akk. Performance: Gitarre nicht verstärkt, Stimme verstärkt....Erfahrungen?

von pablovschby, 27.01.06.

  1. pablovschby

    pablovschby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.01.06   #1
    Forum,

    brauche dringend Rat. In paar Wochen sollt ich ne Rock-Coverversion in einem Treppenhaus akkustisch singen, ich begleite mich selbst mit einer Westerngitarre mit Stahlsaiten.

    Nun existiert das Problem, dass die Stimme, wenn die Klampfe richtig angezupft wird, an manchen Stellen nur knapp durchkommt, bzw. zu leise ist im Vergleich zur Klampfe. Die Klampfe leiser zu spielen, ist nicht sinnvoll, da es sich um eine rockige Nummer handelt. Nun übten wir mal mit Stimme verstärkt und Gitarre unverstärkt.

    Da machte ich folgende Überlegung:
    Die Stimme wird mit einer kleinen Boxe verstärkt, die dann vor mir steht und richtung Publikum zeigt. Dann höre ICH SELBST das dann aber ja nicht so, wie das Publikum es hört ohne Monitor, oder? Monitore sind nicht vorhanden.


    Macht das einen Sinn überhaupt, die Stimme zu verstärken (ohne sonstige Effekte) und die Gitarre unverstärkt zu belassen?

    Ich mach mir einfach Gedanken drüber, dass ich dann unschön laut raussinge permanent, weil ich mich zu schlecht höre, das Publikum mich aber gut hört.

    Hat jmd. schon Erfahrungen gemacht mit so einem Live-Setup? Davon kann man wohl nur abraten, oder?

    Denn imho sollte entweder BEIDES über ein Mischpult schön verstärkt werden mit Monitorboxen für den Artist oder halt nichts davon. Oder nicht? Mit beidem unverstärkt kann ichs geil spielen.
    Danke fürs Lesen.
     
  2. Alexa

    Alexa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #2
    Ich versteh nicht ganz, was du dagegen hast, die Gitarre etwas leiser zu spielen. Das ist doch nur eine Frage der Dynamik und nimmt dem Song auch nicht den Rock heraus. Rock definiert sich doch nicht unbedingt aus der Lautstärke.

    Ich denke auch, dass ein Treppenhaus eine denkbar schlechte Akustik hat, wo ich schon zögern würde mit einer (auch) kleinen PA aufzutreten.

    Eine gute Ergänzung wäre evtl. wenn du noch jemanden zum Gesang hinzunimmst, so dass der Gesang insgesammt kräftiger wird.

    Mein Tip ist aber, dass du die Nummer so bringst. Die leisen Gesangparts verkaufst du dann als gewollte Eigeninterpretationen :great:
     
  3. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #3
    Danke Alexa.
    Spielst du Gitarre?

    Ich habs nicht so mit den Begriffen: Also im Refrain hat es einen kurzen Teil, wo ein Akkord sehr schnell rauf- und runtergeschrummt wird (sagt man dem up/down-stroke? glaubs kaum...), das sind glaubs 8tel oder 16tel. Wenn man den offen spielt (und das geht nicht anders), dann kommt die Stimme nicht mehr durch.
    Wieso? Weil der Schall überallhin verschwindet?
    Aber wenn man das nur verstärkt ohne Effekte drauf ists doch das Gleiche, wie wenn einer einfach lauter singt, nicht?
    Die Möglichkeit gibts nicht.
    Es gibt leise Gesangsparts, ja, während der Strophe. Aber im Refrain geht mit der Gitarre nix leise.

    Hmmm, was könnt ich noch machen? An und für sich check ich jetzt nicht, warum du das mit der auch kleinen PA geschrieben hast... is ja nur Verstärkung. Was gibts da für Nachteile in your opinion?
     
  4. Alexa

    Alexa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.06   #4
    Ja.

    Eine normale Gesangsstimme sollte mit einer Gitarre locker mithalten können. Wenn nicht, probier ein weicheres Plecktrum und nicht so fest reinhauen in die Saiten. Es ist kein Problem soetwas dynamisch zu spielen.
    Genau nicht. Du hast glatte Wände die eng beieinander liegen und wo der Schall gut reflektiert wird. Also schön viele Reflexionen. Dies ändert sich, wenn das Treppenhaus voll mit Leuten ist.

    Denk daran, geht nicht , gibt es bei Interpretatiionen von Liedern nicht. Du bist der Interpret und kannst mit dem Lied anstellen, was du möchtest.

    Ich kenne die Akustik vor Ort jetzt nicht aber mal ganz abgesehen von deinem Auftritt solltest du an deiner Gesangsstimme arbeiten, ebenso wie das dynamische Spielen mit der Gitarre.
     
  5. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #5
    Tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht. Klar ist es kein Problem, das leise zu spielen, aber wenn es rocken soll, dann muss es laut gespielt werden, no way.
    Ist das nun gut oder schlecht?
    ............. wie erwähnt.
    Inwiefern meinst du? Das mach ich natürlich schon die ganze Zeit...
    Das stimmt, wenn entweder beides abgenommen/verstärkt wird oder man mit ner Nylon-Gitarre spielt. Ich spiele aber Stahlsaiten. Da hält die Stimme keineswegs mit und das nicht, weil ich ohne Volumen singe.

    Übrigens: Ich spiele Plektrum mit 0,46mm.
     
  6. OFFFI

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    Erstellt: 29.01.06   #6
    Das stimmt. Mein Sänger kommt locker gegen mich und meine Gitarre an bei 100 Röhrenwatt bei 1/4 aufgedreht. Der entwickelt eine ziemliche Power. Üben, Akustikgitarre, da kann der nur drüber lachen. Und glabe mir egal wie laut du singst, eine Etage höher hört dich kein Mensch mehr
     
  7. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.06   #7
    Und du bist dir sicher, dass der Sänger unverstärkt singt ohne Kompressoren usw?

    Der Stil geht dabei einfach komplett mause. Das heisst, der Sänger gibt damit 90% von seiner Dynamik komplett ab und muss sich einfach permanent zwingen, volles Rohr rauszusingen, was, je nach Geschmack, absolut schlimm ist. Für den Rock, den ich singe, absolut unbrauchbar sowas.


    edit: Ich werde wahrscheinlich beides Verstärken. Akkustische Gitarre mit Kompressor vornedran, Stimme mit Kompressor und leichtem Hall. Andernfalls müsste man auf laute Teile verzichten, wenn man noch wollte, dass sie auch schön gesungen werden sollen.
     
  8. Moes

    Moes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.06   #8
    beides mit Kompressor??? Na dann viel spaß!!!
    Du weißt hoffentlich, dass man sich mit nem Kompressor den "Gain before feedback" ganz schön nach unten schrauben kann, und es dann am Ende nur noch pfeifen kann? Übrigens, ja, viele Reflexionen sind schlecht! In ner halligen Umgebung nen definierten Sound hinzubekommen, is verdammt schwer. Und wenn du dann noch schreibst, dass es teilweise schnell gespielt wird.......da vermatscht dir doch alles.
    Und wofür den Hall? Ist in nem Treppenhaus nicht schon genug Hall?
     
  9. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.06   #9
    Wenn man etwas verstärkt, muss es komprimiert werden, wenn man keine Dynamik zwischen Ameise und Elefant haben will. Bei modernem Rock gibts entweder 1 oder 0.
    Ok, danke....... werde das der Gesangslehrerin noch sagen. Trotzdem. Ohne Hall kann ich mir die Stimme dort auch kaum vorstellen, bzw. ohne Effekt-Hall.
     
  10. Alexa

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    Erstellt: 30.01.06   #10
    Du solltest mal eine Oper besuchen, dann kannst du mal erleben wie laut UND dynamisch eine geschulte Stimme live klingt und dies natürlich und ohne Kompressor und sonstige technische Spielereien.
     
  11. Alexa

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    Erstellt: 30.01.06   #11
    Wenn dem so wäre, müßtest du eine Marshallwand auffahren, damits richtig laut ist und rockt.
    Du begehst ein großen Logikfehler und hast den Begriff Dynamik nicht richtig verinnerlicht.

    Stahlseite ist ebensowenig ein Problem wie Nylon. Ich kenne genug Leute die sowohl mit Nylon- als auch mit Stahlseitengitarren Unpluggedsessions gemacht haben und glaub mir soetwas rockt ungemein.

    Dein größtest Problem ist hierbei einfach deine Gesangsstimme. Du singst halt leise, hast also nicht die im typische Rockröhre, möchtest aber dabei unbedingt wie Sau in die Saiten hauen.

    Wenn du dynamisch spielst und dynamisch singst, also beides aufeinander abstimmst, tust du nichts anderes, als dich selber mischen.

    Du singst leise, also spiel leiser. Du möchtest gerne laut spielen also machst du deine Stimme über eine Verstärker lauter. Das ist das selbe nur mit mehr dB.

    Solange du den Begriff der Dynamik in dieser Form nicht realisiert hast, doktorst du mit einem Mischpult und Kompressor nur an den Symptomen rum, anstatt die Ursachen zu lösen.
     
  12. OFFFI

    OFFFI Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.06   #12
    Nicht für meinen. Er singt noch nicht am Limit. Du kannst das bei ihm ganz gut beobachten, wenn er richtig Power sind, dann geht er mit dem Mic weit weit weg vom Mund, er ist richtig richtig laut.

    Unverstärkt wie gesagt er kann entspannt Songs mitgröhlen wenn er kein Mic zur hand hat
     
  13. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.01.06   #13
    Ja, ich danke euch, ihr habt natürlich recht.

    Da es noch paar Wochen geht bis zu diesem Auftritt, werde ich dieses Treppenhaus in ca. 3 Wochen mal antesten ohne irgendwelche Technik. Wenn ich mich wirklich richtig gut einsinge, geht das eh schon, habs vorher grad nochmal abgecheckt.

    Thx, ich werde berichten, wenn ichs nicht verhange. :cool:

    > Kurac steht auf David Hasselhoff
     
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