Line 6 Variax als "Wandergitarre" ?

  • Ersteller Martin Hofmann
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hat sich die Variax doch ziemlich fix in mein Probesetup eingespielt, diesen Platz wieder zu füllen wird schwer werden

Ich gehör zwar zur G.A.S. immunen Gruppe der Musiker aber mit deiner Aussage hast du definitiv recht.

Wir sind jetzt zu 2/3 durch, es gibt zwar nicht mehr viel zu schreiben außer vielleicht "Nutze ich so oft es nur geht" aber mir fällt jetzt schon auf, das die Variax mir fehlen wird.

So, da heute meine Zeit wieder bisschen knapp ist, geh ich die Variax etwas befummeln.... Lalya wartet :)
 
Ja, die JTV ist schon ein "Schweizer Offiziersmesser" unter den Gitarren :)
Ich habe erst gestern bei der Probe wieder die geniale "Stereofähigkeit" in Verbindung mit dem HD500 genossen!!!
Ich spiele mit zwei getrennten Wegen (DualSound). Links mit einem gemodelten Sound der JTV59 in einen Verstärker, rechts mit den realen Humbuckern in einen anderen. Das klingt tatsächlich wie zwei getrennte, parallel gespielte Gitarren!!!
Wenn ich die Verstärker aus dem selben Pickup speise klingt es nach einer Gitarre, die links und rechts einen unterschiedlich eingestellten Sound hat. Nach getrennter Gitarre klingt es nur beim Einsatz beider Pickup-Systeme.
Der Sound ist jedenfalls echt genial!!!
Wie im Studio, wenn man das selbe zweimal hintereinander auf unterschiedliche Spuren einspielt und nach links und rechts regelt. :)
Dadurch ist unser Leadgitarrist in der Mitte und wird von zwei Rhythmusgitarren links und rechts flankiert. Das ist echt genau mein Ding :)
 
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Hi,

da ich nur sporadisch im Musiker-Forum unterwegs bin, habe ich erst jetzt diesen „vielstimmigen“ Thread entdeckt, den ich weitestgehend auch kurz überflogen habe.

Als (ehemaliger) JTV-Power User möchte hierzu meine persönlichen Erfahrungen einbringen, weil ich denke, dass dies eine gute Ergänzung zum bereits Gesagten darstellt. Leider ist mir am Ende meines beitrags aufgefallen, dass er ziemlich lang geworden ist - sorry, wenn's wirklich interessiert, muss da jetzt leider durch :D

Ich spiele die JTVs (JTV59, JTV69, JTV89F) seit Anfang 2011 und habe damit so manche Stärken und Schwächen, die diese Gitarren haben / hatten, kennengelernt. Die Gitarren waren/sind bei mir auch Live in einer Cover Rock Band im Einsatz.


Einleitend hierzu zwei Statements, die ich im Folgenden näher erläutern werde:

Wer behauptet, dass Line6 mit den JTVs roaduntaugliche Spielzeug-Gitarren baut, die bestenfalls für den Heimgebrauch taugen, liegt falsch :)

Wer behauptet, dass die JTVs problemlos in einem Live-Betrieb eingesetzt werden können, liegt leider auch falsch :D


Hierzu meine Erfahrungen:

Keine der Gitarren hat mich, nachdem diese ordentlich eingerichtet wurden bzw. ich diese nach meinem Bedürfnissen habe umbauen lassen, in einer Probe oder gar auf der Bühne wirklich im Stich gelassen.

Die JTVs sind ordentliche Arbeitsgeräte, die unter Berücksichtigung was man dafür erhält, ihren Preis auch wert sind. Für (Live-)Musiker, die eine große Bandbreite an Stilrichtungen und Sounds abdecken müssen bzw. keine 4-5 Gitarren ständig mit sich herumschleppen wollen, kann eine JTV als Bestandteil des Gitarren-Equipments tatsächlich einen großen Vorteil haben. Es bestanden aber in der Zeit wo ich die JTVs gekauft habe (2011-2012) Qualitätsprobleme in der Fertigung, die zu wahrnehmbaren Produktionsmängeln geführt haben.

Selbst wenn man die E-Gitarren Modellings nicht mag, ist ein beschränkter JTV-Einsatz, z.B. auf die magnetischen Pickups (die völlig akzeptabel klingen) plus den Akustiksounds und Nutzung von speziellen Tunings, immer noch hochinteressant für den Live-Betrieb und sein Geld wert.

Hierzu ein paar konkrete Beispiele aus meiner täglichen Bandpraxis:


  • Für mich als einziger Gitarrist in der Band ist die JTV bei einem Song wie "Hotel California" die einzige Alternative, um übergangslos von Akustik zu E-Gitarre zu wechseln.
  • Bei „Highway To Hell“ setze ich die JTV einen Ganzton tiefer gestimmt ein, weil unser Sänger sonst streiken würde.
  • Bei „Here Comes The Sun“ verwende ich auf der JTV das Akustikmodell und verwende ein spezielles Tuning, dass es mir ermöglicht, den Song ohne Capo (7. Bund) in der offenen Position zu spielen.
Die Alternativen mit herkömmlichem Equipment kann sich jeder selber ausdenken …


Über die umfänglichen und guten Integrationsmöglichkeiten der JTV-Gitarren mit dem übrigen Line6 Equipment (POD HD-Modeller und DT-25 / DT-50 Amps mit digitaler Vorstufe und analoger Endstufe) wurde m.E. hier noch wenig berichtet:

Gerade in Verbindung mit einem POD HD ergeben sich mannigfaltige Einsatzmöglichkeiten, die m.E. keine netten Spielereien sind, sondern sehr konkrete Live-Einsatzmöglichkeiten bieten.

So können z.B. die PU-Positionen eines bestimmten Gitarren-Modells per Fußschalter über ein POD-HD-Preset zusammen mit einem Wechsel der Effekte in der Signalkette gewechselt werden.
Nach einem entsprechender anfänglichen Zeitaufwand und einer nicht unerheblichen Lernkurve ergeben sich damit weitere tolle Möglichkeiten sein gesamtes Gitarren Setup auszugestalten.


Plug-and-play - und los geht's?


Das ist bei den JTVs nach meiner Erfahrung leider aber auch nicht der Fall.

Das liegt einerseits an den klanglich unterschiedlichen Gitarren selbst und andererseits an der Komplexität des gesamten Vorhabens (ich bringe mal eben eine Akustikgitarre plus 10 weitere E-Gitarrenmodelle in einem Bandgefüge gut ausbalanciert zum klingen :D ... ):

die Vielfältigkeit der Herausforderungen, wenn man unterschiedliche (echte) Gitarren in einer Band zum Klingen bringen will bzw. diese mit einem Amp, PA, Monitor verstärken muss, sind ALLE weiterhin vorhanden und müssen gelöst werden. Das löst auch eine JTV nicht von alleine (wird leider m.E. immer wieder vergessen).


Meine konkrete Erfahrungen zu den JTV-Modellen:

JTV69:

- Bei der JTV69 ist der Saitenabstand hohe E-Saite zum Griffbrettrand zu eng. Für ausgeprägte "Vibratorianer" ist das ein echtes Problem bzw. Show stopper. Das trifft auf meine JTV69 zu, die ich Anfang 2011 gekauft habe. (Ob das bei den heutigen Modellen noch so ist, weiß ich nicht.)

- Das Tremolo der JTV69 war bei mir anfangs defekt. Es ging ums Verrecken nicht mehr zurück auf normal und führte zur Verstimmung. Nach einem kostenlosen Austausch durch Line6 war das behoben.

- Das Griffbrett ist nicht jedermanns Geschmack: eher slim und vergleichsweise hohe Bünde. Es ist aber durchaus ok. Da ich mich darauf aber nicht „zu Hause“ gefühlt habe, habe ich mir ein Warmoth-Griffbrett später eingebaut, mit dem diese Gitarre merklich aufgewertet wurde.

- Die magnetischen Pickups sind m.E. für einen Stratsound recht passabel. Der PAF-ähnliche Bridge Humbucker ist tonal und lautstärkenmässig gut mit den beiden Single Coils ausgewogen.



JTV59:

- Hier hatte ich keine Probleme, die ich auf schlechte Qualität zurückführen könnte. Die Gitarre ist sehr gut verarbeitet.

- Mein persönliches Problem waren die Jumbo-Bünde (wie bei Dieter Welzel). Wegen meines stärkeren Fingerdrucks hatte ich sehr grundlegende Intonationsprobleme in den ersten Bünden (1-3). Ich habe die Bünde runterschleifen lassen.

- Die magnetischen Pickups klingen recht gut in Richtung Gibson/Les Paul.



JTV89F:

- Beim Anlieferung waren die Piezo-Pickups für die E+H-Saite defekt. Ich habe die Gitarre bei Thomann ausgetauscht. Ansonsten keine Probleme. Gut verarbeitet.

- Das Griffbrett ist schön flach, geht in Richtung Ibanez wizard.

- Die magnetischen Pickups sind ok, aber jetzt nicht vergleichbar mit meinen aktuellen Lieblingen Suhr Doug Aldrich pickups.



Modelling Software / Gitarrenmodelle:

Die neueste SW-Version ist meines Erachtens hinsichtlich der Gitarrenmodelle schon sehr ausgereift:

im Gegensatz zu früheren JTV FW-Versionen ist jetzt auch mehr Differenzierung bei einzelnen Pickups der Modelle erkennbar. Insgesamt deutlich mehr Dynamik als vorher beim Anschlag. Die Modelle sind in ihrer Umsetzung aber Geschmacksache. Teilweise kommen sie recht gut an die Originale ran.

Die Akustikmodelle selbst sind ganz passabel. Ich benutze die 12-saitigen und 6-saitigen Modelle auch Live. Man muss jedoch sehr auf die Anschlagintensität der Finger bzw. Plektrum achten, da das Modelling heftig auf etwas stärkeren Anschlag reagiert (light touch).

Für Studioarbeit habe ich am Anfang des Jahres keine JTV-Modellings verwendet, sondern die Akustikparts mit meiner Godin bzw. die E-Gitarrenparts mit magnetischer JTV-Schaltung bzw. anderen E-Gitarren genutzt. Wenn man Zeit und entsprechendes Equipment im Studio hat, dann sind die Originale mit entsprechender Mikrofonierung m.E. immer noch besser. Für den Live-Einsatz aber sehr wohl tauglich.

Ein großes Problem sind m.E. die unterschiedlichen Lautstärken der Gitarren-Modelle: hier ist ein nicht unerheblicher Anpassungsprozess mit der JTV-Software notwendig, wenn man viele verschiedene nutzt.

Es gibt eine Latenz, die ich mit JTVs verspüre. Diese ist aber nicht besonders hoch und auch nicht wirklich störend für mich. Man spürt die Latenz besonders, wenn man längere Zeit auf einer "normalen" Gitarre gespielt hat und dann eine JTV in die Hand nimmt. Die Anpassung erfolgt aber relativ schnell.


Akustikverstärkung:

Wie bereits in diesem Thread erwähnt, kann man die Akustiksounds nicht eben über den E-Gitarrenverstärker laufen lassen. (Das wäre auch etwas naiv).

Zur Nutzung von E-Gitarrensound und Akustiksound müssen zwei Signalwege für die Ausgabe gewählt werden. Und die einzelnen Komponenten der Ausgabewege müssen dem eben auch Rechnung tragen. Ich schleuse die Akustiksounds über den stereofähigen FX-Sendweg des POD HD500 direkt in den PA-Mixer. Von dort erhalte ich das Signal zurück auf meinen ohnehin vorhandenen Floor-Monitor. Das ist ziemlich simpel und funktioniert problemlos und klingt astrein.


JTV69- Aufnahme (Akustik und E-Gitarrenmodelle):

Nachfolgend eine Aufnahme von „Hotel California“, die ich 2012 zu einem Playback gemacht habe. Ich habe sämtliche Gitarrenspuren (Akustik, Rhythmus, 2-stimmige Harmonien, Leadparts) mit meiner JTV69 eingespielt und hierbei folgende Gitarren Modelle verwendet:

- Martin Akustik, 12-saitig

- Fender Stratocaster

- Gibson ES-335

Für die Aufnahme habe ich hierzu auch den Line6 POD HD500 und diverse Amp-Modelle und Effekte verwendet. Mein Vibrato ist zwar aus heutiger Sicht eher bescheiden, die Aufnahme selbst ist m.E. ganz ok und zeigt, was mit einer JTV machbar ist, wenn man gewillt ist, sich mit dieser Technologie im Detail auseinander zu setzen:

http://www.soundclick.com/player/single_player.cfm?songid=11620039&q=hi&newref=1


Wie ich die JTVs heute nutze:


Wenn ich die letzten 3 Jahre zurückblicke, dann hat sich bei mir ein reduzierter Einsatz der JTVs eingestellt: ich nutze sie heute im Live im Wesentlichen:


  • Als Backup-Gitarre
  • Bei Akustiksounds verbunden mit E-Gitarrensounds in einem Song
  • Für spezielle Tunings
Was mich persönlich dazu gebracht hat, ist der Zeitaufwand, den man mit Tweaking, Herumtüfteln an Sounds, Einstellungen, Einspielen von neuen FW-Releases, Anpassen der bestehenden Presets wegen neuem FW-Release, verbringt:
Man läuft, aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten, Gefahr sich in ein Stück weit zu verlieren und entwickelt - eigentlich ungewollt - eine Komplexität im eigenen Setup, das zu einem Problem werden kann. So war es zumindestens bei mir. Heute ist für mich Einfachheit wichtiger denn je.

Ich rate daher jedem, der sich mit JTVs und insbesondere mit der Integration mit POH HD und DT-25 / DT-50 beschäftigt, die Anzahl an verwendeten Modellen (ob Gitarren oder Amps, oder Effekte), so gering wie nur irgend möglich zu halten. Ansonsten holen einen neue FW-Release irgendwann ein (da man aber natürlich nicht zwingend machen muss), die eventuell viel Zeit zur Adaption benötigten, die man sinnvoller fürs Üben verwenden sollte.

Insbesondere der letzte große JTV FW-Wechsel im Sommer 2013 hat mich dermaßen viel Zeit gekostet, um meine Presets anzupassen, dass ich beschlossen habe, die JTV-Einsatz – wie gesagt – auf das beschriebene Maß zurückzufahren.

In der Zwischenzeit habe ich meine Liebe zu „herkömmlichen“ Gitarren wieder entdeckt und mir bei Warmoth eine Gitarre nach eigenen Vorstellungen konfiguriert. Diese H-S-H basierte Gitarre und die speziellen Pickupschaltungen (beide Humbucker sind separat Single Coil schaltbar) bieten mir so viele geile Soundmöglichkeiten, mit denen ich alles an E-Gitarrensounds abdecke, was ich in meiner Band benötige.

Die Diskussion „Analog versus Digital“, die beim Einsatz von Modelling-Technologie immer aufkommt und die Welt vermeintlich in zwei Lager spaltet, finde ich persönlich mittlerweile albern:

digitale Modelling-Technologie ist heute sehr ausgereift. Ein dosierter Einsatz (ob zu Hause, im Studio, oder Live) kann sehr viel Sinn machen. Wer sich da „es geht doch nix über meine alte …“-Haltung beschränkt, hat irgendwie den Startschuß nicht gehört und nimmt sich m.E. interessante Möglichkeiten.

Wahrscheinlich bloß viele Wort und wieder mal nix gesagt …

Grüße wolbai
 
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Hi wolbai,

sehr schöner und interessanter Bericht über Deine Erfahrungen mit JTV-Gitarren. :great:
Insbesondere mit den Themen hohe Bundstäbe (JTV-59 und -69) sowie Saitenabstand hohe E-Saite zum Griffbrettrand zu eng (bei JTV-69) hatte ich auch schon zu tun. :(

Was die Nutzung betrifft: Bei mir ist es ähnlich. Ich benutze meine JTV-59 inzwischen deutlich seltener als früher.

Hauptsächlich hatte ich sie wegen Eb-Stimmung bei zwei Songs und Drop D bei einem Song, die wir mit der Band Blue Light Rock coverten, eingesetzt. Aber bei der Band bin ich Ende März dieses Jahres ausgestiegen.

Bei meiner Band Stool Pigeon setzte ich die JTV-59 dagegen nur bei einem Song mit Akustiksimulation ein und werde mal bei Gelegenheit schauen, ob die Lösung mit dem Acustic Simulator Boss AC-3, den ich schon länger habe, nicht eine Alternative ist, so dass ich auf einen Gitarrenwechsel nur für diesen Song verzichten kann.

Grüße zurück
Dieter
 
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VOLLZITAT IST BÖÖÖSE :(

Hallo Dieter,

die Internet-Welt ist wohl ebenfalls manchmal wie ein "kleines Dorf" :D Grüße erstmal zurück an Dich nach Siegburg!

Wie es aussieht, haben wir wohl ähnliche Entwicklungen mit der JTV-Nutzung gemacht. Auch wenn ich die JTVs ziemlich zurückgefahren habe, haben sie für mich weiterhin ihre Berechtigung und Einsatz - eben halt ein bißchen weniger als zuvor.

wolbai
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wolbai, das ist echt ein klasse Bericht! Sehr umfangreich und wertvoll!
Deinen Eindruck der 59er kann ich absolut bestätigen. Anfangs war bei mir die Intonation auch schwierig. Das lag zum einen an meinem starken Griff, den ich als Linkshänder in der linken Hand habe, und zum anderen an der zu hohen Brücke.
Die habe ich erst im Mai demontiert, unten plan abgefeilt, bis die Saitenhöhe am ersten Bund passend war und wieder festgeklebt.
Dadurch, und durch das ändern der Griffstärke, klappt die Intonation jetzt und ich bin sehr zufrieden :) Durch die Jumbobünde habe ich ganz neue Möglichkeiten bei Vibrato und Bending entdeckt, die ich nicht mehr missen möchte :)

Die unterschiedlichen Lautstärken habe ich auch einander angeglichen und bin damit jetzt echt zufrieden.
Ansonsten nutze ich vor allem die realen Humbucker. Ich habe sie um ein paar Schaltungsmöglichkeiten erweitert und damit die Klangvielfalt, die ich mag.
Ich kann den Steg-Humbucker seriell/parallel und phasenverdreht schalten. Davon nutze ich vorallem die Parallelschaltung, die etwas leiser und transparenter zur normalen Serienschaltung ist.
Zusätzlich kann ich beide Humbucker zueinander phasenverdreht schalten. Das beeinflusst nur die Mittelstellung und ergibt einen höhen- und mittenreichen Klang, den ich gerne stark verzerrt bei Powerchords auf den unteren Saiten verwende.
Für singende Soli schalte ich dann auf den unveränderten Hals-Humbucker.
Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber mit dem passenden Verzerrer und Amp im HD500 ist das total vielseitig!

Die modeling-Sounds brauche ich parallel dazu vorallem im Akustik-Bereich.
 
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Hallo GeiGit,

wir haben ZWEI Sachen gemeinsam :D:

- Hohenlohe: bin in dieser Ecke geboren

- die Art der JTV-Nutzung gepaart mit einer "Tüftler-Mentalität" (hängt eventuell auch mit der ersten Gemeinsamkeit zusammen :D )

Die JTVs kann man (mit Ausnahme des Tremolos wegen der Piezo-PUs) wie jede andere Gitarre auch nach eigenen Bedürfnissen umbauen. Habe bei der JTV59 noch keine PU-Schaltungen verändert (nutze das aber intensive bei meiner Warmoth-Gitarre). Aber damit können weitere tolle Sounds erzeugt werden, für die man eigentlich dann ein Modelling-Modell weniger benötigt.

Es wird m.E. häufig bei den JTVs vergessen, dass es eben ja (im gegensatz zu den älteren Variax-Modellen) auch die magnetischen PUs gibt, die standardmässig ordentlich bestückt sind und eine JTV erst einmal ein vollwertige Gitarre im herkömmlichen Sinne ist.

Dass Du eine Parallelschaltung benutzt ist interessant: ich habe damit auch auf meiner Warmoth herum experimentiert. Ich finde eine Parallelschaltung bei geeigneten Pickups (m.E. sehr wichtig: manche PUs sind in Parallelschaltung einfach zu schwach wegen der 1/4-Outputleistung in Parallelschaltung und klingen dann eher bescheiden) eine sehr schöne Variante. Es werden ja schließlich auch bei Standard-Gitarren (Mittelposition bei einer Gibson Les Paul, Position 2 + 4 Fender Stratocaster) Parallelschaltung verwendet.

Da ich technisch nichts sooooo begabt bin, lasse ich Derartiges jedoch immer von einem guten Gitarrenbauer machen. Das gilt insbesondere, wenn man die Verdrahtung der PU-Schaltung auf der Platine verändern möchte. Falsches Löten (das weiß ich zumindestens) mit zu großer Hitze und zu lange kann dort zu einem Schaden der gesamten Platine führen.

Hört sich alles irgendwie nach dem berühmten Tomatensandwich, aber ohne Tomaten, dafür mit Gurken, etc. an ...

Ich finde es aber total legitim sein Equipment, nach eigenen Bedürfnissen zu modifizieren, insbesondere wenn's es dann auch noch den eigenen Spiel- und Tüfteltrieb befriedigt.
Wie heisst das englisches Sprichwort doch gleich: "The difference beteween men and boys is the price of their toys." :D

Grüße wolbai
 
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Hallo Wolbai,

Danke für deine schönen und ausführlichen Beitrage zu deinen Variaxes :) war wirklich sehr interessant zu lesen, Bin gerade aus dem Urlaub zurück, und werde heute noch neue Saiten auf die JTV59 geben, und damit die letzten Dreiundhalb Testwochen einläuten.

lg
Chris
 
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Wahrscheinlich bloß viele Wort und wieder mal nix gesagt …

Von wegen :great:

Top Beitrag und ich finde es echt klasse das es hier im Thread ein "leben" gibt statt zu warten bis wieder was neues von uns Testern kommt.

Ich werde es nun Exoslime gleich tun, Saiten wechseln und dann starte ich in den letzten Testmonat :)

Vielleicht versuche ich mich gleich auch im Aufnehmen, so kleine "First Take" Sache um euch ein wenig die Simulationen um die Ohren zu schlagen :D
Aber seit mir nicht böse wenn da heute nichts kommt..... ich bin gestern 30 geworden (Ade jugendlicher Leichtsinn :rolleyes: ) und dank meiner Kollegen (sowie dem Board eigenem Review Gewinnspiel) hab ich nun 145€ bei Thomann auf den Kopf zu hauen...... Nur was mit all dem Geld anfangen?
Vernünftig sein und Saiten auf Vorrat kaufen? Langweilig..... Ein Focusrite Scarlett 2i4 um meine Aufnahmesituation zu verbesser? Vielleicht.... für ne Variax genügt es leider noch nicht :D
 
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Hallo Backstein123,

herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag nachträglich.

Für den Thomann-Gutschein in Sachen Variax helfe ich Dir mal etwas: https://www.thomann.de/de/search_dir.html?sw=Line6+JTV&bn=&gk=

Aufgrund meiner JTV-Erfahrungen würde ich Dir aber empfehlen, einen Vorort-Test zu machen.

Beste Grüße
Dieter
 
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Aber seit mir nicht böse wenn da heute nichts kommt..... ich bin gestern 30 geworden (Ade jugendlicher Leichtsinn :rolleyes: )
na so ein Zufall, ich hatte gestern auch Geburtstag, allerdings meinen 34iger.. Wünsch dir nachträglich alles Gute!
Chris
 
Für den Thomann-Gutschein in Sachen Variax helfe ich Dir mal etwas...

Danke Dieter aber ich glaube du überschätzt gerade die Höhe des Gutscheines oder meines Kontostandes ;)
:D

Exoslime, dann dir auch alles Gute nachträglich, stimmt schon....die richtig geilen Typen werden erst ende Juni geboren :rock:
 
Exoslime, dann dir auch alles Gute nachträglich, stimmt schon....die richtig geilen Typen werden erst ende Juni geboren :rock:
Also Exoslime von mir auch noch nachträglich alles Gute zum Geburtstag ... aber die richtigen geilen Typen werden im Juni als Zwilling geboren. :p
 
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Fast richtig ... im Mai ;)

@exo: Gratulation :)
 
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... ohhhhh ... und ich dachte immer im November :weep:.

Happy Birthday euch beiden nachträglich und damit es nicht zu OT wird... "Danke" für eure informativen Beiträge :great:.
 
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So, die Zeit schreitet fort...

An dieser Stelle schon einmal großes Kompliment an die bisherigen Tester!

Wer hätte denn jetzt noch starkes Interesse, den "Wandergitarren-Test" einer Variax weiterzuführen?

Bitte meldet Euch bei mir per PN mit Adresse, E-Mail-Adresse, Fon-Nr. und Präferenz: Strat oder Les Paul-Type
 
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So, die Zeit schreitet fort...

Nicht so schnell!!!!! Ich hab doch noch kein Mädchen geküsst! !!![emoji33]

Halt! falscher Film! Und gehört hier gar nicht hin :D

Aber die Zeit verging echt im Flug und ich hab noch nichts gefunden um die Sitar zu spielen. Und noch so viele Gitarren nicht gebaut. ...

War echt ein klasse test und hat richtig Spaß gemacht :)
 
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Nicht so schnell!!!!! Ich hab doch noch kein Mädchen geküsst! !!![emoji33]

Halt! falscher Film! Und gehört hier gar nicht hin :D

Aber die Zeit verging echt im Flug und ich hab noch nichts gefunden um die Sitar zu spielen. Und noch so viele Gitarren nicht gebaut. ...

War echt ein klasse test und hat richtig Spaß gemacht :)


wir haben keinen Zeitdruck ;) - Line 6 war hier wirklich sehr kooperativ, und ich denke die Jungs haben eifrig mitgelesen (sofern Google Translate funktioniert)
 
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Moin Moin!!

habe gerade mein Review zur JTV-59 fertigestellt und gepostet:
Damit möchte ich auch meine 3monatigeTestphase beenden und die Gitarre dem nächsten Tester weiterschicken, auch wenn mir die JTV59 gewiss in den Proben am kommenden Wochenende schon fehlen wird

Tisch_01.jpg


lg
chris
 
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