Gibson SG hält die Stimmung nicht

Bei der Tokai hast du aber den gleichen Knick im Saitenverlauf hinter dem Sattel wie bei der Gibson....

....und besonders der Knick hinter dem Sattel, der besonders D- und G-Saite betrifft.....

G-Saite ist tendenziell immer ein Verstimmungsproblem bei einer Gibson-Style-Gitarre wg. dem "Knick", den die Saite vom Sattel hin zu Mechanik macht.
...

Ich hab da auch ´n "Knick" hinterm Sattel, bei allen Gitarren. Dachte der sei eher üblich oder nicht ungewöhnlich.
Bei mir verstimmt sich deswegen aber gar nichts, was mach ich nur falsch?
Die Gitarren sind wohl irgendwie ne Fehlproduktion, komischer Name...Stratocaster....kennt die jemand?
 
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Das Problem ist auch nicht der Knick an und für sich, sondern wie stark der Knick ist. Da sind schon mehr wie genug Hersteller die weniger Winkel nehmen.

Bei Gibson ist das Problem, dass sowohl der Kopf stark gewinkelt ist und die g Saite auch noch stark nach außen gewinkelt ist. Ich verstehe daher nicht ganz warum Gibson nicht mal eine echte "Modern" anbieten mit kleinerem Winkel und kleinerem Head Design das sich zumindest minimal nach oben verjüngt. Warscheinlich würde es sich mal wieder nicht durchsetzen, weil zwar viele eine Besserung wollen, aber es dann wieder keiner kauft weil nicht "true".

Daher gibts
Schtring Butler
https://www.thomann.de/at/dietrich_parts_string_butler_v3_bk.htm
und den "bad hair day" Guitar Nutbuster
 
@murle1 meine Aussage es sei " starker Tobak " bezog sich nicht auf deine Saitenaufzugstechnik ( gibts das Wort eigentlich? ), sondern darauf, dass du mir und vielen anderen Gitarristen, den Session Olli eingeschlossen, unterstellst, die Saiten falsch aufzuziehen. Ich habe diese Technik z.B. so ca. Anfang der 70 iger von meinen damaligen Git. Lehrer gelernt und mache das seither immer so. Verstimmungen oder ständiges Nachstimmen, wie hier beschrieben vom TE, kenne ich nicht. Es sollte lediglich ein Tip für den TE sein, es mal so zu versuchen, wenn du das anders machst und es funktioniert, super, alles gut, so kann man das auch versuchen, aber deswegen mich und viele Andere hier als Deppen hinzustellen, von wegen " ähhh alles falsch " ist für mich eben starker Tobak.
Ich habe mich in der Vergangenheit öfter mal mit @Myxin etwas verbal " gerangelt ", aber mittlerweile nicht mehr, da man ja nun nicht immer die Tipps der Anderen kritisieren oder zerreden muss.
Was der TE nun letztendlich macht, ist sein Ding, genug Vorschläge hat er ja nun zu Auswahl.
 
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Da kann ich nur zustimen! Dieser extreme Winkel der Kopfplatte ist nicht nötig. Aber was es viele Jahre gab- muss ja gut sein?! Gibson wird das nie ändern. Genau so wenig wie Fender von dem Einweg-Billighalstab Abstand nimmt, oder dass der Bridge PU bei vielen Strats nicht im Ton geregelt werden kann. Und das Bigsby immer noch die nervende Einfädelmethode benötigt, oder Framus nicht von der hässlichen Kopfplatte ablässt usw. Die Paulas welche ich gebaut habe, bekamen einen Hals mit einer weniger abgewinkelten Kopfplatte. Auch weil die Bruchgefahr bei einem Sturz etwas weniger wird. Aber "wir" Nutzer, oder Käufer sind mit schuld: Mit einer anderen Kopfplatte würden viele keine Paula kaufen, weil das ja keine "echten" Paulas sind. Besonders Musiker sind Gewohnheitstiere....
 
Ich würde das auch nie so machen wie dieser Oli.
Einmal oben drüber und den Rest drunter hat sich stets bewährt. Weiss aber nicht ob das Loch bei Gibson tiefer sitzt
wie bei Strats hier. Zur Wicklungszahl, da gibts wohl auch unterschiedliche Meinungen.
Gab mal ein Video von so nem alten Hasen aus der Nashville-Telecaster Fraktion, der meinte es sei ratsam eher mehr Windungen als weniger..
Wahrscheinlich wegen dem Satteldruck..muss mal schauen ich ich das noch wiederfinde..
 
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@murle1 meine Aussage es sei " starker Tobak " bezog sich nicht auf deine Saitenaufzugstechnik ( gibts das Wort eigentlich? ), sondern darauf, dass du mir und vielen anderen Gitarristen, den Session Olli eingeschlossen, unterstellst, die Saiten falsch aufzuziehen...
Ich habe Niemanden als Deppen hingestellt! Und falsch ist ein wenig zu heftig ausgedrückt. Aber dennoch ist die von mir aufgezeigte Methode - die ich ja selbst abgekupfert habe, eben "richtiger". Denn je weniger Saite um die Achse gewickelt wird, um so weniger kann die Saite nachgeben. Und eine Technik bei der weniger aufgewickelt wird, gibt es nicht. Ich gebe aber zu, es ist etwas fummeliger. Und genau deshalb wird sie nicht so oft verwendet. Wenn aber früher Fender (und auch Gibson) so wie viele Gitarrenbauer das so machen, hat das seinen Grund. Wenn Du keine Probleme hast, ist es ja gut. Ich wollte nur aufzeigen wie es sicherer und besser ist. Und nun versteh mich nicht wieder falsch: Das es Dir Dein Gitarrenlehrer vor vielen Jahren anders gezeigt hat.... Auch viele Musik, bzw. Gitarrenlehrer machen nicht alles richtig. Ich habe welche erlebt, die nicht einmal wussten, dass im Hals meistens ein Stab eingebaut ist. Das richtet sich jetzt NICHT gegen Deinen Lehrer!!
Und, immer wenn ich mir Videos von Olli anschaue (wenn möglich vermeide ich das) bringt mich sein Gesabbel auf die Palme, weil er so tut, als hätte er die Weisheit
mit L ....
Damit ist das Thema für mich durch.
 
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Ich hab da auch ´n "Knick" hinterm Sattel, bei allen Gitarren. Dachte der sei eher üblich oder nicht ungewöhnlich.

Die Gitarren sind wohl irgendwie ne Fehlproduktion, komischer Name...Stratocaster....kennt die jemand?
Strat und Tele haben den gemeinten "Gibson" Knick ,nach rechts = G Saite und links =D Saite, gar nicht. :opa:
 
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Aber dennoch ist die von mir aufgezeigte Methode - die ich ja selbst abgekupfert habe, eben "richtiger".
ich lass das jetzt mal so stehen, kann sich ja Jedr selber seine Gedanken drüber machen.
 
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Gab mal ein Video von so nem alten Hasen aus der Nashville-Telecaster Fraktion, der meinte es sei ratsam eher mehr Windungen als weniger..
Ich glaub, du meinst den völlig zu Unrecht verstorbenen Danny Gatton. Der sagt hier bei 2:12 exakt was du beschreibst:



... und er war live gern mal ziemlich "experimentell" gestimmt oder hat während Songs nachstimmen müssen. Naja, hat(te) jeder so seine Marotten.

Ich bin übrigens auch großer Fan der Fendermechaniken und verwende die Technik von @murle1 seit zig Jahren auf allen anderen Gitarren.
 
Ich hab da auch ´n "Knick" hinterm Sattel, bei allen Gitarren. Dachte der sei eher üblich oder nicht ungewöhnlich.
Bei mir verstimmt sich deswegen aber gar nichts, was mach ich nur falsch?

Wenn du den Satz von mir ganz zitiert hättest, würde dort noch stehen, dass es eben auch mit Knick halbwegs stressfrei ist - wenn der Sattel gut gefeilt ist und man die Saiten passabel aufzieht.

Zu Letzterem: Man kann das schon auch so machen wie der Olli, solange es funktioniert. Da ist nicht jede Mechanik gleich, manche haben da weichere Kanten, da kann es suboptimal sein. Bei anderen wiederum ist die Saite da wirklich ziemlich fest und ich wüsste eigentlich auch nicht, was dagegen spricht, jetzt eine Wicklung auf der Mechanik zu haben.

Manchmal dürfen wir Gitarristen auch einfach etwas pragmatischer sein.
Soll heißen, wenn es für einen funktioniert, muss man es ja nicht zwangsläufig ändern.
 
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Ja, Dr.dulle, auch myxin, das mit dem Knick in meinem Post zuvor war etwas augenzwinkernd gemeint, bei den Strats knickts ja auch
aber halt nur nach unten..kleiner Schabernack auf Gibsons Kosten..

Merci Captain, mir kam zwar kurz der name Danny Gatton in den Sinn, aber manchmal trau ich meinen eigenen Eingebungen selbst
nicht so ganz in Bezug auf Namen, da bin ich manchmal eher schlecht, andererseits sind mir da auch nicht so viele geläufig.
ja der wars..
Beitrag automatisch zusammengefügt:

......Die beste Methode ist so wie so: Vintage Mechaniken mit dem Loch von oben: Saite 4cm länger lassen als dort wo die Wickelachse ist, oben reinstecken, umbiegen aufwickeln!! Ich liebe die alten Dinger!!

Ja, ich mag die auch, eine damit hab ich noch.
Ich hab allerdings nie das Loch benutzt. Zwick auch heute kaum mal den Rest ab sondern wickel die zu nem Ring, Faulheit oder Gewohnheit wohl.
Hab die immer nur abgeschätzt in die Nut gelegt, einmal oben rüber und dann per Daumen rechts die Spannung und kurbeln..

Ein Vorteil dabei ist, wohl noch aus Schrauber- oder Testzeiten, mit etwas Geschick kann man den ganzen Wickel nach lösen der Spannung
abheben und nachher wieder draufmachen. Schon etwas fummelig bei den dünnen Saiten, bei den 4 dickeren aber gings gut.
Die hatten ja auch die Halseinstellschraube noch an der Schlagbrettseite, das dazu halt runtermusste, da war das schon mal praktisch.
 
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Um eine Diskussion über den Einfluss des Alters und des Aufziehens der Saiten gar nicht erst aufkommen zu lassen, habe ich im 1. Post geschrieben, dass diesen möglichen Ursachen keine Beachtung geschenkt werden möge (natürlich habe ich neue Saiten aufgezogen). Hat ja super geklappt. :)

Da der Knick im Saitenverlauf hinter dem Sattel bei meiner Les Paul sehr ähnlich wie bei der SG ist und diese die Stimmung am besten von allen meinen Gitarren hält, habt ihr mich überzeugt, dass es wohl am Sattel liegt. Werde ich neu kaufen.

Nochmal vielen Dank für Eure Meinungen!
 
Kannst ja auch erstmal versuchen den bisschen nachzuarbeiten, ist kein Hexenwerk.
Als erstes würde ich mal checken ob du die Saiten nach oben raus abheben kannst ohne dass was klemmt, sprich die Kerben breit genug sind.
Falls ja, dann an der Seite Richtung Mechaniken kann es schon reichen mit der scharfen Cutterklinge da rechts und links bissl ne Phase
ziehklingenmässig wegzukratzen...
 
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Ja, ich mag die auch, eine damit hab ich noch.
Ich hab allerdings nie das Loch benutzt. Zwick auch heute kaum mal den Rest ab sondern wickel die zu nem Ring, Faulheit oder Gewohnheit wohl.
Hab die immer nur abgeschätzt in die Nut gelegt, einmal oben rüber und dann per Daumen rechts die Spannung und kurbeln..

Ein Vorteil dabei ist, wohl noch aus Schrauber- oder Testzeiten, mit etwas Geschick kann man den ganzen Wickel nach lösen der Spannung
abheben und nachher wieder draufmachen. Schon etwas fummelig bei den dünnen Saiten, bei den 4 dickeren aber gings gut.
Die hatten ja auch die Halseinstellschraube noch an der Schlagbrettseite, das dazu halt runtermusste, da war das schon mal praktisch.
Das mit dem Abnehmen und wieder drauf stecken geht bei den Vintage-Mechaniken mit Security Posts auch dann problemlos, wenn Du das Loch in der Achse benutzt und dort das Saitenende reinsteckst.
(Am Bass geht es noch besser und dort sind solche Mechaniken ja bis heute verbreitet. Wenn man noch eine Einhängebrücke hat, kann man auch on the fly eben mal Saitensätze austauschen und auf Flats gehen o.ä.)
Es gab früher auch 3+3 Mechaniken von Kluson mit geschlitzten/gelochten Achsen.
(Leider sieht Göldo als Inhaber der Marke Kluson für Europa offenbar keine Nachfrage nach diesem Typ und bietet ihn nicht an.)
Ich finde diese Art des Aufziehens auch am besten und bedaure, dass man diese Mechaniken in Europa nur noch für 6L Kopfplatten bekommt.
Die Aufziehmethode von murle praktiziere ich auf meinen Instrumenten ohne Vintage Achsen, bin aber davon abgekommen, nur 1 Windung zu machen. Je nach Instrument finde ich mehr Windungen nach unten hin und dadurch mehr Druck auf dem Sattel besser.
Bei einer eh schon zu steil geknickten Gibson Kopfplatte mag das anders sein.
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Und das Bigsby immer noch die nervende Einfädelmethode benötigt
Ich habe selbst eine Gitarre mit Bigsby und empfinde das Aufziehen nicht als kompliziert. Wie bei allen Gitarren mit Einhänge-Tailpiece (Archtop, Resonator) braucht man dazu eben ein Kapo, dann geht es ohne Probleme. Beim Bigsby muss man jeweils noch einen kleinen Halbkreis vorbiegen. Da nervt mich ein Resonator-Tailpiece im Vergleich mehr, weil dort die Saiten gerne wieder rausspringen. Beim Bigsby halten die Saiten doch ganz gut, sobald man die Ballends aufgesteckt hat.
Aber das ist jetzt bildlich gesprochen das andere Ende des Saitenaufziehens.
 
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(...) habt ihr mich überzeugt, dass es wohl am Sattel liegt. Werde ich neu kaufen.

Nur ein Hinweis, falls das noch nicht klar sein sollte: Auch vorgefeilte Sattelrohlinge von GraphTech o.ä. müssen noch individuell an das Instrument angepasst werden. Einfach kaufen und draufpappen wird allein zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen. Da gehört schon noch ein ordentliches Setup dazu, damit der Sattel auch optimal passt.
 
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Vor allen anderen, hier genannten Maßnahmen, kannst Du auch zunächst einmal mit feinem, geknicktem Schleifpapier die Kerben des Sattels "säubern" und anschließend schmieren (Graphit, Öl, Vaseline, eigentlich egal;)) Bringt meistens sofortige Besserung
 
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Die beste Methode ist so wie so: Vintage Mechaniken mit dem Loch von oben: Saite 4cm länger lassen als dort wo die Wickelachse ist, oben reinstecken, umbiegen aufwickeln!! Ich liebe die alten Dinger!!
Da gebe ich dir recht, ist auch mein Favorit! Sieht auch einfach ordentlicher aus, wenn das Saitenende da nicht so rumhängt :)

Zum Thema:
Hatte auch ewig Probleme mit der Stimmung der G-Saite bei meiner Gibson. Hatte damals dann einen Graph Tech-Sattel gekauft und eingebaut. Die Stimmstabilität wurde besser, aber das Problem bestand weiterhin.
Anstatt den Sattel dann einmal ordentlich durch einen Gitarrenbauer feilen zu lassen hatte ich dann den StringButler gekauft. Der konnte das Problem dann auch lösen.

Mittlerweile würde ich dir aber empfehlen deine Gitarre einfach mal durch einen Gitarrenbauer einstellen und dann auch den Sattel feilen zu lassen. Dann hast du eine "perfekte" Gitarre und bräuchtest keinen neuen Sattel/StringButler.
 
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Kannst ja auch erstmal versuchen den bisschen nachzuarbeiten, ist kein Hexenwerk.

Vor allen anderen, hier genannten Maßnahmen, kannst Du auch zunächst einmal mit feinem, geknicktem Schleifpapier die Kerben des Sattels "säubern" und anschließend schmieren (Graphit, Öl, Vaseline, eigentlich egal;)) Bringt meistens sofortige Besserung
Ich habe das heute morgen in Ruhe geschliffen. Es hat sich keine Verbesserung eingestellt, so dass ich heute den Sattel von Graph Tech bestellen werde.
Die Saiten sind genau so aufgezogen, wie auf meinen anderen Gitarren, die allesamt die Stimmung sehr gut halten.
 
Ich habe vor zig Jahren in der Versuchsabteilung einer Firma die u.a. auch Türscharniere für KFZ herstellt.
Die bei einigen Typen zugehörigen "Türfangbänder" machten bei einigen Versuchen(Kälte, Hitze, Materialermüdung) Schwierigkeiten.
Das nannte sich "Stick-Slip-Effekt" und machte mit unangenehmen Geräuschen auf sich aufmerksam.
Das soll heißen, dass dieser Effekt zwischen G-Saite und Sattel für das Stimmproblem verantwortlich sein könnte.
Es könnte ja durchaus sein, dass die Saite im Sattel nicht "hakt" sondern "haftet"- und ein anderes Material des Sattels hier erfolgreich sein könnte.
Hier der Link:
Stick-Slip-Effekt
 

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