Amp über MIDI steuern (Mesa/Boogie Mark IV + FX)

von go211, 23.11.07.

  1. go211

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    Erstellt: 23.11.07   #1
    Hallo liebes Board,

    schön habt ihr's hier :great: Ich bin neu und habe gleich mal eine Frage ;)

    Also, ich plane ein mir neues Multieffektgerät mit MIDI-Funktion zu kaufen ... Bislang verwende ich (welch Sünde) ein uralt Zoom 9002pro, das ich in den Loop des Mark IV einschleife. Klingt natürlich grausam ... außerdem nervt diese ewige Rumschalterei. Also erst den Kanal beim Mark wählen (über mitgelieferten Fußtaster), dann EQ zuschalten oder wegschalten dann (per Hand!) das Preset auf dem Zoom auswählen usw ... grausam! :(

    Das führt dazu, dass ich live eigentlich ohne Effekte spiele, weil ich dem Publikum die damit verbundenen Pausen ersparen will.

    Mein Ziel wäre es, alles über so einen schicken Midi Fußschalter zu erledigen, wie ich ihn bei anderen Gitarristen des öfteren sehe. Effektgerät und Mark IV lassen sich ja über MIDI steuern. Also auf einen "Fußklick" soll dann beispielsweise der Kanal beim Amp + das Preset im Effektgerät + der EQ de/aktiviert werden.

    Geht sowas? Hat da jemand Erfahrung; welcher Miditreter eignet sich denn?

    Danke und Gruß

    Shadi
     
  2. Coachinger

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    Erstellt: 23.11.07   #2
    Hi Shadi,

    also prinzipiell geht mit Midi eigentlich fast alles, kann evtl. bei manchen Sachen halt etwas komplizierter werden. Also bei deinem Fall sehe ich keine Probleme. Da der Boogie und das potentielle Effektgerät miditauglich sind, kannst du die beiden mit jeder programmierbaren Midileiste steuern. Hier im Board ist das Behringerteil (FCB 1010) sehr beliebt, der Vorteil an dem Teil ist, dass du gleich noch 2 Expressionspedale auffem Board hast. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir ein Nobels MF-2 empfehlen, ist zwar teurer und hat keine Expressionspedale, aber dafür meiner Meinung nach stabiler und da ich eh mein Dunlop Wah benutze für mich die bessere Lösung. Wie gesagt programmierbar sollte es sein, damit du verschiedene Midigeräte gleichzeitig ansprechen kannst. Die beiden von mir genannten Midiboards haben zusätzlich auch noch 2 bzw 4 Schaltrelais, mit denen du z.B. die Kanäle eines nichtmidifähigen Amps schalten kannst. Wenn du jetzt noch nen nichtmidifähigen EQ mitsteuern willst, brauchst du zusätzlich noch nen Looper. In diesen Looper hängst du deinen EQ, der Looper selbst hängt an einem der Schaltrelais deines Boards und wird dann bei Bedarf in deine Signalkette mitaufgenommen. Aber wenn du eh ein neues Multi holen willst, würde ich an deiner Stelle gleich eines mit nem vernünftigen EQ holen, damit könntest du dir den Looper sparen. By the Way: das G-Major hat beispielsweise auch Schaltrelais wie die genannten Midiboards, damit könntest du ebenfalls einen Looper ansprechen (Edit: wobei das Major auch nen guten EQ hat und du dir dann den Looper auch wieder sparen könntest...).

    So, ich hoffe ich konnte dir ein bissl helfen. Die ganze Midigeschichte klingt vielleicht zunächst etwas kompliziert, aber ist es eigentlich letztlich gar net.
     
  3. go211

    go211 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.07   #3
    Danke für diese ausführliche Antwort! Der EQ am Amp reicht mir und der lässt sich über Midi steuern bzw. de/aktivieren ...das reicht mir :)

    Ich spiele mit dem Gedanken mir das G-Sharp zu kaufen. Die Effekte klangen beim ersten Antesten recht gut ...lediglich das Delay-Spillover funktioniert nicht wirklich.

    Wie läuft das denn dann ... hat so eine Midileiste mehrere Ausgänge? Der Mark 4 hat beispielsweise sechs Klinkeneingänge für die Midisteuerung (siehe Bild) ... Einen Midi-Kanal auf dem er empfangen soll oder so kann ich gar nicht einstellen :confused: Das G-Sharp hat ganz normal Midi-In und -Out. Muss ich jetzt 8 Kabel in diese Leiste stecken? Blickt die Leiste automatisch auf welchem Kanal etc. sie den Amp steuert.... Sorry bin absoluter Neuling auf dem Gebiet :)

    Und Danke nochmal für die Hilfe

    Gruß

    PS: Mein Cry-Baby werde ich ebenfalls weiter verwenden. brauche also kein Expr-Pedal auf der Midileiste.
     

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  4. Coachinger

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    Erstellt: 23.11.07   #4

    Mmmh, also Midieingänge in Klinkenform seh ich jetzt auch das erste mal. Bist du sicher das die Eingänge für Midi gedacht sind? Bei nichtmidifizierten Amps hat man ja i.d.R. auch klinkenbuchsen zur Steuerung der Kanäle und da würde man dann mit nem Klinkenkabel vom Midiboard in die entsprechende Buchse gehen. So würde ich das auch in deinem Fall machen. Die Klinkenbuchsen am Midiboard sind übrigens die von mir vorhin ewähnten Schaltrelais. Das Behringerboard hat 2 Relais, also könntest du in jedem Fall 2 Eingänge deines Amps mit Klinkenkabel verbinden. Die Nobelsleiste hat deren 4. Ich bin mir da zwar jetzt nicht sicher, aber möglicherweise könntest du mit einem y-kabel auch noch weitere Ampeingänge benutzen.

    Das G-Sharp verbindest du mit nem Midikabel mit der Midileiste, also vom Midiout der Leiste in den Midiin des G-Sharps. Der Midout am GSharp könntest du benutzen, um damit eine weiteres Midigerät in die Kette zu integrieren.

    Wäre dann natürlich ne Menge an Kabeln, da wäre ein Multicore evtl. sinnvoll.

    Das mit den Kanälen funktioniert so: du kannst auf unterschiedlichen Midikanälen Befehle senden. Sagen wir das GSharp hat MidiKanal 1. Also musst du auf deinem Board Midikanal 1 einstellen. Jetzt kannst du auf dem Board programmieren, das er z.B. mit dem ersten Taster Patch 10 auf Midikanal 1 umschalten soll. Gleichzeitig könntest du ein weiteres Midigerät auf nem andern Midikanal ansprechen. Die Schaltrelais kannst du ebenfalls wie einen Midikanal ansprechen. Sorry wenn kompliziert klingt, ist schwierig zu erklären.
     
  5. HASBE

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    Erstellt: 23.11.07   #5
    Mit einer Midileiste ist es bei der Vielzahl an Schaltfunktionen an Deinem Amp nicht getan.
    Du benötigst garantiert noch einen Midi Switcher, Engl Z-11 zum Beispiel.
    Solltest Du der Überlegung des Vorposters folgen, dann wären sämtliche Schaltfunktionen
    mit der Kombi G-Major/Behringer FCB 1010 zu realisieren.
     
  6. Coachinger

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    Erstellt: 23.11.07   #6
    Sowohl die Behringerleiste als auch die von mir genannte Nobelsleiste erfüllen den gleichen Zweck wie ein Midiswitcher. Auch das GMajor. Der Unterschied ist nur die Anzahl der Schaltrelais, GMajor und Behringer haben 2, Nobels MF-2 hat 4, das von dir genannte Z-11 hat 6.
     
  7. HASBE

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    Erstellt: 23.11.07   #7
    Sag ich doch, entweder so oder so !
     
  8. Coachinger

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    Erstellt: 23.11.07   #8
    auf die anzahl der zu schaltenden funkionen gemünzt: jau.
     
  9. go211

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    Erstellt: 23.11.07   #9
    Uiuiui wird das wieder teuer alles :) Aber super; jetzt bin ich schon viel schlauer! :great: Das scheinen tatsächlich Midi-Buchsen zu sein. In der Beschreibung steht:

    Also das MF-2 ist denke ich schon mal ok. Wichtig sind die drei Kanäle am Amp und das Effektgerät; das Steuern des EQs am Amp via Midi wäre schön, muss aber nicht. Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass Schaltrelais = Klinke und ≠ Standard-Midi-Stecker? Dann könnte ich ja mit den vier Relais des MF-2 die drei Amp-Kanäle + EQ schalten ... das reicht! Vorausgesetzt das die Klinkeneingänge am Mark IV wirklich mit diesen Schaltrelais zurechtkommen. Zusätzlich könnte ich dann einen der Midi-Outs am MF-2 für das Effektgerät nutzen oder?

    Thanks again :)

    Und Grüße us Kölle
    Shadi
     
  10. go211

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    Erstellt: 24.11.07   #10
    So, gerade vom Feiern zurück, denke ich an folgendes:

    - G-Sharp (bin ich mir noch unsicher wegen des blöden Spillover Problems, jemand einen Tipp was in der Preisklasse besser ist?)
    - Nobels MF-2
    - SSSNAKE MPP4060 Multicore 4x Klinke (Kost nur 10 Ocken, oder brauche ich Stereo?)
    - 1 Midikabel vom MF-2 zum G-Sharp ;) (hätte ich schon)

    Mit dem MF-2 schalte ich dann die Effekte plus meine 3 Amp-Kanäle und den EQ. (Hoffentlich klappt das wirklich ... wegen Midi vs Relais und so ...) :confused:

    Was meint ihr? :)

    Grüßle
     
  11. Coachinger

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    Erstellt: 24.11.07   #11
    ja, richtig! Die Schaltrelais sind ja dafür da, um nicht midigeräte ins Midisetup aufzunehmen, daher Klinke statt Midistecker.

    Genau, wobei du ja nur einen Midi-Out am MF-2 hast, aber mehr braucht man auch nicht, da man über diesen einen Midi-Out mehrere Befehle an unterschiedliche Midigeräte gleichzeitig schicken kann.

    Hab gerade mal kurz gegoogelt, so wie ich das sehe ist das in der Anleitung genannte Mesa/Boogie MIDI Matrix auch ein Midiswitcher. Daher vermute ich, dass es sich bei den Buchsen am Amp um ganz normale Steuerungsbuchsen handelt wie z.B. auch bei nem Marshall, nur halt mit dem Unterschied dass du beim Mesa für jede Schaltfunktion eine Buchse hast, im Gegensatz zu vielen anderen Amps die nur eine Footswitch-Buchse haben. Um den Amp mit Midi zu steuern brauchst du also nen Switcher, aber der ist ja wie bereits erwähnt in 4facher Ausführung im MF-2 drin. Daher wüsste ich nicht, warum die Schaltrelais am MF-2 die Ampkanäle nicht schalten sollten. Als Kabel sollten Monokabel reichen, ich zitiere mal kurz das MF-2 Handbuch:
    "Der MF-2 kann bis zu vier externe Geräte mit den vier eingebauten Relais fernschalten. Anschlüsse für Kanalumschaltung, Reverb, Tremolo usw., können dann vom MF-2 bedient werden. (...) Mit einem handelsüblichen Klinkenkabel wird das zu schaltende Gerät mit einer der SWITCHES Buchsen 1..4 verbunden."

    Als zusatz steht dann noch dabei:
    "Bei Verwendung eines Stereo Klinkenkabel können auch Umschaltfunktionen realisiert werden."

    Das bedeutet also: du kannst mit einer der Buchsen vom MF-2 und nem ("handelsüblichen") Monoklinkenkabel je einen Schaltvorgang ausführen. Da du für jeden Kanal eine seperate Buchse am Amp hast ist das auch kein Problem. Willst du auf nen anderen Kanal am Amp wechseln kommt ja dann eine der anderen Buchsen vom MF-2 ins Spiel, die ebenfalls mit nem Monokabel an ner anderen Buchse des Amps hängt usw.

    Der Passus mit dem Stereokabel bezieht sich in meinen Augen auf nen Amp, der nur eine Buchse zum Kanalwechsel hat, also z.B. per Fusstritt von Clean auf Overdrive und mit nem weiteren Fusstritt wieder zurück zu Clean. Da du hier für beide Ampkanäle nur 1 Buchse am Amp hast, braucht man ein Stereokabel um beide FUnktionen (Clean nach Overdrive sowie Overdrive nach CLean) zu schalten.

    Wenn du die beiden restlichen Ampfunktionen (FX-Loop und Class A-Simul.) auch noch schalten möchtest, solltest du evtl. doch nochmal über das G-Major nachdenken, da du damit ja auch nochmal 2 Schaltrelais zusätzlich hättest und so in Kombi mit dem MF-2 insgesamt 6 Schaltvorgänge steuern könntest.
     
  12. go211

    go211 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.07   #12
    Ja, man hat beim Mark IV eben diese Klinkeneingänge zur "Fernsteuerung", der mitgelieferte Footswitch hat einen eigenen (midiähnlichen) Anschluss. Ich denke ich werde jetzt den ganzen Krempel mal bestellen und dann einfach testen.

    Zu Deinem Tipp mit dem G-Major: Die Möglichkeit drei Kanäle und den EQ zu schalten reichen mir echt aus. Ich spiele ohnehin nur im Class-A Modus (klingt etwas wärmer) und den FX-Loop muss ich eigentlich nicht fernsteuern, ich kann ja über Midi hoffentlich das G-Sharp auf Bypass schalten (müsste ich noch nachschauen). Rein theoretisch gibt es die Möglichkeit auch noch den Federhall des Amps über Midi zu schalten (ne zusätzliche Buchse an anderer Stelle), das wäre schon eher interessant; aber ich glaube die digitale Version des G-Sharp ist auch ok. Daher sage ich mir mal: Keep it simple ... wenn man davon jetzt überhaupt noch sprechen kann ;)

    Danke für die super Hilfe hier!

    Grüße
    Shadi

    EDIT: Also Bypass des G-Sharp kann ich über Midi steuern ... habe im Manual nachgeschaut :great:
     
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