Analog Only Thread

  • #121
Ach komm. Ohne Proben ganz nach oben. Das geht auch Analog.


ist den das Thema "Analog Only" schon auserzählt?
Oder sollte @DirkS gar recht haben mit der Aussage:
Die rein analoge Klangerzeugung verkommt zunehmend zum kleinen gallischen Dorf.




So lange ich die Möglichkeit habe, über echte Amps und Boxen zu spielen, lebe ich lieber mit den Grenzen der Vielseitigkeit der verwendeten analogen Bauteile und genieße dafür diesen lebendigen, unmittelbaren druckvollen Klang
Und bei genauerer Betrachtung, war für die meisten, schon immer, jede technische Neuigkeit eher eine
(zumindest gedachte) Möglichkeit ihre persönlichen, technischen und musikalischen Grenzen, durch eine erweiterung der Equipment Grenzen zu verschieben. Egal ob Analog oder Digital.
 
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  • #123
ist den das Thema "Analog Only" schon auserzählt?
Wir müssen ja nirgendwo ankommen, der Weg ist das Ziel.

Habe heute mein Furch Western über den Carl Martin Hall und den Xotics Comp und Booster in den Engl* Amp gespielt, geil.
 
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  • #124
Framus BL 7 in einen Selmer Treble 'n Bass 50 Crockskin - auch geil
Dazwischen ein Guyatone Fuzz
 
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  • #125
Oder sollte @DirkS gar recht haben mit der Aussage:

Jain, analoge Klangerzeugung beschränkt sich bei mir nicht auf ein kleines gallisches Dorf. Viele meiner Amps haben kein Mastervolume und daher reden wir hier eher von Bundesland, als gallischem Dorf, wenn ich sie spiele :-) ...

P.S. Matthias Eklundh habe ich mal mit ner Line6 Funkstrecke statt Kabel hinterm Haus ins Feld geschickt, um den voll aufgerissenen Laney LA100BL zu spielen. Er kam zurück und sagte - am Ende der Funkstrecke, war der Amp immer noch zu laut ... Ok, das wäre bei 300m analogem Kabel vielleicht nicht passiert :D .

Gruß
Martin
 
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  • #126
Tja wer auf Digital nicht verzichtet ist doch hier falsch oder sehr ich das richtig?
Analoge Hallspiralen hab ich noch
Wer will? :D
Klingt nicht schlecht sowas, dezent eingestellt, scheppern halt so mit.
Abgeschirmt wird die Kiste groß und schwer.
Welcher Link hat mich hier her gelockt :gruebel:
 
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  • #127
Tja wer auf Digital nicht verzichtet ist doch hier falsch oder sehr ich das richtig?

Es geht um den Spass an der analogen Klangerzeugung und -formung und den kann doch jeder haben, auch wenn er parallel ein Modeler-Board und ein digitales Homerecording-Setup pflegt - nur sind letztere hier halt nicht das Thema!

Beim Thema analog herrscht ja weitgehend Konsens, dass die Speaker einen grossen Teil der Klangcharakteristik ausmachen. Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob ihr hier auch abseits der bekannten Standards von Celestion, Eminence, WGS und Jensen ab und an mit Exoten arbeitet?

Als der Dollar noch > 1,40€ stand, hatte ich neben den Röhren auch ein wenig Jagdfieber nach den alten EV SRO Alnico-Speakern. Bei der Gelegenheit war ich über einen Altec 417-8c in Canada gestolpert. Vermeintlich günstig für 80€ mit Versand. Die versprochene volle Funktionsfähigkeit ignorierte aber ein merkliches Kratzen der Schwingspule. Das Reconen schlug dann nochmals deutlich aufs Budget und ein Schnäppchen war es dann definitiv nicht mehr. An der Stelle habe ich dann generell aufgehört historisch wertvolles Equipment zu akquirieren.

Aktuell steckt der Altec Speaker in einem Vermona-Regent Spanplatten-Gehäuse, ist vergleichsweise ineffizient und damit dankbar fürs zu Hause spielen. Und wenn ich Lust auf Randy Rhodes Zerrsound habe, dann bringt mich der Speaker da überraschend nah hin. Müsste ihm irgendwann vielleicht ein adäquates Gehäuse spendieren, muss aber konstatieren, dass die Spanplatte klanglich gar nicht so schlecht ist :)
 
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  • #128
Beim Thema analog herrscht ja weitgehend Konsens, dass die Speaker einen grossen Teil der Klangcharakteristik ausmachen.
Das ist doch ganz grundsätzlich immer so, wenn ich denn über einen herkömmlichen Speaker spielen möchte? Egal worüber. ;-)
Wobei ich da auch eher immer das ganze Cab betrachte.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob ihr hier auch abseits der bekannten Standards von Celestion, Eminence, WGS und Jensen ab und an mit Exoten arbeitet?
Gute Frage, ich hatte ja schon auch so einige Amps, Speaker/Kabinetts. Kaum einer der Speaker war von mir wirklich so sonderlich gezielt ausgewählt. Bei mir also eher nein, um die Frage zu beantworten. Es sei denn es ergibt sich eher zufällig und klingt. ;-)

Gerade bei Combos hatte ich das Zeug fast immer so genommen, wie es denn kam. Letztendlich hatte ich es ja so gehört und dann gekauft, weil es mir gefiel.

Ich wäre früher im Leben nicht darauf gekommen bei meinem Twin, oder dem Princeton die Speaker zu wechseln, sofern sie denn noch funktionierten. Oder so eine alte Marshall* 4x12. Sah halt cool aus und hat gerockt. ;-)

Auch heute würde ich so ziemlich alles spielen, wenn es im gegebenen Kontext für mich persönlich erstmal subjektiv gut klingt.
Die Ausnahme wäre eher etwas, was innerhalb einer Band und/oder meinem Genre vielleicht nicht so gut passt.

Ich selbst bin wohl eher so einer, dem z.B. auch einige der üblichen verdächtigen Celestion Speaker ganz gut gefallen. Mit einem V30 oder Greenback, komme ich z.B. immer ganz gut klar.

Am Ende fummel ich mir in der ganzen Kette eigentlich immer einen ganz gefälligen Sound hin.

Schlimm wird es doch erst mit irgendwelchen A/B Vergleichen. :D

Tendenziell mag ich persönlich ganz gern auch offene/halboffene Gehäuse, wenn es mehr rocken und drücken soll, dann aber auch gern ein 2x12 oder 2x12 geschlossen und mit V30 und/oder Greenbacks.

Speaker und Cabs sind ja aber grundsätzlich auch sehr der jeweiligen Musik geschuldet. Da hat ein moderat rockender Blues/Rocker sicher andere Vorstellungen als jemand, der eher die ganz pösen modernen Metal Sachen im Sinn hat.

Was ich in meine (kleinen) analogen Welt so mag, das ist heute bei mir eher diese direkte Auseinandersetzung mit dem Amp, der Gitarre und relativ wenig dazwischen. Da gibt es keine Ausreden und das macht manchmal einfach sehr viel Spaß. Zuletzt gestern Abend. :-)

Mit einer gewissen Disziplin gelingt mir das aber schon auch außerhalb der "analogen Welt". ;-):whistle:



PS:
Der ehrliche Grund gestern "analog" zu spielen, war aber in erster Line unser Kater, der auf meinem Schreibtischstuhl am Rechner bestand. :D
 
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  • #129
Ach ja, Boxen (genauer definiert: passive Lautsprecher Kabinetts...da muss man ja heutzutage auch präzisieren!😉) sind ja analog.
Und ja, habe (fast) nix im Einsatz was zum "Mainstream" gehört...alles durch lange Hörvergleiche rausgefunden:
Oberer Speaker der 2/12 Box: Fane F70...klingt ausgewogen und enorm plastisch ... unterer: Eminence Swamp Thang...macht Druck untenrum, im 12er Combo direkt aufs Ohr: Rath 80 Speaker...einer der wenigen die da nicht weh tun und trotzdem nicht dumpf sind, auch erstaunlich druckvoll.
Nur im Effekte Combo (nur Hall und Delay ohne Dry Signal) arbeitet ein Vintage 30er...setzt sich einfach hier gut durch, die Effekte waren mit anderen schlechter zu orten...
Gruß,
Bernie
 
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  • #130
Welchen Speaker nimmst du live ab?

Den F70 hab ich ebenfalls in einer TT Little Taurus, so sehr ich den im Raum schätze, FoH kam der sonst so geschätzte 3D Crunch eher harsch und brizzelig an. Bin deshalb bei den letzten zwei Konzerten zurück zum Creamback. Mag aber evtl. am Mikro gelegen haben, hatte das AE2300 im Einsatz und muss vielleicht nochmal mit dem e906 ran 🤔

Mit einem V30 oder Greenback, komme ich z.B. immer ganz gut klar.

Kann ich für den Greenback unterschreiben. Ich hab bei allen anderen Boxen immer mindestens eine Amp der nicht harmoniert, mit der Greenback-Box klingen immer alle gut.
 
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  • #131
Es geht um den Spass an der analogen Klangerzeugung und -formung und den kann doch jeder haben, auch wenn er parallel ein Modeler-Board und ein digitales Homerecording-Setup pflegt - nur sind letztere hier halt nicht das Thema!

Beim Thema analog herrscht ja weitgehend Konsens, dass die Speaker einen grossen Teil der Kl

Äh ach so, supi! Somit bin ich vollkommen begeistert :juhuu:
 
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  • #132
Hey,
du musst den F70 ordentlich einspielen. Im Ernst, so extrem hab ich das bei noch keinem anderen Speaker erlebt...er klingt grazsam ...gut ein halbes Jahr lang selbst wenn du den ordentlich quälst. Nachdem ich diesen Bizzelsound lange ignoriert habe fing er recht plötzlich an sich zu andern...und klingt nun so wie er begeistert beschrieben wurde-gebau die richtige Mischung aus Aggressivität und Ausgewogenheit, zudem saftig und enorm plastisch...vor dem hab ich auch das Mikro E906 positioniert...😉
IMG_20260802_160755_920.webp
die zusätzliche Peavey 4/10er spiele ich nurauf großen Bühnen, die ist mit 2Blue Marvels (dss sollten Emimence Classic sein) oben und zwei alten Fanes unten bestückt...alles natürlich analog😉Gruß,
Bernie
 
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  • #133
Einspielen sollte kein Thema mehr sein, der Speaker ist jetzt schon gut 10 Jahre bei mir und seit 2018 im Proberaum. Im Raum passt ja alles - werde mal tatsächlich das Mikro ins Visier nehmen.

Ansonsten finde ich tatsächlich auch, dass bei der Ascension-Serie die Beschreibungen des Herstellers kein reines Marketinggeschwätz sind, sondern die Speaker eigentlich recht akurat beschreiben.
 
  • #134
...wobei wohl auch die Boxen Konstruktion ne Rolle spielt - in der alten Rath 2/12er Box (die mit dem analogen Batik-Design) klingen alle Speaker recht warm und fleischig, während Gehäuse wie zB Palmer Boxen Speaker eher flach und kratzig klingen lassen...
 
  • Ersteller
  • #135
Für mich wurden Game-Changer Kammler-Cabinetts. Durch ihren gleichmäßigen Klang im ganzen Raum wurden in meinen Ohren 2x12 oder 4x12 - Boxen überflüssig, sofern nicht das letzte bisschen Schalldruck bei sehr hoher Lautstärke gewünscht ist.
 
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  • #136
Ich finde Speaker und Cabinets immer "schwierig".

Sicher, jeder hat so einen "Grundsound", aber da macht ja der ganze "Rest" auch immer viel aus. Worin steckt der Bursche denn? In welchem Raum ist man gerade? In welchem Kontext läuft das? Wohnzimmer? Band-Kontext? Was passt (immer ganz subjektiv) besser zu meinem Sound und zu meinem Amp oder zu unterschiedlichen Amps und vielleicht auch zur Gitarre?

Will ich denn direkt mit den Spakern ein Publikum beschallen, oder geht es am Ende mehr um den dicht am Speaker abgenommenen Sound? Bei der Abnahme (live) ist das Miro selbst ja auch wieder ein ganz wichtiger Faktor. Im Studio hat man ja auch oft wieder mehrere unterschiedlich Mikros. Man oder Frau am Pult biegen live vielleicht noch ein bisschen am Sound rum.

Ich mag mir da eigentlich gar nicht mehr so viel den Kopf drum machen. ;-)
 
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  • #137
Je größer der fullstack um so weniger beeinflusst der Raum.
Ab einer Membranfläche von 16 m² dürfte es auch im freien noch identisch klingen.
Vielleicht etwas Overdosed für Gitarre.
Der Tontechniker wäre auch etwas reserviert.
 
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  • #138
...einwandfrei hat das extrem komplexe Zusammenspiel aus Lautsprechern und deren Behausungen mit Amps, Gitarren und Raum den meisten analogen Einfluss auf das klangliche Endergebnis...da spielt extrem viel Analogtechnik selbst ins Digitale mit rein...zumindest wenn nicht alles über In Ear läuft...
 
HIFI-KILLER
  • Gelöscht von klaatu
  • Grund: OT
  • #139
Habe gerade den GH30R auf Auslieferungszustand zurück gebaut, also Telefunken, Brimar, und RFT raus und dafür TAD und Ruby rein. Ist jetzt im direkten Vergleich ein relativ lebloser Amp.
Was hat das Tuning des GHR denn genau gebracht? Hab ja auch einen GH30R und bin eigentlich sehr zufrieden damit. :)
 
  • #140
Würde das nicht wirklich als Tuning bezeichnen, da ich bei jedem Amp mit den Röhren am rumtesten bin und es letztendlich, wie bei der Wahl der Saiten, eine Frage des Geschmacks ist. Ich bin kein Freund des blumigen Soundgourmet-Vokabulars, aber im direkten Vergleich empfand ich beim Wechsel die Werksröhren härter und die Gainstruktur wirkt mit den alten Röhren tiefer und harmonischer.

Wobei ich für ersteres gerade beim Zurückblättern merke, dass ich meinen eigenen Hinweis zur Bias-Einstellung nicht beachtet habe :facepalm1: mit ein paar mA mehr kommt da sicher nochmal wieder mehr Leben rein.
 
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