Bei Oliver Baron / Helliver Guitars habe ich die Tendenz wahrgenommen, dass er möglichst leichte Hölzer (nicht bezogen auf Holzsorten) auswählt und einkauft. Das hat aber nichts mit der Holzfeuchte zu tun.
Relic / Aged hat meiner Ansicht nach immer einen Bezug zu "historischen" Vorbildern. Ich unterstelle den beiden Unternehmen F & G in ihren speziellen Baustübchen "Originale" ähnlich einer Sektion in der Gerichtsmedizin zerlegt, und die Einzelteile gewogen zu haben. Und dann sollte die Holzselektion sorgsam erfolgen, um genau auf das Gewicht zu kommen. Und dies als Annahme eines erhöhten Arbeitsaufwands erklärt möglichweise auch erhöhte Kosten für solche Modelle.
So viel Aufwand wird wohl kaum betrieben.
Holz wird nach Sorten gekauft vom Händler des Vertrauens,
vermutlich in große Mengen, um einen guten Einkaufspreis zu erzielen.
Die Kriterien sind vorgegeben, Standort der Bäume, Trockenkammer, Freiluftlagerung, Luftfeuchte etc.
Dahinter steht wahrscheinlich eine Kooperation seit Jahrzehnten.
Die zuständigen Mitarbeiter bei F&G wissen genau, welches Stück Holz wofür, die sind fit auf ihrem Gebiet.
Heutzutage wird der Zuschnitt eh über Computer gesteuert.
Aussortieren und ab in die Produktion.
Mehr und aufregenderes wird da nicht passieren, auch wenn manch einer das glauben mag.
Früher war alles anders, da haben die Leute aber nicht so knallhart kalkulieren müssen.