(Anfänger-)Fragen an Blues-Gitarristen (bzgl. More Blues you can use)

von 7#9, 06.06.08.

  1. 7#9

    7#9 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.03.08
    Zuletzt hier:
    28.08.08
    Beiträge:
    89
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    192
    Erstellt: 06.06.08   #1
    Hallo zusammen,

    hoffe mir kann geholfen werden, da ich gleich mehrere Fragen stellen werde, die mich seit längeren beschäftigen.
    Ich bin durch John Ganapes BYCU etwas auf den Blues gekommen. Habe bereits vor längerem das Buch durchgearbeitet und kann heute deshalb die Pentatoniken flüssig und schnell spielen und auch langsam ein wenig improvisieren, auch wenn noch mit Abstrichen (will sagen da ist noch massiv Übung nötig - beim Blues kann man ja schließlich mit den wenigsten Tönen eine geile Stimmung rüber bringen, das Gefühl dafür kommt ja nicht über Nacht).
    Dann habe ich mir die Fortsetzung More BYCU von Ganapes gekauft. Und hier stand ich vor einer ersten große Abzweigung: Versuche ich wirklich alle Theorie darin zu verstehen oder spiele ich die Übungen schlicht nach und versuchen instinktiv zu lernen? Ich habe versucht, die theoretischen Erklärungen zu verstehen. Aber es hapert wohl an meinen Musiktheorie-Kenntnissen, zudem finde ich, dass Ganapes vieles einfach mal nebenbei erklärt. Auch der Kauf von Blues Chords you can use von Ganapes hat mir nicht weitergeholfen, die kurzen Erklärungen im zweiten Band der Reihe zu verstehen (by the way: das Chords-Buch ist dennoch in prima Nachschlagewerk, kann man weiterempfehlen).
    Und somit kommen wir zu meiner ersten Frage: Wie viele von euch hier besitzen das Buch und wie viele von euch haben es einfach verwendet, um die Übungen instinktiv zu verstehen und wie viele haben wirklich dabei dir kurzen theoretischen Erklärungen hierzu verstanden? Bereits im ersten Band, hat Ganapes doch auch die Pentatoniken verlassen. Das ist ja auch klar, da diese nur ein Grundgerüst darstellen und die Übungen einem gezeigt haben, dass man sich nicht sklavisch daran halten soll, sondern gerne auch einmal aus den Skalen ausbrechen sollte.
    Hier kommen wir dann auch zu meiner zweiten Frage: Gleich in der ersten Übung von MBYCU werden auch Töne außerhalb der Pentatonik gespielt. Aber anstatt das einfach als selbstverständlich vorauszusetzen, erklärt er warum: Es sind Akkord-Töne, die in den Tonleitern nicht enthalten sind. Gut, den ersten Akkord habe ich auch gleich entdeckt. (A-C#-E). Aber wie die anderen Akkordtöne hier in die Übung geraten, keinen blassen Schimmer. Wie ich bei eigenen Spiel diese Akkord-Töne integrieren sollte, keinen Plan. Sollte ich das verstehen oder mir einfach die Töne merken, und später selbst versuchen, ebenfalls auf diese Töne ab und zu auszuweichen.
    Und meine letzte, wohl auch schwierigste Frage: Lektion 7 war bei mir dann Ende (obwohl Lektion 9 übertrifft es letztendlich völlig). Bei der Lektion 7 wird das Terzspiel eingeführt und bei 9 in Arpeggien, also Akkordtöne, die mich bereits in der ersten Übung theoretisch alleine ließen.Es ist ja schön und gut, sich schematisch die Pentatoniken einzuprägen. Und irgendwann kann man sie im Schlaf. Aber soll ich nach Lektion 7 und 9 jetzt auch noch diese Skalen auswendig lernen. Ich glaube, da streikt man Verstand. Ich will spielen und nicht solche Schemata auswenig lernen. Komme ich dennoch nicht daran vorbei? Würde mich sehr über Kommentare von erfahrenen Blues-Gitarristen freuen..
    Ich hoffe, ihr versteht meine Problematik und ich hoffe, es gibt User hier, die das Buch selbst besitzen und weiterhelfen können....
    Mit Sicherheit habe ich mich sehr kurz ausgedrückt.
    Viele Grüße
     
  2. 7#9

    7#9 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.03.08
    Zuletzt hier:
    28.08.08
    Beiträge:
    89
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    192
    Erstellt: 08.06.08   #2
  3. Warhorse

    Warhorse Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    20.03.08
    Zuletzt hier:
    4.05.12
    Beiträge:
    198
    Ort:
    Donaueschingen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    331
    Erstellt: 08.06.08   #3
    Hallo,

    leider habe ich das Buch noch nicht gelesen und kann dir da wahrscheinlich nicht 100% weiterhelfen.

    Bei den Tönen die zusätzlich in der Pentatonik gespielt werden, könnte es sich um die sog. Blue Notes handel, die den Blues charakterisieren.
    Das sind verminderte Dur- oder Moll Töne die zusätzlich gespielt werden. Hier wird der Moll Tonleiter eine zusätzliche verminderte Quinte (man möge mich bitte korregieren wenn ich mich irre) und eine Dur Terz hinzugefügt. So hast du also auf der Am-Penta zwei zusätzliche Töne. Bei Pattern 1 in der 12.Lage ( Em Penta:screwy:) wäre das dann

    12-15
    12-13-15 ( das ist glaube ich die verminderte Quinte)
    12-14
    12-14-15 ( und dann müßte das die Dur Terz sein )
    12-15
    12-15

    Ich persönlich verstehe gern warum ich was mache. Deshalb beschäftige ich mich auch immer wieder mit der Theorie. Irgendwann will ich mal in einer Band spielen und dann sollte man wissen, wenn der Basser dies spielt muss ich, um harmonisch zu passen, das spielen.

    Mir bringt hier die Arbeit mit meinem Gitarrenlehrer sehr viel. Er spielt meist Bluesakkorde und ich darf dann improvisieren.
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

    Im Board seit:
    09.11.03
    Beiträge:
    16.143
    Zustimmungen:
    1.121
    Kekse:
    49.592
    Erstellt: 09.06.08   #4
    Ohne das Buch zu kennen ist das Beantworten dieser und Deiner anderen Fragen eigentlich nicht möglich. Außer halt 'ner allgemeinen und uferlosen Diskussion "Wie viel Theorie darf's denn sein, wenn's um die Praxis geht?", die Dir an den angedeuteten Fällen aber auch nicht wirklich helfen dürfte.
     
  5. 7#9

    7#9 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    31.03.08
    Zuletzt hier:
    28.08.08
    Beiträge:
    89
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    192
    Erstellt: 10.06.08   #5
Die Seite wird geladen...

mapping