Nicht-Bassist an die (guten) Bassisten: Singen beim Bass-Spielen?

Da nenn ich auch nochmal Glenn Hughes ,egal ob bei Deep Purple III oder anderen Gruppen
er kann Bass spielen und excelent singen ,ebenso Mark King oder der der bereits erwähnte
Jack Bruce. Du kannst dir auch mal einen guten Octaver und einen Looper holen , dann
spielst du deine Gitarren Akkorde in den den Looper und dann dazu Bass über den Octaver
mit der Gitarre ,geht zum Beispiel mit dem TC Sub and Up sehr gut . Wenn die beiden Spuren fertig sind
kannst du dazu singen.
Hat Glenn gleichzeitig gesungen und Bass gespielt? Bei Sabbath hatte er jedenfalls keinen Bass.
Und das passiert beim Bass öfter als bei einer Rhythmusgitarre. Natürlich genreabhängig mal mehr oder weniger.
Das ist klar. Gitarre ist mir auch wichtiger. Habe auch schon mal das ein oder andere Solo versucht. Macht mir auf jeden Fall spaß.
 
Hallo @ LW97, sehe eben gerade noch mal die DVD von Black Country Communion ( Hughes, Bonamassa Sherinian und J.Bonham) an Hughes spielt Bass und singt!
 
versucht ihr eigentlich, beim Spielen zu singen?
Ich spiele seit 40 Jahren regelmäßig Bass in Bands und singe. Alles keine Hexerei, solange die Bassline nicht sehr anspruchsvoll und rhythmisch hoch komplex ist.
 
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Hat Glenn gleichzeitig gesungen und Bass gespielt?
Glenn Hughes ist Bassist und Sänger. Er hat "lediglich" bei Sabbath nicht den Bass übernommen. Das machte dort ja Geezer Butler. In Trapeze, Purple, BCC oder bei den meisten seiner Solo-Geschichten bedient er neben den Stimme auch den Bass.
 
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Wenn jetzt jemand käme, der behauptet, dass zum Schlagzeug singen schwierig ist, könnte ich das eher verstehen, weil ein Drummer zwei Hände und zwei Füße koorifineren muss
guter Punkt, wenns Schlagzeuger schaffen muss es auch am Bass gehen, spontan fällt mir da Milking the Goat Machine ein, da singt auch der Drummer.

Und wenn ich das ruchtig einschätze gehts jetzt nicht um zeug wie Archspire oder sonstiges zeug wo die leute an den Instrumenten eher Hochleistungssport machen 😉
 
guter Punkt, wenns Schlagzeuger schaffen muss es auch am Bass gehen

Grundsätzlich kann es jeder auf jedem Instrument schaffen, sofern es geübt wird.

Der Vergleich mit dem Schlagzeug überzeugt mich allerdings nicht gänzlich. Basslines können teilweise eigene Meldien sein, mit Pausen etc. Zwei Melodien unabhängig zu koordinieren halte ich für komplexer als das Singen zu einem sich überwiegend wiederholenden Pattern.
 
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Grundsätzlich kann es jeder auf jedem Instrument schaffen, sofern es geübt wird.

Der Vergleich mit dem Schlagzeug überzeugt mich allerdings nicht gänzlich. Basslines können teilweise eigene Meldien sein, mit Pausen etc. Zwei Melodien unabhängig zu koordinieren halte ich für komplexer als das Singen zu einem sich überwiegend wiederholenden Pattern.
Aber man kann doch auch mehrere Melodielinien zum Teil mit verschiedenen Rhythmen mit zwei Händen auf dem Klavier spielen?

Klar, es ist etwas anstrengender als nur eine Sache zu machen, aber ich bin überzeugt, dass es keine grundsätzlichen Probleme gibt.
Durch solche mentalen Modelle versucht man sich nur zu erklären warum es am Anfang so kompliziert wirkt, wenn man eben noch nicht geübt hat.

Man kann ja auch gleichzeitig Atmen, an etwas Denken, und fällt dabei nicht um.
Der Körper muss halt erst mal lernen die Dinge zu koordinieren und mit der Zeit bilden sich die Synapsen und Dinge gehen dann einfach.

Macht es euch nicht zu schwer und übt es einfach, dann klappt es.
 
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Aber man kann doch auch mehrere Melodielinien zum Teil mit verschiedenen Rhythmen mit zwei Händen auf dem Klavier spielen?

Selbstverständlich. Daher schrieb ich ja gleich am Anfang "Grundsätzlich kann es jeder auf jedem Instrument schaffen, sofern es geübt wird".

Das Beispiel mit dem Klavier habe ich ja selbst schon erwähnt. Aber man kann es normalerweise nicht von heute auf morgen. Nicht ohne Grund gibt es dafür etliche Übungen.

Du Unabhängigkeit zwischen Stimme und Basslinien oder linker und rechter Hand am Klavier braucht etwas mehr Training als das Singen zu einer eher rhythmusorientierten Begleitung. So in etwa habe ich es gemeint.

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Ich spiele seit 40 Jahren regelmäßig Bass in Bands und singe. Alles keine Hexerei, solange die Bassline nicht sehr anspruchsvoll und rhythmisch hoch komplex ist.
Mir sind erst so richtig die Augen aufgegangen, als ich als fortgeschrittener Spieler versucht habe, "Come as You Are" gleichzeitig zu spielen und zu singen. Klingt simpel: Achtel und ein eher entspannter, "leichter" Gesangspart. Aber in Wirklichkeit laufen Bass und Stimme ständig gegeneinander. Da merkt man schnell: nix mit „keine Hexerei“.

Wenn man’s mit simplen Achtel- oder Viertelgrooves zu tun hat, lässt sich das Singen dazu relativ entspannt koordinieren. Aber es gibt genug Beispiele, bei denen Bass- oder Gitarrenlinie und Gesang rhythmisch und phrasiert so gegeneinander laufen, dass das alles andere als trivial ist.
Klar, wenn die Bassline einfach nur gerade durchläuft und rhythmisch nah am Gesang ist, funktioniert’s ohne großes Kopfzerbrechen. Aber es gibt genug Nummern, die das Gegenteil sind:
- Sting / The Police (Walking on the Moon, Message in a Bottle): Basslinien voller Synkopen, während die Vocals ganz anders akzentuiert sind.
- Paul McCartney / Beatles: Klassiker wie Come Together oder Something, wo Bass und Gesang zwei komplett verschiedene Welten fahren.
- Geddy Lee (Rush): "Tom Sawyer" ist für mich Endgegner-Level: komplexe Bassfiguren plus ungerade Gesangsphrasen.

Gerade da, wo Bass und Vocals unterschiedliche Betonungen haben, wird’s richtig spannend, und das MUSS man imho einstudieren. Das klappt dann auch, aber „alles keine Hexerei“? Das würde ich so nicht unterschreiben.
 
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McCartney singt beide Songs seit -zig Jahren immer wieder live.
 
McCartney singt beide Songs seit -zig Jahren immer wieder live.

Aber spielt er auch Bass dazu?

Wenn ich dabei war, hat er seine verstorbenen Mitstreiter mit jeweils einem Song geehrt. Ansonsten singt er ausschließlich jene Beatles-Songs, die er selbst gesungen und geschrieben hat. Macht ja auch Sinn.

Harrisons Something hat er dabei zuerst auf der Ukulele begonnen und während des Songs auf die Westerngitarre gewechselt. Bass spielt er da nicht.Das habe ich nicht nur so erlebt, das bestätigen auch diverse YT-Videos aus verschiedenen Jahren.

Dass er Lennons Come together jemals im Programm hatte, wurde mich wundern und einen Beleg erbitten lassen. Der Song ist etwas ambivalent zu sehen, da es sich streng genommen um ein Chuck-Berry-Klau handelt. Sie sind damit außergerichtlich irgendwie durchgekommen. Ich meine, mit John hat er immer irgendwelche semi-virtuellen Duette gesungen.

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In meiner letzten Band wurde ich quasi gezwungen, Background zu singen. Meine Erfahrung: kommt auf den Einzelfall an. Bei einigen Songs geht das ganz gut, bei anderen gar nicht - oder halt nur mit viiiieeel Übung.

Grundsätzlich ist's aber tatsächlich - zumindest bei mr - so:
- je bekannter der Song, desto einfacher
- je "automatisierter" die ganzen Abläufe sind (Bassläufe, Gesangsmelodie, Texte), desto einfacher
- gleichzeitig Bass spielen und singen fällt mir deutlich schwerer als Gitarre spielen und singen ...

Aber es kommt echt auf den Einzelfall an. Es gibt auch durchaus Songs, die ich in- und auswendig kenne, und trotzdem fällt mir die Kombi aus Gesang und Bass spielen bei denen schwer. Kann natürlich auch an mangelndem musikalischen Talent liegen :embarrassed:
 
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„alles keine Hexerei“? Das würde ich so nicht unterschreiben.
Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. Ich hab geschrieben, alles keine Hexerei, solange der Bass nicht anspruchsvoll und rhythmisch komplex ist.

Der Großteil der Bassparts ist einfach und trivial, da ist es tatsächlich keine Hexerei dazu zu singen. Bei der Standart Betonung auf 1, 2u, 3 singst du locker jede noch so anspruchsvolle Melodie drüber.

Aber du kannst jetzt natürlich gerne alle rhythmisch anspruchsvolleren Bassline auspacken, die dir einfallen, um mich weiterhin falsch zu verstehen.
 
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Hmmm ... geht's jetzt mittlerweile um die Trophäe: "Ist in Kombi mit Gesang am Schwersten"?

Jede Kombi ist anspruchsvoller als Solo und ab da in Abstufungen aufwärts.

Habe durchaus mal als drummer (gleichzeitig) gesungen: Klar macht man da keine Fills wenn man singt und rhytmisch ging's auch - das Problem war erstens, dass man durch das Mikro (wenn nicht headset) extrem in seinen Bewegungen eingeschränkt ist und zweitens, dass HiHat und vor allem snare extrem laut sind - das ist für den Tontechniker kein Vergnügen - und Du schaffst es eben auch nicht, etwa zwei Zentimeter nah ans Mikro zu kommen ... schwierig ...

x-Riff
 
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- Sting / The Police (Walking on the Moon, Message in a Bottle): Basslinien voller Synkopen, während die Vocals ganz anders akzentuiert sind.
"Walking on the moon" - das hat immerhin noch den Vorteil dass in den Strophen Bass und Vocals Call-and-Response haben und er sich abwechselnd auf das eine und das andere konzentrieren kann.

Ich persönlich finde da ja die ungeraden Taktarten etwa in "I hung my head"schwieriger.
Aber bei allen drei erwähnten darf man zwei Sachen nicht vergessen:
1. Die haben sowohl ein enormes Talent mitgegeben bekommen und dann auch enorm viel geübt und gespielt, vermutlich deutlich mehr als wir alle hier.
2. Sie spielen das was sie sich ausgedacht haben! Da wissen wir nicht ob sie im Einzelfall daran gegangen sind "jetzt fordere ich mich selbst einmal richtig" oder ob sie sagen "das ist ganz natürlich so, so ist es eben wie ich spiele und singe".
Sting selbst sagt ja auch dass die Kombination so schätzt weil er damit quasi von oben und von unten die komplette Kontrolle über den Song und die Band hat - das zeugt von einer Sichtweise und einem Begreifen von Musik die wohl nur wenige von uns so meistern könnten.

Dass das für uns dann schwerer nachzuspielen/singen ist als bei den meisten Gitarristen/Sängern, das unterschreibe ich wiederum 100%
 
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Das kann aber auch nicht jeder...

:ROFLMAO:
Die Frau meines besten Freundes hat über ihn immer gesagt: "Mein Mann kann nicht mehrere Sachen zu gleich, immer nur eine. Und er atmet schon."
Spaß beiseite...
Es ist definitiv eine Sache der Übung. Ich weiß noch, als wir vor vielen Jahren mal 'Verdamp lang her' von BAP spielen wollten, konnte ich das nicht singen, während ich die Gitarrenfigur gespielt hab, und unser Drummer hat die Vocals übernommen, was für ihn kein Problem war. Viele Jahre später in einer anderen Band, war das für mich dann plötzlich kein Problem mehr. Nun weiß ich nicht, ob es daran lag, dass wir den Song unzählige Male gespielt hatten, oder ob ich einfach grundsätzlich besser an der Gitarre geworden bin.
Im Moment spielen wir einen Song, wo viele Gesangsparts immer sehr laid back, also nicht auf den Punkt gesungen werden. Für mich an der Gitarre überhaupt kein Problem, während der Rhythmus auf der Gitarre einfach automatisch ohne nachzudenken weiterläuft. Unsere Sängerin, die bei dem Song auch Akustik-Gitarre spielt, bekommt das nicht hin, stolpert sich an der Gitarre so was von zurecht, dass ich ihre Gitarre bei dem Song am Pult immer runterziehe. Sie bekommt aber auch keinen einfachen Shaker oder Schellenring hin, nicht einmal, wenn sie nicht singt. Will sagen, es gibt natürlich auch Rhythmus-Legastheniker, bei denen ist Hopfen und Malz verloren.
 
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Bei "Bass-Spielen plus Singen" habe ich bei The Police ein ganz anderes Problem: ich komm' stimmlich nich' so hoch :evil:

Um noch etwas Produktives beizutragen: bei mir geht die Kombi oft besser, wenn ich mit Plektrum basse. Koordination der Finger der rechten Hand plus Koordination der Atmung und Stimmbänder scheint also mein Hirn ziemlich auszulasten ... da mag sich jetzt jede(r) seinen/ihren Reim selbst drauf machen ...
 
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