Hoyer-Gitarren Userthread (vintage -> bis 1987)

Schuhe ausziehen ist in diesem gepflegten Wohnzimmer selbstverständlich und Socken sind unsexy!;)
Ich muss dem Gitarrensammler hier mal ein großes Lob für den tollen Beitrag mit P. in Youtube aussprechen.
Ich habe mir die 2 Hoyer-Clips in den letzten Jahren doch öfter mal angeschaut. Tolle Instrumente, toller Beitrag. Klasse gemacht.
Obwohl mir die Hoyer-Gitarren doch schon seit vielen Jahren nachgehen, hat mich Euer Beitrag sehr inspiriert.
VG Fifty-Sixty
 
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Ohja, sehr schöne Hoyer, sie ist lt. Seriennummer 1975 gebaut worden...

Sind die Tonabnehmer noch original und funktionstüchtig? Denn das wäre Voraussetzung für eine Verdrahtung mit den 5-stufigen Varioton Schalter. Sollte das der Fall sein, helfe ich gerne mit...

Hallo Uliricoso,

erst mal vielen Dank für die Info mit dem Baujahr. Ich schicke gerne noch bessere Fotos, mal sehen was ich morgen noch hinbekomme. Ich glaube schon dass die Decke ein anderes Holz ist, als der Korpus. Deutlich dunkler und anders gemasert. Ob es Palisander ist, kann ich nicht beurteilen, da bin ich nicht so der Experte. Ich schick Fotos

Wegen der Schaltung: Die orginalen Tonabnehmer hab ich noch, einer ist funktionstüchtig, der andere kaputt. Aber verbaut sind sie schon lange nicht mehr. Der Vorbesitzer hat sie durch recht martialisch klingende DiMarzios ersetzt, die orginalen waren seiner Meinung nach zu dumpf.
natürlich ahb ich mir die Teile gut angeschaut. Der Orginaltonabnehmer hat zwei Spulen. Aber in jeder sind nur drei Polschrauben drin. Die Spulen lassen sich nicht in Reihe schalten, nur parallel, weil zwei Ausgänge auf Masse verlötet sind. Vermutlich alles bekannt. Jetzt kann ich nur spekulieren, dass einer der Stereo Modi so war, dass die drei tiefen und die drei hohen Saiten jeweils auf einem eigenen Kanal waren. Wäre zumindest eine Möglichkeit. Und der zweite Stereo Modus dann vielleicht Hals und Bridge PU je auf je einem Kanal. Könnte man so machen.
Die ganzen Stereo Modi brauche ich nicht, insbesondere das trennen der hohen und tiefen Saiten finde ich echt strange. Aber kreativ ist es auf jeden Fall.
Ich habe mir ein Humbucker Set bei Rockinger besorgt und eine eigene Schaltung entworfen. Den sechs Stufen Schalter nehme ich, um die beiden PUs in fünf unterschiedlichen Konfiguarationen zu kombinieren. In Stufe null ist alles aus. Den Stero Schalter habe ich so konfiguriert, dass ich entweder die beiden Pickups über den Treble/Rythm Schalter dann in mono auf den Pin des Klinkensteckers schicke oder in Stellung zwei getrennt auf die beiden Kanäle. Der Treble/Rythm Schalter wird dann umgangen. Ich habe den Schaltplan meines Customizings beigelgt.
Meine Frage nach der Orginalschaltung ist einfach aus Interesse für das, was Hoyer damals gemacht hat. Ich werde wahrscheinlich nicht aufs Orginal zurückbauen. Freue mich aber trotzdem riesig über Infos.

Andreas
 

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Und jetzt ergänzend noch ein paar weitere Fotos.

Andreas
 

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Hallo Andreas,

danke für die Bilder und den Schaltplan!

Wie Du schon erkannt hast, sind diese Hoyer 3&3 Tonabnehmer für parallele Verschaltungen, ab Werk zumindest, konzipiert worden. Mit dem Drehschalter konnte man dann jeweils die unteren bzw. oberen 3 Saiten wiederum für Hals und Brücke separat anwählen. Mit dem regulären Toggleschalter war dann die gewohnte Umschaltung möglich, Stereo1 bzw 2 vertauschten einfach links mit rechts am Stereoausgang.

Mit heute üblichen Tonabnehmern, sofern sie beide Spulen separat herausführen (mit 4 Litzen), lassen sich mit dem Drehschalter eigentlich nur die Varianten seriell und parallel für den ganzen Tonabnehmer umschalten (nicht saitenorientiert wie bei weiland Hoyer):

1: Hals seriell, Brücke seriell
2: Hals seriell, Brücke parallel
3: Hals parallel, Brücke seriell
4: Hals parallel, Brücke parallel
5. jeweils eine Spule aus Hals bzw. Brücke seriell (sofern der Drehschalter mit seinen Ebenen das so zu verdrahten zulässt, kann ich jetzt nicht im Stand sagen...)

Stereo 1/2 Schalter kann unbeschaltet drin bleiben, Stereo ist eh nicht gefragt (die Buchse in der Gitarre kann auch auf "Mono" entweder umgebaut oder ausgetauscht werden)

Toggleschalter ganz gewohnt beschalten, der Drehschalter wählt ja nur dessen Vorbeschaltung, wie geschildert, der Tonabnehmer an.

Die Decke ist in der Tat aus dickem Palisander, was einen ganz eigenen Ton ergibt. Das Modell war ja top of the line damals, Auszug aus der Preisliste 1976 anbei. Die 5060DL war zur HG659 mutiert. Sie war also deutlich teuerer als die dann 1978 erschienene Eagle! Deswegen ist diese Modell vermutlich eher selten gebaut worden, also eine Rarität.

erstmal soviel dazu, natürlich sind Fragen gerne gesehen :cool:

Gruß aus den Alpen
Ulricoso

Auszug aus Hoyer Preisliste 1976.jpg
 
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