Spieltechnik - Legato

von ZenToR, 30.03.06.

  1. ZenToR

    ZenToR Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.06   #1
    Hallo,

    ich habe eine Anfängerfrage zum Legato-spielen (also mit Pedale)..
    (ich stelle diese "dumme" Frage stellen, weil ich nie Klavierunterricht hatte :p , spiele nur aus spass..)

    Also ich will meine Frage mal an dem Beispiel des unten eingefügten Taktes klar machen (es geht um die Noten im Violinschlüssel)

    wenn ich jetzt den ersten Dreiklang spiele, muss ich den notenwert der beiden punktierten viertelnoten gedrückt halten, oder kann ich die beiden noten auch als Achtelnoten spielen?
    Das würde nämlich das spielen der darauffolgenden Noten erleichtern...
    und wenn die pedale gehalten wird, merkt man doch sowieso nicht den unterschied zwischen eine gehaltene Achtel - oder einer Viertelnoten.
    Ohne Pedale muss man natürlich nach den richtigen Notenwert spielen...

    Kann man es so machen oder sollte man die Notenwerte lieber so spielen wie es auf den notenblatt steht (mit kleinen abweichungen)?



    Ich hoffe ihr versteht meine Frage und danke für eure hilfe :great:
     

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  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 30.03.06   #2
    Moment! Legato ist nicht gleich Pedal! Im vorliegenden Fall natürlich schon, weils drunetrsteht, aber so generell ...

    Hier geht beides, aber besser ist natürlich, nicht zu schummeln. ;)

    Mit den Vorzeichen hats aber auch jemand sehr gut gemeint ...
     
  3. pille

    pille Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.06   #3
    Also zunächst mal hat Jay natürlich Recht, Pedal und Legato habe nix miteinander zu tun. Überhaupt geht es hier garnicht ums "Legato"-Spielen. "Legato"-Spielen bedeutet, daß man nacheinander folgende Noten gebunden spielt. "Nicht gebunden" (also nicht legato) wäre z.B. "akzentuiert" oder noch extremer "Staccato". Die Steigerung von Legato hingegen würde ich als Sostenuto bezeichnen, wo die einzelnen Töne ineinander überfließen sollen.
    Egal ob Pedal oder nicht, in diesem Fall würde ich immer versuchen, die Quart in der rechten Hand (As-Des, 1. und 2. Finger) liegen zu lassen so lange es geht. Die Oberstimme kann dann immernoch bequem mit dem 4. und 5. Finger gespielt werden. Es ist eh hilfreich, zunächst mal das ganze ohne Pedal zu üben und selbiges erst später einzubauen. Das "Schummeln" -von dem Jay spricht" sollte man wirklich nur nutzen, wenn es garnicht anders geht, das kommt oft genug vor, und ich würde sagen bereits hier!: As und Des werden von 1 und 2 gehalten. Um zu dem es-moll Quartsextakkord zu kommen, wäre es einfach, 5 auf dem hohen B und 2 aud Des liegen zu lassen, als Stütze gewissermaßen und dann den folgenden Es-moll Dreiklang mit 134 anzuschlagne. Das geht leider nicht, denn Du mußt dann zum C hoch, was Du so nicht schaffst (es sei denn Du hast Bärenpranken und keine Hände). Also muß du den Es-moll ebenfalls mit 124 anschlagen, d.h. du mußt "schieben" und dazu kommst Du ums Pedal garnicht rum!
    Cheers,
    Wolf
     
  4. ZenToR

    ZenToR Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.06   #4
    Danke für Tipps :)

    Mit dem Legatospielen meinte ich natürlich das Pedalspiel, ich dachte nur dass man das Spielen mit der Pedale auch "legato" nennt, aber jetzt weiss ich es ja.
     
  5. Pianoclaudia

    Pianoclaudia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.06   #5
    "Legato"-Spielen bedeutet, daß man nacheinander folgende Noten gebunden spielt. "Nicht gebunden" (also nicht legato) wäre


    ok, aber selbst du müsstest wissen, das "nicht legato" in den fachkreisen "non legato" heißt, naja egal, sry, für die bemerkung.....:screwy:

    so, aber ansonsten muss ich dir völlig recht geben....:great:
    aber du hast dir ja mal ein nicht ganz leichtes stück ausgesucht, wie lange spielst du denn schon und wie übst du überhaupt ohne lehrer.........
    vor deiner selbstdisziplin sollte man respekt haben..:)
     
  6. ZenToR

    ZenToR Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.06   #6
    Ich übe, indem ich immer wieder neue Stücke lerne ;) ,
    ich lerne die Stücke immer Takt für Takt, also ziemlich langsam, aber danach kann ich die Stücke auswendig.
    Zur Hilfe höre ich mir auch noch das orginale Stück an, falls ich es finde :)
     
  7. Pianoclaudia

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    Erstellt: 01.04.06   #7
    ja, aber woher weißt du denn, dass du alles richtig machst, man macht doch immer kleinere fehler. hattest du denn mal einen lehrer? wie lange spielst du schon??
     
  8. ZenToR

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    Erstellt: 01.04.06   #8
    ich spiele seit ca. einem jahr aber unregelmäßig, also halt immer wenn ich Lust habe..

    Das Notenlesen und das grundlegenste beim Klavierspielen habe ich beim Musiklehrer
    in der Schule gelernt, aber die Stücke lerne ich selber..

    Ich weiss ich mache sicher ein paar Fehler beim Spielen, aber Hauptsache ist das die Stücke die ich spiele, richtig klingen (einigermaßen :D ).

    Je mehr Lieder ich spiele desto besser und flüssiger kann ich spielen,
    also das klappt schon irgndwie :p

    Aber ein Lehrer wäre natürlich besser...
     
  9. Pianoclaudia

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    Erstellt: 01.04.06   #9
    kommst du denn mit so sachen, wie richtige sitzhaltung und handhaltung zurecht? was für stücke spielst du denn schon so?
     
  10. ZenToR

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    Erstellt: 01.04.06   #10
    Die Haltung sollte eigentlich stimmen, das hat mir früher mein Musiklehrer beigebracht,
    als ich 8 war habe ich mit Keyboard spielen angefangen, aber nur die Melodie in der rechten Hand, mit 2 Händen spiele ich seit einem jahr..

    Ich spiele gerne alles was mir gefällt, also eigentlich jede musikrichtung:
    Fur Elise, Mondscheinsonate, was moderneres wie Hero (Mariah Carrey), Soundtracks von Filmen und zur Zeit gefallen mir besonders die FInal Fantasy Stücke...
     
  11. CapFuture

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    Erstellt: 01.04.06   #11
    Oha, noch ein FF anhänger...

    Aber ich warne dich, die sind nicht von schlechten Eltern...

    Arbeite jetzt schon seit 6 Monaten an FF7-Fighting (Piano Version) und es fehlt mir immer noch ein ganzes Stück können...

    Ne kleine Frage meiner seits: Wann kann man das Pedal nutzten, auch wenn es nicht explizit da steht und wie kann man das richtige Spielen mit Pedal üben?
     
  12. ZenToR

    ZenToR Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #12
    Ich hab mir vor kurzem "Fightinhg" angehört, das ist ein sehr schweres stück, für mich zu schwer :eek:

    6 Monate sind schon ziemlich lang (das stück ist auch sher lang), wäre es für dich nicht besser mit einem leichteren stück anzufangen?

    zu der Pedale:

    Ich hab mit der Zeit ein Gefühl für die Pedale bekommen, ich setzte die Pedale immer ein wenn ich es für richtig halte...
    Am Anfang habe ich immer Stücke gespielt, wo genau beschrieben ist wann die PEdale gedrückt werden soll, dadurch habe ich dieses Gefühl für die Pedale bekommen,
    also ich benutze die Pedale so ähnlich wie bei den anderen stücken die ich gelernt habe..

    So kannt du das glaub ich am besten üben( vile Stücke üben wo Pedaleinsatz beschriftet ist)

    oder gibt es da eine spezielle Regel oder sowas?
     
  13. Pianoclaudia

    Pianoclaudia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #13
    also es gibt schon spezielle regeln, aber die sind von komponist zu komponist sehr verschieden....... also wenn ihr bei manchen stellen nicht genau wisst, ob man pedal einsetzt oder nicht, dann fragt lieber mal nen profi, oder schickt mir einfach die stelle...
    aber bei schnellen läufen wird nie pedal gespielt, pedal kann akkorde schön untermalen, etc......

    fragt einfach, wenns ein problem gibt, helf euch gern weiter
     
  14. mirGef?llts

    mirGef?llts Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #14
    (nicht nur) für's Pedalspiel interessant:
    http://www.pian-e-forte.de/
    Fachwissen/Downloads/Spieltechnik/"Kleine" Lehre des Pedalspiels
    Gruß
     
  15. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 02.04.06   #15
    Ich erwähne mal den begriff "finger-legato", weil er noch nicht vorkommt. Bei polyphonen stücken ist oft unerlässlich, mit den fingern zu binden, um die klarheit der stimmführung zu sichern.
    Im übrigen sollte grundregel sei: pedal so wenig wie möglich - so viel wie nötig. Das hängt ab vom stil des gespielten, von instrument, raum, ob oberer oder tieferer bereich und anderen faktoren, wohl dem, der dafür den richtigen instinkt entwickelt. Manchmal ist "nebel" angebracht, und - -nicht immer, wo "Ped" steht muss es so angewendet werden, und oft ist es angebracht, wo nix steht. Es gibt keine festen regeln, viel freiheit und wünschenswert - - - stilempfinden und guter geschmack.
    "Ist die not am höchsten, ist das pedal am nächsten", das wissen all die zu schätzen, die viel vom blatt spielen müssen, opernauszüge oder orchesterbegleitungen im theater- oder hochschulbetrieb, da muss man "orchestral" spielen und die "koloraturen" weglassen, zumal man augen und ohren noch woanders haben muss. Die "pianisten" nennen das abschätzig "kapellmeisterspiel" (aber wenn es an begleiten aus dem stegreif geht, heißt es "Ach, Herr Kollege, würden Sie bitte - -?"), aber auch das will gelernt sein.
     
  16. CapFuture

    CapFuture Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.06   #16
    Danke für die Tipps und Links :)

    Spiele seit 17 Jahren Keyboard und habe erst jetzt mir mal ein Pedal gekauft.
    Deswegen neige ich gerne dazu das Pedal unnötigerweise zu drücken ;)
     
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