Amp kaputt? Falscher Ohm-Ausgang

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oezma
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier und muss mir direkt die Blöße geben: mir ist gestern leider ein totaler Anfängerfehler unterlaufen. Habe zwei Stunden lang meinen Vollröhren Amp mit 16 Ohm auf ner 8 Ohm Box laufen lassen. Zu Hause erst ist mir der Fehler aufgefallen. Der Amp läuft noch, nichts abgeraucht und kein Totalausfall. Aber ich bilde mir ein, einen Unterschied zu vorher rauszuhören. Nun zu meiner Frage: mach ich mich nur verrückt, oder sollte ich Montag besser zur Werkstatt? Nebenbei: ich habe von Elektronik keine Ahnung (obviously).
Danke schonmal für hilfreiche Antworten!
Gruß Oezma
 
Grund: Edit-Kommentar an User
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Oezma,

wenn der Amp noch läuft, dann ist wahrscheinlich nichts kaputt. Und falls du nicht sehr laut gespielt hast, sollte es eh kein Problem sein. Ist mir auch schon mehrmals passiert und nichts kaputt gegangen.

Wenn du jetzt schon weißt, dass du dir trotzdem ständig Gedanken drüber machen wirst (oder einfach auf Nummer sicher gehen willst), dann geh zum Tech für einen kurzen Check. Vielleicht nimmt er dir einen 50 ab. Wenn du Glück hast, schickt er dich einfach heim, ohne sich den Amp anzuschauen.

Gruß
P.
 
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Kein Problem in der Regel. Die Impedanz eines 8 Ohm-Speakers schwankt je nach Frequenz zwischen 8 und 20-40 Ohm, je nach Typ. Der Amp sieht also nie immer die Nominalimpedanz.

Das sich etwas in Deinem Höreindruck verändert hat, dürfte "Psychoakustik" sein. Man hört eher, was man erwartet als das was man nicht erwartet. Wenn es nur sehr subtil ist, würde ich es ignorieren.
 
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Moin.
Habe gestern zwei Stunden lang meinen Vollröhren Amp mit 16 Ohm auf ner 8 Ohm Box laufen lassen.
Der Betrieb eines Röhrenverstärkers mit 16 Ohm Ausgang an einer 8-Ohm-Box ist möglich, aber nicht optimal auf Dauer.

Nun zu meiner Frage: mach ich mich nur verrückt, oder sollte ich Montag besser zur Werkstatt?

Da der Amp noch läuft, würde ich mir den Weg zur Werkstatt sparen.

ABER, immer besser vor Inbetriebnahme alles kontrollieren ob es passig eingestellt ist.
 
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Vielen Dank an alle für eure Antworten, die waren on point. Das beruhigt mich. Werde den Gang zum Techniker jetzt erstmal bis zur nächsten Probe verschieben. Wenn den Bandmates nichts auffällt, werde es meine Nerven gewesen sein.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

ABER, immer besser vor Inbetriebnahme alles kontrollieren ob es passig eingestellt ist.
Das Problem war, dass es auf der Box keine Nennung gab. Hab dann einen Blick auf die Speaker geworfen, da stand 16 Ohm drauf. Dass die aber zusammen 8 Ohm ergeben, wurde mir erst später klar. Wie gesagt, hab keine Ahnung von Technik. Danke für deine Antwort!
 
Grund: Vollzitat Vorpost reduziert
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da stand 16 Ohm drauf. Dass die aber zusammen 8 Ohm ergeben, wurde mir erst später klar
Das kommt dann darauf an, wie die Box verdrahtet ist.
Sind die beiden 16 Ohm Speaker parallel (meistens), hast du gesamt 8 Ohm, sind sie in Reihe kommst du auf 32 Ohm (sehr selten)

Falls du nicht weißt, wie du das erkennst....... gehen vom Kabelanschluss 2 Drähte zum einen und von da 2 Drähte zum anderen Speaker ist es parallel. Geht vom Anschuss ein Draht zum einen Speaker, von da ein Draht zum zweiten Speaker und von da wieder ein Draht zum Anschluss, ist es Reihenschaltung
 
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+1: Mach Dir keine weiteren Sorgen, mit 99.9%er Wahrscheinlichkeit ist Deinem Amp nichts passiert. Durch den Schreck bist Du gerade überempfindlich und hörst überkritisch hin.
Die Bandkollegen entspr. zu fragen, kann auch zur selbsterfüllenden Prophezeihung werden. Frag höchstens ganz neutral, da sonst auch hier die Psychoakustik beinflussen wird.
 
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Vor allem ... was soll der Techniker finden, wenn nix kaputt ist? (Ausser Geld in seinem Klingelbeutel). Den Bauteilen siehst du, sofern da kein Rauch aufgestiegen ist, die Belastung erst mal nicht an.

Aslo ... Spielen, Spielen, Spielen ... und wenn dann tatsächlich was kaputt geht, wird die der Techniker immer noch helfen können.

Gruß
Martin
 
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Die meisten Röhrenamps (!) vertragen eine gewisse Fehlanpassung nach unten. Also 8 Ohm-Box an 16 Ohm-Amp ist nicht schön, aber meistens unkritisch, wenn der Amp nicht komplett aufgerissen ist. Hier ist eher eine Fehlanpassung nach oben zu vermeiden.
Bei Transistoramps ist es genau umgekehrt. Hier wird eine zu niedrige Impedanz entweder die MosFets grillen oder, falls vorhanden, eine Sicherung.
 
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Ist aber nicht falsch, geschlossene oder Boxen mit mehreren Speakern sauber mit Watt/Ohm zu beschriften, dann ist man bei Wechsel oder Proberaumchaos

etwas besser informiert..........
 
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Oder die nicht benutzten Buchsen mit Gaffa o.ä. abkleben, macht natürlich nur Sinn, wenn man Boxen mit der gleichen Impedanz anschließt....
 
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...Den Bauteilen siehst du, sofern da kein Rauch aufgestiegen ist, die Belastung erst mal nicht an.

Tja, Martin... Nun weißt Du auch, quasi messerscharf geschlussfolgert, warum alle Bauteile in Röhrenamps Rauch enthalten:
Arbeitet so ein Röhrenamp verlässlich, dann bleibt der Rauch drin. Geht der Amp kaputt, dann kommt der Rauch raus. ☝️:D
 
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Tja, Martin... Nun weißt Du auch, quasi messerscharf geschlussfolgert, warum alle Bauteile in Röhrenamps Rauch enthalten:
Arbeitet so ein Röhrenamp verlässlich, dann bleibt der Rauch drin. Geht der Amp kaputt, dann kommt der Rauch raus. ☝️:D
Frage an den Profi - hält der Rauch ewig oder muss man den nach ner bestimmten Zeit erneuern dass es im Ernstfall auch zuverlässig raucht?
 
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Eine Impedanzstufe drunter, kein Problem (selbst eine drüber wär ok, sofern das Ding dann nicht die ganze Zeit auf 120% Vollast betrieben worden ist).
Dass Du jetzt nen Unterschied hörst dürfte der Psychoakustik bzw müden Ohren geschuldet sein, vllt (wenn der Amp schon älter war und die Röhren entsprechend viele Betriebsstunden drauf hatten) sind die Röhren ein bisschen mehr gealtert und er war evtl etwas besser auf Betriebstemperatur als normal und hat deswegen leicht anders geklungen.
Wie gesagt, tief durchatmen und mal warten, das ist kein Atomreaktor der superkritisch geworden ist...


Frage an den Profi - hält der Rauch ewig oder muss man den nach ner bestimmten Zeit erneuern dass es im Ernstfall auch zuverlässig raucht?
Die Rauchpatronen (aka Elkos) sollten nach ner bestimmten Zeit neu, auch die Zünder (aka Röhren), es erfolgt aber, meist kurz vorher, ein Signal dass diese Notwendigkeit ankündigt. 🤓
 
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Danke nochmal an alle und eure hilfreichen Beiträge. Die Sache hat sich glücklicherweise geklärt: der Unterschied, den ich höre, ist ein starkes Brummen. Selbst wenn keine Gitarre oder sonst was eingesteckt ist. Es ist aber kein Schaden. Wie sich herausstellt, war es meine Steckdose zu Hause, bzw Störfrequenzen in der Leitung. An einer anderen Phase ist der Amp wieder ruhig. Werde mir vom Techniker ein Netzteil mit Entstörer einbauen lassen. Lol.
 
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Ich bin mal vor Jahren auf die grandios dämliche Idee gekommen, meinen alten Fender Concert („Brownface“) Combo aus 1961 an eine externe Box mit 8 Ohm zu hängen…
was ich damals nicht wusste und was auch nicht hinten an den Buchsen kenntlich gemacht war:
der AÜ des Fender war nur für 2 (!) Ohm ausgelegt.
Ich hab so kaum eine halbe Minute bei weit aufgerissenem Volumeregler gespielt, bis es buchstäblich blitzte und rauchte hinten im Verstärker…🙈

Mein Glück im Unglück:
Es hatte nur eine Pentode mitsamt Sockel erwischt…
wäre der AÜ hinüber gewesen, hätte das den Wert des Amps extrem verringert.

Der Techniker meines Vertrauens, der das dann reparieren durfte, zieht mich noch heute mit dieser Geschichte auf…
Seitdem achte ich etwas genauer auf diese Thematik. 😄
 
Solche Blitzgeschichten hört man immer wieder mal, nur weiß selten jemand, wie stark die Impedanz eines Lautsprechers in sich variieren kann.

Wenn im obigen Beispiel die reine Vervierfachung der gewünschten Impedanz für Blitz und Rauch gesorgt haben sollen, dann dürfte man viele Gitarrenlautsprecher überhaupt nicht allgemein spielen.
Ich habe hier mal beispielhaft einen Impedanzverlauf eines Gitarrenlautsprechers eines größeren Herstellers hergenommen. Interessant ist hier die helle Kurve und die Skala rechts außen.

1770151789459.png

Bedeutet: Bei einer Frequenz knapp unter 90 Hz, also recht nah am normalgestimmten tiefen "E" (82,4Hz) hat der Lautsprecher eine Impedanz von über 100 Ohm, also mehr als das Zehnfache der Nennimpedanz von 8 Ohm.
Wenn ich da also ein langes tiefes "E" spielen würde, z.B. mittels Rückkopplung lang gezogen, dann wäre das ja ein Riesenunfallrisiko ;)

Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber durchaus realistisch. Jeder Lautsprecher hat seinen Impedanz-Peak woanders und teilweise liegt er unterhalb des Gitarrenspektrums. Bei manchen liegt er aber höher.
Und ich habe noch keine Warnung gesehen: "Spielen sie mit diesem Lautsprecher keinen lauten Slow-Blues in G" oder ähnlich ;)

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, den realen Impedanzwert beim Spielen mit einer PA-Endstufe anzeigen zu lassen, die aktives Load-Monitoring macht, also in Echtzeit die anliegende Impedanz mißt. Da kam ich auch beim normalen Gitarrenspiel immer wieder in die Größenordnung 20Ohm und mehr, also auch schon eine Verdreifachung.

Nachdem ich eigenäugig Röhren während Spielpausen habe durchbrennen sehen, also ohne große Belastung neben dem typischen Rauschen (genau da war kein Impedanzpeak), sehe ich die Impedanz eher entspannter :cool:
 
Ich dachte immer, mehr Ohm ist kein Problem für einen Amp. 🤔
Nur weniger darf es nicht sein.
 
Ich dachte immer, mehr Ohm ist kein Problem für einen Amp. 🤔
Das gilt für einen Transistorverstärker. Bei einem Röhrenverstärker ist es umgekehrt.
Grob gesagt, es gibt natürlich auch Ausnahmen.
 
Kannst du mir eine technische Erklärung dafür geben?
 

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