Akkorde (Einzeltöne) passend zur Scale for Beginners ;)

von strichmannl, 07.02.05.

  1. strichmannl

    strichmannl Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    21.04.13
    Beiträge:
    349
    Ort:
    Ilmenau
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    23
    Erstellt: 07.02.05   #1
    Hallo,

    da ich gerade versuche so meine ersten Schritte in Richtung eigene Lieder in der Band machen will, durchforstete ich mal dieses Unterforum...
    Was ich im Thema "Akkorde passend zur Scale" gerade eben las, brachte mir wohl rein garnichts (obwohl ich ernsthaft versuchte es zu verstehn), außer einem inzwischen sehr weich gewordenem Gehirn und sehr viele Fragen (die ich mir aber versuchen werde selbst zu beantworten, keine Angst ;) )...

    Sooo... MEIN PROBLEM:

    Wir haben in der Band nur nen Basser und nen Gitarrist und spielen so etwas härtere Dinge... nun frag ich mich, was der Basser nun während eines Solos meinerseits spielen kann, damit es den jeweiligen Klangcharakter bekommt den ich gerne haben möchte... ich weiß zu dem Thema kaum etwas... ich habe die Dur Tonleitern und die Pentatoniken soweit in meinen Fingern, wüsste aber nich, wie ich zB nen Jamtrack zu G-Dur machen müsste.... also bitte nich zu weit aushohlen... ich möchte nur wissen zB was der Bass für Einzeltöne (oder eine evtl.2te Gitarre für Powerchords) spielen müsste, wenn ich ein ionisches oder aeolisches Solo möglichst der gleichen Tonart spielen will...
     
  2. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 07.02.05   #2
    Er kann sich natürlich am gesamten Tonvorrat der jeweiligen Skala gütlich tun. Wenn man egal welchen Modus verdeutlichen will, sollte man freilich dessen charakteristische Intervalle hervorheben.

    Man sollte aber auch bedenken, daß mit Modalität nicht unbedingt "härtere" Wirkungen am effektivsten zu erzielen sind.

    Das ist eine andere Frage, insofern man da mit Verkürzungen und Umkehrungen sehr viel andeuten kann. Sinnigerweise sollte man aber, wenn man den Modus verdeutlichen will, wiederum dessen charakteristische Intervalle hervorheben. Usw.
     
  3. strichmannl

    strichmannl Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.10.04
    Zuletzt hier:
    21.04.13
    Beiträge:
    349
    Ort:
    Ilmenau
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    23
    Erstellt: 07.02.05   #3
    Danke erstma Heike !...
    Es wird mir vieleicht alles etwas klarer wenn mir das mal jemand an einem Beispiel erläutern könnte... wie komme ich zB auf die Einzeltonreihenfolge (Bass) die Mann spielen kann um den A aeolischen Charakter hervorzuheben ?
    Und welche Tonreihenfolge unterstützt zB den C ionischen Modus ?!
    Ich hab bewusst diese beiden Tonarten genommen, da sie die gleichen Töne beinhalten...
    Bitte erklärt ma wie ihr da auf die Töne, die dazu spielbar sind, kommt !!
     
  4. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    19.11.03
    Beiträge:
    4.447
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    14.673
    Erstellt: 08.02.05   #4
    Die steht in seinem Belieben, da kann er frei Schnautze improvisieren. Es sollte nur F (also die charakteristische kleine Sext) genügend vorkommen, und zwar an prominenter Stelle (etwa, um mal schnell was ganz simples aus den Fingern zu saugen wie in |A EFaGEF|AAEFaGEF|~> Also gerade nicht etwa nur in Folgen wie aGFE). Wichtig ist aber auch A als Grundton genügend zu verdeutlichen. Quinten (hier E), Terzen (hier C, klein) und Septen (hier G, klein) kann man in Standard-Bassfiguren eh' meist gut gebrauchen. Für ein europäisch verbildetes Ohr ist H (große Sekund) zur Abgrenzung von Phrygisch vielleicht auf den 1. Blick nicht so wichtig, aber... Und nicht zuletzt: H, F und G sind auch im Kontrast mit A gerade die ohnehin farbigsten Töne (zumindest aus der Auswahl), und der Bass soll ja auch interessant sein.

    Ich persönlich improvisiere Basslinien auch generell lieber aus (oder noch schlimmer: um diese herum... Aber das wäre ein anderes Thema) hexatonischen Skalen(ausschnitten), das klingt differenzierter als Pentatoniken oder Arpeggien zu extrahieren.

    Analog. Was Ionisch von Mixolydisch unterscheidet ist die große Sept (hier H) und was es von Lydisch unterscheidet ist die große Quart (F). Hier meint das europäisch verzogene Ohr zwar erst recht nicht mehr, sich drum kümmern zu müssen (und ist stattdessen auf die große Terz E eingeschossen)... Aber ich empfehle folgende Übung, um sich der Clichés zu entledigen:

    Man spiele in aufstiegender Reihe nie F direkt von E aus an und C nie direkt von H aus. Stattdessen nehme man die Folgen EGF und HDC. Und wundere sich genüßlich, wie strahlend dieser Modus klingen kann, dessen Skala sonst schon sowas von ausgelutscht ist.

    Ihr könnt natürlich auch später mal als fortgeschrittenere Übung, statt unimodal-unitonal zu spielen, verschiedene Modi u/o Tonalitäten gegeneinander setzen, wenn jeder die seinen genug verdeutlicht kriegt.

    Schon, aber was sie individuell charakterisiert, kann ja gerade nicht der gemeinsame Tonvorrat sein.
     
Die Seite wird geladen...