die Vergilbung runtergeht.

Richtig interessant war dann das Hardware-Aging.
Grundsätzlich bin ich hier folgendermaßen vorgegangen:

1) Ich habe die gesamte Hardware in einen Behälter geben und ein wenig durchgeschüttelt. Dadurch wollte ein paar kleine Dings und Dongs auf der Oberfläche erreichen.

2) Der zweite Schritt war dann das Bad im Salzsäuredampf. Dadurch sollte die Oberfläche ihren Hochglanz verlieren und eine "angelaufene" Optik erreicht werden. Hier habe ich auch versucht, den ganzen Prozess nur soweit durchzuführen, dass die Hardware zwar stark gebraucht, aber nicht verrostet aussieht.

3) Nach dem Säure-Dampfbad habe ich die Metallteile unter reichlich fließendem Wasser abgespült und auf Zeitungspapier trocknen lassen.

4) Nach dem Trocknen war dann nochmals Reinigen angesagt...diesmal mit Tuch und Fensterreiniger (war das erstbeste, was ich beim Griff ins Putzregal erwischt habe.

Und nun wieder ein paar Fotos:

Hardware direkt nach der Demontage
11_Hardware.jpg

Tuner nach dem Schütteln
12_Mechanik_nach_Schütteln.jpg


Knobs nach dem Schütteln
14_Knob_nach_Schütteln.jpg


Neckplate nach dem Schütteln
15_Neckplate_nach_Schütteln.jpg


Man sieht die kleinen Dellen recht deutlich.

Der nächste Schritt war dann die Säure.
Ich habe 30 %-ige Salzsäure aus der Apotheke dafür genommen.
16_Salzsäure.jpg


Ich erspare mir an dieser Stelle dies ganzen Sicherheitshinweise...die wurden hier im Board schon einige male erläutert.

Die zu alternden Metallteile sollen nicht direkt mit der Säure in Kontakt kommen, sondern nur mit den Dämpfen. Ich habe also einen größeren Plastikbehälter genommen und den kleineren Behälter mit der Hardware hineingestellt. In den Großen Behälter kommt dann ein wenig Säure...das muss nicht viel sein. Dann noch den Deckel drauf und "köcheln" lassen.

17_Aufbau_Hardware_Aging.jpg
18_Hardware_Aging.jpg


Die Fotos von der gealterten Hardware gibt's dann in Kürze!


Cheers,
Boogie
 
Und weiter im Programm.

Die Metallteile waren etwa 1,5 Stunden im Säuredampf.
Hier sind die Fotos der gealterten Hardware nach dem Abspülen mit Wasser und nach dem Trocknen.

24_Bridge_aged.jpg

27_Screws_aged.jpg


28_Neckplate_aged.jpg


30_Tuner_Knobs_aged.jpg


Man sieht sehr schön, dass die Teile eine Menge Glanz eingebüßt haben. Bei der Bridge hat sich sogar Rost angesetzt, was ich so eigentlich nicht wollte. Glücklicherweise war es nicht übermäßig viel und ließ sich beim Putzen zu einem großen Teil entfernen.

Hier noch die Fotos nach der Reinigung mit Tuch um Glasreiniger:

33_Bridge_aged_cleaned.jpg

34_Neckplate_aged_cleaned.jpg

35_Knobs_aged_cleaned.jpg

36_Tuner_aged_cleaned.jpg

37_Tuner_aged_cleaned.jpg


Dies hier ist mein zweiter Hardware-Aging-Versuch und ich muss sagen, dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin...nicht zu viel und nicht zu wenig.
Ich habe hier auch noch eine alte Bassleiche (vermutlich aus den 80-ern) herumliegen...einen P-Bass der Firma Pearl. Die Hardware dieses alten Basses sieht der gealterten recht ähnlich, was mich natürlich sehr freut.

Wie wird es weitergehen?
Ich werde mich als nächstes dem Hals widmen. Darauf freue ich mich schon, denn es ist das erste mal, dass ich ein lackiertes Ahorngriffbrett altern werde...wird sicher spannend.

Die Königsdisziplin wird danach aber sicher das Lackieren und Altern des Korpus.
Danke hier noch mal an @1234saiter für's Video. Bin schon gespannt, wie das wird...

In diesem Sinne,

Cheers,
Boogie
 
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Hi!

Ja, das habe ich auch schon gefunden.

Die Abmessungen scheinen aber nicht bei allen Herstellern gleich zu sein -> siehe folgendes Thema:
https://www.musiker-board.de/threads/precision-bass-bridge-covers.638344/

Naja, egal...ich setzte das Thema mal in der Priorität weiter hinten an.

Zu deinem 57-er Ratten-Bass:
Das Aging schaut ziemlich gut aus. Hast du da auch eine Beschreibung hier im Board verfasst?

Ich hoffe, dass ich am Wochenende Zeit finde, das Neck-Aging anzugehen und dass ich am Montag dann wieder Bilder liefern kann.

Cheers,
Boogie
 
Guten Morgen!

Sonntag war der Tag des Neck Agings und ich muss sagen, dass ist ein ziemlich herausfordernder Prozess.
Da ich das zum ersten mal gemacht habe, war das so eine Art Trial-and-Error-Herangehensweise.

Ich habe damit begonnen, die Griffbrettkanten mit einem Stanleymesser zu bearbeiten und den Lack zu entfernen.
08_Hals.jpg


05_Hals.jpg

06_Hals.jpg

Der Hals und das Griffbrett waren nur mit einer dünnen Lackschicht überzogen, also ging diese Arbeit relativ zügig voran.
Nach den Griffbrettkanten habe ich die Kopfplatte und sonstige Kanten am Hals in gleicher Weise bearbeitet.

46_Neck_aging.jpg

47_Neck_aging.jpg

48_Neck_aging.jpg

50_Neck_aging.jpg

56_Neck_aging.jpg

Weitere Fotos und Berichte vom Making-of-dings-and-dongs und vom Verdrecken gibt's dann wahrscheinlich erst morgen...bin grad ein wenig im Stress.

Cheers,
Boogie
 
Hallo zusammen!

Weiter geht's mit dem Neck Aging.

Was habe ich diesmal gemacht?

1)
Dings und Dongs in den Hals:
Dazu habe ich Schrauben und diverse andere Metallteile hergenommen und auf den am Boden liegen Hals fallen lassen (Rückseite und Griffbrett). Das hat einige Dellen und vereinzelt Lackabplatzer ergeben.
Hier habe ich aber einen gravierenden Fehler gemacht, und zwar habe ich nicht daran gedacht, die Bünde zu schützen. Resultat war, dass ich bei einigen Bünden ebenfalls Dellen im Bunddraht hatte und die teilweise spitzen Kerben mit einer Bundfeile vorsichtig wieder "ausbügeln" musste...hätte nicht unbedingt sein müssen, wenn ich mehr mitgedacht hätte. Naja, aus Schaden wird man klug.

2)
Den Lack mattieren:
Hier war wieder viel Versuch und Irrtum dabei. Ich habe das zuerst am Halsfuß ausprobiert, an Stellen die man beim montierten Hals nicht sieht.
600-er Schleifpapier -> zu grob...man sieht die Schleifspuren
Schleifvlies -> ebenfalls zu grob, ebenfalls Schleifspuren
1000-er Stahlwolle -> besser, aber immer noch leichte Schleifspuren
Polierpaste nach Behandlung mit der Stahlwolle -> das hat gut ausgesehen und ich habe diese Prozedur dann für den gesamten Hals herangezogen.

3)
Halsrückseite abschleifen:
Ich wollte eigentlich den Lack teilweise ganz bis aufs Holz abschleifen. Allerdings hat sich die Halsrückseite nach einigen Schleifvorgängen mit der aufgerauhten Lackoberfläche sehr gut angefühlt. Daher habe ich beschlossen, nicht bis aufs Holz zu schleifen, sondern die Oberfläche so zu belassen.

4)
Offene Stellen verdrecken.
Teilweise war durch die Schleif- und Mattierungsarbeiten schon eine Färbung der offenen Holzstellen zu beobachten. Ich habe in einem weiteren Schritt nochmals mit Kaliumpermanganat nachgeholfen.

Das Ergebnis finde ich für einen ersten Versuch nicht so schlecht. Es hat echt Spass gemacht, das Neck-Aging mal zu versuchen.

Genug der Worte...hier sind die Bilder!

67_Neck_aging.jpg

68_Neck_aging.jpg

72_Neck_aging.jpg


73_Neck_aging.jpg

77_Neck_aging.jpg


57_Neck_aging.jpg
58_Neck_aging.jpg
59_Neck_aging.jpg
60_Neck_aging.jpg
69_Neck_aging.jpg


So...das war's von der Neck-Aging-Front.

Der nächste Schritt wird dann das Lackieren und das Agen des Bodies.

Hier habe ich mal meinen Farvorrat daheim geplündert und ein grobes Muster erstellt, um einen ersten Eindruck über die Farbkombinationen zu bekommen. Dazu habe ich ein Brettchen mal rot lackiert (zwar kein CAR, aber egal). Dann habe ich mal gold, weiß und grün (weil ich's grad da hatte) grob drauflackiert und angeschliffen. Wie gesagt...alles nur ganz grob für den ersten Eindruck...

61_Lacktest.jpg
62_Lacktest.jpg
63_Lacktest.jpg


Ich denke, ich werde mit weiß weitermachen...und vorher noch 2-3 mal drüber schlafen...

Cheers,
Boogie
 
Solide Handarbeit, gefällt mir!

Was die Lackierung betrifft, hatte gestern bei einem Händler in Shibuya/Tokyo eine Strat gesehen, deren Body Fiesta Red über Sunburst lackiert und dann angeschliffen war, sah Spitze aus! Leider durfte ich kein Foto machen.
 
So in etwa wie die hier?

00_Strat_red_over_sunburst.jpg


Bei meinem Bass wird es eher in diese Richtung gehen...nur vielleicht nicht ganz so stark abgewetzt.

00_Strat_white_over_red.jpg
 
Ja, so ungefähr, vielleicht noch eine Spur mehr veranzt!
 
Haben die Clownnasen abgefärbt oder warum die rote Farbe?
 

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