Aktiv-Box aufdrehen oder den Mischer?

von Trommelmann, 05.05.08.

  1. Trommelmann

    Trommelmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.08   #1
    Hallo!
    Genialer Titel, ich weiß, aber ich habe ein Einstellungsproblem. Meine Gemeinde hat sich gerade zwei Mackie SRM 350 gekauft, dazu stelle ich einen Yamaha MG 10/2 zur Verfügung. Damit werden Gesang und Gitarre verstärkt. Aus dem Pult geh ich mit zwei Klinkekabeln (jaja, ich weiß...) in die Boxen. Außerdem noch einen kleinen, alten dB-Bodenmonitor.
    Nun stellt sich die Frage, ob ich lieber die Aktivboxen voll aufdrehe und den Mixer leise halte oder aus dem Mixer mit voller Kraft raus gehe und die Boxen leise halte. Was ist ungesund?
    Und gleiches für den Bodenmonitor, den leise halten und mit viel Saft aus dem Pult ansteuern oder den Monitor voll aufreißen und mit kleiner Krat aus dem Pult ansteuern?
    Ins Pult gehen nur drei Mikros und der LIneout eines Marshall Acoustic-Verstärkers.

    Danke für alle nötigen Tipps, auch gern Links aus dem Forum, ich hab präszise dazu erst mal nix gefunden.
     
  2. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 05.05.08   #2
    Grundsätzlich sollte man halt so arbeiten, daß man weder irgendwo im Signalweg übersteuert (also z.B. Aktivbox mit zu hohem Eingangspegel vom Mischer überfährt oder der Mischer selbst clippt) noch unnötig hohes Grundrauschen erhält.

    Ersteres ist klar und spricht pro Box voll aufdrehen und Lautstärke am Mischer regeln. Allerdings kann es bei leisen Pegeln evtl. so aussehen, daß man den Master am Mischer dann bei -40dB stehen hat und der Regelweg somit ungünstig ausfällt. Dann eben entsprechend Eingangsregler der Box runterdrehen.

    Auf der anderen Seite produzieren manche Aktivboxen bei voll aufgedrehtem Regler ein unnötig hohes Grundrauschen, welches deutlich geringer wird, wenn man den Regler zurückdreht und vom Pult her heisser fährt.

    Entscheiden muß man das im Einzelfall bzw. nach eigenem Geschmack.


    der onk
     
  3. Trommelmann

    Trommelmann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.08   #3
    Ok, dann lief ja bis jetzt alles halbwegs richtig. Beim Mischer war ich immer ein Stück hinter dem Übersteuern und bei den Boxen meist in der goldenen Mitte.
    Danke für die Info!
     
  4. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.05.08   #4
    Prinzipiell ist es immer besser, mit möglichst großem Eingangspegel zu arbeiten, da dann der Signal-Rausch-Abstand am besten ist.
    Jedem Signal wird Rauschen überlagert. Wenn Du also mit kleinem Pegel aus dem Mixer gehst, hast Du einen schlechteren Rauschanbstand, als bei großem Pegel. Wenn Du jetzt die Box aufreißt, verstärkst du auch das Rauschen. Also besser den Mixer laut und die Lautstärke an der Box regeln.
     
  5. moffer

    moffer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.05.08   #5
    Hey, die gleiche Frage hab ich mir auch gestellt - danke für die Antworten :great:
    Und zufälligerweise haben wir auch eine ähnliche Ausrüstung, jedoch 2*SRM 450.

    Daher stelle ich gleich mal ne Frage, auch wenn sie nicht ganz zum Thread Titel passt:
    Könnt ihr euch vorstellen, warum bei dieser Kombi der Gesang immer noch zu leise ist? Ich muss quasi schreien, um gehört zu werden - da bedanken sich dann meine Stimmbänder danach :(
    Ich denke, diese Kombi ist schon echt gut (vor allem klarer Sound) - nur kommt der Gesang halt leider nicht gegen Drums, Bass, 2*Git, Keyboard und E-Geige an.
    Jetzt sag aber n Drummer mal, er solle nicht so doll draufhauen :cool:
    Noch irgendwelche Tips? Es ist noch Reserve am Mischer und an den Boxen - jedoch dann mit Feedback oder übersteuert :(
    Liegt es vielleicht am Microphone? Gibt es Mics mit nem höheren Ausgangspegel? Nutze einen Shure SM57 Nachbau.

    Danke im Voraus!
     
  6. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 06.05.08   #6

    Sobald es übersteuert, liegt entweder irgendwo eine fehlerhafte Einstellung vor (Gain am Mischer zu weit auf, zuviel Pegel auf dem Summenbus, Eingang der Aktivbox überfahren...) oder man ist tatsächlich am Leistungslimit der Anlage. Letzteres kann ich mir im Proberaum aber echt nicht vorstellen und das auftretende Feedback spricht ja auch dafür, daß es ohne selbiges noch lauter ginge.

    Also müsst Ihr wohl was gegen das Feedback unternehmen. Gutes Mikro, optimierte Aufstellung Mikro/Box/Ohr und danach Griff zum EQ, so vorhanden. Falls nicht, wäre die Anschaffung eines Terzband-EQs der nächste Schritt, um problembehaftete Frequenzbereiche abzusenken.


    domg
     
  7. J.B.Goode

    J.B.Goode Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.05.08   #7
    Als Ausgangspunkt nehme ich meist eine zu 3/4 aufgedrehte Endstuffe/Aktivbox und regle die Lautstärke per Mischpult. Dann regelt man an der Endstuffe nach, hängt aber wie vorhin gesagt wurde vom Equipment ab. Auch hängt es davon ab, wie aufwändig das Nachregeln der Endstuffe im Liveeinsatz ist, wenn diese zu weit vom Pult steht, drehe ich zur sicherheit die Endstuffe etwas mehr auf um mehr Headroom zu haben.
     
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