Epiphone Les Paul User-Thread

Hi hier im Board!

Ist eine solche Linkshänder Gitarre gefragt?
So lange es Linkshänder gibt, wollen die auch entsprechend passende Gitarren. Es gibt halt verhältnismäßig wenig Linkshänder, aber auch wenig Linkshänder-Gitarren. Ich schätze daher Nachfrage und erzielbare Preise vergleichbar zu denen von Rechtshänder-Gitarren.

Ein vergleichbares Modell


kostet heute somit 799 €. Die Gitarre ist ein Work-Horse, also ein Gebrauchsgegenstand und kein Sammlerexemplar, auch wenn es eine Custom ist. Daher sehe ich sie bei dem Alter und in gutem (schadens- und mängelfrei) Zustand bei ca. 400 €.

Du bist anhand Deiner Zahlenangaben (BJ 1994 und bei Dir 8 Jahre auf dem Schrank gelegen) scheinbar nicht Erstbesitzer und Papier gibt es auch nicht. Die Kopfplattenform von Epiphone war früher so wie bei Deiner und erst in den letzten Jahren erfolgte ein Übergang zu einer Form, die näher an der "open book" Form von Gibson ist.
 
hat die Gitarre einen reparierten Halsbruch?
Zumindest auf den Bildern sieht das so aus.

EDIT: Trussrod Abdeckungen haben nichts zu sagen. Die kann man leicht gegen alles Mögliche austauschen.
 
EDIT: Trussrod Abdeckungen haben nichts zu sagen. Die kann man leicht gegen alles Mögliche austauschen.
Es gab schon Serien von Epiphone, bei denen serienmäßig mit Gibson beschriftete Covers verwendet wurden

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- quasi analog "Inspired by Gibson" -, um wie auch immer begründet aufzuwerten und höhere Preise verlangen zu können. Ich hab so eine Epi LP Junior und stelle nichts wirklich Herausragendes gegenüber der "normalen" Serie fest, während meine parallele Epi LP Junior aus einer Limited Edition tatsächlich grundsätzlich verarbeitungsmäßig und soundmäßig herausragend gegenüber der "normalen" Serie erscheint.
 
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ja, aber die können für ein paar Euro gekauft und nachträglich drauf gemacht werden. Das meinte ich mit "die haben nichts zu sagen".
 
ja, aber die können für ein paar Euro gekauft und nachträglich drauf gemacht werden.
Auch das gibt es womöglich, beinhaltet aber eine Markenverletzung des Anbieters ;) Die Marke "Gibson" ist u.a. für Gitarren und deren Teile geschützt (ich arbeitete schon ein paar mal mit den Standard-Vertretern von Gibson in Europa zusammen). Wenn so etwas (also Covers mit Gibson-Schriftzug) irgendwo auftaucht (wie z.B. ebay), dann wird ziemlich strikt dagegen vorgegangen.

Und ja, letztlich können alle Aufdrucke u.dgl. geändert und gefälscht werden, wovon ich aber bei der nachgefragten Gitarre nicht ausgehe, da genau diese Kombi (Form, Epiphone Aufdruck und genau dieses GIBSON Cover) recht häufig zu finden sind, auch auf so Custom-like Modellen.
 
Hab jetzt mal im Netz geschaut. In den Kleinanzeigen gibt es ein paar Lefty Customs zwischen 249€ (reparierter Halsbruch ohne Koffer) bis hin zu 450€ (ebenfalls ohne Koffer).

Das Trusrod Cover ist nicht nachgekauft sondern dem Alter geschuldet. Vermutlich um noch ein wenig die Zugehörigkeit zu Gibson in den Vordergrund zu stellen. Vor allem weil es zeitgleich ja noch die Orville Gibsons gab.

Zum Markt der Linkshänder kann ich sagen, wir haben Geduld und sobald ein Modell auch nur annähernd so teuer verkauft werden will, dass man es fast neu kaufen kann, warten wir in Ruhe ab. Ich hatte mal mehrere Monate ein Modell auf der Warteliste geparkt, bis der Preis gepasst hat. Die oben angemerkten 400-450€ mit Koffer können auf jeden Fall funktionieren. Wichtig ist dann natürlich, ob hier wirklich mal ein reparierter Halsbruch vorliegt und ob die Elektronik noch brauchbar ist.

Also im Idealfall anschließen, mal an allen Reglern und Schaltern drehen und rütteln und schauen ob was knistert oder rauscht.
 
***
Es Geht geht um eine Epiphone Les Paul.
***
Snr s4101138
BJ 1994, gekauft Dez 1995 in Salzburg ***

Hallo @Asten177

hier einige Infos zu deiner Epi Les Paul:

Deine zeitliche Einschätzung ist korrekt, es handelt sich um eine Les Paul Custom, die explizit in den Katalogen 1994/1995 vorgestellt wurde. Somit ist deine Gitarre bereits 32 Jahre alt und darf zu den sog. "Vintage"-Gitarren gezählt werden.

(btw., hier könntest du sie verewigen ->Bilder und Specs Eurer Real Vintage Guitars ( ab 30 J. !) )

Laut Katalogbeschreibung hat dieses Modell ganz klassisch einen Body aus Mahagoni mit einem Ahorn-Top sowie einen Mahagoni-Hals mit einem Palisandergriffbrett, beste Zutaten also!

Das Besondere ist, dass Les Paul damals noch lebte und offenbar bei der Entwicklung dieser Modellreihe ( Les Paul Collection ) ein "Wörtchen" mit geredet hat, mindestens aber, hat er diese Modellreihe mit seinem Namen abgesegnet, denn sie wurde mit dem Zusatz beworben:

"Authorized by and Designed in Cooperation with Les Paul"

Alle Modelle aus der Les Paul Collection hatten das Gibson-Logo auf der Trussrod-Platte, bei deiner ist also alles original.

Das S in der Seriennummer weist - wie bereits von @Rookie77 korrekt beschrieben - auf die Fertigung in der Samick Fabrik Korea hin.

Die Samick-Epiphones generell, aber insbesondere die der 1990er Jahre sind qualitativ absolut hochwertige Instrumente, die sich hinter keiner Gibson aus den '90ern zu verstecken brauchen.
Da ich selbst 3 Gibson LPs hatte, darf ich das mal so behaupten.

Die Tatsache, dass du ein seltenes Lefthand-Modell hast, erhöht def. den Wert der Gitarre, zumal auch noch der Originalkoffer dabei ist.
Optisch sieht deine Epi LP ganz gut aus und wenn sie KEINEN reparierten Halsbruch hat und die Bünde sowie Elektrik ok sind, würde ich sie auf € 600.- bewerten, wenn du Zeit investierst und auf den entsprechen Käufer warten kannst.

Warum € 600? -> weil diese Gitarre 32 Jahre alt ist, damals noch hochwertiges Tonholz verbaut wurde und dieses Modell als Linkshänder selten ist.

Viel Spass mit deiner tollen Paula!
RJJC


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Grund: Akkusativ
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Vielen Dank für eure Einschätzungen!
Ob alles funktioniert kann ich leider nicht sagen da ich nicht die Möglichkeit habe Sie zu testen.
Hab jetzt nochmal geschaut, also am Hals wurde nichts repariert.
Jedenfalls bin ich jetzt schlauer als vorher.
Vielleicht findet sich ja jemand der die Klampfe haben will.
Sonst wandert Sie wieder auf den Kleiderkasten und meine Kinder werden dann irgendwann gezwungen Gitarre zu lernen…
 
Eher schwierig, wenn sie keine Linkshänder sind. Und umspannen macht gerade bei einer Les Paul wirklich keinen Sinn/Spaß.

Aus welcher Gegend kommst Du denn? Evtl ist jemand in der Nähe und kann sie mal an einen Verstärker stöpseln.
 
Hab gestern auf der Epiphone Seite zugeschlagen. Es ist die neue Epiphone Les Paul Junior Doublecut in Ebony geworden, ist ein Gibson/Epiphone Exclusive Modell. Im Gegensatz zu den Special Modellen, die ebenfalls neu sind, hat sie CTS Potis und ein 50s Halsprofil. Bin schon sehr gespannt auf das Teil.


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Es passt zwar nicht ausschließlich zu diesem, aber da er der am meisten frequentierte Epi-Thread hier im Board ist, stelle ich das Video mit ein paar neuen Epiphone Modellen des Jahrgangs 2026 (immerhin gibt es auch eine Les Paul zu entdecken) an dieser Stelle ein, damit es mehr Verbreitung finden:


View: https://www.youtube.com/watch?v=7NHivG7Ao6A

Auf der Epi-Page lassen sich die neuen Modelle noch nicht entdecken. Speziell die RD sagt mir doch sehr zu. Bin mal gespannt, was sie dafür aufrufen werden.
 
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Bei der Epi RD ist, wie auch bei den vorher bei Gibson wieder aufgelegten Bodyformen unter dem Namen RD handelt es sich um hausinterne FAKES. Eine RD - das kommt von Research & Develoment - bezeichnete ursprünglich ein Modell mit einer Moog-Elektronik:

Gibson RD Artist.jpg


RD Artist Controls.jpg


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Gibson RD with moog electronics.jpg


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Um zumindest auch dem "Les Paul" im Thread Titel gerecht zu werden: Diese Ausführung mit etwas erweiterter Schaltung) gab es neben SG R1 und Firebird II RD Artist auch als Les Paul Artist:

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Diese Art von RD wird es nach der Übernahme von Moog durch inMusic sehr wahrscheinlich nicht mehr geben.

Aber mei, wenn's moana, die auch für Epi Entscheidungsgewaltigen von Gibson ...
 
Bei der Epi RD ist, wie auch bei den vorher bei Gibson wieder aufgelegten Bodyformen unter dem Namen RD handelt es sich um hausinterne FAKES.
Von „hausinternen Fakes“ zu reden geht ein wenig zu weit, meiner Meinung nach. Die RD kam 1977 in drei Ausführungen auf den Markt: Standard, Artist und Custom.
Die Standard hatte im Gegensatz zur Artist und Custom nicht die von dir erwähnte Moog Elektronik an Bord, gilt und galt aber auch als eine „originale“ RD Variante. Was Gibson bei der aktuellen Custom zumindest wieder richtig macht ist die längere Mensur, die früheren Reissues hatten komischerweise 24,75“ statt den für die RD üblichen 25,5“.

Und jetzt wieder back to topic :)
Eine Les Paul Artist wäre eine absolute Traumgitarre von mir, leider aber finanziell unerreichbar.
 
Kommen wir wieder zum hier & jetzt. Schon mal jemand die


bearbeitet? Hatte mal kurz eine Gibson Les Paul DC, der ich jedoch zu wenig Zeit wittmete. Vielleicht die falsche Gitarre zur falschen Zeit. Aber ich würde es dennoch wieder wagen wollen.

Das Einzige und auch gleichzeitige Elementare, was mich an ihr stört, dieses einfach übergroße dimensionierte Pickguard. Warum beließen sie es nicht bei dem der P90-Special SC? OK, die Pickguards fallen bei den DC eben voluminöser aus, aber trotzdem. Würde man auch mehr von dem schönen Ahorn sehen.
 
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Heute ist meine Epiphone Les Paul Junior Double Cut in Ebony angekommen, und die ersten Eindrücke sind durchweg positiv.
Das Modell ist gemeinsam mit den neuen Special und LP Double Cut Figured Modellen als Gibson Exclusive released worden.

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Die Verarbeitung wirkt insgesamt sehr solide, das Finish ist sauber aufgetragen. Das dunkle Tortoise Shell Pickguard gefällt mir extrem gut, kommt in echt deutlich besser rüber als auf den Fotos. Sieht richtig edel aus.

Der Hals entspricht tatsächlich dem angekündigten 50s Profil! Schön fleischig, rund und liegt super angenehm in der Hand. Fühlt sich direkt vertraut an.
Das Rosewood Griffbrett ist recht „streaky“, was ich optisch ziemlich hübsch finde, allerdings braucht es dringend eine ordentliche Ölung.
Das als „premium“ beworbene Gigbag ist eher einfache Kost, erfüllt seinen Zweck, ist aber definitiv kein Highlight.

Insgesamt bisher ein echt stimmiger erster Eindruck.

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Gefällt mir Deine neue Junior. Vor allen Dingen in schwarz mal ne ganz andere Baustelle. Leider sieht man den Kontrast Body / Pickguard nicht recht. Kannst Du sie mal in stehender Position hier zeigen, danke.
 
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Leider sieht man den Kontrast Body / Pickguard nicht recht. Kannst Du sie mal in stehender Position hier zeigen, danke.
Vielen Dank, ich finde sie auch sehr schick. Ja, der Kontrast ist echt schwierig festzuhalten, weil das Pickguard auch echt dunkel ist, hier ein zweiter Versuch mit besserem Licht ;)

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Sehr schön. (y)

Das Rosewood Griffbrett ist recht „streaky“, was ich optisch ziemlich hübsch finde...
Mir würde ein dunkleres, eingängigeres Griffbrett besser gefallen. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Am WE erhielt ich eine Squier Jaguar mit Indian Laurel Griffbrett. Zum Glück für mich, wie oben von mir beschrieben. Das Deiner Epi besteht dagegen aus Palisander. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Hölzer ausfallen.

Interessant finde ich den Umstand, dass die Junior zum gleichen Preis verkauft wird, wie die Special aus meinem Post #19.534. Sollte man doch meinen, dass die Figured wegen dem Mapletop und den beiden Humbucker teurer sein würde.
 
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Ja stimmt, mich hat der gleiche Preis auch eher gewundert, in Amerika ist die Junior um 20 Dollar günstiger als die Figured und die Special, was aber auch nicht viel ist. Allerdings hat die Junior eben CTS Potis, die Figured und die Special nicht, und das 50s Halsprofil ist auch ein Alleinstellungsmerkmal.
Ich habe mich bewusst für die simple Junior entschieden, weil mir sowas in meinem „Fuhrpark“ noch gefehlt hat. Die Hagstrom Megin deckt für mich das ab, was die Figured bietet.

Bin übrigens gerade dabei das Griffbrett zu ölen, finde das Griffbrett schon sehr schick!

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