verstehe ich den Text so, dass die Zunge nach oben ausschlagen soll. Sonst wäre es ja nicht überraschend.
Opa albin,
die Funktion der Stimmzunge -Stimmplatte ist zu einfach um kompliziert zu erklären.
Betrachte die Tonzunge als eine einseitige befestigte Feder auf der Stimmplatte. In dieser Stellung ist die Feder in ungespannter Lage. Egal ob ich auf die Feder drücke oder anhebe, spanne ich die Feder. Wenn ich sie nicht verbiege ,kehrt die Feder in ihre Ausgangslage zurück.
Was macht man jetzt um sie zum Schwingen zu bringen ?
Es wird eine zusätzliche Kraft benötigt , die sich bei gleichbleibenden Balgdruck zu- und abschalten lässt. Diese Kraft muß dazu in der Lage sein, die Feder zusätzlich zu spannen. Wird diese Spannkraft schlagartig gestoppt ,so ist die gespeicherte Energie in der Feder ( Tonzunge ) um ein erhebliches Maß stärker als der immer noch vorhandene Balgdruck auf der Feder .Somit ist die Feder in der Lage,in ihre Ausgangslage minus noch anliegenden Balgdruck plus Restschwingungen zurück zukehren.
Der Balgdruck ist ja nicht ein starres Gewicht. Verschließt die Tonzunge den Schlitz in der Stimmplatte, kann die Tonzunge nicht in ihre Ruheposition zurückkehren.
Wozu stelle ich einen Lösabstand ein? Das hat den Sinn dass ich die Tonzunge so vebiege, dass ein Großteil ihrer Gesamtlänge sich so über der Stimmplatte erhebt, dass hier der anliegende Balgdruck ein Durchströmen in den unterliegenden Schlitz erlaubt. Das hat dann zur Folge, dass sich unter der Zunge ein Unterdruck aufbaut, der die Zunge zusätzlich in den Schlitz zieht.
In dem Moment wo der Lösabstand die Platte erreicht, tritt die zusätzlich gespannte Feder den Rückzug gegen den noch vebleibenden Balgdruck erfolgreich an.
Zusammengefaßt ergibt es folgendes Ergebnis:
Ausgangsstellung ist die Ruhelage der so vorausbearbeiteten Tonzungenlage.
Wichtigster Schritt erfolgt durch den Strömungsaufbau durch den Lösabstand. Hiermit erreicht man große Zugkräfte unter der Tonzunge und somit wird die Tonzunge erheblich zusätzlich gespannt.
Verschließt die Zunge den Plattenkanal, dann wird wie oben schon einmal erläutert , ein weiteres Vorspannen der Zunge abrupt gestoppt so daß die Tonzunge gegen den wie beschrieben noch anliegenden Balgdruck durch ihre erheblich gespeicherte Energie in ihre Ausgangslage zurückkehren kann.
Somit sind auch alle nachfolgenden Fragen beantwortet. Je besser die Zunge auf den Platte abschließt, umso leistungsfähiger ist die Tonentwicklung.
So arbeitet meine Holztonzunge als Nachweis meiner Überlegungen.
Ich hoffe, dass meine Ausführungen verständlich nachvollziehbar sind.
Gruß
Manfred