Kawai CL-35 oder Neukauf eines Einsteiger-Digitalpianos?

  • Ersteller DerMannOhnePlan
  • Erstellt am
D
DerMannOhnePlan
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
08.06.17
Registriert
23.05.17
Beiträge
9
Kekse
0
Hallo,
ich bin in einer sehr ähnlichen Situation wie der Threadersteller, auch auf der Suche nach einem ersten Digitalpiano für den Einstieg ins Klavierspiel.
Ich habe die Möglichkeit ein Kawai CL-35 für etwas mehr als 400€ zu bekommen und wollte mal fragen, ob sich das im Vergleich zu den Einsteiger Yamahas (P-45, P-115), Roland (FP-30) und Kawai (E-110) Geräten lohnt? Der Vorteil wäre, dass in dem Preis schon Ständer und 3 Pedale mit drin wären. "Nachteilig" wäre natürlich der Gebrauchtkauf und damit fehlende Garantie etc.
Wichtiger ist mir aber die Frage inwiefern das CL-35 technisch im Vergleich zu den anderen Modellen schon veraltet ist? Insbesondere wie spielt sich die Tastatur und wie ist der Pianoklang?

Viele Grüße
 
Eigenschaft
 
Insbesondere wie spielt sich die Tastatur und wie ist der Pianoklang?
Zum CL 35 kann ich mich leider nicht konkret äußern, da ich es nicht kenne.
https://www.kawai.de/products/archive/cl35/

Wenn es für dich genauso wie das Roland FP 30 oder das Kawai ES 110 infrage kommt, was heißt das dann:
ist die Ersparnis von 300 bzw. 400 EUR gegenüber den neuen Modellen für dich entscheidend?
Wie alt ist das CL 35 konkret (eher 5 oder eher 9 Jahre?) und wie lange würdest Du das CL 35 spielen wollen?
Ist dir die jetzige Ersparnis so viel wert, dass dich der Aufwand für eine Neuanschaffung in vielleicht 5 Jahren nicht stören würde?

Sollte das CL 35 jetzt völlig in Ordnung sein (elektronische Kontakte, Tastaturmechanik), dann kann es natürlich noch lange halten. Mein derzeit ältestes Gerät im Haus ist mein Yamaha Synthie mit gut 20 Jahren. Er funktioniert ebenso tadellos wie zwei Synthie Module, die fast ebenso alt sind. Tasten sind allerdings auch echtes "Nebeninstrument" für mich und werden nicht täglich bespielt.

ist das CL 35 veraltet? Nun ja, meines Erachtens objektiv schon. Für mich wäre allerdings etwas anders entscheidend: besonders das Roland FP 30 und das Kawai ES 110 finde ich als Alternativen viel zu attraktiv, um ein älteres Gebrauchtgerät dagegen zu setzen.
Der Vergleich könnte m.E. allenfalls zum Yamaha P-45 stattfinden.

Eine Bewertung hängt natürlich davon ab, was einem persönlich wichtig ist, also: für mich setzt sich zumindest das Kawai ES 110 von
"Einsteiger-Digitalpianos" aufgrund der Tastaturqualität und der proberaum-/bühnentauglichen Ausstattung durch einen Klassenunterschied ab.
Das Roland FP 30 hat eine ebenfalls sehr gute Tastatur, mir gefällt die des Kawai aber besser und vor allem fehlen mir am Roland L/R-Line Out und Legacy-MIDI für meine Zwecke.

Gruß Claus
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Die Kawai Einsteigerklasse Digitalpianos klingen sehr gut (aktuelleres CL 36 - seit 2011 Nachfolger) - Ich habe immer mal die CL und CN Klasse von Kawai angetestet und Klanglich und die Tastatur sehr angenehm empfunden. Das CL35 ist nicht so transportabel wie ein Stagepiano vom Typ Yamaha P45, P115. Vergleichbar wäre das Kawai ES 100 oder neu ES 110. Das CL 35 müsste insgesamt ca. 32 kg wiegen und hat dafür aber eine bessere Verstärkung. Auch das CL 35 war bereits 96 stimmig mit 15 Sounds.

Vermutlich kann man in jedem besseren Musikhaus Vergleichspielen zwischen den Marken, was ich anraten würde.

Das mit einer "Advanced Hammer Action IV " Tastatur ausgestattete Kawai CL 26 wurde bei amazona eher schwächer getestet (siehe Link).
Das CL35 hat nach der Bedienungsanleitung eine "Advanced Hammer Action IV - F" Tastatur.
https://www.amazona.de/test-kawai-cl-26-digitalpiano/

Hier noch ein Kawai-Test der höheren CN Serie
https://www.amazona.de/test-kawai-cn35/
 
Hallo und vielen Dank für die Antworten. In erster Linie kommt das CL-35 für mich in Frage, weil ich für einen relativ günstigen Preis ein Komplettpaket aus, Piano, Gehäuse und Pedalen bekomme, der mir evtl. einen guten Start ins Piano spielen ermöglicht.
Die Ersparnis von einigen Hundert Euro ist dabei definitiv wichtig (Studierender eben).
Laut Auskunft ist das CL-35 eher 4-5 Jahre alt und relativ wenig benutzt (nur zum gelegentlichen Üben zu Hause).
Sollte mich Piano so fesseln, dass ich es noch in 5 Jahren praktiziere, was ich sehr hoffe, dann würde ich mir bis dahin sowieso ein akustisches Piano anschaffen und das Einsteiger Digitalpiano verkaufen.

also: für mich setzt sich zumindest das Kawai ES 110 von
"Einsteiger-Digitalpianos" aufgrund der Tastaturqualität und der proberaum-/bühnentauglichen Ausstattung durch einen Klassenunterschied ab.
Also würdest du sagen, dass das ES-110 sich auch vom FP-30 um einen Klassenunterschied absetzt? Das ES-110 ist doch ähnlich dem CN-14 oder?

Die Kawai Einsteigerklasse Digitalpianos klingen sehr gut (aktuelleres CL 36 - seit 2011 Nachfolger) - Ich habe immer mal die CL und CN Klasse von Kawai angetestet und Klanglich und die Tastatur sehr angenehm empfunden.
Das klingt auf jeden Fall schon mal vielversprechend.

Das CL35 ist nicht so transportabel wie ein Stagepiano vom Typ Yamaha P45, P115. Vergleichbar wäre das Kawai ES 100 oder neu ES 110.
Portabilität ist mir nicht wichtig, die Stagepianos habe ich eher aus preislichen Gründen in Erwägung gezogen.

Kann vielleicht noch jemand was zur Tastatur des CL-35 sagen im Vergleich zu den anderen genannten DP's?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
ist das CL 35 veraltet? Nun ja, meines Erachtens objektiv schon. Für mich wäre allerdings etwas anders entscheidend: besonders das Roland FP 30 und das Kawai ES 110 finde ich als Alternativen viel zu attraktiv, um ein älteres Gebrauchtgerät dagegen zu setzen.
Das hängt vor allem vom Preis ab. Der ist ja bei Gebrauchtgeräten meist viel zu hoch.

Hallo und vielen Dank für die Antworten. In erster Linie kommt das CL-35 für mich in Frage, weil ich für einen relativ günstigen Preis ein Komplettpaket aus, Piano, Gehäuse und Pedalen bekomme, der mir evtl. einen guten Start ins Piano spielen ermöglicht.
Du brauchst für einen guten Start kein Möbelgehäuse und keine Pedale, sondern eine möglichst gute Tastatur. Deshalb werden Einsteigerpianos als aufs Wesentliche reduzierte Kompaktgeräte mit portablem Fußschalter angeboten. Und die Tastatur ist bei Neugeräten definitiv um Klassen besser.

Die Ersparnis von einigen Hundert Euro ist dabei definitiv wichtig (Studierender eben).
Wo willst du bei einem CL-35 einige hundert Euro sparen? Das Teil war neu nicht mehr als einige hundert Euro wert. Bekommst du es geschenkt? Ach richtig, der Altbesitzer hat in der Zeit vor dem Internet bei seinem längst in Rente gegangenen lokalen Instrumentenhändler dafür mal 2000 Mark gelatzt. Na und?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Danke für die Präzisierungen.

Das Besondere am Kawai ES 110 ist die neu eingeführte RH-Compact Tastatur, die sich für mich wesentlich besser anfühlt als die vom Vorgänger-Modell ES 100. Die alte war für mich nix, die neue hat mich beim Antesten beeindruckt, auch im Vergleich mit den Wettbewerbern.

Aber so ein Spielgefühl kann man eigentlich nur für sich gut finden, nicht verallgemeinern.
Aussagen sind nur möglich zu den Standards der Mechanik und da hat ES 110 hat trotz Verbesserung keine 3 Sensoren wie das Roland FP 30. Bei Bedarf kannst Du die Relevanz anhand geeigneter Passagen selbst entscheiden, ich bin dafür spieltechnisch nicht versiert genug (Billy Joel, Prelude?).

Das CN 14 hat die AHA-4-F, keinen Virtual Technician, keine abschaltbaren Effekte (lt. Specs), 4 Klänge weniger (falls das interessant ist), keine Rhythmen (lt. Specs), bietet aber 3 Pedale statt einem und 13 Watt statt den 7 Watt des ES 110, insgesamt würde ich da nicht mehr von "ähnlich" sprechen.
Aber ich kann mir vorstellen, dass es für dich eine geeignete Wahl darstellt, eben weil die Ausgangslage, die Anforderungen und die Perspektive bei dir anders sind als z.B. bei mir.

Gruß Claus
 
Ich werde heute mal ein paar DPs antesten, naja anschauen und hören zumindest. Kann ja noch nichts spielen, also anspielen wird schwierig :).

Aber ich fasse die Tastaturen der genannten Einsteiger DPs mal an und schaue, was sich gut anfühlt. Das CN-14 habe ich schon gesehen und es hat mir gut gefallen, aber ist natürlich auch etwas teurer und eigentlich über meinem Budget. Bisher tendiere ich zu dem gebrauchten CL-35 oder ein B-Ware FP30 für um die 550€.

Das CN 14 hat die AHA-4-F
Ist das schon die "bessere" Version oder ist die Tastatur des ES-110 "klavierähnlicher"? Klavierähnlicher Anschlag und gute Pianosounds sind mir am Wichtigsten. Midi Anschluss und/oder USB ist ein guter Bonus, mehr brauche ich eigentlich nicht, da mittelfristig sowieso ein Umstieg auf akustisch geplant ist (wer weiß was passiert, vielleicht stellt sich heraus, dass mir Keyboard viel mehr Spaß macht).

Wo willst du bei einem CL-35 einige hundert Euro sparen? Das Teil war neu nicht mehr als einige hundert Euro wert. Bekommst du es geschenkt? Ach richtig, der Altbesitzer hat in der Zeit vor dem Internet bei seinem längst in Rente gegangenen lokalen Instrumentenhändler dafür mal 2000 Mark gelatzt. Na und?
Also gekauft wurde es vor etwa 4-5 Jahren neu für damals 900€ oder so. Jetzt würde es zwischen 400 und 500 Euro kosten, was im Vergleich mit den einschlägigen Einsteigerpianos etwa 150-250 Euro weniger ist (und da ist Ständer und Pedale noch nicht eingerechnet). Deiner Antwort entnehme ich, dass du das CL-35 scheiße findest, warum dem so ist, lässt sich leider nicht rauslesen aber vielleicht kannst du das ja noch begründen, damit ich deinen Post mit in meine Entscheidung einbeziehen kann? Ist die Tastatur schlechter im Vergleich zum ES-110/FP-30/P-115? Oder sind die Sounds wesentlich schlechter? Lohnt sich die Mehrinvestition einiger Hundert Euro für meinen konkreten Fall (mittelfristig geplanter Umstieg auf akustisch etc.)? Vielen Dank
 
Die letzten CL-35 wurden auf Ebay einmal für 165€ und einmal für 600€ (hier inkl. Sitzbank) verkauft.
Ob 400-500€ ein guter Preis ist, musst Du entscheiden.
Als Alternative bleibt in der Preisregion als Neugerät eigentlich nur das schon erwähnte P45.
Da kannst Du Dich eigentlich nur an beide setzen und so gut es geht, etwas herumspielen/-klimpern (und wenn es nur "Alle meine Entchen" ist ;) ), um entscheiden zu können, was Dir besser zusagt.
Vielleicht auch mal an ein paar akustische Klaviere setzen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welches der zwei Digis vom Tastaturgefühl her näher rankommt.

Ob für einen Anfänger 3 Pedale so kaufentscheidend sein soll, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich da falsch liegen sollte, möge man mich von kompetenterer Stelle korrigieren.
Du wirst am Anfang schon genug mit dem Haltepedal zu kämpfen haben. Es hat ja noch nicht mal jedes akustische Klavier 3 Pedale.

Zusammenklappbare X-Ständer kriegt man in den ebay-Kleinanzeigen für ganz kleines Geld (5-15€) zuhauf. Deren Stabilität reicht normalerweise für die 12 -15 Kilogramm leichten neuen Pianos wie das FP-30 oder ES-110 aus.
 
Ist das schon die "bessere" Version oder ist die Tastatur des ES-110 "klavierähnlicher"?
Ich finde das CL 35 nicht "sch...", sondern dem aktuellen Roland FP 30 und Kawai 110 in mehreren Aspekten unterlegen und vor allem in dem, dass es deren Tastaturqualität zuvor in der Einsteigerklasse noch nicht gab.
Wenn dir die Klavierähnlichkeit der Tastatur so wichtig ist, wären diese Beiden derzeit die preisgünstigste Annäherung. Wobei Digitalpianos darauf angelegt sind, Flügel nachzuahmen - eine Simulation von Klavieren (Upright Piano) findet sich lediglich als Klang und das eher ab der Mittelklasse bzw. bei digitalen Stage Pianos.

Die AHA-4-F ist eine Anpassung der anscheinend wenig geliebten AHA-4-Tastatur, ich kenne wie schon gesagt keine von beiden. In grauer Vorzeit hatte ich noch meine Fatar vom Doepfer LMK4+ und war abgesehen vom letztlichen Verkaufsgrund "Geklapper" damit auch zufrieden...

Vor zwei Jahren habe ich die jeweiligen Vorgängermodelle Kawai ES 100 und das Yamaha 110 angetestet und entschied damals "weiter sparen". Vor ein paar Wochen ergab sich dann die Gelegenheit zum Anspielen des Roland FP-30 und des Kawais ES 110.
Die gefielen mir so gut, dass ich sie zum verlangten Preis einen guten Deal finde.

"Dummerweise" kam dieses Jahr aber auch das Roland FP 90 auf den Markt und ich muss noch entscheiden, ob ich den Sprung auf rund 2.000 EUR mit Ständer machen soll oder mich mit dem Kawai ES 110 zufrieden gebe.
Das Yamaha 115 ist natürlich auch nicht schlecht, hat aber die gleiche "mittelprächtige" GHS-Tastatur wie sein Vorgänger und auch nicht die Anschlüsse, wie sie für meine Zwecke optimal wären.

Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich finde das CL 35 nicht "sch...", sondern dem aktuellen Roland FP 30 und Kawai 110 in mehreren Aspekten unterlegen und vor allem in dem, dass es deren Tastaturqualität zuvor in der Einsteiger noch nicht gab.
Wenn dir die Klavierähnlichkeit der Tastatur so wichtig ist, wäre das die preisgünstigste Annäherung. Wobei Digitalpianos darauf angelegt sind, Flügel nachzuahmen - eine Simulation von Klavieren (Upright Piano) findet sich lediglich als Klang und das eher ab der Mittelklasse bzw. bei digitalen Stage Pianos.
Ich meinte natürlich "FünfTon" mit meinem Post, deine Beiträge finde ich bisher sehr konstruktiv und helfen mir tatsächlich sehr eine Meinung zu bilden :).
Was wäre denn die "beste" Annäherung an Upright Pianos in meinem Budget? Da lande ich doch dann auch wieder bei FP-30, ES-110 etc.? Vom Anschlag vermute ich ist doch der Unterschied zwischen Upright und Flügel geringer, als zwischen Digitalpianos und Piano (upright oder Flügel), oder sehe ich das falsch? Einen Flügel werde ich mir auch langfristig nicht anschaffen, aber ein Upright Piano ist in den nächsten Jahren geplant.
Auf jeden Fall werde ich heute nachmittag noch das FP-30, das ES-110 und das P-115 antesten, sofern die ausgestellt sind in dem Klavierladen bei mir um die Ecke.

Ob für einen Anfänger 3 Pedale so kaufentscheidend sein soll, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich da falsch liegen sollte, möge man mich von kompetenterer Stelle korrigieren.
Dieselbe Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt. Ich war vor ein paar Tagen bei einem Laden für Digitalpianos und habe mich da evtl. ein bisschen beeinflussen lassen in dieser Hinsicht und war danach relativ überzeugt, dass ich noch mehr ausgeben muss für ein CN-14 mit Gehäuse und 3 Pedale. Ich zweifle immer mehr daran...und sollte ich das in nem halben Jahr doch brauchen kann ich das für ein paar Hundert Euro immer noch problemlos dazu kaufen.
 
Naja
so eine 3er-Pedaleinheit kostet ja keine mehrere hundert Euro.
Die für's FP-30 schlägt bspw. mit ca. 80€ zu Buche.
Ohne den "offiziellen" Ständer muss man dann natürlich handwerklich noch etwas kreativ werden.
 
Also gekauft wurde es vor etwa 4-5 Jahren neu für damals 900€ oder so.
Also viel zu teuer.

Jetzt würde es zwischen 400 und 500 Euro kosten
Die schon genannten 160 € sind da realistischer, mehr als 300 würde ich dafür nicht mehr springen lassen.

Ist die Tastatur schlechter im Vergleich zum ES-110/FP-30/P-115? Oder sind die Sounds wesentlich schlechter?
Beides. Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Gerätes war die geringstmögliche Grundfläche. Das war ein heftiger Kompromiß ab Werk.

Lohnt sich die Mehrinvestition einiger Hundert Euro für meinen konkreten Fall (mittelfristig geplanter Umstieg auf akustisch etc.)? Vielen Dank
Jeder Cent in eine bessere Tastatur lohnt sich. Besseren Sound gibt es dann gratis dazu.

Du brauchst für so ein billiges Teil auch keine drei Pedale. Sie sind nutzlos, die eingebaute Klangerzeugung kann damit nichts anfangen. Das ist überhaupt erst bei Geräten ab 2000 € sinnvoll.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vom Anschlag vermute ich ist doch der Unterschied zwischen Upright und Flügel geringer, als zwischen Digitalpianos und Piano (Upright oder Flügel), oder sehe ich das falsch?
Zumindest siehst Du es meines Wissens nicht ganz richtig.

Im Prinzip orientieren sich moderne Digitalpianos bei ihrer Tastatur - oder besser gesagt bei der Mechanik - alle am originalen Ideal: Dem Flügel. Teilweise werden in sehr hochwertige Digis sogar schon echte Flügelmechaniken eingebaut. Eine Upright-Mechanik arbeitet anders und ist einer Flügel-Mechanik prinzipbedingt grundsätzlich unterlegen. Aber grundsätzlich unterscheiden sich alle Instrumente. Bei den akustischen sogar bei den selben Modellen und abhängig von Alter, Luftfeuchtigkeit und so weiter. Da ist es teilweise auch Geschmackssache, was einem besser gefällt.

Der Unterschied zwischen einer Upright-Mechanik und einer Flügel-Mechanik kann durchaus größer sein als zwischen einer guten Digi-Mechanik und einer Flügel-Mechanik.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ob Du Dir später mal ein Upright oder einen Flügel (sag niemals nie) zulegen möchtest, sollte bei Deiner jetzigen Auswahl keine Rolle spielen.
 
Also viel zu teuer.

Die schon genannten 160 € sind da realistischer, mehr als 300 würde ich dafür nicht mehr springen lassen.

Beides. Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Gerätes war die geringstmögliche Grundfläche. Das war ein heftiger Kompromiß ab Werk.

Jeder Cent in eine bessere Tastatur lohnt sich. Besseren Sound gibt es dann gratis dazu.

Du brauchst für so ein billiges Teil auch keine drei Pedale. Sie sind nutzlos, die eingebaute Klangerzeugung kann damit nichts anfangen. Das ist überhaupt erst bei Geräten ab 2000 € sinnvoll.

Vielen Dank, das hilft mir sehr. Insbesondere auch, dass es jetzt doch schon mehrere kritische Stimmen bezüglich der 3 Pedale gibt.

Der Unterschied zwischen einer Upright-Mechanik und einer Flügel-Mechanik kann durchaus größer sein als zwischen einer guten Digi-Mechanik und einer Flügel-Mechanik.

Das war mir so definitiv nicht bewusst, ich bin ohne es zu Wissen davon ausgegangen, dass (zumindest in dem Preisbereich in dem ich mich bewege) alle Digitalpianos wesentlich weiter entfernt sind von egal welcher akustischen Variante, als dass es Unterschiede zwischen den akustischen Varianten gibt. Ich tendiere eigentlich immer mehr zum FP-30. Besonders als Versandretoure gibt es da wirklich schon günstige Angebote (unter 600 Euro bei Thomann zum Beispiel). Möchte das FP-30 und das ES-110 aber noch live vergleichen.

Vielleicht hat ja jemand beide schon angespielt und kann kurz erklären, was ihm oder ihr insbesondere an der Key Action aufgefallen ist? Und wie sind die Pianosounds zu vergleichen? Alles andere ist mir nicht so wichtig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht hat ja jemand beide schon angespielt und kann kurz erklären, was ihm oder ihr insbesondere an der Key Action aufgefallen ist? Und wie sind die Pianosounds zu vergleichen? Alles andere ist mir nicht so wichtig.
Ich habe beide im direkten Vergleich gespielt und würde sie anhand des Spielgefühls blind kaum auseinander halten können. Das Roland war vielleicht um eine Kleinigkeit fester und ich hatte den Eindruck, der Tastenhub war auch minimal mehr als beim ES110. Das Kawai klingt etwas brillanter in der Grundeinstellung. Kleine Unterschiede im Design. Mein Bauch hatte das FP-30 lieber, Deiner kann anders sein. Ich wäre mit dem ES110 aber genauso glücklich.
 
Ich habe beide im direkten Vergleich gespielt und würde sie anhand des Spielgefühls blind kaum auseinander halten können. Das Roland war vielleicht um eine Kleinigkeit fester und ich hatte den Eindruck, der Tastenhub war auch minimal mehr als beim ES110. Das Kawai klingt etwas brillanter in der Grundeinstellung. Kleine Unterschiede im Design. Mein Bauch hatte das FP-30 lieber, Deiner kann anders sein. Ich wäre mit dem ES110 aber genauso glücklich.

Ich war eben im Musikfachgeschäft und habe alle drei Einsteiger DPs ausprobiert. Ehrlich gesagt für mich ist es sehr schwierig da eine Entscheidung zu treffen oder zu beurteilen, was "realistischer" ist, welche Pianoklänge besser sind, wo mehr Dynamik vorhanden ist etc. Ich kann hier nur sehr subjektive Eindrücke wiedergeben.
Das FP-30 spielt sich gefühlt etwas schwerer, also man muss etwas stärker in die Tasten drücken. Das Yamaha würde ich in dieser Hinsicht irgendwo in der Mitte einordnen, hat mir von den dreien aber am wenigsten gefallen. Das Kawai hat mir eigentlich zugesagt und ist gerade auch für unter 600 Euro im Angebot, aber aus irgendeinem Grund hat mir der Klang weniger gefallen, als beim Roland (was ich komisch finde, da Kawai ja die eigenen Flügel sampelt) und das Tastengeräusch fand ich beim Roland auch etwas weniger auffällig. Was ist denn fürs Klavier lernen besser, schwerer oder leichter Tastenanschlag?
Eine kleine Überraschung waren die Casio DPs. Es gibt ein AP-460 für 750€ im Angebot. Fand ich eigentlich auch interessant, die Tasten sind etwas laut aber ich mag die strukturierte Oberfläche ganz gerne (kann mir vorstellen, dass sich hier jetzt einige Leute an den Kopf fassen). Kann vielleicht jemand was zu dem AP-460 sagen? Ist das ein Upgrade im Vergleich zu den anderen (rein von den Specs her ja irgendwie schon...Polyphonie etc.)? Wie ist die Klangerzeugung etc.?

Vielen Dank für eure Meinungen, hilft sehr dabei sich im Dschungel der DPs zurechtzufinden.
 
Du glaubst, das sei ein Dschungel? Dann jetzt schon mal viel Spaß bei der Suche nach einen akustischen Instrument. ;)

Hehe ja aber in dem Bereich habe ich Leute auf die ich mich verlassen kann :)
 
So ein großer Dschungel ist es aber nicht. Bei den Geräten um die 600-700,- Euro hat mir das Roland FP-30 am besten gefallen. Zusammen mit dem ES-110 hast du wohl aktuell die 2 besten in diesem Preissegment bereits im Visier. :)

Gerade eben bei thomann gesehen... Wer zum Kuckuck hat das FP-30 nur mit 2 Sternen bewertet? Bestimmt ein Kawai Vertriebler. :D

Ach ja, Tastenanschlag kannste beim FP-30 einstellen 3 (oder 5?) Stufen. Beim ES-110 geht dies bestimmt auch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Kawai hat mir eigentlich zugesagt und ist gerade auch für unter 600 Euro im Angebot...
...Was ist denn fürs Klavier lernen besser, schwerer oder leichter Tastenanschlag...

Bei einem Angebot unter 600 EUR war das vermutlich eher ein Kawai ES 100, das praktisch gleich aussehende Vorgängermodell mit den gleichen Klängen, aber anderer Tastatur und Ausstattung... oder ist es ein Versandrückläufer, ein Ausstellungsexemplar?
http://www.schlaile.de/Kawai_ES_100...ed_Hammer_Action_IV-_F_Tastatur).2672714.html

Auch bei akustischen Klavieren spielen sich die Tastaturen nicht alle gleich und der Klang ist es natürlich auch nicht, dazu kommt die Regulierung und eventuell Intonation durch den Klavierbauer/Stimmer.

Klang ist natürlich Geschmackssache, man gewöhnt sich aber auch sehr schnell daran, wie das eigene DP klingt. Eine Entscheidung kannst nur Du treffen, weil die Aspekte Tastatur, Klänge, Einstellungsmöglichkeiten und Ausstattung je nach Verwendung für jeden eine andere Gewichtung zueinander haben.

Wenn dir das Casio gefällt, hast Du dein DP anscheinend zu einem attraktiven Preis gefunden, herzlichen Glückwunsch. Warum sollte sich da jemand an den Kopf fassen?
Im Board hat sich @stuckl (unterrichtet Klavier) mehrfach positiv zu Casio Tastaturen geäußert.
Die Specs von Casio sehen erst einmal sehr gut aus:
http://www.casio-europe.com/de/produkte/musikinstrumente/celviano-digital-pianos/ap-460/

Gerade eben bei thomann gesehen... Wer zum Kuckuck hat das FP-30 nur mit 2 Sternen bewertet? Bestimmt ein Kawai Vertriebler. :D
Wohl kaum, aber diese Bewertung steht derzeit gegen 3 gute sowie 18 sehr gute Bewertungen und ist dann ohne erläuternden Text sowieso ziemlich sinnfrei.

Gruß Claus
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben