also fangen wir mal bei den Grundlagen an.
ADAT, war ein Audio Aufnahmegerät von Alesis, das 8 Spuren hatte und die Audiosignale digital aufgezeichnet hat. Um diese digitalen Aufnahmen auch möglichst ohne mehrfachem Wandeln von Digital nach Analog und wieder von Analog zu Digital, haben die Leute von Alesis auch gleich eine Schnittstelle mit entwickelt um diese Signale digital vom ADAT Recorder zu anderen Geräten übertragen zu können oder um derlei digitale Signal, wenn man sie schon hatte, zum Recorder zu übertragen. Diese Schnittstelle heißt seit dem ADAT-Schnittstelle und ist mit Lichtwellen Leiter (TOS-Link), so wie man es auch vom SP/DIF Format her kennt, umgesetzt. Da kann man nur eben diese 8 Signale (mit 44.1 oder 48 kHz) digital übertragen. Analog geht da gar nichts. Und weil man damals (vor mehr als 30 Jahren) mit diesen Recordern einen großen Erfolg hatte, fingen andere Hersteller an, z.B welche die Mischpulte bauten und später auch welche die Audio Interfaces machten, diese ADAT Schnittstelle in ihren Geräten auch bereit zu stellen. Und so gibt es heute noch viele Geräte, vor allem im Studio Umfeld, die diese Schnittstelle haben, auch wenn die Recorder von damals praktisch von der Bildfläche verschwunden sind.
Von "Digitalen Synthesizern" spricht man üblicherweise wenn die Klangerzeugung digital, als gerechnet, erfolgt. Vor Urzeiten gab es da z.B den Yamaha DX7 oder den Roland D50 ( um nur zwei damals populäre Geräte zu nennen), die auf digitaler Ebene den Klang erzeugten und dann, wieder mittels Digital Analog Wandlung, auf analogen Ausgängen ausgaben. Sampler z.B gehören auch in diese Kategorie digitaler Klangerzeuger, auch wenn sie keine Synthesizer sind. Der Korg Wavestate ist auch so eine Kiste die intern digital arbeitet, aber den Klang analog ausgibt. Da ist zwar noch eine USB Schnittstelle, aber da bin ich mir nicht sicher, ob die auch digital Audio an einen PC übertragen kann.
Wenn du einen digitalen Synthesizer findest, der über eine TOS-Link Buchse verfügt, bei der ADAT OUT als Bezeichnung steht, dann hättest du einen mit ADAT Schnittstelle. Und nur der kann auch das Ausgangssignal über so einen Schnittstelle in ein Audio Interface mit einer ADAT IN Buchse digital übertragen. Wenn nicht wird es wohl analog sein müssen, denn so eine schnittstelle haben alle Synths, sonst kann man deren Sounds ja nicht im normalen Umfeld hören.
Bei einem Audiointerface schaut das dann an der Rückseite meist so oder so ähnlich aus:
Diese vier Buchsen sind ADAT Schnittstellen bzw Anschlüsse.
Der genannte ADA8200 hat auch solche Anschlüsse:
Damit kannst du das Interface beispielsweise um jeweils 8 analoge Eingänge sowie Ausgänge erweitern.
Und da kommen wir auch gleich zum Thema Clock, eigentlich WORD CLOCK.
Wenn man mit digitalen Signalen arbeitet, dann müssen die verbundenen Geräte alle die selbe Vorstellung haben wie diese digitalen Signale genau von der zeitlichen Abfolge übertragen werden. Dazu braucht es die Kenntnis der Sampling Rate (hier 44.1. und 48 kHz) die bei allen Geräten gleich eingestellt sein müssen. Aber das reicht nicht aus. Alle Geräte müssen exakt wissen wie genau diese Signale zeitlich übertragen werden. Denn so wie zwei Computer von der Urzeit auseinander laufen, wenn man deren Uhren nicht immer wieder mit einer Referenz abgleicht (passiert heute meist via Internet automatisch) so brauchen die Audiogeräte auch einen Abgleich (Synchronisation der internen digitalen Uhren). Und das passiert mittels WORD CLOCK, CLOCK ist ja das englische Wort für Uhr.
Und um das ganze klar und einfach zu halten wird eines der beteiligten Geräte zum Chef (Master) gemacht und alle anderen müssen auf das hören was der Chef sagt (die sind quasi seine Sklaven/Slave). Das ganze kann entweder über eine extra Verkabelung (diese Coax Stecker in den Bildern) oder aber gleich über die ADAT Anschlüsse. Am Bild vom Behringer sieht man recht gut, welche Optionen man bezüglich WORD CLOCK hier hat.
Wenn man keinen Clock Sync macht, dann hat man das Problem dass es zu sog. "digitalen Artefakten" kommt, oder landläufig ausgedrückt, es knackst hin und wieder im Signal.