Akkordeon lernen mit 50 plus

von tauberspatz, 20.03.10.

  1. Jetzt aber!

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    Erstellt: 15.10.19   #2141
    Seit ich als Kind an Heilig Abend vor der Bescherung mit dem Rücken zum Baum angesichts der Familie einen "Diener" (Verbeugung) machen und ein Weihnachtsgedicht aufsagen musste, habe ich mit dem Weihnachtsgedöns nichts mehr am Hut. Frühkindliches Trauma.

    Ich werde mir dagegen noch das Album "Heartbreaker" bestellen. Die Noten für "Blue Bayou" und "It never rains in California" wiegen die Kosten auf.

    Nach einem halben Jahr absoluter Spielpause habe ich mir gestern zum ersten Mal wieder das Akko zur Brust genommen. Gibt es eine Steigerung für Frust? "Frustissimo"? Immerhin haben die Hände und Finger den geliebten "Drehorgel-Walzer" fast spielend gemeistert, während der Kopf noch nicht so ganz mitbekam, was da eigentlich abläuft.
     
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  2. Schtine01

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    Erstellt: 20.10.19   #2142
    Ah! In Frustissimo sind vermutlich alle die Stücke notiert, die man wirklich gut und flüssig kann, dann weglegt und die sich beim erneuten Hervorholen Monate später anfühlen, wie völlig unbekannt. Betrifft komischerweise nur Lieblingsstücke :weep:

    Nachdem der Accordion Trip 1 doch langsam etwas öde wurde, bekommt der Unterricht neue Impulse durch ein neues Heft: Ragtimes, Ballads & Blues von Tesse Telman (de Haske/Hal Leonard) Lustigerweise hatte ich das Heft im Urlaub in einem Musikgeschäft in der Hand (der Himmel für Fender-Fans übrigens. War kurz davor, es spontan doch mal wieder mit Gitarre versuchen zu wollen, alleine, weil die alle so schön waren... ) dann aber wieder weggelegt weil sowieso schon zu viele ungespielte Noten zuhause.

    Die Stücke sind ganz spannend für zwei Akkordeons gesetzt mit interessanten Bass-Varianten. Um nicht jedes Mal im Unterricht über Bässe zu fallen, die unbekannt sind, arbeite ich inzwischen mit Hilfe der Basstabelle vor. Unglaublich, was auch der ältere Mensch (hüstel) noch so lernen kann, wenn er muss :opa:

    Zur Ansicht hier mal ein Beispiel aus dem Heft - der Keyhole Rag:

    https://www.youtube.com/watch?v=F9G2eAs1a8U
     
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  3. Tygge

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    Erstellt: 28.11.19   #2143
    Its never too late... B6108E72-7604-4443-B022-68454024C236.jpeg
     
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  4. Jetzt aber!

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    Erstellt: 29.11.19   #2144
    Ob sie auch so gut auf ihrem Royalstandard 32 spielt wie dieser Herr von Liberty Bellows?
     
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  5. Schtine01

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    Erstellt: 30.11.19   #2145
    Der Herr schaut mir zu oft auf die Tasten :engel:
     
  6. lil

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    Erstellt: 30.11.19   #2146
    bei diesem Herrn kann ich mir vorstellen, dass er standardmäßig ein größeres / großes Instrument spielt. Wenn du dann plötzlich so eine kleine Kiste vor der Brust hast, ist es verständlich, dass du öfter auf die Tasten siehst als sonst, da die ganze Tastatur gegenüber der gewohnten in der Höhe verschoben ist. Wenn das sein gewohntes Instrument ist, dann ist es etwas anderes (aber das wissen wir halt nicht) ...
     
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  7. Schtine01

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    Erstellt: 30.11.19   #2147
    Liebe @lil , das war ein Scherz :D als solcher eben nicht gekennzeichnet :rolleyes:

    Also, am Instrument liegt es schon mal nicht, dass ich den Valse d'Amelie nicht spielen kann...

    https://www.youtube.com/watch?v=MdYQDJ97wSs

    (dauert ziemlich, bis der kommt)

    Das ist mein Instrument, also, bevor es mein Instrument wurde. Vielleicht hat es das einfach inzwischen verlernt.... Immerhin, Libertango kann es noch. Wenn auch ohne Bass und nur als 3. Orchesterstimme :eek:
     
  8. Rittersporn

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    Erstellt: 12.12.19   #2148
    Hallo lieber cosmodog,
    ,Danke für das Bild. Es ist gut.
    Vor zwei Jahren habe ich eine Lehrerin gefunden und seit dem lerne ich. Es war nicht einfach, vieles war vergessen, aber durch viel Ehrgeiz und Fleiß bin ich gut voran gekommen. Mittlerweile habe ich noch 2 Mitschüler bekommen. Einer ist sogar 10 Jahre älter (70). Es ist immer eine schöne Unterrichtsstunde.
    Manchmal haben wir schon zu viert spielen können und es hat gut geklungen.
    Danke Rittersporn
     
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  9. wepsch

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    Erstellt: 19.01.20 um 10:37 Uhr   #2149
    Nutze die Ruhe in diesem Gewindteil :)
    Brauche mal wieder die Unterstützung des Forums.
    Nach nun etwas über zwei Jahren üben, sind einige Musikstücke zusammengekommen, die ich spielen kann, auch mit Gesang, zumindest finde ich das es Gesang ist.
    Muss aber feststellen, dass nach wenigen Tagen nicht spielen, die Stücke nicht mehr so richtig präsent sind.
    Was mich beschäftig, ist die Frage: macht es Sinn ein neues weiteres Stück zu üben, wenn das geübte noch nicht zu 100% gefestigt ist?
    Fehler sind zum Bespiel, es ist ein G7 gefordert und ich spiele ein Gd oder umgekehrt. Auf der Diskantseite komme ich dann gelegentlich nicht auf die richtige Taste. Im Ergebnis sind immer Fehler vorhanden.
    Also einfach weiter machen, es wird schon besser oder
    Solange üben bis es perfekt ist?
    Vergleiche das mal mit Mathematik, wer nicht addieren und subtrahieren kann, braucht mit dem potenzieren usw. nicht anfangen.
    Danke für die Unterstützung und einen sonnigen Sonntag.
     
  10. Schapka93

    Schapka93 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.20 um 11:16 Uhr   #2150
    Ich würde das ehrlich gesagt nicht so streng sehen. Da verwechselt man mal ein G-Dur mit G7...was solls. Wenn du Lust auf ein anderes Stück haben solltest, dann lege doch das aktuelle Lied einfach zu Seite und sieh es dir noch einmal später an. Du musst ja nicht auf irgendwelchen Wettbewerben dich pingeligen Bewertungen stellen. Wenn du allerdings aktuell einfach nicht zufrieden bist mit dem Stück, dann übe es ganz in Ruhe noch etwas weiter. Spiel es so langsam, dass du für jeden Takt und für jede Note genug Zeit hast, dich auf diese vorzubereiten. Bevor du mit dem Stück beginnst, sag dir regelrecht vor auf was du achten willst - hilft mir zumindest meist ganz gut. Du musst dich aber zwangsläufig nicht einem neuen Stück verschließen, wenn du trotzdem darauf Lust haben solltest. Spiel einfach so, dass du die maximale Freude daraus gewinnst. Der Rest kommt nebenbei dazu.
    LG,
    Daniel
     
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  11. Tygge

    Tygge Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.20 um 11:30 Uhr   #2151
    Moin @wepsch, wenn ich den Eindruck habe, in einem Stück festzusitzen oder gar Rückschritte zu machen, lege ich es beiseite. Ich reaktiviere dann andere Stücke oder lerne ein neues. Nach ein paar Wochen komme ich dann auf das Problemstück zurück und meistens flutscht es dann besser. Passieren mir Fehler wie du sie beschreibst bei einem Stück, das für einen Vortrag ansteht, dann werden die Problemteile identifiziert und isoliert geübt (Fingersatz, erst langsam, dann schneller, dann wieder langsam usw., dann Einbau in eine längere Sequenz usw.) Viele Wege führen nach Rom und es ist gut sich den zu suchen, der für einen passt.
    LG Tygge
    ....und genieße die norddeutsche Sonne. Sie macht sich in letzter Zeit sehr rar
     
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  12. maxito

    maxito Akkordeon-Mod Moderator HFU

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    Erstellt: 19.01.20 um 11:54 Uhr   #2152
    Hätte ich das konsequent so gemacht, dann säße ich noch immer am ersten Stück...:o


    Nach meiner Erfahrung ist das nicht möglich - irgendwann kommt der Punkt, da kommt man an dem Stück so nicht mehr weiter. Dann lass ich das Stück einfach mal so wie s in dem Zustand ist. Besser bekomm ich s zu dem Zeitpunkt auch eh nicht hin - entweder weil ich nicht sicher genug spielen kann, oder weil ihc nicht konstant genut die Passage glecih spielen kann. Dann ist das zu dem Zeitpunk halt einfach so und ich versuche nur zu bewerte: Sind die Fehler so, dass das das gesamte Spiel nicht elementar stört, oder sind die Fehler so dass es das ganze Stück "schmeißt"?

    Im ersteren Fall spiele ich das Stück dann mitsamt der Fehler die noch drin sind oder sich beim Spiel einschleichen. Im zweitere Fall lege ich das Stück erstmal noch ne Weile auf die Seite.

    Das überraschende ist nämlich, dass Stücke, an denen man am verzweifeln war oftmals besser gehen, wenn man die ne Ganze Weile nicht mehr gespielt hat und zwischendurch was ganz anderes gespielt hat. Man lernt immer wenn man spielt und auch wenn man mitunter was ganz anderse spielt und übt, so gibt es trotzdem auch einen Lerneffekt der sich dasn positiv auf das Stück auswirkt das erst mal gar nicht so recht ging und das man aber zwischendurch gar nicht direkt weiter geübt hatte.

    Klar das lässt sich locker formulieren, wenn man schon diverse Stücke hat die man einigermaßen kann - da lässt sich das eine oder andere Stück besser verschmerzen, wenn das grad nicht besser werden will. Aber das gilt grundsätzlich.

    -> Lass dich von deinen Fehlern nicht kirre machen! Spiel einfach weiter. Mit der Zeit wirst du feststellen, dass du trotzdem besser geworden bist und unbemerkt auf eine höhere Stufe gekommen bist!
     
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  13. FerdinandK

    FerdinandK Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.20 um 12:20 Uhr   #2153
    Also eine Lösung des Problems hast du selbst schon erwähnt
    Das ist immer dann der Fall wenn es noch nicht "sitzt", einmal (besser mehrmals) am Tag eine Wiederholung (brauchen ja nur ein paar Minuten sein.

    Warum keine neuen Stücke, das eine hat mit dem anderen gar nichts zu tun. Ich kann am Klavier immer noch keine perfekte gis-moll Tonleiter beidhändig über zwei Oktaven, trotzdem spiele ich. Am Akkordeon kann ich noch viel weniger und auch hier spiele und übe ich was eben möglich ist (und immer ein klein wenig mehr).

    Ich bin der Meinung, dass eine Woche jeden Tag 1h üben (und dann 4 Wochen nix) mehr bringt, als fünf Wochen einmal pro Woche 1h.
     
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  14. wepsch

    wepsch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.01.20 um 13:04 Uhr   #2154
    Bedanke mich herzlich für den Zuspruch und die damit verbundene Motivation.
    Dann wird in Dublins fair city erst mal hinten angestellt, Molly ist so wie so nicht mehr zu haben. Bekomme das mit den achteln am Anfang nicht hin.
    Dafür kommt "Wo die Nord oder Ostesswellen trecken an den Strand.
    Werde weiter berichten, auch wenn es selten ist. Nach wie vor eine sehr gute Entscheidung mit dem Akkordeon anzufangen. Möchte es nicht mehr missen.
    Lieben Gruß
    Wolfgang
     
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