Suche einen Audio-Laptop mit wenig Latency

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Herr Höflich
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Hallo Leute,

wie im Titel erwähnt suche ich einen Laptop für Musik Produktion. Ich recorde gerne Vocals und möchte auch gleichzeitig viele Plugins laufen haben. 3 MS Delay wären ein Traum aber ich würde auch gerne noch weiter runter gehen. Ich hab nen Apple Pro User kennengelernt, der hatte Latency von höchsten 1 MS in ProTools. Es lag wohl an der Thunderbolt 3 Verbindung?? statt dem langsamen USB 2/3 ??? Nur bin ich lieber ein Windows user, statt Apple user. Ich würde eher einen Laptop bevorzugen weil meiner Meinung nach Laptops leisere Lüfter besitzen als Rechner - zumindest meine Erfahrung bisher (Recorden/Bearbeiten alles in einem Zimmer). Gibt es Windows-Lappis mit Thunderbolt 3 für gute Musik Produktion? wenn nicht kann ich schon apple ausweichen. was muss ein Laptop haben damit er mit vielen Plugins nahezu latenzfrei arbeiten kann? ich möchte noch erwähnen, dass ich gerne mit FL Studio 20 arbeite (ja frisst mehr Ressourcen, aber dann der Thunderbolt 3 zum Ausgleich?)

welcher Laptop ist zum Recorden die beste Wahl? Gibt es gute Angebote?

Vielen Dank im Voraus
 
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Oh ha. Das wird schwierig. Also unter 3ms? Meinst du damit den roundtrip? Also von Mikro über Interface in rechner, zurück zu Interface zu lautsprecher? Das wird schon mit einem fetten Tower-pc schwierig. Warum brauchst du denn eine so geringe Latenz? Sowas ist live ja wichtig. Aber im Studio? Und sobald du da 5-6 wirklich fette Plugins in deine Channel lädst brauchst du ne größere buffersize damit der Rechner das noch packt.

Also für viel Geld bekommt man das mit nem Tower hin. Mit einem Laptop glaube ich eher nicht. Außerdem erschließt sich mir auch nicht ganz der Sinn.

Edit: dein applekollege hat dir entweder Quatsch erzählt oder du hast den falsch verstanden. Oder ich verstehe das falsch. Abe ja: thunderbolt ist auf jeden Fall schneller als usb2. Ich bin kein it-ler aber ich meine das zwischen usb3 und thunderbolt kaum ein Unterschied besteht. Aber da gibts hier Leute die das genauer wissen.
 
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Hi:hat:

Wenn die Monitore nur 1m von dir entfernt stehen, kommen weitere 3ms Latenz hinzu, die der Schall braucht um diesen einen Meter zurückzulegen.

Daher halte ich eine Latenz von unter 3ms auch für sinnfrei.

Fürs Monitoring bei der Aufnahme, bietet heute fast jedes Audiointerface Direktmonitoring, mit 0.0ms Latenz, unabhängig von der Rechnerleistung oder Schnittstelle.
 
Oh ha. Das wird schwierig. Also unter 3ms? Meinst du damit den roundtrip? Also von Mikro über Interface in rechner, zurück zu Interface zu lautsprecher? Das wird schon mit einem fetten Tower-pc schwierig. Warum brauchst du denn eine so geringe Latenz? Sowas ist live ja wichtig. Aber im Studio? Und sobald du da 5-6 wirklich fette Plugins in deine Channel lädst brauchst du ne größere buffersize damit der Rechner das noch packt.

Also für viel Geld bekommt man das mit nem Tower hin. Mit einem Laptop glaube ich eher nicht. Außerdem erschließt sich mir auch nicht ganz der Sinn.

Edit: dein applekollege hat dir entweder Quatsch erzählt oder du hast den falsch verstanden. Oder ich verstehe das falsch. Abe ja: thunderbolt ist auf jeden Fall schneller als usb2. Ich bin kein it-ler aber ich meine das zwischen usb3 und thunderbolt kaum ein Unterschied besteht. Aber da gibts hier Leute die das genauer wissen.


danke für die antwort. Ich rede hier von der Recording Latency. Schon über 3MS hör ich mich doppelt / verzögert und es behindert mich beim recorden. vielleicht sagt dir der Begriff Direct Monitoring etwas.
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Hi:hat:

Wenn die Monitore nur 1m von dir entfernt stehen, kommen weitere 3ms Latenz hinzu, die der Schall braucht um diesen einen Meter zurückzulegen.

Daher halte ich eine Latenz von unter 3ms auch für sinnfrei.

Fürs Monitoring bei der Aufnahme, bietet heute fast jedes Audiointerface Direktmonitoring, mit 0.0ms Latenz, unabhängig von der Rechnerleistung oder Schnittstelle.


aber dann läuft es in der Software von dem Interface ab oder? Ich würde es lieber direkt in er DAW haben...
 
Die DAW macht üblicherweise eine Latenzkompensation bei Aufnahmen. Kurze Latenzen braucht man NUR wenn man mit Software Instrumenten Arbeiter.
 
Ne, an ProTools.

Dann würde ich mir ein UAD Apollo anschauen.


UAD Apollo hat ja Thunderbolt 3. Ich habe mir ein Apollo Arrow bestellt und bereits erhalten (ebenfalls mit TB3) mein Problem ist, dass ich kein Kabel für TB3 zu USB finde, was auch anscheinend nicht existiert. Ich habe ein USB C zu USB 3 Kabel aber USB C ist nicht TB3, obwohl es mir jeder so erzählt hat! Wie kann ich das jetzt anstellen? ich ruf heute beim support an und frag was sich machen lässt.
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Die DAW macht üblicherweise eine Latenzkompensation bei Aufnahmen. Kurze Latenzen braucht man NUR wenn man mit Software Instrumenten Arbeiter.

oder halt beim Recorden. wenn du ne Verzögerung von über 3MS hast, dann ist für mich Aufnehmen nur noch schrecklich
 
“normalerweise" hört man sich und sein Instrument direkt. Die DAW spielt die anderen Spuren ab zu denen man spielt oder singt. Die DAW versetzt dann die Aufnahme passen zu dem Abgespielen. Kurze Latenzen sind dafür nicht notwendig. AUSSER man hat Softwareinstrumennte.
 
“normalerweise" hört man sich und sein Instrument direkt.
...es sei denn, das Monitoring geht über die DAW - z.B. weil die Effekte, die Du dabei mithören willst nicht vom Interface bereitgestellt werden - wie der TE das ja gerne möchte.

Da kann ich nur mutmaßen: Keine Chance!
Auch mit Protools und Äppel und Donnerbolt wirst Du beim ersten anständigen Hall oder Multibandcompressor oder sonstigen Effekt erheblich über die 3ms kommen, egals wie potent Deine Maschine ist.

BTW: ich kann mir kein Ohr vorstellen, dass 3 ms bereits als "doppelt" wahrnimmt. Wie gesagt: 1m Entfernung vom Monitor und - schwupp - kommen bereits 3ms dazu... Wenn überhaupt, dann ist das m.E. ausschließlich in der Form wahrnehmbar, dass es nicht ganz so tight ist wie ohne Latenz.

Das wär doch mal einen Doppelblindvergleichstest wert: wer kann diese Verzögerung wirklich wahrnehmen?!? ;-)
 
3 ms kann niemand wahrnehmen. Da verwette ich meinen Allerwertesten drauf. Ansonsten Kauf ne dante pcie Karte, Dock deine ssd über m.2 direkt aufs motherboard, schalte alle Hintergrundprozesse aus und den neuesten und schnellsten i-Prozessor den du kriegen kannst. Dann holste dir das Behringer Wing mit dantekarte. Dann bist du bei 2,8 ms roundtrip... viel Spaß :D
 
BTW: ich kann mir kein Ohr vorstellen, dass 3 ms bereits als "doppelt" wahrnimmt. Wie gesagt: 1m Entfernung vom Monitor und - schwupp - kommen bereits 3ms dazu...
Es geht hier um Gesang unter unter Kopfhörern, nicht den Mix abhören ;)
Da liegt die Schwelle der 'Differenzwahrnehmung' tatsächlich in diesem Bereich, wobei die angezeigten oder berechneten Werte nicht unbedingt der (nachgemessenen) Realität entsprechen müssen.

Hardware-DSP gestütze Systeme wie Pro Tools TDM/HD, Creamware/SonicCore Scope und UAD erreichen solche Werte, insofern ist der Hinweis von @mjmueller auf ein UAD Interface die momentan preisgünstigste Alternative.
Dort findet die Signalbearbeitung vor der DAW Software statt und kann live abgehört werden. Man rechnet dort mit 3-5 Samples Basis Latenz plus dem Zeitbedarf der Wandler.
(die genauen UAD Werte kenne ich nicht, aber nutze ein Scope und ein TDM System)
 
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Es geht hier um Gesang unter unter Kopfhörern
Das war auch lange ein Grund warum man digitale Mischpulte nicht gerne min Inear-Monitoring eingesetzt hat, da die Pulte meist latenzen um 2,4ms oder deutlich mehr hatten. Erst als es Pulte gab die unter 1ms lagen, setzte man sie auch gerne für das Monitoring ein.

es sei denn, das Monitoring geht über die DAW - z.B. weil die Effekte, die Du dabei mithören willst nicht vom Interface bereitgestellt werden - wie der TE das ja gerne möchte.
Nun ja, vielleicht wäre da ein Allen&Heath SQ5 passend, das solche Dinge sehr wohl beherrscht und mit 0,7ms Latenz (intern, ohne roundtrip zur DAW) daher kommt. Aber ich denke dass die genannten UA oder RME wohl genug DSP Effekte besitzen um zumindest einen Hall verwenden zu können. (Multiband)kompression würde ich beim Monitoring der Stimme während des Recordings nicht wirklich empfehlen da damit der Sänger deutlich weniger Kontrolle über sein tun hätte. Zumal gerade das Rechenintensive Effekte sind diewohl auch trotz DSP Power zusätzliche Latenz erzeugen würden.
 
Die 'Rechenleistung' ist da kein Problem... es sind die im Design verankerten lookahead Buffer, die das Zeitverhalten beeinflussen.

Andererseits sollte man das Thema 'eigene Sensibilität' nicht überstrapazieren - der Mensch ist ein Gewohnheitstier ;)
Man lernt durchaus in kurzer Zeit auch mit zunächst unkomfortabel wirkenden Einstellungen zu arbeiten.
Findet alles nur in den eigenen 4 Wänden statt, kann man sich auf einen privaten Luxus-Anspruch zurückziehen... aber es wird übelst enden, falls es später tatsächlich mal auf eine echte Bühne geht...
 
Ich würde eher einen Laptop bevorzugen weil meiner Meinung nach Laptops leisere Lüfter besitzen als Rechner

Abgesehen von der Lazenzdiskussion würde ich das genaue Gegenteil behaupten. Wie soll das auch möglich sein?
Mein Arbeitsnotebook hat schon gute Leistung, aber wenn da mal Last drauf kommt ist das deutlich lauter als mein Tower. Der hat halt ordentlich große Lüfter verbaut und läuft damit schön ruhig, auch bei hoher Last. Also wenn der PC stationär steht würde ich immer einen Tower bevorzugen. Ein großer CPU Lüfter ist dann aber Pflicht, diese Standardinger taugen nichts.
 
Ich hab hier einen interessanten link zum Thema usb c (usb 3.1 und thunderbolt 3) gefunden. Wer nich so viel lesen möchte, hier die zum Thema interessanten Fakten in kurz:
- gleicher Anschluss (usb c)
- usb 3.1 kann über thunderbolt übertragen werden, andersrum aber nicht
- tb 3 ist mit einem AKTIVEN Kabel etwa 4x so schnell (40gbit/sek) wie usb 3.1

Edit: selbst tb1 ist schon so schnell (10gbit/sek) wie usb 3.1 :bad:
 
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Als Grundhardware würde ich dafür ein Lenovo P1 G2 nehmen und auf 64GB RAM hochrüsten. Sind robuste Arbeitstiere.
Die externe Peripherie dann über TB3 anbinden.
 
Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich auch mit dem Thema Audio-Laptop. Bei mir gehts aber eher darum, VSTi (NI Kontakt, FM8 usw.) live auf der Bühne zu spielen, mit möglichst geringer Latenz, mit einem Motu Ultralite AVB Audiointerface. Je mehr ich mich reinlese, desto weniger weiß ich... Bisher nutze ich einen Muse Research Receptor VIP, will aber auf einen Laptop mit einem VST Host umsteigen. Mein Favorit ist bisher Gigperformer. Die Frage, die mich beschäftigt: Worauf sollte ich beim Laptop achten? Ich dachte an einen aktuellen I7 Prozessor (10. Generation, z. B. I7-1065G7 oder I7-10510U) und mindestens 16Gb RAM. Ist die Taktrate beim RAM auch wichtig? Reichen 2133 MHz, oder sollte ich noch höher gehen? 4 Kerne, oder 6 Kerne? Ladezeiten sind nicht so wichtig, eine geringe Latenz ist die Hauptsache. Ich freue mich über jeden Tipp :great:
 

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