Anfängerfrage: Spieltechnik

von TheLostOne, 22.11.06.

  1. TheLostOne

    TheLostOne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.06   #1
    Hallo!

    Ich hätte eine kleine Frage zur Spieltechnik. Und zwar meint mein Piano/Keyboard Lehrer dass man generell immer Legato spielen sollte wenn die Noten "nackt" dastehen.

    Nun frage ich mich ob man das wirklich so machen muss? Wie spielt ihr das Stück wenn die Noten ohne Legatobögen oder Staccatopunkte stehen?

    Muss man dann auch Legato spielen?:confused:
     
  2. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.11.06   #2
    Ad libitum - halt so, wie es 'frei Schnauze' klingt.

    Allerdings mach ich das IMMER so, egal, was da steht...:D:cool:
     
  3. derLouis

    derLouis Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.06   #3
    Kann man schon so machen mit dem generellen Legato, da es meistens auch so am besten klingt. Wenn es non legato sein soll steht meistens ein ^ über der Note.
    Aber ich schließe mich da Sticks an: Mach es so, wie es am besten klingt. Wenn du aber gerade erst angefangen hast, ist Legato nicht verkehrt.
     
  4. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 23.11.06   #4
    "Wie's am besten klingt" triffts schon. Was "am besten" ist, kommt auf den Stil des Stücks an, zumal abseits der Klassik weitgehend auf Betonungszeichen verzichtet wird (außer es ist gaaaanz wichtig). Deshalb muss man z.B. einen Blues aber trotzdem richtig betonen. Wenn man den nur so daher spielen würde, klingts halt nicht nach Blues.
     
  5. Dr.Watson

    Dr.Watson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.06   #5
    Jo...Tach
    Ich machs immer so:
    Die Melodie die man spielt ist ja meistens in häppchen aufgeteilt.
    Zwischen den häppchen mache ich meistens eine Non-legato-Pause (ihr wisst schon was ich meine^^).
    Stell dir einfach vor, wie du es singen würdest.
    Beim Einatmen (weil dir irgentwann mal die Puste ausgeht) kann man keinen Ton halten, also singt man auch nicht mehr legato,

    l
    l
    l-------> So spielen wie gesungen wird, wenn Sänger Atempause macht, dann kein Legato
     
  6. TheLostOne

    TheLostOne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.06   #6
    Danke für die Antworten :D

    Hätte da noch kurz ne Frage: Ich spiel momentan ein Stück wo an bestimmten Stellen ein Legatobogen ist, wärendessen an einigen Stellen gar keine Zeichen stehen. Wie soll ich diese Stellen spielen? Sollen die Noten dann "abgehackter" klingen? Es wäre schön wenn mir jemand kurz die ganzen unterschiedlich Artikulationarten erklären könnte.

    Entschuldigt meine doofen Fragen :D
     
  7. MichiSi

    MichiSi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.06   #7
    Wenn Legato an einigen Stellen eingezeichnet ist, dann soll dort, wo kein Legato ist, "normal" gespielt werden, also der Ton klingt so lange, wie der Notenwert es sagt, aber zwischen einem Ton und dem nächsten ist ein kurzes Absetzen.
    Dann gibt es noch das Staccato, ist vermutlich bekannt, trotzdem: Gekennzeichnet durch einen Punkt direkt unter oder über dem Notenkopf wird die Note nur kurz angeschlagen und den Rest des Notenwertes herscht Stille.
    Dann gibt es an den gängigen Arten noch Portato, dass durch einen waagerechten, kurzen Strich unter oder über dem Notenkopf gekennzeichnet wird. Wird im Prinzip wie ein getragenes Staccato gespielt, sprich, der Ton bleibt etwas länger liegen, trotzdem klingt es noch deutlich abgehackt.
     
  8. TheLostOne

    TheLostOne Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.06   #8
    ...und beim Legato gibt es kein absetzen sondern die Töne werden fließend gespielt, richtig?

    Ok ich glaub ich habs, danke :D
     
  9. MichiSi

    MichiSi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.12.06   #9
    Japp, beim Legato fließen spielen. :)
     
  10. mirGef?llts

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    Erstellt: 01.12.06   #10
    dafür zwei Beispiele (Sonatine/Musiklehrer):
    notiert sind für links drei nacheinander zu spielende, per Legatobogen verbundene Notenpaare:
    d+a
    d+g
    d+fis
    die praktische Ausführung sieht dann so aus, dass von dem ersten Paar das a gedrückt bleibt bis d+g erklingen und von denen später das g gedrückt bleibt bis d+fis erklingen.

    Wenn man's ein paarmal langsam gespielt hat, hat man wieder dazugelernt, wie sich eine Klangvorstellung praktisch realisieren läßt ;-)

    Sind von mehreren aufeinanderfolgenden Noten jeweils zwei per Bindebogen miteinander verbunden, ist's wohl eine Zweierbindung, bei der jeweils die erste Note betont und die zweite verkürzt wird (+ entsprechender Pause), was einen hüpfenden Rythmus ergibt.

    Viel Spaß,
    Manfred
     
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