Ein Musiker am selben Abend auf der selben Bühne in zwei versch. Bands.Geht das?

  • Ersteller Jonnieeeee
  • Erstellt am
Stimmt schon, einen Musiker bändigt man nur schwer mit Regeln, und hält damit auch keine Band zusammen. Eine meiner Bands ist mal daran zerbrochen, dass einige der Musiker, u.a. auch ich selbst noch andere Bands bedient haben. Es stellte sich heraus, dass gerade in der Hauptsaison so gut wie alle Wochenenden blockiert waren, weil irgendwer, irgendwo schon einen Gig hatte. Unser Sänger erwartete von uns, dass wir diese Band als Hauptband ansehen sollten, und die Wochenenden frei halten.
 
Hi,
Dass ein Musiker mit verschiedenen Gruppen an einem Abend in der selben Location auftritt ist sehr gut möglich und ich kenne viele Beispiele, bei denen das sehr gut funktioniert.
Problematischer wird es eher bei den Proben vor dem Gig, da ja beide Bands auf das gleiche Datum hin proben, aber je nach Konstellation ist das sicher machbar.
Weiters denke ich nicht, dass ein Veranstalter (eines Contests) euch einen Strick daraus drehen wird, dass ein Musiker mehrmals auftritt.

Der Hintergrund für meine Aussage:
Mein Hauptprojekt ist derzeit eine fünfköpfige Metalband in der ich Gitarre spiele. Daneben probe ich manchmal mit einer zweiten Hardrock- bzw. Metalband und wurde gefragt dort fix einzusteigen, was ich wahrscheinlich machen werde. Außerdem spiele ich Flügelhorn in einem Musikverein mit dutzenden Auftritten im Jahr, in einer Weisenbläsergruppe und spiele bei Hochzeiten als Bockbläser. Zu Spitzenzeiten hatte ich daneben noch eine Jazz- und zwei Punkrockbands als Nebenprojekte. Außerdem mach ich bei verschiedenen kleineren Veranstaltungen den Toni.
„Freizeitstress“ ist da vorkalkuliert. :D Von da her kenne ich die Problematik sehr gut.

Meiner Meinung nach das wichtigste dabei, mehrere Projekte laufen zu haben, ist, dass die Prioritäten klar gesetzt sind und den anderen Bandmitgliedern bekannt sind.

Glücklicherweise ist mein Hauptprojekt auch das Hauptprojekt aller anderen dortigen Mitglieder und keiner hat ein Problem mit meinen Nebenaktivitäten (Es gäbe auch keinen Grund dazu, da ich die Band sicher nicht vernachlässige). Dort fließt auch der Großteil meiner Kreativität ein. Bei den Punkrock- und Jazzbands wurden ohnehin fast ausschließlich Covers gespielt, die waren von da her einfacher zu bedienen. Problematisch wird es allerdings denke ich wieder dort, wo man sich in zwei stilistisch ähnlichen Projekten kreativ einbringen will/soll. Man könnte leicht Gefahr laufen eines zu vernachlässigen oder gleiche Elemente in beiden einzubringen.

Dabei möchte ich auf diesen Post von ThomasT verweisen, der, wie ich finde, sehr gelungen ist. https://www.musiker-board.de/band-p...uppendynamik-wann-funktioniert-eine-band.html

VG Schoergonaut

PS: Sorry, ich hab erst jetzt beim Posten genauer auf das Datum geschaut, hatte aber den Text schon verfasst. Bitte verzeiht mir, dass ich das Thema nochmal ausgrabe. :redface:
Außerdem würds mich interessieren, ob oder wies schließlich geklappt hat bei euch.
 
HAllo,
Regel Nr. 4 verstehe ich auch nicht wie die meisten meiner Vorredner, ich bin auch schon häufiger als Schlagzeuger in mehreren Bands an einem Abend beim gleichen Konzert aufgetreten und auch andere kenne ich, die das machen auch wenn das jetzt keine 2 Stunden show war sondern nur 2 Songs pro BAnd aber trotzdem fänd ich das vollkommen OK, wenn man an einem Abend beim gleichen Konzert in 2 BAnds spielt, auch wenns ein längeres KOnzert wäre.
Darum finde ich persönlich die 4 Regel nicht so sinnvoll:)

Außerdem hoffe ich mal, dass bei einem Wettbewerb der Musiker jeden seiner mitmusiker genauso gerne hat.
Aber es ist seine eigene Entscheidung, denn wenn er in der einen gewinnt und in der anderen dann nicht ist das ja auch nicht so toll, ob das dann die 2. Band, also die "verliererband", umbedingt freuen würde, sei mal so dahingestellt
 
Sollte es sich aber um einen normalen Gig handeln wäre erstmal nichts drann aus zu setzen,obwohl ich persönlich der Meinung bin,dass es immer sehr bescheuert aussieht wenn ein Musiker bei bspw. drei Bands pro Abend in zwei Bands mit spielt,aber vielleicht lieg ICH ja auch total daneben ;)

Was wäre eure Meinung denn in diesem Fall?

Klebt Ihm doch einen Bart an und setzt Ihm eine Perücke und Sonnenbrile auf :evil:

bässte Grüsse
Frank
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich würde das mit den Regeln ebenfalls lassen. Was nützt die schriftliche Fixierung von Regeln, wenn Du keinerlei Handhabe hast um deren Einhaltung auch durchzusetzen? Ich würde erwarten, dass man in der Band im Einzelfall eine Lösung findet, wenn nicht, stimmt sowieso irgend etwas nicht im Gefüge...

Ich würde mir mal gut überlegen, woher der Drang kommt das ganze schriftlich fixieren zu wollen - das kommt doch sicher daher, dass ihr Euch nicht ganz sicher seid, ob alle der gleichen Ansicht sind. Und mit Ansichten ist das nunmal so, die kann man nicht vorschreiben. Wenn also die Befürchtung da ist, dass ihr unterschiedlicher Auffassung sein könntet, dann solltet ihr weniger über eine schriftliche Fixierung nachdenken, als über z.Bsp. ein gemeinsames Zeltwochenende mit ein paar Kisten Bier und vielen guten Gesprächen... danach sollte sich der schriftliche Teil des Problems erledigt haben - so oder so...!

Huch! Jetzt habe ich mich vom Schoergonaut verführen lassen.... habe ebenfalls auf das Datum gar nicht geachtet, sorry! :redface:
 
Auch ich entschuldige mich, hab mich auch von schoergonaut verführen lassen.
Aber mich würde es auch interessieren, was ihr jetzt gemacht bzw. eingeführt habt
 
also an einem Abend auf der gleichen Bühne finde ich gar nciht schlimm, schlimmer ist, wenn euer Drummer nach dem Gig die Becken runter nimmt ins Auto schmeisst und 200 km weiter fährt um den nächsten Gig zu spielen ^^

vorschreiben kann man das ganze in Bandverträgen, ob das Sinn macht muss man selber mit sich ausmachen. Auf der einen Seite macht so ein Bandvertrag manche Bandmitglieder misstrauisch, auf der anderen Seite ist es schon öfters Passiert, dass eine Band plötzlich eine Konventionalstrafe zahlen musste, weil einer einfach abgesprungen ist um ne Egonummer zu machen.
Wir haben Bandverträge wo ähnliche Punkte drin stehen, allerdings würde bei uns niemand ohne Rücksprache mit der Band ein Nebenprojekt starten. Ich finde es echt schade, dass es keine Rücksprache mit euch und eueren Drummer zwecks Nebenprojekt gab, andererseits halte ich es auch für legitim, einfach was anzufangen, da du und dein Gitarrist ebenfalls ein Nebenprojekt haben, evtl. hat euer Drummer einfach nur angst, alleine dazustehen, für den fall, dass ihr mit euren Nebenprojekten durchstartet ;)
 
..., auf der anderen Seite ist es schon öfters Passiert, dass eine Band plötzlich eine Konventionalstrafe zahlen musste, weil einer einfach abgesprungen ist um ne Egonummer zu machen. ...
Nun, das ist ja ne ganz andere Geschichte, die man mit einem Bandvertrag regeln kann und ggf. auch sollte. Wenn jemand mehrer Projekte/Bands am Laufen hat, und die unter einen Hut bekommt, muss das schon akzeptiert werden, selbst auf die Gefahr hin, dass er häufiger mal am Wochenende blockiert ist, und Gigs nicht angenommen werden können. Wenn ein Gig aber angenommen ist, steht der, und kurzfristiges Absagen ist ein NoGo. Macht das aber doch einer, kann und darf nicht die ganze Band für die Konventionalstrafe gerade stehen müssen, dann muss er die Kosten alleine berappen, ggf. auch den finanziellen Ausfall der anderen Bandmitglieder ausgleichen.
Es ist schon passiert, dass unser Gitarrist einen Gig mit uns zugesagt hat, und dann doch einen Gig mit einer anderen Band reinbekommen hat, den er unbedingt spielen musste. wir konnten das dann über einen sub regeln, anderenfalls hätte er den Gig mit der zweiten Band nicht zusagen können. Wenn sowas funktioniert, warum nicht, auch wenn wir schon lieber mit ihm gespielt hätten, weil so war's für uns eine zusätzliche Probe mit dem Sub. Kommt sowas häufig vor, muss er damit rechnen, dass wir ihn vor die Wahl stellen, und uns ggf. nach einem anderen Gitarristen umschauen. Aber Konventionalstrafe - soweit darf es nicht kommen.
 
Hm, ich hatte auf einem Festival drei Auftritte mit drei verschiedenen Bands auf einer Bühne am selben Tag. :) Um die Bands hat sich einfach die selbe Bookerin gekümmert. War viel Arbeit für mich und die Mischer haben sich etwas gewundert, aber sonst kein Problem. Die Bands haben ja sonst nichts weiter miteinander zu tun und ich spiele noch nichtmal immer das selbe Instrument.

Bisher konnte ich das auch immer regeln, dass es hinhaut. Normalerweise gilt, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ansonsten habe ich das aber auch schonmal so gemacht, dass ich meine Klamotten schnell zusammengepackt habe und dann zum nächsten Gig gefahren bin. Eine Band kann auc notfalls auf Playbacks zurückgreifen. Das macht die Sache zwar für alle anderen etwas schwieriger, aber die Band kann spielen auch wenn jemand fehlt. Bisher war es zwar nicht der Fall, demnächst wird mich dann aber mal ein digitales Double vertreten müssen.

Bisher war es für keine Band ein Nachteil, dass ich in mehreren Bands spiele, im Gegenteil. Die konnten von meinen Kontakten profitieren wie z.B. mit der besagten Bookerin oder einen Plattenvertrag. Und selbst wenn ich auf Contesten spielen würde, was ich nicht mache weil ich liber MIT als GEGEN andere Bands spiele, sehe ich da kein Problem. Man tritt als Band und nicht als Einzelperson auf.
 
Ich sehe grundsätzlich kein Problem darin, wenn Musiker in mehreren Bands spielen. Im Gegenteil, für viele ist das ganz normal. Ich sehe auch kein Problem, wenn mehr als eine dieser Bands am gleichen Abend auf der gleichen Bühne stehen, selbst bei einem Contest. Schließlich kann eine Band schon durch den Einfluß nur eines einzelnen anderen Mitmusikers ein völlig anderes musikalisches Gesicht bekommen. Man kann diese Tatsache sogar als interessanten Ausgangspunkt nutzen, wie es hier Freunde von mir und deren Bandkollegen und widerum deren Bandkollegen machen. Klasse Sache, finde ich. :)
http://www.inzestival.de/info.html
 
Letztes Jahr, großes Open Air Konzert von WDR2. Am mittleren Nachmittag war Frau Heinzmann auf der Bühne. Am Abend Herr Garvey. Beide hatten den selben Drummer.

Wenn die das können, warum dann nicht auch andere? Mich hat das nicht gestört.

Frau Heinzmann durfte sogar als Gast bei Herrn Garvey noch ein bisschen mitsingen. Auch das hat zumindest mich nicht gestört.

drumbaer
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben