Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

  • Ersteller boisdelac
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Interessanter Thread geworden. In zwei Wochen ca. 15.000 Anklickungen - das schafft keine Userveröffentlichung, kein Soundbeispiel und kein Lyricthread.
Höchstens ein Thread mit hübschen Bildern von teuren Gitarren.:ROFLMAO:

Was die Custom-Shop Gitarren abelangt: Mein Händler meinte damals, dass ich da eine Hardtail-Strat ordern kann (die gab es zeitweise schlecht oder gar nicht).
Gott sei Dank konnte er noch eine "normale" organisieren.

Für mich hieß "Custom-Shop" immer, dass man sich die Gitarre entsprechend eigener Vorlieben in gewissem Umfang bauen/zusammenstellen lassen kann.
War aber bestimmt etwas falsch gedacht:

Der Schwerpunkt liegt wohl eher auf Nachbildungen historischer Instrumente/Bauteile und den unterschiedlichen "Alterungsgraden". Letztlich also bei fertigen Instrumenten mit begrenzten Veränderungsmöglichkeiten.

Allermeist sehr hübsche Instrumente finde ich, aber bei vielen Wünschen bzw. individuellen Vorlieben nützt einem der CS ja sowie nicht, auch wenn man gerne viel Geld ausgeben möchte.:D
 
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Da schließt sich für mich die Frage an: können die Jungs vom CS das denn eigentlich? Die Bezeichnungen und Teilelisten lassen ja den Verdacht aufkommen, aus einer bestimmten Auswahl von Teilen und Materialien kombiniert mit Meisterbauer-Qualitäten sei das verlässlich möglich. Da drängen sich mir sehr starke Zweifel auf ... oder ist das ein bewusst in Kauf genommenes Missverständnis?

Ja, denke schon.

Kenne einen Bassisten, der MUSS Sandberg spielen

Das ist allerdings tragisch.

Aber nur für ihn, denn das Publikum wird es nicht merken.

*
 
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Da schließt sich für mich die Frage an: können die Jungs vom CS das denn eigentlich? Die Bezeichnungen und Teilelisten lassen ja den Verdacht aufkommen, aus einer bestimmten Auswahl von Teilen und Materialien kombiniert mit Meisterbauer-Qualitäten sei das verlässlich möglich. Da drängen sich mir sehr starke Zweifel auf ... oder ist das ein bewusst in Kauf genommenes Missverständnis?
ich weiss nicht recht, um welches Missverständnis es da geht: man bekommt genau das, was auf der besagten Teileliste steht.
Die Erwartungen werden ja nicht mitbestellt.
 
Für mich hieß "Custom-Shop" immer, dass man sich die Gitarre entsprechend eigener Vorlieben in gewissem Umfang bauen/zusammenstellen lassen kann.
Die fett hervorgehobene Einschränkung ist leider im Kontext vieler großer Marken - insbesondere Fender & Gibson - eine Einschränkung der Kreativität.

Wenn man sich bei Fender die ganz exklusiven "Kalendergitarren" anschaut, die jährlich im Custom-Shop-Kalender abgebildet werden und die mehr oder weniger zur puren Leistungsschau entstehen (so meine Wahrnehmung), sehe ich keine Möglichkeit, solche Gitarren anhand des "Design Guide" zu spezifizieren. Beispielsweise steht da drin nichts von Schnitzereien im Korpus, Airbrush-Designs und dergleichen. Von daher ist es doch so, dass man sich als Kunde eben nicht vollkommen ausleben kann, sondern es ein strenges Korsett gibt.

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Geht man mit solch einer Bestellung schon eine bindende Abnahmeverpflichtung ein?
Sound, Bespielbarkeit, Aging usw. des Ergebnisses können ja durchaus missfallen.
Mit einem lokalen Gitarrenbauer hat man ja durchaus direkten Kontakt und mehr Einfluss- und Korrekturmöglichkeiten bei einer "bespoke" Gitarre, auch wenn dabei das Ergebnis auch nicht komplett vorhersagbar ist.
 
Manchmal sind es auch die Händler selbst, die bereits etwas zusammenstellen.
Custom Shop to go, quasi.

@Prospero
Du musst in der Regel auch schon mal ein paar Scheine auf den Tisch legen, um dann überhaupt und gnädigerweise ein Plätzchen in der Warteschleife zu bekommen. ;-)

Wobei das bei einem Gitarrenbauer in der Regel auch so ist. Verstehe ich auch.

PS:
Das Material für meine neuen "Custom-Heizkörper" muss ich übrigens auch vorab bezahlen.
Ich habe hier gerade echt den Lauf. :rolleyes:
 
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Jepp, soweit erwartungskonform. Mir persönlich wäre die fehlende Einflussnahmemöglichkeit ein Dorn im Auge, aber jeder Jeck ist anders. Das Geschäft brummt offenbar.
 
Früher wurde m.E. "Custom Shop" noch wirklich so verstanden, dass man nahezu alles bestellen und zusammenstellen konnte. Ein paar heute bekannte Namen hatten so etwas, etwa Charvel Anfang der 80er.
Seit ein paar Jahrzehnten ist "Custom Shop" (oder "Private Stock" bei PRS, "Private Research" bei MESA usw.) wohl nur noch ein Werbeslogan, der eine überdurchschnittlich hochwertige Fertigung (höchstwertiges Material, qualifizierte Mitarbeiter) suggerieren soll.
Bei den großen Firmen ist zumindest transparent, was dort den Unterschied ausmacht, bei vielen unbekannteren Herstellern ist es völlig nichtssagend.


Amüsant finde ich immer den Hinweis "Custom Made" auf älteren durchschnittlichen Ibanez-Gitarren. Freut die Verkäufer bei Kleinanzeigen und Co.

Würde ich Gitarren herausbringen, dann würde ich sie auch nicht mit "Made in Eile zur Erzielung höchstmöglichen Profits" labeln....^^
 
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@Prospero

Ich glaube, das ist recht unterschiedlich. Individuelle "custom" Bestellungen laufen sicher bei einigen Händlern ganz gut.
Zumindest dort, wo die passenden Kunden ein und aus gehen.

Auf der anderen Seite sieht man schon auch relativ viele hochpreisige Gitarren oder irgendwelche "Masterbuilder Kunstwerke" erstmal recht lange irgendwo herumstehen.
 
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Das stehen Gitarren herum. Einfach so.
Verrückt! :D
 
Passend zum Thema.

Die alten Autos sehen aus wie frisch vom Fließband gehüpft, und die Gitarren wie Scheunenfunde... irgendetwas passt da nicht zusammen.

Sorry, OT, aber das musste ich loswerden.
 
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Das sind wohl die Autos, mit denen die Gitarren "road worn" werden ...
images


Aber zum Video: ich finde den Plot und die Kameraführung grauenhaft, aber das ist jetzt wohl so Mode.
 
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[/QUOTE]
Ich war da gedanklich bei den 5-6-stelligen Gitarren :cool:

Ich vermute, dass - bis auf irgendwelche museums-Gitarren von berühmtheiten - quasi keine Gitarre wirklich sechstellig gekauft wird.

Die aufgerufenen Preise sind auch oft Show.
 
Gibson 54 - 5.jpg


Träume dürfen etwas teurer sein.
Ich bin ein SG Mensch, eine LP Goldtop mit P-90 wollte ich trotzdem immer haben.
Schuldig!
 
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Der Thread hält seit über 24 Stunden andächtig inne, und schaut auf die Goldtop.

Das meine ich keineswegs ironisch, denn die einzige Gibson in meinem Fuhrpark ist gleichfalls eine LP mit P90 - gülden ist leider nur der ebenfalls vorhandene Nachbau vom großen T., der aber zum Anschauen fast genauso schön ist wie das Original.

Bei diesem Stichwort komme ich zurück zum Thema - ich kann mir vorstellen, dass etliche Leute eine sehr teure Gitarre auch, natürlich nicht nur, zum Anschauen kaufen.

Der Anblick eines schönen Instruments (wobei die Schönheit natürlich im Auge des jeweiligen Betrachters liegt) ist auch ein nicht zu unterschätzendes Erlebnis, und sicher gibt es Instrumente, die in Glas gerahmt den Besitzer erfreuen.

Die CS- oder sonstige teure Gitarre tritt dann in Konkurrenz zu bildender Kunst im Salon, und dann relativiert sich auch der Anschaffungspreis, wenn man es mit einem Bansky oder gar einem Van Gogh vergleicht.
 
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Ach ja, wenn bei mir auf Schloss Neuschwanstein erstmal die echte Fender zusammen mit der echten Gibson die noch echtere, lächelnde Monalisa einrahmt 😉
 
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Hab die letzten Tage viel Youtube Namm 2026 angeschaut. Was Fender da zeigte haut mich nicht wirklich vom Hocker. Bei Gibson das gleiche. Eigentlich ist es jedes Jahr die gleiche Leierei. Immer neue bzw. mal wieder andere Farben und Relics. Mehr nicht. Irgendwie dachte ich mir, dafür braucht du auf keine Namm und 150 Tacken für den Eintritt hinblättern. Außerdem will ich keine Oldtimer, sondern geile Gitarren sehen. Früher gab es noch eine eigene CS und MB Abteilung. Heute wird alles zusammen, recht lieblos präsentiert. Wobei die MB auch ziemlich rar wahren. Also Namm 2027 ist schonmal gestrichen. Eine Fender Factory Tour würde ich sofort machen. Mal sehen ob es die bald wieder gibt.
 

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