"12 Takte" zu 12 Blues-Irrtümern

von DerZauberer, 04.06.15.

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  1. blechgitarre

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    Erstellt: 02.07.15   #61

    Die werde ich mit Interesse lesen.

    Es ist wirklich erstaunlich wie die alten Bluesmusiker, die durch fast ein Jahrhundert, durch einen Ozean, und durcheinen ganz anderen gesellschaftlichen Hintergrund von uns getrennt sind, uns mit ein paar Tönen mitten ins Herz treffen konnten.
    Und so fast allein die Grundlagen des Rock n Roll legen konnten.
     
  2. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #62
    Blues in meiner liebsten Form :)

     
  3. Brandenburger92

    Brandenburger92 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #63
    Alles in allem Stimme ich dir in den einzelnen Punkten zu aber du widersprichst dir ein wenig selbst. Das möchte ich dir erläutern:

    Prinzipiel ist Blues für dich diese gefühlvolle durch sehr traurige zynische aber auch total freudige themen geprägt amerikanische oder auch nicht amerikanische Musik, welche in verschiedensten Variationen auftreten kann.
    Andererseits ist dies und jenes für dich "kein" Blues?
    Also eine Kategorisierung alá "typisch Deutsch! andererseits eine absolute offenheit bei der selben Sache.
    (VORSICHT EIGENE MEINUNG, das soll kein Angriff sein nur eine Beobachtung und meine Meinung dazu)

    Mal ganz abgesehen davon, dass es Menschen gibt, die Blues zwar als Musikrichtung aktzeptieren aber es eher als Lebensweise/Lebensgefühl sehen. Zudem kommt dein sehr wissenschaftlicher Ansatz zum Blues, welchen ich ja eher bei einem Jazzliebhaber erwartet hätte.

    So richtig will mich der Gedanke in den Kopf, dass du zwar (und da geht es mir leider genauso) wissenschaftlich und methodisch Blues Musik wirklich sehr gut analysiert hast, dennoch das Feeling noch nicht ganz recht durchkommt.

    Du siehst ich bin selbst noch viel zu "deutsch" und versuche alles zu erklären. Aber es hilft nichts. In meinen Augen hat der Versuch 13 Punkte zur Erklärung des Blues zu finden oder eben derer entwaffnung nicht´s mit dem Verständnis von dieser Blues Geschichte zu tun.
    Wenn man überhaupt von Verständnis sprechen kann.

    Was mir da gerade einfällt, es gibt so viele Menschen die z.b. John Mayer das Blues-Gen aberkennen. Stattdessen wird er eingereiht in Popmusik und um mal deine These aufzugreifen ist Blues ja irgendwie auch Popmusik. Darf ich dann behaupten nur weil John Mayer live Blues und auch in den Charts Blues spielt das er ein "Blueser" ist?(ich hasse dieses Wort :D)
    Für mich komme ich zur gleichen Erkentniss, es ist scheiß egal. Entweder die Leute spielen den Blues oder nicht.
    Ob Pfarrer oder eben nicht Pfarrer.

    Du siehst in diesem Zusammenhang stimme ich dir voll zu.

    Gruß

    Brandenburger
     
  4. blechgitarre

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    Erstellt: 02.07.15   #64
    Der Typ kann zwar viel besser spielen als ich, wofür ich ihn beneide,aber Blues ist das für mein Gefühl nicht.
     
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  5. musikuss

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    Erstellt: 02.07.15   #65
    Deswegen schrieb ich ja .. in meiner liebsten Form :D
     
  6. emptypockets

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    Erstellt: 02.07.15   #66
    @stoffl.s
    Naja, wenn man davon ausgeht, dass Muddy Waters tatsächlich vor hatte, mit diesem Songtitel die wahre Geschichte des Blues und des Rock'n'Roll zu erzählen... .
    Ich glaube allerdings eher, dass das nicht seine Absicht war.

    Zur Bezeichnung "Rock'n'Roll: wenn man sich 'mal die Songtexte von vielen, vielen Blues ansieht, dann ist diese Bezeichnung nun wirklich Kindergeburtstag.

    In diesem Sinne "Squeeze my lemon, till the juice runs down my legs....". (oder nee, lieber nicht).
     
  7. DerZauberer

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    Erstellt: 02.07.15   #67
    @Brandenburger92 Kurze Antwort: Schau dir den Post direkt ueber deinem an, den von @musikuss - das kann sein, was es will, aber es ist halt kein Blues. JA, da stecken ein paar Licks drin, aber es ist eben kein Blues. Wenn es gefaellt, dann ist es gut, aber ich werde trotzdem sagen: Blues ist das nicht. Es gibt verschiedene Genres, und auch wenn man diese weit fasst, sind eben Grenzen irgendwann erreicht. Das ist nicht "deutsch"...

    Lange Antwort: Ich finde nicht, dass ich mir widerspreche. Es ist halt nur ein grosser Unterschied, was man (ganz persoenlich) mag und liebt unfavorisiert und was (ganz faktisch) war und ist und sich entwickelt hat. Ich stehe ja wie @blechgitarre auch dazu: Ich liebe den ungeschliffenen, rohen, Delta und Hill Country Blues. Das beruehrt mich, das ist toll, das ist Gaensehaut. Aber ich finde es eben auch spannend, wo der herkommt - und finde viele Stuecke auch aus ganz anderen Blues-Regionen spannend. Wichtig ist mir aber eben auch - und dies ganz allgemein und unemotional - dass Blues eben viel viel viel mehr ist als die paar Klischees, die wir in dem, was viele als "Bluesrock" bezeichnen, immer wieder hoeren.

    "Feeling" gibt es in jeder Art von Musik, und wo das ganz eigene "Feeling" drauf reagiert, ist sehr individuell. Ich bin da auch ganz simpel gestrickt: Tollster Jazz oder perfekte Klassik geht in 99% der Faelle total an mir vorbei, ein kratziger Field Holler kann mich ins Mark treffen. Habe ich damit Recht? Nein. Aber kann ich was dazu sagen, in welcher Tradition dieser Field Holler steht und welche Elemente da wie zusammenwirken? Vielleicht. Ich wehre mich aber dagegen, dass - sehr vereinfacht - die Aussage kommt in Richtung "Blues ist Lebensgefuehl, eine Einstellung, ein Feeling". Damit macht man es sich viel zu einfach.
     
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  8. Darksun13

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    Erstellt: 02.07.15   #68
    Ein wirklich interessanter und für mich lehrreicher Text. Ich liebe den Blues, aber so richtig viel Ahnung habe ich nicht. Jetzt bin ich ein bisschen klüger :-)
     
  9. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #69
    Ok ist neoklassischer Blues-Rock wenn man so will, für mich als Kaum-Blues Hörer bluesig genug.
     
  10. DerZauberer

    DerZauberer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #70
    Siehste, deswegen schrub ich den Eingangstext. Das ist meinetwegen Rock, Metal, Shred, Gitarrenfingerflitze-Demo. Aber das ist soweit weg von allem, was Blues (alten wie modernen) ausmacht, das ist kein Blues, und ich wuerde mich sogar gegen die Schublade "Blues-Rock" wehren. Genau da liegt der Punkt, wo fuer mich die Hutschnur hochgeht - irgendein gitarrist dudelt irgendwas mit Pentatonik oder ansatzweise Blues-Progression, und schon ist es bluesig. Nein, ist es nicht.

    Ich schrieb ja ganz am Anfang schon, dass ich hier eine klare Meinung habe und entsprechend "Kante zeigen" werde. Keine Angst, ich bin eigentlich ein friedlicher Gesell, und ich meine das wahrscheinlich viel weniger besserwisserisch und belehrend, als es so rueberkommt. Aber ja, manchmall "muss" ich mich ein wenig selbst zum Blues-Verteidger ernennen...
     
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  11. musikuss

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    Erstellt: 02.07.15   #71
    ;) Ist ja alles ok, ich nehm das nicht krumm.
     
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  12. blechgitarre

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    Erstellt: 02.07.15   #72
    Du hast ja recht, ich überbewerte den Blues bei der Entstehung des Rock,n Roll.
    Aber wenn man Rammstein und Laibach berücksichtigt war auch die SA wichtig für den Rock. Mir gefällt da der blues viel besser als Wurzel.
    Und die Anzüglichkeit hat der Blues schon lange, man denke nur an Emptys Zitrone.
    :D:great::evil:
     
  13. emptypockets

    emptypockets R.I.P.

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    Erstellt: 02.07.15   #73
    Zum ersten Satz: was willst Du damit sagen? Ist das wieder dieses alte Klischee, dass Blues eine hochgradig primitive Musik ist, nein: sein muss, und dass seine Protagonisten ungebildete Deppen sind, nein: sein müssen?

    Zum zweiten Satz: gleiche Frage. Wie kommst Du darauf? Gehst Du davon aus, dass das fachliche Wissen über die Geschichte des Blues, das "echte" Bluesfeeling tötet? Quasi zwangsläufig? Oder woher glaubst Du zu wissen, dass dem Zauberer das "durchkommende" Feeling abgeht?
     
  14. turko

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    Erstellt: 02.07.15   #74
    Dem muß ich - ungefragterweise - zustimmen. Ergänzung: Es ist nicht nur kein Blues, es ist überhaupt ein furchtbares Stückchen Musik ... aber das nur nebenbei.

    Für mich persönlich (Achtung: Rein subjektive Herangensweise, ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit !) ist alles Blues, das entweder

    a) die Blues-FORM aufweist, obwohl es oberflächlich gesehen nicht so sehr nach Blues klingt (Paradebeispiel: Bluesette von Toots Thielemanns)
    b) oder das von der Blues-Melodik und Blues-Phrasierungsweise geprägt ist, auch wenn das dann in einer anderen als der Standard-Blues-FORM daherkommt
    c) eine bestimmte rhythmische Intensität hat, wobei ich da eher Ausschlußkriterien heranziehen würde, denn die Liste "möglicher" Blues-Rhythmen ist lang, ... aber bestimme Rhythmen gehen für Blues einfach GAR NICHT ... wie eben der im oben erwähnten Musikbeispiel.

    Davon abgesehen wird die genaue Abgrenzung (und das gilt für ALLE Musik-Gattungen) ja nur dann ein Problem, wenn man eben über diese zu sprechen und streiten gewillt ist. Hört man friedlich Musik, die einem gefällt, wird einem in aller Regel EGAL sein, wie man diese "korrekt" zu benennen hat, aber vor allem wird einem egal sein, wie ANDERE sie benennen würden ...

    LG - Thomas
     
  15. Zelo01

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    Erstellt: 02.07.15   #75
    Hi!

    Ich kenne mich in Musik einigermassen aus, und interessiere mich auch sehr dafür.

    Das Genre allerdings, ist für mich reine Nebensache.

    Ich unterscheide nur ganz grob zwischen: Klassik, Volkstümlich (dazu zähle ich Jodeln bis Samba), Jazz, Blues, Rock, Pop, Hip Hop und Techno. (kann sein dass ich jetzt was vergessen habe).

    Wenn ich mich mit jemandem über Musik unterhalte, und von "progressive Rock" oder "Psychadelic-Rock" spreche, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Wenn ich Musik beschreibe, dann sage ich viel lieber: "Die Musik die ich meine, hat Ähnlichkeit mit Pink Floyd - nur etwas härter". Als Beispiel.

    Für mich ist es wichtig, dass man in einem Gespräch beschreiben kann, was man meint. Alle Genre Unterarten zu kennen, finde ich da wenig hilfreich. Und wenn ich Musik höre, muss sie mir einfach nur gefallen.:m_akk::m_conga:

    Trotzdem, vielen Dank für den informativen Eröffnungstext! Es war sehr spannend das zu lesen.
     
  16. emptypockets

    emptypockets R.I.P.

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    Erstellt: 02.07.15   #76
    Meiner Meinung nach ist es ja genau der Vorteil des "Blues", dass sich dieser eigentlich klar bezeichnen und definieren lässt.

    Komischerweise reagieren viele Menschen aber gereizt und mit dem Hinweis auf das "typisch deutsche Schubladendenken" darauf, wenn man zu einem Musikstück erklärt, dass das nun alles, aber ganz bestimmt kein Blues sei.

    Der Zauberer und ich wurden beide schon genau deswegen als "Blues - Polizei" beschimpft.

    Und ich werde auch nie verstehen, was spießig, beleidigend oder sonstwas daran sein soll, wenn man darauf Wert legt, nur das als Blues zu bezeichnen, was Blues ist.

    Wenn etwas eben kein Blues ist, dann ist es deswegen doch nicht per se schlecht, hat keine Tiefe oder kein Feeling.

    Man denke aber z.B. nur 'mal daran, was in einem Metal -Forum passiert, wenn man eine der gefühlten 78 Metal - Spielarten, die sich zum Teil nur um 3,7 BPM (oder 4,3?) voneinander unterscheiden.... . (Der Zauberer deutete sowas ja auch schon an).

    Schon alles irgendwie merkwürdig..... .
     
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  17. Frager

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    Erstellt: 02.07.15   #77
    Finde es super, dass jemand so klar strukturiert Blues analysiert. Blues ist für mich aber einfach eine Erweiterung meiner musikalischen Welt:
    Rein musikalisch:
    Passt auch für mich:

    Lese noch mit Interesse die eingegangenen Kommentare zu Deinem Beitrag.

    ♥-liche Grüsse von ♪ Paul ♫ Frager
     
  18. DerZauberer

    DerZauberer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #78
    Fleetwood Mac ist ein super-Beispiel, wie es mit den "Genres" manchmal schwer ist - und dann aber auch wieder nicht. Vorab - ich liebe Fleetwood Mac, sehr viel geniale Musik. Aber kann man die in eine Schublade stecken? Die englische Wikipedia sagt: "Rock, blues, pop rock, soft rock". Richtig! Die Band hat unzaehlige Besetzungs- und musikalische Richtungs-Wechsel durchgemacht, dabei ist sehr viel Musik entstanden. Zu anfang "reiner" Blues, spaeter dann alles moegliche andere. "The Chain" ist fuer mich ein tolles Beispiel - die Resonatorgitarre im Intro schreit "Blues" oder "Country", aber Text und Gesang ebenso "Folk" und "(Hard) Rock". Schublade schwierig, gerade gegen spaeter halt irgendwie "Rock".

    Kleiner Exkurs - Bob Dylan! Auch so ein Ding. Oft wird er als Kuenstler unter "Folk" gelistet, weil er damit mal angefangen hat, andere stecken ihn in die "Rock"-Kategorie. Die englische Wiki macht es auch hier besser und sagt: "Folk/blues/rock/country/gospel". Der Blues-Einfluss schimmert immer wieder durch, von Bukka-White-Covers (Fixin' To Die) auf dem ersten Album bis hin zu so blueslastigen Monster-Werken wie "Modern Times"... aber eben noch ganz viel mehr. Dylan bringt oft das zusammen, wo viele den Zusammenhang gar nicht sehen (also die ganze Folk/Country/Blues-Geschichte, siehe verlinkte BBC Doku oben).

    Ueber Johny Winter brauchen wir nicht viel zu sagen, klar ist der Track Blues. Mr Winter hat uebrigens auch neben seinen eigenen Aufnahmen als Produzent (!) viel geleistet - Muddy Waters mit dem Album "Hard Again" ist das perfekte Beispiel...

    Nachtrag - Upps, sehe gerade, dass der Thread auf der Startseite verlinkt wurde. Daher wohl das grosse Interesse aktuell. Danke an die Boardbetreiber...
     
  19. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 02.07.15   #79
    Gratuliere, ihr seid mit dem thread auf der startseite gelandet. :great:

    Gruss, Ben
     
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  20. Dumbledore

    Dumbledore Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.15   #80
    Das ist eben die Hauptfrage.
    Zählt Blues-Rock noch zum Blues, hat B.B King (in späteren Jahren) eigentlich Popmusik gemacht?
    Gibt es Musikstile die, ohne den formalen Kriterien zu genügen, eine Menge" Blues-Feeling" rüberbringen?
    Glaube der zitierte Halbsatz ist ein wenig nebulös, oder besser gesagt, wenn man sich auf das Eingangspostig bezieht, so ganz klar nicht, wenn überhaupt dann in den Grenzen subjektiv. Irgendwann beginnen doch die Stile, Genres und Grenzen zu verschwimmen, es sei denn man zieht wirklich eine beinharte Grenze. Nur, wo genau ist die?
    Der Satz "...nur das als Blues zu bezeichnen, was Blues ist" ist für mich so klar wie die Definition "Ein Glas ist ein gläsernes Glas"

    Ist für mich z.B. eindeutig Blues:

     
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