Akkorde improvisieren...

von Crate, 07.03.08.

  1. Crate

    Crate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.03.08   #1
    hallo,
    ich habe folgendes Problem: Ich spiele jetzt bereits sechs Jahre Gitarre.
    Den größten Teil dieser Zeit habe ich damit verbracht Fingertechnik zu üben. Zwischendurch habe ich mich noch mit einigen Liedern und Riffs von Rock, Pop, Metal etc. beschäftigt (RHCP, Mr. Big, Extreme, Van Halen, No Doubt, Muse, Children of Bodom, etc.) und zum anderen noch geübt über Begleitungen zu solieren(Soloimprovisation). Ich bin auch mit meinem Sound und Präzision ganz zufrieden...
    Das ist zwar alles schön und gut, aber es gibt ein paar Sachen, wo ich das Gefühl habe, da in den ganzen Jahren nicht weitergekommen zu sein:
    Akkordimprovisation,Anwedung der Theorie... Also mit distortion kann ich ganz gut improvisieren, aber clean sitze ich da oft vor der Gitarre und weiß einfach nicht, was ich spielen soll, wenn ich was improvisiere. Ich klimpere dann da rum und es kommt eifnach keine vernünftige akkordfolge zusammen (also mit so standardakkorden schon) Natürlich habe ich mir auch schon clean nen paar kleine nette Liedlichen ausgedacht, aber irgendwie hat man nicht so das gefühl als würde man clean sein instrument genauso gut beherrschen wie mit Distortion.

    Ist das bei euch auch so? Was könnt ihr mir raten, um das zu verbessern?
     
  2. Crate

    Crate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.08   #2
    mensch, hat keiner was dazu zu sagen?
     
  3. H&M

    H&M Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.08   #3
    Dein Problem hängt ja nich generell mit dem Unterschied Clean/Verzerrt zusammen.
    Meinst du damit, dass du zwar Songs schreiben kannst die ausschließlich aus Powerchords bestehen, allerdings keine Ahnung hast wie du einen cleanen Song schreiben sollst ?!
     
  4. geka

    geka Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.03.08   #4
    Och, nicht weinen.... ;-)

    Erst mal erforschen, was Du meinst.

    Spiele doch die Akkorde, die Du sonst verzerrt spielen würdest, mal als Akkordzerlegung, das sind schon Dutzende Möglichkeiten.
    Oder spiele nur zwei Saiten vom Akkord an, oder denke Dir mal rhythmische Variationen mit den Akkordtönen aus, oder mache effektvolle Pausen rein, oder denke Dir Minilicks aus......
    Oder nimm Dir ein Blues-Lehrbuch zur Hand und mache Dich mit verschiedenen Blues-Typen bekannt.
    Die klingen clean super.

    Oder denke Dir ne Melodie aus und versuche, interessante Begleittöne dazu zu zu finden.

    HTH
    Angelika
     
  5. Keith92

    Keith92 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #5
    Hör mir zu ich sag dir was. wenn Songs, die du schreibst auf Akkustik gitarre nicht klingen dann schmeiße weg. Ich sag immer man kann erst dann richtig gitarre spielen wenn man die Akkustik gitarre gut beherscht.
     
  6. Crate

    Crate Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #6
    Sorry, dass ich jetzt erst wieder schreibe, aber ich war bis letzte Woche noch in der Klausurphase.

    Ich glaube mein Problem ist, dass es mir relativ schwer fällt Akkorde so in einen Zusammenhang zu bringen, dass sich die Akkordfolge gut anhört, bzw dass sie sich interessant auflöst.
    Natürlich bekomme ich es hin mit den Wald-Wiesen-Akkorden oder auch Baree (dur/moll) Akkorden irgendwas schnell herzuzaubern, aber es klingt dann total langweilig und standard.

    Einen einzelnen Akkord zu spielen ist einfach, aber das ganze mit anderen Akkorden in Zusammenhang zu bringen ist schwer. Sobald ich dann irgendeinen Akkord greife, wie meinetwegen G-Dur,7,11, fällt mir dazu nur langweiliges Zeug, das sich nicht aufzulösen scheint.

    Ich weiß auch nicht, wie man an das Problem rangeht?
    Viele Leute (auch die, die es drauf haben) machen das ohne Theorie. Ich frage mich, aber dann, wie machen die das? Spielen die einen Akkord, hören dann im Kopf quasi die Akkordfolge und versuchen das dann umzusetzen?
    So ist es bei mir in seltenen Fällen... Problem ist aber, dass man meist von irgend einem Lied oder beeinflusst wurde, sodass die erste Idee sich noch ganz eigenstängig anhört, ab der zweiten Idee in dem Stil, hört es sich aber an wie die erste....
    Oder kommt das so sehr ausm Bauch heraus, dass die einfach irgendwas greifen und das passt dann?
    Zum anderen kann man das mit Theorie machen, sowie es mir mein Ex-Gitarrenlehrer auf diese Problematik geraten hat. Aber für mich ist die Musik nach der Theorie einfach viel zu schematisch und steril.
    Außerdem kann ich das bei der Improvisation nicht einsätzen. Denn bevor zu Ende überlegt habe, welche Quarte ich über der Subdominante spiele, geschweige denn erstmal erkannt habe, dass das die Subdominate ist, ist der Takt schon vorbei.

    Hab mal versucht das zu schildern... Vielleicht geht es anderen ja auch... Und ich habe zur Zeit keinen Plan, wie das verbessern kann.
     
  7. BenChnobli

    BenChnobli Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 17.03.08   #7
    Nu, wenn du es ohne Theorie machen willst, dann bleibt nur noch die Praxis :) Du könntest beispielsweise mal im Internet nach Chords von gut arrangierten Liedern suchen und die dann nachspielen. Dabei finden sich immer wieder neue "Standards", die sich Leute schon mal ausgedacht haben und die wunderbar funktionieren. Ein Beispiel für einen typischen Schluss in E-Dur könnte sein:
    Code:
    E - E7 | A - am |
    E - H7 | E      |
    Dabei bekommst du ganz praktisch mit, wie Profis Dinge zusammen stellen, auch wenn du jetzt nicht sofort erklären könntest, wie in meinem Beispiel die Akkorde "E7" und "am" musiktheoretisch in eine E-Dur Kadenz hinein geraten konnten :) Je mehr von solchen Licks und Spielereien du verinnerlichst, desto besser kannst du sie beim Jammen anwenden und mit der Zeit eigene interessante Wendungen in deine Musik bringen.

    Gruss, Ben
     
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