18 Monate Gitarre - (tw. frustriertes) Resümee

  • Ersteller Alien68
  • Erstellt am
Naja, das ist noch ein relativ günstiger Preis für privat Unterricht... Da man das dann sozusagen als selbstständigen Nebenerwerb versteuern muss, bleibt davon netto und bei den hohen Lebenskosten nicht mehr sooo viel übrig...
 
Von daher versteh ich das ganze Lehrer und Unterricht Zeugs nicht so wirklich...
Aber spielen muss man selbst.
Kein Lehrer kann einem das abnehmen.

Das stimmt schon, deshalb sollte man auch außerhalb des Unterrichts üben und spielen. Und keiner hält einen davon ab sich neben dem Lehrer noch andere Quellen zu suchen.

Ich kann aber für mich sagen, dass mir der Lehrer ungemein hilft und dass ich ohne ihn heute bestimmt nicht da wäre wo ich jetzt bin.
Ich habe in jungen Jahren (in den 80ern) schon mal mit der Gitarre angefangen und kam im Selbststudium über ein bisschen Fingerpicking und offene Akkorde nicht hinaus. Ich habe damals in keinster Weise verstanden was es heißt Gitarre zu spielen. Ich habe nur einen Bruchteil der Möglichkeiten gesehen, obwohl ich regelmäßig Musik gehört habe. War allerdings eine Konzertgitarre und deshalb habe ich den Bogen zu der Mukke, die ich gehört habe (80er Jahre Indipendent und New Wave-Zeug) nicht geschlagen. Hab es dann dran gegeben und erst vor 3 1/2 Jahren wieder mit E-Gitarre angefangen. Getriggert durch die Musik, die ich höre. Habe mir ein halbes Jahr lang Licks im Internet gesucht und die gelernt. Das war auch gar nicht so schwer, aber Musikmachen ist was anderes. Das habe ich erst mit dem Lehrer gelernt. Was ich mit Sicherheit nicht so schnell alleine hingekriegt hätte ist der Rhythmus und das Timing. Wenn ich mir Stücke alleine vorgeknöpft hätte hätte ich wahrscheinlich noch ewig nicht kapiert warum was groovt und warum nicht. Außerdem konnte ich mir dank Lehrer auch schon am Anfang Stücke erarbeiten, die ich mir nie zugetraut hätte, weil er das ganze entsprechend modifziert hat.

Ja, man findet sehr viel kostenlos im Internet, aber bei manchen Zusammenhängen, die man nicht versteht, kann man Suchen wie ein Blöder und findet trotzdem keine Erklärung. Und nicht jeder jann gleich am Anfang zu einem Song irgendwas dudeln oder hat die Geduld ewig rumzuprobieren bis man mal was kapiert.

Keep on Rockin'
Sparkling Blue
 
Hallo Alien,

ich hab bin zwar noch lange keine 40 ;), (25), habe auch noch keine Kinder aber habe mich selbst in deinem Text wiedergefunden! Ich spiele jetzt 3 Jahre die Akustikgitarre und habe vor ca. 4-5 Monaten angefangen die E-Gitarre zu spielen. Allein das hat mich enorm weitergebracht. Was ich dir aufjeden Fall empfehlen kann, einfach mal 'ne Pause einlegen. Lass das Lied was du unbedingt lernen willst mal bei Seite und bretter irgendwas bekanntes dahin, spiel mal paar Pentatoniken oder spiel wieder mal mit einfachen Akkorden. Auch empfinde ich das "Mentale Lernen" (Super wenn man mal nicht einschlafen kann!!!) als hilfreich, allgemein übe ich "komplizierte/neue" techniken oder sonstiges gerne vor dem schlafen gehen. Ich bin auch ein Fan des spiels "Rocksmith 2014", auch hier habe ich relativ schnell hörbare Fortschritte erzielt.

Moin an die anderen, bin neu hier!

Gruß,
Sascha
 
Update - 24 Monate Gitarre (und wieder Spaß und Motivation)

Hallo,

ich wollte euch ein Update geben, vielleicht seid ihr interessiert, was die letzten Monate passiert ist.
Das wichtigste Vorweg - Ich habe jetzt einen tollen Gitarrenlehrer und mit ihm ist der Spaß und die Motivation zurückgekommen. Doch der Reihe nach...

Nachdem ich den Eindruck hatte, daß ich auf der Stelle trete und auch die Motivation (wovon ich eigentlich sehr viel hatte) mehr und mehr schwand, bin ich eines Nachmittages zur Musikschule gefahren.
Im Juli (noch vor den Sommerferien) habe ich einen Termin für eine Probestunde vereinbart. Ende August war es dann soweit, ich war aufgeregt wie ein Schüler vor der Einschulung und habe in der Probestunde erstmal 15 Minuten gebraucht,
um die Finger und meine Nervosität wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Zum Glück hat die Chemie sofort gepasst. Zuerst haben wir uns länger über meinen bisherigen Verlauf unterhalten, was habe ich bisher gemacht und wie etc.. Anschließend habe ich dann ein Repertoire meines Könnens zum Besten gegeben (mit hochrotem Kopf und vielen Fehlern) und er hat mir anschließend mitgeteilt, wo es bei mir hapert und wir als erstes ran müssen. Wir haben uns dann unterhalten, welche Art Musik ich mag, welche Stücke ich demnächst spielen will etc. und er hat mir einen groben Plan mitgeteilt, was die nächsten Wochen/Monate passieren wird. Die Probestunde haben wir massiv überzogen....

Ich lerne zur Zeit, daß es oft Kleinigkeiten sind, die ein Stück gut oder schlecht klingen lassen. Wir arbeiten gezielt am sauberen Spielen und an der Handhaltung. Ich übe oft mit einer App (die ist mittlerweile Standard auf einem bestimmten Betriebssystem), die deutlich mehr Spass macht als ein normales Metronom. Mit dieser App über ich bestimmte Läufe in einer bestimmten Geschwindigkeit. Hier sieht man dann auch die Fortschritte, wenn ein bestimmter Lauf plötzlich mit 80% der Normalgeschwindigkeit sauber läuft anstatt mit 75% in der Vorwoche. So hat er mir auch backingtracks empfohlen, auf der ich einfach mal an der A-Moll Pentatonik experimentieren kann.

Ich denke, dies ist für viele von euch alles bekannt, aber mir helfen diese Tipps ungemein und motivieren zum üben. Wir spielen dann während des Unterrichts auch viel zusammen und es spornt mich jedesmal mächtig an und ich freue mich immer auf die nächste Unterrichtseinheit. Ich bin gespannt, wie es weitergeht....

Häufiger lese ich von hier im Forum von Frustration, auf der Stelle treten etc. Ich kann nur sagen, dass trotz der vielen Angebote im Internet ein guter Lehrer durch nichts zu ersetzen ist. Ich bereue es auf jeden Fall nicht und halte euch auf dem Laufenden.

Es grüßt euch
Alien
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 12 Benutzer
Wir spielen dann während des Unterrichts auch viel zusammen und es spornt mich jedesmal mächtig an und ich freue mich immer auf die nächste Unterrichtseinheit.
Freut mich für dich! :great:
 
Ich habe jetzt einen tollen Gitarrenlehrer und mit ihm ist der Spaß und die Motivation zurückgekommen.

Super :)

Häufiger lese ich von hier im Forum von Frustration, auf der Stelle treten etc. Ich kann nur sagen, dass trotz der vielen Angebote im Internet ein guter Lehrer durch nichts zu ersetzen ist. Ich bereue es auf jeden Fall nicht und halte euch auf dem Laufenden.

Ja das denke ich auch. Es ist nochmal etwas anderes, wenn das Feedback direkt erfolgt udn der Lehrer auf alles achten kann. Weiterhin viel Erfolg!
 
und ich freue mich immer auf die nächste Unterrichtseinheit. Ich bin gespannt, wie es weitergeht....
Ist doch Super. Wenn Du Freude und Spaß hast, wirst Du weiterkommen. Viel Glück!
 
Ist ja super, dass du gleich einen guten Lehrer gefunden hast! So wie du das schilderst ist es ja ein Lehrer aus dem Bilderbuch. :great:

Also viel Spass weiterhin und danke für dein Feedback!
 
Hallo Alien....
Seit 40 Jahren spiele ich Gitarre. Ich habe Jahrzehnte damit verbracht auf der Liedermacherschiene zu fahren. Meist zu zweit...Gitarre, Ukulele, Keys.....
Richtig Gitarre spielen habe ich erst in den letzten 5 Jahren gelernt, durch das Spielen in einer Band.......
Vieles was mir vorher an Technik gefehlt hat, was ich beim spielen mit der Akustikgitarre auch nicht unbedingt brauchte, kam mir bei dem proben und spielen mit anderen
Leuten zugeflogen. Im Bandgefüge kann auch schon mal ein Griff unsauber rausgehauen werden. Das geht meist im Allgemeinen Sound unter. Aber...man wird mit der Zeit immer besser.
Vielleicht solltest Du nicht zu lange warten...Perfektion brauchst Du nicht unbedingt in einer Band. Natürlich macht es keinen Sinn sich eine Profi Truppe zu suchen.
Allerdings solltest Du schon mindestens 1 x in der Woche 3-4 Stunden für das proben in der Band ansetzen. Ob das in deiner familiären Situation möglich ist weiß ich natürlich nicht.
Auf jeden Fall kann ich Dir nur raten...gib bloß nicht auf!!!
 
Im Bandgefüge kann auch schon mal ein Griff unsauber rausgehauen werden.
Naja, allzu unsauber sollte er aber auch nicht sein ;) Aber es stimmt, im Bandgefüge kann man sein Spiel durchaus reduzieren, weil zB die tiefen Töne durch den Bass abgedeckt werden. Da kann ich mir schon mal die Basssaiten beim spielen ersparen.
Perfektion brauchst Du nicht unbedingt in einer Band.
Definitiv nicht. Es schadet natürlich nicht gut zu sein, aber man lernt in der Band auch viel dazu. Einfach durch das Spielen mit anderen und durch Beobachten, Plaudern und vor allem: Zuhören. Denn das lernt man am Besten in einer Band, zuhören was die anderen spielen und sein Spiel entsprechend einbringen. Und schon wird man feststellen: weniger ist mitunter mehr - die oben erwähnte Reduktion. Denn zu viel kann dann schon mal ins Matschige gleiten. Kommt natürlich auch auf die Besetzung an.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo,
nochmals Danke für euer Feedback!

Ich weiß, dass das spielen in einer Band mit Sicherheit ein wichtiger Schritt ist. In der aktuellen familiären und beruflichen Situation im Moment leider schwierig, aber ich habe das im Hinterkopf.

Darüber hinaus habe ich immer noch größere Probleme mit meinem Lampenfieber, z.B. beim Vorspielen vor dem Lehrer. Leider besitze ich einen leichten Hang zum Perfektionismus, das durchzieht sich so ziemlich bei allem, was ich mache (beruflich, privat). Ich will halt immer alles "möglichst gut" und fehlerfrei machen und beim Gitarre spielen stehe ich mir da manchmal selbst im Weg. Und glaubt mir, ich würde das gerne ablegen.... Ich ärgere mich dann über Fehler beim Spielen (wo es zu Hause doch so gut funktioniert hat) und finde es peinlich, obwohl es dafür keinen Grund gibt (bestätigt auch der Lehrer). Hier hoffe ich, dass durch weitere Erfahrung bzw. Routine im Spiel sich die Sache verbessert und ich muss die Flucht nach vorne antreten, ins kalte Wasser springen und Freunden/Bekannten dann doch mal was vorspielen.

Meine Motivation ist weiterhin ungebrochen und ich habe mich nun nach 2 Jahren mit einer Fender HSS Strat sowie einem Amp (Yamaha THR10) belohnt...

Es grüßt euch,
Alien
 
Hier hoffe ich, dass durch weitere Erfahrung bzw. Routine im Spiel sich die Sache verbessert und ich muss die Flucht nach vorne antreten, ins kalte Wasser springen und Freunden/Bekannten dann doch mal was vorspielen.
Vor allem lern die Gelassenheit, einen Fehler auch zuzulassen. Die wenigsten spielen immer fehlerfrei - man darf es sich nur nicht anmerken lassen. Und es muss dich selbst möglichst kalt lassen, dass du vielleicht mal daneben gegriffen hast. Du wirst auch schnell nach deinem Sprung ins kalte Wasser merken: den wenigsten im Publikum fällt ein kleiner Fehler auf und damit wirst du hoffentlich da auch gelassener. :great:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vor allem lern die Gelassenheit, einen Fehler auch zuzulassen. Die wenigsten spielen immer fehlerfrei - man darf es sich nur nicht anmerken lassen. Und es muss dich selbst möglichst kalt lassen, dass du vielleicht mal daneben gegriffen hast. Du wirst auch schnell nach deinem Sprung ins kalte Wasser merken: den wenigsten im Publikum fällt ein kleiner Fehler auf und damit wirst du hoffentlich da auch gelassener. :great:
Da hast Du sowas von recht stoffl.s!!! Selbst den ganz großen passiert das hin und wieder, nur im Laufe der Jahre macht man das beste daraus, erstens nicht an kennen lassen, dann vielleicht um den falschen Ton oder sonst was einfach vielleicht was cooles einbauen (improvisieren), mit der Zeit weiß man das improvisieren dabei. Hendrix war da ein ganz großer. Der spielte einen Fehler und danach kam wieder was, wo man meint der Hammer, so was geiles.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Meine Motivation ist weiterhin ungebrochen und ich habe mich nun nach 2 Jahren mit einer Fender HSS Strat sowie einem Amp (Yamaha THR10) belohnt...
Super :great:das ist das wichtigste, dranbleiben, belohn Dich ruhig wie Du sagst. Mit der Zeit wirst Du besser und besser. Gehe mal davon aus zumindest. ;)
 
Vor allem lern die Gelassenheit, einen Fehler auch zuzulassen.

Aber nie Fehler zu tolerieren. Erst wenn man sich der eigenen Fehler bewusst wird, kann man effektiv etwas dagegen tun.

Wer das schafft, hat gegenüber vielen anderen grundsätzlich einen entscheidenen Vorteil: Geistige Stärke !
 
Aber nie Fehler zu tolerieren. Erst wenn man sich der eigenen Fehler bewusst wird, kann man effektiv etwas dagegen tun.
Kommt darauf an, was du als Fehler definierst: wenn du damit prinzipielle "Fehler" wie eine schlechte Haltung, schlechtes Timing etc. meinst, dann sollte man sie nicht tolerieren sondern daran arbeiten.
Aber vollkommen ok sind die Fehler die ich meine: wenn man sich verspielt, mal danebengreift in der Hitze des Gefechts... Diese Flüchtigkeitsfehler, die zum Teil auch aus der Aufregung heraus passieren. Die kann ich ruhig tolerieren und zulassen und am besten ignorieren lernen. Denn das schlimmste ist, sich von so einem kleinen Fehler rausbringen zu lassen, weil in der Regel merken die Zuhörer erst dann, dass man sich vertan hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Aber vollkommen ok sind die Fehler die ich meine: wenn man sich verspielt, mal danebengreift in der Hitze des Gefechts
Ich erinnere da mal an "Ich liebe dich" von Westernhagen. Da hatte er in der 3. Strophe (glaube ich) einen Texthänger und er hat frustriert "Scheisse" gesungen. Das hat man dann einfach drin gelassen und es war dann fester Textbestandteil des Liedes. So cool muss man erst mal sein. Ich finde es klasse.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
So cool muss man erst mal sein. Ich finde es klasse.
Stimmt, oder die berühmte Smoke on the Water Live Version, von Made in Japan. Am Anfang des Riffes (Abgeändert), bis heute weiß man nicht ob beabsichtigt verändert oder Blackmore Fehler? Egal, immer das beste daraus machen, und weiterspielen.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Aber vollkommen ok sind die Fehler die ich meine: wenn man sich verspielt, mal danebengreift in der Hitze des Gefechts...
Die passieren einfach mal, das macht ja Live auch aus. Da hat man halt nur einen Take. Aber das ist ja auch das geile an Live Spielen. Fehler passieren den Besten, nur muss man halt damit umgehen und wie gesagt das beste daraus machen. Und je länger man Musik macht, um so besser geht man damit um. (Improvisieren).
Gruß
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Das Smoke on the water von der Made in Japan hat sich bei mir derart eingeprägt, dass ich es auch so spiele, wenn ich das mal anstimme :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
à propos made in japan und fehler:



bei "child in time" fällt bei 9:43 angeblich ein mikrofonständer um, das klingt auf jeden fall wie ein geiler effekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Das Smoke on the water von der Made in Japan hat sich bei mir derart eingeprägt, dass ich es auch so spiele, wenn ich das mal anstimme :D
Ich finde die Made in Japan Live Version sowieso viel besser als die (wenn auch gute) Studio Version. Alleine schon das Solo ist derart anders, aber tausendmal cooler, finde ich.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
das klingt auf jeden fall wie ein geiler effekt.
Stimmt. Sowieso einfach ein Super Live Album.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben