Anfänger Posaune

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koal
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Hallo Leute.

Nachdem mein Kleiner im September mit Posaunenunterricht begonnen hat, würde ich gern mit ihm mitlernen.
Ich spiele seit fast 35 Jahren Schlagzeug und mehr schlecht als recht seit ein paar Jahren Sax. Musikalische Grundkenntnisse sind also vorhanden (ja, ich kann als Drummer sogar Bass-Schlüssel lesen...).

Mein Kleiner hat eine von der Musikschule geliehene Yamaha (Typ weiß ich leider nicht auswendig, er ist nur am Wochenende bei mir, kann also auch nicht nachsehen) mit Quartventil.

Ich hab mir im Moment von einem Freund eine pBone ausgeliehen (sein Dritt-Instrument), um zu sehen, ob es Spaß macht. Bis jetzt tut es das, ich hab sie aber erst seit 3 Wochen.
Im Vergleich zur Yamaha hab ich aber das Gefühl, dass sie weit nicht so gut anspricht.

Liegt das am Plastik-Mundstück? Oder generell am Instrument?
Auch mein Kleiner bekommt die Töne weit nicht so sauber raus wie aus der Yamaha.

Ich spiele mich mit dem Gedanken, ein möglichst günstiges eigenes Instrument zu erwerben; ala Startone vom großen T oder Steinbach oder Weinberger von amazon.
Zahlt es sich aus, hier auf ein Quartventil Rücksicht zu nehmen, oder ist das in dem Preissektor ohnehin ein Reinfall?
Oder sollte ich lieber auf den Gebrauchtmarkt schauen?

Oder sollte ich es ganz bleiben lassen und die pBone weiterquälen, weil eine 'echte' Posaune in diesem Preissegment keinen Unterschied machen würde??

Und sollte es relevant sein (was ich bei diesem Preissektor auch nicht glaube), letztlich würde mich eher die Funk-/Jazz-Richtung interessieren als Klassik...

Ich danke euch jetzt schon für jegliche Antwort.

LG
Koal
 
Eigenschaft
 
Hallo koal, willkommen bei den Posaunisten. Die Pbone mag ich, aber nur mit Metallmundstück. Da klingt sie, zumindest bei mir, deutlich besser. Für Jazz usw. kann man guten Gewissens auf das Quartventil verzichten, es stört aber nicht wenn man eines hat. Ich würde aber für diese Richtung eher eine kleine bis mittlere Bohrung wählen und nicht aif die symphonische Posaunenschiene aufspringen. Mit den absoluten Billigheimern habe ich so meines Probleme, obwohl auch da mal ein Ausreißer nach oben dabei sein kann. Ich würde aber trotzdem eher in die Richtung Gebrauchtmarkt gehen. Z.B. Vioworld http://www.vioworld.de/musikermarkt/entry/list/both/category/18/ Da habe ich aber gerade nichts passendes entdeckt. Dann vielleicht Blechblasinstrumente Karlsbad http://www.blechblasinstrumente-karlsbad.de/posaunen-tenor/ Da hätten wir eine Yamaha 354 Schülerinstrument und eine Keilwerth Toneking (die mit Zug!!!) Gruß Hermanson

PS: Schau mal in deine PN.
 
Hi Koal,

ich habe mir für "Außeneinsätze" und für Notfälle eine Startone SSL 45 bei Thomann gekauft. Vielleicht hatte ich nur Glück, aber das Teil ist völlig in Ordnung für den Preis. Sie klingt nicht übel, braucht wenig Luft (das heißt, du kannst sie auch richtig quälen ;-)), ist nicht ganz so laut - zum Lernen bestens geeignet. Zusammen mit einem Markenmundstück (das sollte man schon zusätzlich kaufen) kostet diese soviel wie eine pBone - und spielt aus meiner Sicht echt besser.

Bez. Quartventil hat Hermanson völlig recht: Für deine Zwecke sehe ich keine Erfordernis. Außerdem verteuert das Ventil das Instrument erheblich, macht es schwerer und es benötigt zusätzlichen Wartungsaufwand.

Schreib uns, wie du dich entschieden hast ... und wie du zufrieden bist.
 
Ich danke euch mal für eure Antworten.
Vom Gefühl her tendiere ich am ehesten zur Keilwerth Toneking. Von meiner Drummer-Seite käme ich ja nie auf die Idee, mir ein 40 oder 50 Jahre altes Set zu kaufen, demnach hab ich darüber ehrlich gesagt noch nicht nachgedacht.

Vintage hätte aber irgendwie Style und ich denke mal, die Qualität wäre vielleicht eine andere als bei der Startone... Oder leidet die Qualität mit dem Alter? Bzw. ist das Instrument 'pflegebedürftiger'?

Solltet ihr mir da Recht geben, wird es die wohl werden...

LG
Koal
 
Hallo koal,

Je nach Material und Pflege des Instruments können Posaunen auch 100 Jahre und älter werden und dennoch spielbar bleiben. Andererseits gibt es sicherlich auch Posaunen, die man nach 20 Jahre wegen Korrosion (Gelbmessing in Kombination mit mangelhafter oder null Pflege) in die Tonne treten kann. Deine Frage kann man daher nicht so pauschal beantworten.

Lies Dir mal diesen Beitrag von mir von Feb. 2014 durch, da stehen einige an Tipps drin, worauf man beim Gebrauchtkauf von Posaunen achten sollte. Mir ist klar, dass Du mit Deinem Budget ohnehin qualitativ an der Unterkante des möglichen kratzt. Aber auch eine günstige gebrauchte Posaune sollte halbwegs in gutem Zustand sein, damit Du lange bzw. wenigstens "länger" was davon hast.


Viele Grüße
Marco
 
Hallo Leute.

Es ist die unter anderem oben empfohlene Keilwerth geworden.
http://karlsbad-brass.de/posaunen/129/julius-keilwerth-tenorposaune?c=8
http://www.blechblasinstrumente-karlsbad.de/posaunen-tenor/
Ich hoffe, die Links sind noch eine Zeit lang auf diesen Seiten zu finden...

Gestern ist das Ding per dhl gekommen.
Ich hab nicht viel Zeit gehabt, mich intensiv mit der Posaune auseinanderzusetzen. Der erste Eindruck ist aber sehr gut für ein 40-50 Jahre altes Instrument.
Der Koffer sieht definitiv älter aus, als er ist; aber darum geht's ja nicht.
Was mir beim Instrument gleich aufgefallen ist, ist, dass in einem Verbindungssteg oder beim Ausgleichsgewicht irgendwas lose drin hin und her ruscht beim Drehen des Instruments. Klingt wie ein kleiner Stein oder ein kleines Metallstück...
Keine Ahnung, was es wirklich ist und ob es dauerhaft stört...

Ich hab auf den ersten Blick keinerlei Dellen erkannt, die Oberfläche zeigt natürlich Alterungsspuren, möglicherweise auch kleine Korrosionsstellen.
Beim kurzen Anspielen hat sie schön reagiert. Ich bin aber wohl keine vernünftige Referenzperson, nachdem ich vor zwei Monaten erstmals überhaupt in eine Posaune geblasen hab...
Was mir auch aufgefallen ist, war ein muffiger Geruch; ich kann aber noch nicht sagen, ob der vom Instrument selbst, vom Koffer oder vom Papier, mit dem das ganze Paket verpackt war, kommt...

Wo wir bei den nächsten Fragen wären:
  1. Wie werde ich diesen Geruch los? Einfach 'auslüften', sprich ausgepackt im Zimmer stehen lassen?
  2. Woraus ist dieses Ding überhaupt? Sieht irgendwie nach Messing und Silber aus, ich könnte aber auch völlig im Dunkeln tappen mit dieser Vermutung.
  3. Daraus resultierend die letzte Frage: Wie pflege ich dieses Ding richtig? Was kommt auf den Zug, was auf den Stimmzug, wie behandle und pflege ich die Oberfläche richtig???
Die pBone ist ja leicht zu pflegen...

Wobei, sollte ich für die letzten Fragen einen neuen Thread aufmachen??

LG
Koal
 
Wobei, sollte ich für die letzten Fragen einen neuen Thread aufmachen?l
Ganz wie Du willst. :)

Die Links in deinem Beitrag bleiben natürlich stehen, sie gehören doch inhaltlich dazu.
Löschung droht nur, wenn die Moderation den Eindruck hat, dass ein Beitrag extra geschrieben wurde, um einen Link zu platzieren, Stichwort Guerilla-Marketing.
Wenn der User aber schon länger im Board aktiv ist (wie Du z.B.), dann fragen wir vorher aber erst einmal nach.

Gruß Claus
 
Hallo Koal,

Im Prinzip solltest Du das Instrument einmal komplett Grundreinigen, dann sollte der Geruch auch wieder weggehen. Ursache für den Geruch sind meistens Ablagerungen im Inneren. Ich habe mal in einem Anfall von Schreibwahn meine Vorgehensweise bei der Instrumentenpflege im Detail beschrieben: bitte hier klicken. Den Bereich rund um die Ventile kannst Du mangels Ventil natürlich weglassen, der Rest passt aber. Wichtig wäre in Deinem Fall, mal wirklich länger einzuweichen und erst dann auszubürsten. Je nach Zustand könnten auch gravierendere Maßnahmen nötig sein, um Ablagerungen weg zu bekommen. Aber so ganz unerfahren sollte man das lieber nicht machen, sondern eher machen lassen. Andererseits investiert man dann nicht unerheblich in das Instrment, das selbst ja nicht so teuer war.

Blechblasinstrumente werden traditionell aus Messing hergestellt, die Verbindungsstellen sind aus Neusilber, einer Legierungaus Nickel, Kupfer und Zink. Man kann Blechblasinstrumente auch zusätzlich zur Versilberung oder Vergoldung veredeln, auch Hartverchromungen sind - an den Griffstellen des Zigs z.B. - möglich. Bei Deiner Posaune scheint der Stimmbogen versilbert zu sein, die Zugglocken sind entweder versilbert oder aus Neusilber.

Viele Grüße
Marco
 
Hallo

hübsches Instrument - waren ja in den 70er Jahren ziemlich in bei den Musikvereinen.

Ja- Marco hat ja eine recht ausführliche Anleitung geschrieben - ich würde sagen einfach in die Badewanne damit
anständig Spüli rein und eine ganze Weile liegen lassen.
Dann mit Flaschen/Reagenzglasbürste anständig duchschrubben und danach mit klarem Wasser durchspülen.

Den Koffer kannst´e wahrscheinlich vergessen.

Wenn da was klappert - ignorieren - hat sich wahrscheinlich innerhalb der Stege was abgelöst - wird beim Spielen
kaum stören - und bei dem Preis muss man so was in Kauf nehmen.

Ja schmieren - ich halt ja viel von Slide o mix - so ein älteres Instrument ist eher herkömmliches Fett
mit Wasserfilm (Sprühfläschchen) gewöhnt


Bernd
 
Hallo,

sorry für meine lange Abwesenheit, aber ich hatte leider kaum Zeit, mich intensiv um die Posaune zu kümmern.
Am Wochenende hab ich sie endlich durchgewaschen. Ich möchte nicht näher darauf eingehen, was hier alles aus dem Innenzug gekommen ist...

Prinzipiell ist das 'Aroma' seither wesentlich besser; ich denke, so wirklich sauber ist sie aber nicht...

Was mir leider auffällt, ist, dass am Trichter und den Stegen deutlich mehr Korrosionsspuren zu sehen sind als gleich nach dem Kauf (in der Wanne waren nur der Innen- und Außenzug).
Was kann ich da dagegen tun? Also Punkt 1 gegen die Entstehung und Punkt 2 gegen das Vorhandensein...
Wie pflege ich sie außen am besten?

Schmieren hab ich jetzt mit Slide-O-Mix versucht, allerdings hab ich das Gefühl, dass Außenzug und Innenzug zu viel Abstand voneinander haben. Das Mittel hat sich nach ein paar Zugbewegungen nicht wirklich verteilt...
Sollte ich doch zur alten Methode mit Sprühflasche greifen???

Oder sollte ich das Ding generell mal zu einem Instrumentenbauer in der Gegend bringen und checken lassen? Was kann mich das kosten?

Koal
 
Hallo koal,

zuerst Antworten auf deine Fragen und dann noch eine Nachbemerkung.

Ja, gehe sicherheitshalber mal zu einem BLECHinstrumentenbauer: "..Können Sie mal bitte kurz drüberschauen, ob und was evtl. zu machen ist; habe das Teil gebraucht gekauft..." Das dürfte nix kosten und du weißt Bescheid.
Slide nicht auf beide Züge gleichzeitig auftragen, sondern erst auf den einen, Außenzug drüber und dann in allen Richtungen hin- und herbewegen (auch zur Seite); dann dasselbe mit dem anderen Zug und erst dann richtig zusammenschieben.
Sprühflasche ist kein genereller Ersatz, sondern es ergänzt/verlängert die Slide-Anwendung, weil sich das Wasser mit dem Schmiermittel verbindet. Bei mir wird alle zwei Wochen Slide oä. aufgetragen, aber jeden Tag kommt ein Hauch Sprühnebel vor dem Spielen drauf.
Zur Außenpflege nehme ich immer Sprühwach zB von REKa oder La Tromba. Riecht gut und schützt etwas. Dass die Korrosionsspuren deutlicher geworden sind, könnte an einem "Schönungsversuch" liegen; das kann man per Ferndiagnose nicht lösen.

Generell bestätigen deine Erlebnisse meine Vorbehalte gegen Gebrauchtkäufe von Anfängern. Das nützt dir jetzt wenig, aber ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass ein Anfänger mit einem günstigen Neugerät (siehe mein Beitrag oben) oder einem Gebrauchtinstrument vom Fachhandel besser bedient ist, als online-Käufe oder sonst was. Das ist eher was für Sammler und Erfahrene.
 

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