Aktive PU's mit wiederaufladbaren Batterien?

von Knister, 05.10.07.

  1. Knister

    Knister Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #1
    Hey,

    es gibt ja Geräte, die man nicht mit Wiederaufladbaren Batterien betreiben darf? Gehären aktive PU's auch dazu? (Ich hab EMG-81)
     
  2. DerOnkel

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    Erstellt: 05.10.07   #2
    Natürlich kannst Du Akkus zum Betrieb einsetzen. Nachteilig ist allerdings die kürzere Laufzeit, die einerseits durch die geringere Kapazität - spricht Ladung - und andererseits durch die geringere Zellenspannung entsteht.

    Zerstörungen treten definitiv nicht auf, solange man die zulässige Versorgungsspannung des Gerätes nicht überschreitet!

    Ulf
     
  3. Hades-von-utopia

    Hades-von-utopia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #3
    Ja kann man. allerdings gehen die von einer sekunde auf die andere aus, weil nicht mehr genug saft vorhanden.
    Im proberaum und zu hause kein problem. Auf der bühne würde ich allerdings normale nehmen, nur so zur sicherheit.:rolleyes:
     
  4. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.07   #4
    Moin,

    Akkus lohnen sich wegen der geringen Stromaufnahme wenig bis garnicht. Sinnvoller kann man sie bei Schaltungen mit hohem Batterieverbrauch einsetzen, um die Kosten zu senken - man muss halt öfters nachladen und sollte unbedingt Ersatz dabei haben, damit man im ungünstigsten Moment (natürlich Samstag abends vor Publikum) keinen Schiffbruch erlebt............

    Ich würde übrigens unbedingt, wenn unbedingt Akkus verwendet werden sollen, auf moderne Ni-MH-Typen setzen, weil der Memory-Effekt schwach ausgeprägt ist. Sie müssen, wie die meisten Akkus, öfters nachgeladen werden, weil sie eine ausgeprägte Selbstentladung haben (alle ein, zwei Monate sollte reichen, je nach Benutzungshäufigkeit).
     
  5. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 06.10.07   #5
    Akkus sollen Strom aufnehmen? Aber doch wohl nur im Ladegerät, oder? ;)

    Ulf
     
  6. Knister

    Knister Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #6
    Okay, vielen Dank :)
     
  7. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #7
    So besser?
     
  8. Asphetis

    Asphetis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #8
    Nunja es stimmt schon, das Ni-MH Akkus besser sind. Aber sie besitzen im Gegensatz zu ihren Ni-Cd Kollegen KEINEN Memory Effekt, allerdings legen sie ein Verhalten an den Tag, das oft als "Lazy-Battery" bezeichnet wird.
    Wird der Akku immer nur schwach entladen, so "gewöhnt" er sich daran und hat dann im Bedarfsfall keine "Power". Lässt sich mit ein paar Ladezyklen allerdings vollständig beheben.

    Der Rat zu Ni-MH Akkus ist also aufjedenfall korrekt, da man ja gerade bei solchen Akku's öfters mal lädt, damit man nicht irgendwann auf dem Trockenen sitzt ;)

    Ich würde trotzdem Batterien nehmen, da sie einfach eine höhere Zellenspannung besitzen, was dazu führt das sie mehr Output haben.
    Falls Akkus gekauft werden sollte aufjedenfall auf eine höhere mah-Zahl geachtet werden (Richtung 2,5k - 3,0k) da sonst der Innenwiderstand der Zelle ansich grösser ist und dadurch teilweise die Nennspannung vorallem gegen Ende des Ladezustands deutlicher Unterschritten wird und der Unterschied zu den Batterien NOCH extremer ist.
    Wer billig kauft, kauft zweimal (oder hat nacher keinen Spass dran).

    mfg

    Zaltaal *edit* ich meine "Asphetis" ^^ tut mir Leid.
     
  9. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.10.07   #9
    Was passiert denn bei dem "Lazy-Effect"?

    Das hört sich für mich an wie ein Memory-Effekt. Bildet sich da auch ne Salzschicht an den Elektroden?
     
  10. Asphetis

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    Erstellt: 08.10.07   #10
    Ja, im Prinzip isses auch nix anderes, nur im Gegensatz zum Memory-Effekt lässt er sich beheben und er entsteht eben anders. Werden die Akkus oft benutzt und "richtig" gefordert tritt er nicht auft (bzw. nicht merklich).

    Bei Wikipedia steht folgendes dazu:

    "Der Begriff Batterieträgheitseffekt bezeichnet ein Problem bei Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren, der zu einem Abfall der im Akku gespeicherten Ladung führt. Er ist ähnlich dem Memory-Effekt, der bei Nickel-Cadmium-Akkumulatoren auftritt, und wird ebenso wie dieser verursacht durch unvollständige Entladung vor dem Wiederaufladen des Akkus. Allerdings bricht beim Batterieträgheitseffekt die Akkuspannung nicht wie beim Memory-Effekt mehr oder weniger sofort zusammen, wenn die Stelle der Teilentladung erreicht wird; vielmehr ist die Akkuspannung über den gesamten Entladevorgang etwas geringer als bei einer nicht unter dem Effekt leidenden NiMH-Zelle.

    Der Batterieträgheitseffekt verändert also nicht die elektrische Kapazität und Gesamtladung (≙ abgegebene Stromstärke mal Zeit) des Akkus, sondern verringert durch die herabgesetzte Spannung während des Entladens die abgegebene Leistung des Akkus. Da diese Auswirkungen jedoch etwa zehnmal geringer sind als es beim Memory-Effekt der Fall ist, kann der Batterieträgheitseffekt oft vernachlässigt werden.

    Der Batterieträgheitseffekt ist reversibel: er kann durch etwa fünf vollständige Lade- und Entladezyklen mit einem geeigneten Ladegerät (z. B. aus dem Modellbau) wieder beseitigt werden."

    Wie ich also schon erwähnt habe ist der Effekt zwar vergleichbar aber nicht das selbe.
    Es wird nicht wie beim Memory Effekt die Zelle nur bis zu einem bestimmten Punkt entladen (geringere Kapazität), d.h. sie "merkt" sich nicht wann sie an diesem Punkt ist, sondern sie gibt einfach weniger Spannung ab, da sie davor auch daran "gewöhnt" war, nur wenig abzugeben. Dadurch hat sie eine geringere Leistung (wie auch oben steht).

    Zusammenfassung:

    Ni-MH: Lazy-Battery, kein Memoryeffekt
    Ni-Cd: Memoryeffekt
    beide: Selbstentladung
    Batterien: höhere Spannung, keine Selbstentladung

    Gerade bei einem Pickup wären also Batterien im Vorteil, da man ja nicht dauernd spielt und auch mal 3,4 Wochen mit einer Batterie/Akku auskommen will.
    Ich halte bei Ni-MH AKkus ne Selbstentladung von ca. 20% pro Woche durchaus für realistisch. Und das ist halt einfach im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien ein Nachteil.


    Ich hoffe das beantwortet die Frage

    mfg

    Asphetis
     
  11. Granufink

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    Erstellt: 09.10.07   #11
    Die höhere Spannung der Batterie (kann man auch bei Wikipedia lesen) ist erstmal korrekt, aber das gilt nur für den Neuzustand - mit der Zeit sinkt die Leerlaufspannung nahezu linear ab und fällt irgendwann unter das Niveau von z.B. NiMH, die ihre Spannung über die gesamte Entladedauer nahezu beibehalten, dann aber recht rapide abfallen.

    Der Innenwiderstand von Akkus oder Batterein dürfte für den Gebrauch nahezu egal sein, da die Stromaufnahme recht bescheiden und konstant ist - ein plötzlicher Spannungseinbruch ist daher eher unwahrscheinlich (solange die Dinger geladen sind).
    Der Wert (m)Ah gibt übrigens die Kapazität an (und nicht den Innenwiderstand) und ist somit ein Indiz für das Stehvermögen einer Batterie bzw. Akku.
     
  12. Asphetis

    Asphetis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.07   #12
    Das stimmt zwar nur ists in dem Fall egal, weil ja wie gesagt die Schaltung nicht wirklich viel Spannung braucht. Der Innenwiderstand ist genau aus diesem Grund auch wirklich egal, aber für gewöhnlich besitzen hochwertige Akkus mit einer hohen Kapazität eben einen eher geringen Innenwiderstand und dementsprechen eine höhere Spannung. Das die mah-Zahl die Kapazität angibt und primär anderen Zwecken dient ist mir zwar bewusst, aber danke für den Hinweis ;)

    Aber wie dem auch sei wir verlieren uns hier in technischen Details und antworten total an der Frage vorbei :rolleyes:. Ich würde Batterien nehmen, Akkus gehn auch.
     
  13. Granufink

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    Erstellt: 10.10.07   #13
    Richtig - aber ich bin unverbesserlich.:rolleyes:

    Du meinst sicherlich die Stromaufnahme. Die Spannung der Quelle soll ja weitgehend konstant sein.

    Nicht ganz - ein geringerer Innenwiderstand verursacht einen geringeren Spannungsabfall unter Last, also eine geringere Differenz zwischen Leerlaufspannung und im belasteten Zustand.

    So, genug geklugscheißert...........
     
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