Akkordeon-Café

, war ich überrascht von den offenen und konstruktiven Meinungen.
Den Text habe ich jetzt ein paar Mal durch gelesen und finde den sehr schön formuliertgeschreiben. Er sagt isn schnen marketinfeinen Sätzen, elegant verschlüsselt was er plant: die Fertigung der Stimmplatten auf industrielle (Maschinenbasis) zu stellen und Handarbeitsprozesse so weit als möglich zu reduzieren. Warum - das schreibt er ja klar: Der Handwerker der das kann ist oft nicht in der Lage sein angesammeltes Wissen weiterzuzgeben, weil er selber nicht genau weiß was es letztlich ist warum sein Produkt den letzten Tick besser ist als das seiner Kollegen, oder weil seine Kollegen nicht die gleiche Konstanz hoher Qualität liefern können... und damit ist das Ganze abhängig von dem der das macht.. und wenn er altersmäßig einmal nicht mehr mit im Team ist, besteht die Gefahr dass die Qualität einbricht.

Und genau da setzen Voci Aremoniche (wie alle anderen auch ) an und versuchen die Abläufe soweit in Parameter zu erfassen die sich sauber definieren lassen .. und im besten Fall maschinell umsetzen lassen, damit die Qualität auch zukünftig auf gleich hohem Niveau gehalten werden kann - unabhängig von den Werkern.

Jetzt ist aber speziell bei den Akkordeonisten das Ganze sehr stark emotional - man will die besten Stimmplatten ... und die heißen hierzulande nun mal "Handarbeits-Stmmplatten bester Qualität" ... und im Kopf formt sich dann das Bild des liebevollen Spezialisten der sich mit der Stimmplatte beschäftigt, die liebevoll und sorgfältig in Form bringt...das Werk dann nochmal von allen Seiten begutachtet und nochmal durchprüft, bevor er sich an die nächste Stimmplatte macht...Das ist im heutigen Fertigungsprozess völliger Quatsch.. das könnte niemand bezahlen... Aber genau das Bild ist in den Köpfen verankert. Und das Bild wird ja auch von genau den Firmen auch noch immer stark gefördert indem man in den Werbevideos als Ausschnitt der Produktion dann immer den Werker am Nacharbeitsplatz zeigt, der die Stimmplatten dann manuell noch nachstellt die noch nicht ganz gut sind , aber auch nicht wirklich Ausschuss. An den wirklichen Produktionsplätzen geht das jedoch sehr viel flotter zur Sache - wird aber nicht gezeigt, weil das nicht zum Bild von der liebevoll gefertigten Spitzenplatte im Kopf der Käufer und Spieler passt ...

Und all dies beschreibt der Herr in seinem elegant geschriebenen Text zwar nicht bringt es aber gut formuliert hin, den Leser mitzunehmen auf den Weg zu einer moderner gefertigten Stimmplatte , ohne dass das alte Bild im Kopf zerbricht... hat er , wie ich finde echt gut geschrieben.
 
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Das ist im heutigen Fertigungsprozess völliger Quatsch.. das könnte niemand bezahlen...
Hm, das hab ich mich auch schon öfters gefragt, wie das "früher" (zB. 70er ... 80er Jahre) und heute ist.

Worin besteht dann heutzutage eigentlich der genaue Unterschied zwischen "tipo a mano" und "a mano"?
 
Viele wohlformulierte Worte.

Die Schwierigkeiten zu benennen und zu zeichnen wie es sein müsste ist allerdings nichts, was wir hier nicht auch schon getan hätten.

Das handfesteste aber auch bereits bekannte kommt zum Schluss:
"Der Stimmstock muss sich der Zunge anpassen, nicht umgekehrt".

Sagt der Stimmzungenhersteller.
:opa:

Also ich glaube an Fortschritt erst, wenn er spürbar wird.

p.s. sorry, sehe gerade dass es schon 2 Antworten gab.
 
elegant verschlüsselt was er plant
Die Planungsphase ist wohl schon länger vorbei. Das Ergebnis ist die Blue-Star-Stimmplatte, die Stimmplatte der Zukunft wenn's keine Stimmer mehr gibt. Obwohl er zur Zeit noch a mano-Stimmplatten liefern kann hat er den Schritt schon vollzogen und nicht nur drüber geschrieben.
 
Danke maxito, du hast es perfekt "übersetzt"
 

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