Akkordeon lernen mit 50 plus

Um zu lernen, als alleiniges Schulwerk deutlich zu schnell, es müssen also auf jeden Fall noch ergänzende Stücke dazukommen. Als Spielheft nette Sachen, vor allem in der hinteren Hälfte, aber als Schule?
Welches Schulwerk hast du fürs Knöpfe-Lernen genommen?
 
gekauft habe ich mehrere:
die Galliano-Schule war die erste. Die kaufte ich, weil ich das Instrument hatte, mein zukünftiger Lehrer aber noch Sommerferien hatte und ich mir am Anfang nichts falsches angewöhnen wollte. Mit dem Lehrer benutzte ich sie dann kaum.
Nach etwas mehr als einem Jahr trennte ich mich von dem Lehrer und übte erst mal alleine "in der Gegend rum". In der Zeit kam die nächste Schule dazu: die Knopfgriff-Schule von Schmitz-Draeger. Aber auch die benutzte ich nicht systematisch, frag mich nicht, warum. Aus diversen Gründen kam ich in der Zeit allerdings eh nicht viel zum Üben ...
Als ich dann wieder eine Lehrerin fand, empfahl sie mir "Das Accordeon-Buch" von Angelica Paulic und die Schule von Elsbeth Moser "Ein systematischer Weg", aber benutzt habe ich auch diese beiden nicht wirklich viel.
Galliano habe ich wieder verkauft, Schmitz-Draeger wollte ich, wurde sie aber hier im Forums-Flohmarkt nicht los und auf ebay hatte ich keine Lust, also liegen beide Bände halt rum, wie die beiden anderen Bücher auch ...
Meine Lehrerin "triezt" mich im Unterricht neben der Arbeit an Stücken immer wieder mit technischen Übungen - Tonleitern, Arpeggien, 5-Ton-Figuren, ... - das sind eigentlich (obwohl ich sie nicht leiden kann) die Elemente, die mich weiterbringen.
 
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ich legte mir die Schule zu, als ich begann Knopfgriff zu lernen und verkaufte sie relativ bald wieder. Denn sie ging mir deutlich zu schnell vor: in ca. 100 Seiten von Null ("wie halte ich das Akkordeon") auf Profilevel!
Um zu lernen, als alleiniges Schulwerk deutlich zu schnell, es müssen also auf jeden Fall noch ergänzende Stücke dazukommen. Als Spielheft nette Sachen, vor allem in der hinteren Hälfte, aber als Schule?

Danke, INge!
Ich suche kein neues Schulwerk, denn mit Hozschuh, Haas, Kölz u.a. bin ich reichlich eingedeckt. Was mich dagegen interessiert, ist eine nicht-deutsche Herangehensweise. Die kindgemäßen Illustrationen, die in den Rezensionen auf Amazon.fr bespöttelt werden, stören mich nicht, denn ich bin ein Spielkind geblieben.:D

Gruß,

Karl-Heinz
 
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aber das schlichte Kinder-Liedchen von dem räuberischen Fuchs 10 Stücke vorher kriege ich einfach nicht auf die Reihe.
Ja, hat wohl jeder ein paar davon. :-D Neulich habe ich mich das erste Mal an TexMex-Musik versucht und habe Wochen gebraucht, um das eigentlich doch simple Viva Seguín! einigermaßen hinzukriegen. Klingt natürlich noch lange nicht so feschen wie beim Meister. :oops:
 
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Ja, hat wohl jeder ein paar davon. :-D Neulich habe ich mich das erste Mal an TexMex-Musik versucht und habe Wochen gebraucht, um das eigentlich doch simple Viva Seguín! einigermaßen hinzukriegen. Klingt natürlich noch lange nicht so feschen wie beim Meister. :oops:

Simpel? Oh Mann!

Ich habe heute im Unterricht mit einem Raubvogel gekämpft, der da geflogen kam. Balgwechsel mitten im Takt, Fingerwechsel beim letzten c-Akkord zum 2/8 Auftakt des nächsten Melodiebogens in D (aber nicht schon D spielen sondern noch c!!!)), Sprung von C auf D, beim ersten d7 dann zum fis greifen, usw.

Fast zu viel auf einmal für einen alten Mann. Gut, dass seine Pumpe noch in einem sehr guten Zustand ist.:cool:

Karl-Heinz
 
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@Jetzt aber! : "Simpel" ist natürlich immer relativ zu dem, was man sonst gerade so spielt. Das ändert sich mit der Zeit. Auch bei dir. :cool:
 
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ich legte mir die Schule zu, als ich begann Knopfgriff zu lernen

Ich nehme an, du warst vorher schon eine erfahrene Spielerin auf dem Piano-Akkordeon; hattest also ein solides musikalisches Fundament. Trotzdem scheint dir die Umstellung auf Knopf nicht leicht gefallen zu sein, obwohl aus meiner NAIVEN Sicht doch nur andere Griffe für die rechte Hand antrainiert werden mussten? Es steckt also wohl mehr dahinter?

Den Link zum Youtube-Video des gemeinsamen Auftritts von Vater und Sohn Galliano, den ich kürzlich "gepostet" hatte, zeigt Vater auf Piano und Sohn auf Knopf. Wenn Papa Lucien immer schon Piano gespielt hat, hat er klein Richard doch sicher das Spielen auf dem Piano Akkordeon beigebracht. Richard spielt aber Knopf (vielleicht sonst auch Piano, weiß ich aber nicht).

Was treibt jemanden an, von Piano auf Knopf umzusteigen und vielleicht Knopf zu bevorzugen? Und kann man beides gleichzeitig betreiben?
 
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Danke, Puckiliese, für den erhellenden Link! Bei meiner Pranke mit Handschuhgröße XXL und einer Spannweite von c' bis locker e'' lohnt sich also zumindest der Umstieg aus rein grifftechnischen Gründen nicht. :D

Aber vielleicht kaufe ich mir mal ein kleines diatonisches als Ersatz für meine MuHa.

Karl-Heinz
 
Grund: Überflüssiges Komplettzitat des Vorgängerbeitrags entfernt
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
obwohl aus meiner NAIVEN Sicht doch nur andere Griffe für die rechte Hand antrainiert werden mussten? Es steckt also wohl mehr dahinter?
Im Prinzip hast du recht - es müssen "nur" andere Griffe antrainiert werden. Damit hast du aber gleich den Finger auf die Wunde gelegt: es müssen andere Griffmuster antrainiert werden. Bei einem absoluten Anfänger müssen Griffe gelernt werden. Bei einem Umstieg muss aber ein früher gelerntes und vertieftes und verinnerlichtes Griffmuster durch ein anderes quasi überschrieben werden. Und da der Mensch (leider) keine "Löschen"-Taste hat, kommt das alte Griffmuster immer wieder in die Quere. 40 Jahre auf Taste lassen sich nicht so schnell überschreiben - z.B. wenn ich das Notenbild eines Dur-Akkords vor mir sehe (sei es auf Papier oder nur in meiner Vorstellung), dann sortieren sich meine Finger automatisch in die Anordnung dieses Akkords auf Tasten. Um die Finger in die Knopf-Anordnung zu sortieren, muss ich denken. Dazu kommt bei mir ein Zeit- und Energieproblem, da ich Schicharbeit :( leiste und z.B. jetzt nach Feierabend der Spätschicht vor dem Computer abhänge anstatt ne Runde zu üben ...

Bei meiner Pranke mit Handschuhgröße XXL und einer Spannweite von c' bis locker e'' lohnt sich also zumindest der Umstieg aus rein grifftechnischen Gründen nicht
Bei solchen Händen hätte ich sicher auch nicht an einen Umstieg gedacht (da würde ich auch keinen Knopfgriff empfehlen sondern ganz klar für Taste plädieren) - aber ich habe schon Schwierigkeiten, eine Oktave sauber zu greifen ...

Und kann man beides (Knopf und Taste) gleichzeitig betreiben?
Ja, es geht beides parallel (auch wenn ich oben von "alte Griffmuster durch neue überschreiben" schrieb, so gehen die alten doch nicht verloren). Wenn man es mal kann, sowieso ;) Was ich nicht mache, ist ein Stück auf beiden Instrumentenarten zu spielen. Wenn ich etwas auf Knopf angefangen habe, spiele ich es nicht mehr auf Taste. Und vor knapp einem Jahr habe ich mein Tasteninstrument komplett eingemottet. Ich spiele Taste noch bei Treffen auf Fremdinstrumenten, aber ich übe es nicht mehr. Aber nicht, weil es parallel nicht ginge, sondern um meine Übezeit und -energie auf Knopf zu konzentrieren. Für die Mods gestrichen Ach ja: sucht jemand ne Morino VN in nicht Top-Zustand?
 
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Méthode Complète D'Accordéon

Kam heute mit der Post. Eine wunderschön illustrierte Buchausgabe. Zum Lernen ohne Lehrer wirklich zu schwierig und zu schnell voranschreitend, aber darum ging es mir ja auch nicht.

Interessant für mich darin der Bass-Einstieg mit allen vier Fingern auf den Grundbässen; eine Methode, die auch Peter Haas zu Beginn seiner Schule propagiert. Eine Methode, die ich noch nachholen muss, um vom üblichen Um-ta der Holzschuh-Schule wegzukommen, und die sicher auch für das Melodie-Bass-Spiel wichtig ist.
 
Mein Sohn lernt genau das.Alke vier Finger auf den Grundbässen.
 
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ICh habe noch kein Akkkrdeon.Kann gedade den Untericht für Junior stemmen.Dazu kommt das Leihgerät für ihn.
 
Hallo @Scary17 - schön wieder von Dir zu hören :great: Freut mich sehr! Vielleicht klappt es ja bald auch mit einem Instrument für Dich.

So, gehe mir jetzt ein Loch buddeln :embarrassed: habe das Vorspiel gestern sowas von voll verk....t... linke und rechte Hand hatte ich zwar dabei, mein Gehirn scheint aber während des Vorspiels lieber eine Runde um den Block gegangen zu sein. Da war nur Leere. Absolute Leere. Ich konnte nicht mal mehr die Noten erkennen (und das bei einem Stück, das ich auswendig kann) ....
 
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und du weißt, sie käme wieder zurück. :eek:

.... glaubst Du wirklich??? Danach sieht sie aber nicht mehr so gut aus und macht komische Sachen... :D :D :D :D

Die Consona kann absolut nichts dafür - im Gegenteil, der hat es in dem Saal mit seiner tollen Akustik ausgesprochen gut gefallen. Sie wäre da gerne noch ein bisschen geblieben und hätte Musik gemacht.

Ein bisschen war ich auch selber schuld. Ich hätte mich mit Akkordeon und Noten in eine stille Ecke verziehen und mich warmspielen sollen (im Saal ging es nicht, weil sich die Pianisten ständig um den Flügel gebalgt haben und die Violinisten ihre Instrumente temperiert halten mussten) um die Nerven zu beruhigen. Egal. Nächstes Mal wird es besser.
 
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Ein bisschen war ich auch selber schuld. Ich hätte mich mit Akkordeon und Noten in eine stille Ecke verziehen und mich warmspielen sollen.

Ich denke, das Warmspielen (15-30 Minuten) vor einem Vorspiel ist ein absolutes Muss. Darauf musst Du bestehen, eine solche Möglichkeit muss geschaffen werden. Das muss klar geregelt werden bei den Vorbereitungen.

Andernfalls besser auf ein Vorspiel unter solchen Umständen verzichten. Die Zuhörer werden nämlich ein verkorkstes Vorspiel nie mit den ungenügenden äußeren Umständen, zum Beispiel das Fehlen einer Warmspiel-Möglichkeit verbinden, sondern stets den mangelnden Fähgkeiten des Vorspielers zurechnen.

Das Warmspielen ist für Amateure und Profis gleichermaßen wichtig und hat nichts mit Diven-haftem Benehmen zu tun. Ein einzelnes Stück bei einem Vorspiel zu präsentieren ist wirklich sehr kritisch. Bei größeren Auftritten jenseits des Vorspiels in der Musikschule kommt sogar erleichternd hinzu, dass man mit ein oder zwei leichteren Stücken beginnen kann, bevor es an die kniffeligeren Sachen geht.

Man sollte sich nicht davon irritieren lassen, wenn man sieht, dass ein Profi sich spontan eine Kiste schnappt und "kalt" loslegt: was der dann spielt, ist für sein Niveau nur einfachste Mucke.

Viele Grüße

morino47
 
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