Amp abgeschmiert - was nun?

Jan93
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Hallo zusammen,

mir ist gestern mein Egnater Renegade beim spielen abgeschmiert.
Sprich: von jetzt auf gleich beim Spielen ausgegangen und seitdem auch nicht mehr funktionsfähig (Sicherung bestimmt durch, da die Betriebsleuchten ebenfalls kein Lebenszeichen mehr geben).


Ich hatte über das letzte Jahr immer mal wieder das Gefühl, dass der Verstärker mehr rauscht und nicht mehr so tight klingt.
Aber über so einen Zeitraum habe ich mir dass vielleicht nur eingebildet oder schon wieder daran gewöhnt? Da fehlt der eins zu eins Vergleich zu einem neuen Exemplar.



Beim spielen gestern hatte ich den Master 2 recht weit aufgedreht (habe ich länger nicht mehr gemacht).
Direkt vor dem Abgang des Amps spuckte er Rauschen aus, ähnlich dem der Sendersuche bei einem alten Radio.


Meine Frage nun:
Bekanntes Phänomen bei Problem x?
Zwei Sätze neue Röhren (2 EL34 und 2 6L6 in der Endstufe) bestellen, neue Sicherung einsetzen und gucken ob er es wieder tut?
Oder lieber direkt zum Techniker wenn ich sehr wenig Wissen auf diesem Gebiet habe?


2011 (ein paar Monate nach dem Kauf) wurde der Gleichrichter ausgewechselt, der den Amp in unregelmäßigen Abständen von selbst Ein und Ausschalten ließ. Falls das relevant sein könnte.


Vielen Dank schon einmal im Vorraus,

Gruß Jan



Nachtrag: Alle Sicherungen scheinen noch noch intakt zu sein. Jedenfalls ist bei allen der feine Draht im Inneren nicht gerissen.
 
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Nachtrag: Alle Sicherungen scheinen noch noch intakt zu sein. Jedenfalls ist bei allen der feine Draht im Inneren nicht gerissen.

Sichtprüfung muss nicht immer Erfolgreich sein, sicherer wäre es mit'm Durchgangsprüfer (Multimeter Funktion) einmal nachzusehen ob er tatsächlich nicht durch ist. Ansonsten besitzt der Amp innen noch weitere Sicherungen. Wenn du allerdings keine Ahnung auf dem Gebiet hast -> Techniker.
 
...
Oder lieber direkt zum Techniker wenn ich sehr wenig Wissen auf diesem Gebiet habe?

....

Da neue Endrohre eh einzumessen sind, würde ich sagen: Ja!!!
(Das nötige Wissen bräuchte seine Zeit.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wje schon gesagt wurde, lassen sich Sicherungen nur mit 'nem Durchgangsprüfer "sicher" checken. Da son Amp auch starke (bis lebensgefaehrliche) Spannungen haben kann, wenn er aus der Steckdose raus ist _> brings zum Tech. Ohne die Elkos zu entleeren und auf Restspannung zu prüfen ist das zu gefährlich, da drin rumzufummeln.
 
Danke schoneinmal für die Antworten.

Ich habe alle Sicherungen per Durchgangsmessung geprüft 2 für die Endstufenröhren, und 6 im Inneren. Demnach sind alle in Ordnung.
Gibt es noch etwas, dass ich Checken kann, bevor ich den Amp zu einem Techniker bringe?

Stromkabel natürlich als erstes einmal ausgetauscht.
 
Wenn alle Sicherungen in Ordnung sind, aber der Verstärker dennoch "tot" (wie Du geschildert hast),
muss da jemand draufschauen, der Ahnung hat.
Alles Andere wäre fahrlässig, sage ich.




P.S. Schaltplan kann man schonmal raussuchen, weil Techniker-Zeit=Geld! :great:
 
Ohne die pferde scheu machen zuwollen Gabs bei denn renegades nicht mal probleme mit kaputten trafos?
 
P.S. Schaltplan kann man schonmal raussuchen, weil Techniker-Zeit=Geld! :great:

Genau weil ein Techniker der "alten Schule" kein Internet hat und den 4. Googletreffer von oben nicht finden wird. Solche Späßchen wie "ich hab da schon was vorbereitet" oder "kann es nicht xy sein" einfach sein lassen: Ihr seid nicht der einzige Kunde mit einem Problem und ihr wollt sicher nicht wissen wie häufig der Techniker das von einem Kunden hören muss. Ein Röhrenverstärker ist KEIN Hexenwerk und genau genommen sehr primitiv - solche Geschichten wie "läuft nicht" ist auch sehr schnell zu identifizieren. Schwieriger sind aussagen wie: "Der klingt komisch im 2 kHz Bereich" oder solche späßchen...

Was der Threadersteller noch machen kann, wenn er die Befugnis hat am Röhrenamp rumzufummeln, Netzt etc. getrennt ist und Spannungsfreiheit beim Amp sichergestellt wird: SCK25120 (ICL1) auf Widerstand prüfen. Das bescheuerte bei dem Verstärker ist der sehr große Ringkerntransformator, der einen großen Einschaltstrom besitzt. Um den zu Begrenzen kam der Hersteller auf die Idee nen Thermistor zu verbauen. Der sollte beim Messen um die 12 Ohm haben. Auch bei dem die Lötstellen einmal überprüfen, wenn der heiß geworden ist kann es gut sein das er sich auslötet bzw. eine kalte Lötstelle verursacht.

Wichtig: Nur bei sichergestellter Spannungsfreiheit am Amp arbeiten(!) und auch nur wenn du dazu eine Berechtigung besitzt.
 
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Ich habe die Sicherung direkt an der Netzsteckerdose übersehen. Diese ist durchgebrannt.

Ich werde sie einfach mal ersetzen und gucken ob der Verstärker dann läuft, oder wieder die Sicherung fliegt.
Dann werde ich wohl den Weg zum Techniker machen.

Vielen Dank für eure Hilfe.
Jan
 
Tipp: Hauptsicherung wechseln und vor dem Wiedereinschalten alle Röhren entfernen (und sich merken, wo welche war). Wenn jetzt die Sicherung auch ohne Röhren fliegt -> Techniker. Bleibt die Sicherung jedoch heil, sind die Chancen gut, dass eine Röhre der Verursacher war. Dann nach und nach die Röhren hinzufügen um die schuldige zu finden.
 
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