Anfängerfragen zu Sound und Effektgeräten

von STHF, 11.02.19 um 21:18 Uhr.

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  1. STHF

    STHF Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.19 um 21:18 Uhr   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe da ein paar Probleme und hoffe auf Hilfe. Erst mal ein bisschen was zu mir: Ich spiele seit 2013 Gitarre, bin aber erst vor 1,5 Jahren auf E-Gitarre umgestiegen. Will sagen, dass Gitarre spielen an sich klappt inzwischen einigermaßen, mit meinem Verstärker komme ich aber nicht so ganz klar. Mein Equipment besteht aus einer Strat, einem Hughes & Kettner Amp, dem entsprechenden Fußpedal dazu und einem Looper. Jetzt spiele ich mit dem Gedanken, mir Effekt-Geräte zuzulegen. Nur da kenne ich mich absolut nicht aus. Deswegen meine Frage, was brauche ich denn so? Ich habe ein bisschen recherchiert, aber da gibt es ja einige Möglichkeiten, so ganz durchsteigen tue ich noch nicht.

    Zum Beispiel gibt es da ja so Tremolo-Geräte, aber da habe ich ja schon den Hebel. Ist so was dann nicht überflüssig? Sehe ich das richtig, dass für den Anfang für einen, der eher die Richtung Queen, Hendrix, Beatles, Dylan spielt, erstmal Delay, WahWah, Chorus, Overdrive und eventuell Hall reichen? Habt ihr da irgendwelche speziellen Kauftipps, oder bin ich bei den Boss-Geräten erstmal gut aufgehoben?

    Anderes Thema: Mein momentanes Projekt ist das Solo von Killer Queen. Klappt soweit auch ganz gut, nur der Sound ist katastrophal. Ich habe das Treble und die Mitten rausgedreht (siehe Foto) – und jetzt lese ich, dass Brian May mit einem Treble-Booster gespielt hat. Aber wenn ich das Treble am Amp reindrehe, klingt es noch weiter vom Sound weg, als es eh schon ist. Und der Booster würde es nur noch schlimmer machen, oder? Dass ich mit der „falschen“ Gitarre und dem „falschen“ Amp nicht eins zu eins das Original nachmachen kann ist mir klar, aber zumindest so ansatzweise sollte es doch irgendwie gehen. Ach ja, die niedrige Gaineinstellung ist nur deshalb so gewählt, weil ich den Lead-Booster bei dem Solo eingestellt habe. Hat nur den Nachteil, dass es wenn ich die Akkorde für die Strophen spiele viel zu verzerrt klingt (und wenn ich den Lead-Booster rausnehme es viel zu leise ist). Spielt zufälligerweise einer von euch Queen und kann mir seine Einstellung am Amp zeigen?

    Gruß,
    STHF
     

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  2. David32

    David32 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.02.19 um 22:23 Uhr   #2
    Ich könnte dir helfen, aber ich habe nicht so gut die Frage verstanden. Was willst, du genau wiesen? Queen und Deep Purple spiele ich am meisten und der Amp ist immer gleich. Damit habe ich niemals Probleme.
    MfG.
     
  3. micharockz

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    Erstellt: 11.02.19 um 23:31 Uhr   #3
    Erstmal herzlich Willkommen am Board :hat:!

    Da hast du ja einige Baustellen. Ich versuche mal kurz auf ein paar Punkte einzugehen.
    Das sollte in etwa passen. Hast du schon mal überlegt, dir ein Multieffektgerät zu besorgen? Dann könntest du erstmal unkompliziert ausprobieren, welche Effekte dir gefallen. Meistens ist eh weniger mehr.
    Das ist ganz was anderes. Leo Fender hat damals die musikalischen Fachbegriffe “Tremolo“ und “Vibrato“ vertauscht. Tremolo erzeugt Lautstärkeschwankungen (im Fender Vibrolux natürlich als Vibrato bezeichnet ;)). Pedale mit Vibratoeffekt (Tonhöhenmodulation) gibt es auch, sind aber selten zu hören.

    Wahrscheinlich brauchst du mehr Mitten - geh mal mehr nach Gehör bei den Einstellungen. Wenn dein Gehör dir sagt, dass zu viele Höhen drin sind, dann stimmt das wohl. Treblebooster sind eine Wissenschaft für sich und machen viel mehr, als nur die Höhen anzuheben. Die Wirkung hängt auch stark vom verwendeten Amp und der Gitarre ab, ohne jetzt weiter ins Detail gehen zu wollen.

    Den Absatz verstehe ich nicht so richtig. Bringt der Lead Booster auch mehr Verzerrung? Kann man den Boost regeln? Stell doch den Amp mal so ein, dass der Akkordsound stimmt. Oder versuch, den Leadsound gut einzustellen und für weniger Gain beim Akkordspiel den Volumeregler der Gitarre etwas runterzudrehen.

    Bei Queen kann es sich auch lohnen, auszuprobieren was im Toneregler der Gitarre steckt.
     
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  4. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 08:26 Uhr   #4
    @micharockz hat eigentlich schon alles gesagt.

    Ich würde zum Anfang auch zu einem günstigen Multieffekt raten. Welchen Amp von H&K hast Du denn? Hat der einen FX Loop? (siehst Du auf der Rückseite, steht meist Send und Return dran)

    Vom FX Loop ist abhängig, wo in der Signalkette Du die Effekte "parken" kannst. Ohne Effektloop kannst Du Deine Effekte nur VOR den Amp packen. Das beeinflusst die Wahl der Effekte durchaus.


    Im Prinzip brauchst du aber auch gar keine Effekte, sofern Du eine vernünftige Verzerrung über den Amp erzeugen kannst. Außer evtl. ein WahWah für spezielle Sounds.



    Grundsätzlich für den Verstärker: Dreh alle Regler (außer Lautstärke:) ) mal auf 12:00 Uhr und fang von da mit den Einstellungen an. Verstelle diese nacheinander und achte auf die Veränderung im Sound, um zu begreifen was der Regler eigentlich tut. Taste Dich so an Deinen Lieblingssound heran.
     
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  5. Kluson

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    Erstellt: 12.02.19 um 08:58 Uhr   #5
    ich würde mal nach Settings für deinen Amp googeln, wenn es dir gar nicht gelingen sollte einen brauchbaren Sound hinzubekommen. Oftmals findet man vom Hersteller oder Usern Diagramme auf denen grundlegende Einstellungen abgebildet sind, zB "British Rock", ""Fender Clean" etc.

    Zu dem vorgeschlagenen Multi Effekt:

    Sicher ein ganz gute Idee, es kann aber sein, dass zu Beginn die ganzen Parameter überfordern. Viele Multis haben in den Werkspresets sehr viel Effekt eingestellt, es ist oft eher unbrauchbar.

    Vielleicht fängst Du auch einfach mal mit nur einem Reverb an. Das wertet den Sound schon gut auf und ist als Pedal einfach einzustellen. Den Rest würde ich erstmal lassen. Delay käme als nächstes in Frage. Das sind so die beiden Brot und Butter Effekte - alles andere ist dann schon oft "Spezialfall"
     
  6. schamass

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    Erstellt: 12.02.19 um 09:13 Uhr   #6
    +1 für die Anschaffung eines Multieffektgerätes (mit Pedal -> Wah Effekt)!
    Meiner Meinung nach gibt es nix besseres, bzw. günstigeres, um die unterschiedlichen Effekte und die Auswirkungen auf den Klang zu erforschen und kennenzulernen.
    Auch gut an solchen Teilen: Man kann zum Üben schön über Kopfhörer spielen.
    Natürlich haben die meisten (günstigeren) Modelle im direkten Vergleich zu Einzel-Effekten irgendwo ihre Schwächen, aber das Gesamtpaket ist gerade zum Kennenlernen meistens unschlagbar.
    Ich habe z.B. ein Digitech RP 360 XP und bis auf die 'richtigen' Zerr-Sounds, finde ich das Teil grandios. Mittlerweile habe ich das Ding in der Effekt-Loop eines Röhrenamps und nutze es dort dann für Hall, Delay,Chorus & Co. und die Zerre hole ich mir dann entweder von einem separaten Muff-Pedal und/oder vom Verstärker.
    Hier mal eine Übersicht der Multieffektgeräte mit Fußpedal (du siehst, der Spaß ist gar nicht mal so teuer):
    https://www.thomann.de/de/e-gitarre...re-2047=true&filter=true&oa=pra&price-first=0
     
  7. micharockz

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    Erstellt: 12.02.19 um 09:34 Uhr   #7
    Das ist wahr. Falls Multi, ist es in der Regel gut, sich die Sounds selbst zusammenzustellen. Also einen leeren Sound, und dann einzelne Effekte dazunehmen und einstellen. Nur dann bekommt man überhaupt einen Überblick über die Wirkung, der verschiedenen Effekte und Parameter.

    Gerade bei den gequetschten und nasalen Brian May Sounds kann auch ein in bestimmten Stellungen geparktes Wahpedal (Fachterminus: parked oder fixed Wah) hilfreich sein. Das bekommt kein EQ so hin.
     
  8. Dr_Martin

    Dr_Martin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 09:50 Uhr   #8
    Meiner Meinung genau falsch: Mitten und Höhen wieder rein Bass raus.
    Das mit dem Treble Booster ist nicht so wichtig den Soundcharakter bekommt man auch so hin.

    Hier z.B. die haben alle ziemlich die Mitten drin und ob Strat oder Les Paul, es klingt nach Queen (was aber auch am Solo selbst liegt):







     
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  9. Kluson

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    Erstellt: 12.02.19 um 11:09 Uhr   #9
    Das ist sicher richtig und auch im speziellen Fall für den Fragesteller relevant.
    Ich meinte nur im Allgemeinen, dass so etwas schon ein speziellerer Fall ist, genau wie Phaser, Flanger, Tremolo etc.

    Um seinen Sound etwas aufzuhübschen und voller zu machen ist - gerade zu Beginn - ein Delay oder Reverb ein guter Eintieg. Ich würde tippen, dass Erstkäufer von Effekten so etwas am ehesten kaufen. Im Zeitalter von Multis hat sich das aber ggf. auch etwas zugunsten der Multis verschoben. "Kann alles und gibt es günstig".
    Obs wirklich zielführend für jemand ist, der sich so gar nicht auskennt, muss jeder selbst wissen bzw. wird es selbst erfahren.

    Mein erstes Effektgerät war neben einem Verzerrer auch ein Quadraverb 1 - aber das war auch das 19" Zeitalter wo man gar nicht genug Effekt haben konnte - natürlich programmierbar. Ich kam damit auch gut zurecht, aber man benötigt da auch immer einen gewissen Zugang, den nicht jeder hat. Deswegen finde ich Pedale eben so charmant - 3 Regler und gut ist es
     
  10. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 12:06 Uhr   #10
    Ich gehe noch einen Schritt zurück.

    Bevor du jetzt weitere Sachen kaufst, lerne erstmal deinen Amp richtig kennen. 18 Watt Röhre, runterregelbar auf 5 und 1, Clean und Lead Kanal, Reverb eingebaut - das ist doch schon mal ein Wort, da fehlt "eigentlich" erstmal nix!

    Ich rate also, erstmal mit dem Amp klarzukommen, den Unterschied zwischen Clean und Lead Kanal auszutesten, die Settings zwischen Clean und Crunch und richtig viel Gain auszuprobieren, und einen Grund-Sound zu finden, der "passt". Auch und gerade im Zusammenspiel mit der Gitarre - Pickupwahl, Tone-Regler, Volume, usw.

    Auf die Schnelle gefunden:
    http://blog.hughes-and-kettner.com/get-guitar-sound-jimi-hendrix-david-gilmour-nile-rodgers/
    Das ist doch mal ein Start!
     
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  11. Dr_Martin

    Dr_Martin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 13:37 Uhr   #11

    Hier der Chef persönlich:

     
  12. STHF

    STHF Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 15:45 Uhr   #12
    Danke für die vielen und schnellen Antworten!

    @micharockz Der Leadbooster bringt mehr Verzerrung und mehr Lautstärke. Insofern problematisch, dass, sobald ich ihn rausnehme, die Verzerrung richitg ist, es aber viel zu leise ist. Mit dem Lautstärkeregeler an der Gitarre selbst habe ich schon getestet, das funktioniert aber auch nicht, da mir dort dann wider Gain geklaut wird. Aber weil du es noch ansprachst: Was genau macht denn ein Treble Booster noch bzw. warum rätst du mir davon ab?`

    @Captain Knaggs Ja, den FX Loop habe ich. Meinen Looper schalte ich aber (auf Rat meines Musiklehrers) zwischen Gitarre und Amp, nicht dahinter. Das wäre aber sowieso meine nächste Frage gewesen: Wo müsste ich die Effekte hinpacken und gibt es da irgendeine Reihenfolge, die ich einhalten müsste?

    @Dr_Martin Danke für die Videos, die haben mir sehr geholfen!

    @DerZauberer Da habe ich mich oben wohl ein bisschen falsch ausgedrückt, mit den einzelnen Funktionen des Amps komme ich schon klar, nur mit Effektgeräten (in Kombination zum Verstärker) kenne ich mich nicht aus. Nur so ganz spezielle Sachen (wie eben der Queen Sound) klappen (noch) nicht. Und danke für den Link, danach kann ich mich dann richten, wenn ich am nächsten großen Gitarristen verzweifle ;-)
     
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  13. schamass

    schamass Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 16:07 Uhr   #13
    Der FX-Loop an deinem Verstärker ist ein Signalweg, um externe Effektgeräte "einzuschleifen". Normalerweise wird dadurch das Effektgerät zwischen Vor- und Endstufe geschaltet, also geht das Signal vom Vorverstärker durch das/die eingeschleifte(n) Effekt(e) und dann erst in die Endstufe.

    Es gibt zwei unterschiedliche Geräte, die leider gleich betitelt werden:
    - (Phrase)Looper, die in der Lage sind, Audiomaterial aufzunemen und in einer Schleife (Loop) wieder zu geben. (sowas wie du jetzt hast)
    - 'Looper' oder besser Loop-Switcher, die eine oder mehrere Schaltwege (=Loops) zur Verfügung stellen, damit man seine Pedalbatterie entsprechend seinen Vorstellungen verdrahten und auf Knopfdruck "scharf" schalten kann.
    (sowas: https://www.thomann.de/de/mooer_pedal_controller_loop_6.htm )
     
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  14. Marschjus

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    Erstellt: 12.02.19 um 16:13 Uhr   #14
    @STHF der H&K hat doch einen FX-Loop, du könntest also ein Volumenpedal oder Booster in den Loop schalten. Dann sollte eigentlich nur der Pegal angehoben werden, ohne das mehr Gain die Folge ist.
    Wieso soll der Looper vor dem Amp sitzen? Das ist doch kein 1-kanaler da wird ja alles was vom Looper kommt mit verzerrt oder sonst was. Ich hab mein Looper als aller letztes Glied in der Kette.
     
  15. Uhu Stick

    Uhu Stick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 16:30 Uhr   #15
    Irgendwas pauschal brauchen tut man erst mal gar nichts. Jeder Gitarrist hat seine eigenes Sammelsurium an Effektgeräten. Im Fall von Brian May dieses: https://equipboard.com/pros/brian-may/#effects-pedals

    Möchte man sich dem Sound seines Lieblingsgitarristens angleichen, ist es zweckdienlich sich ein entsprechendes Effektgerät zu kaufen. Effektgeräte erweitern die Soundmöglichkeiten an verschiedenen Stellen (z.B. Hall, Delay, Chorus uvm.) oder können verschiedene Probleme lösen (z.B. matschige Verzerrung - Distortionpedal, mangelnde Durchsetzen beim Solo - Booster) Aber irgendwas einfach so zu kaufen, ohne vorher definiert zu haben, welches Problem überhaupt gelöst werden soll, halte ich nicht für zielführend.

    Obacht: Tremolo bedeutet uneigentlich eine Veränderung der Lautstärke! Doch weil Leo Fender damals beim Patentamt sein „Vibrato" fälschlicherweise als Tremolo angemeldet hatte, wird heute vielerorts das Ding, was eine Veränderung der Tonhöhe bewirkt, fälschlicherweise als Tremolo bezeichnet. Insofern ist die Frage, ob das überflüssig sei, ein bisschen obsolet, weil es sich dabei um zwei verschiedene Effekte handelt, die leider nur gleich heißen.


    Ja. Aber bedenke, dass dein Amp bereits Verzerrung und Hall bietet. Ich würde erst dann ein Pedal kaufen, wenn du unzufrieden mit den vorgegebenen Möglichkeiten des Amps bist, bzw. das Zielpedal diese besser machen kann.

    Boss hat einen guten Ruf. Meiner Meinung nach zu unrecht (viele Boss Pedale klingen mMn. nicht gut). Da gilt es (wie so oft) in den Laden zu fahren, einige Pedale anzutesten und selbst herausfinden, was einem am besten gefällt.

    Eigentlich nicht. Aber hier siehst du, dass jede Situation anders ist und ihre eigene Lösung erfordert. Es gibt nicht den einen Lösungsweg, der immer und überall funktioniert. Übrigens: Ich würde an der Stelle mal ausprobieren, die EQ Regler allesamt weiter aufzudrehen.
     
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  16. STHF

    STHF Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 17:07 Uhr   #16
    Ja, das ist so. Wenn ich mit Looper spiele muss ich mich vorher auf einen Sound festlegen.

    Also verstehe ich dich richtig, der Looper gilt auch als Effektgerät?! Toll, dann hat mir mein Musiklehrer Fehlinformationen geliefert.
     
  17. Marschjus

    Marschjus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.19 um 17:49 Uhr   #17
    Naja...als Effektgerät,im weitesten Sinne irgendwie.
    Bei Amps die keinen FX-Loop haben geht es natürlich nicht anders. Aber deiner hat einen. Ich übe ja fast immer zu einem unverzerrten Rhythmusteil, und experimentiere dann halt auch gern mal mit Zerre,Booster und natürlich nicht aus den Pedalen sondern auch vom Amp und diverse Kombinationen.
    Da mein Looper als letztes Glied in der Kette ist gibt der genau das wieder was ich aufgenommen habe. Der cleane Backingtrack bleibt also clean. Wenn ich etwas mit Distortion als Rhythmus haben möchte muss ich das auch genau so aufnehmen.
    Gruß Marcus
     
  18. revolverband

    revolverband Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.19 um 03:30 Uhr   #18
    Komischer Musiklehrer - den Looper vor den Amp zu legen anstatt in den Einschleifweg ist völliger Schwachsinn! Nur im Einschleifweg nimmt der Looper das auf, was du auch hörst. Gleich nach der Gitarre nimmst du nur das piepsige, dünne Pling Pling der Saiten auf, ich wüßte nicht inwiefern das für irgendwas von Vorteil sein sollte...
     
  19. micharockz

    micharockz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 13.02.19 um 11:40 Uhr   #19
    Ich rate nicht unbedingt davon ab, denke aber, dass du erstmal lernen solltest, Verstärker und Gitarre so einzustellen, dass du den gewünschten Sounds möglichst nahe kommst.
    Treblebooster wurden entwickelt, um in Zeiten von relativ schwachen Pickups, dumpfen Spiralkabeln und lauten Amps mit wenig Gain geile verzerrte Sounds zu erzeugen. Dabei sind in der Regel Germaniumtransistoren am Werk, wodurch die Schaltungen empfindlich für verschiedene Einflüsse werden. Sprich: sie müssen in der Regel als erstes Gerät nach der Gitarre kommen, aktive Tonabnehmer sind auch tabu - sonst klingt es nicht gut.

    Um vergleichbare Resultate zu erzeugen wie die alten Helden, müssen also die anderen Geräte auch passen bzw. passend eingestellt werden. Wenn alles stimmt, werden nicht nur Lautstärke und Höhen angehoben, sondern das Obertonspektrum in neuem Glanz strahlen gelassen ;). Gerade gut vor Verzerrung. Die kann man mit Treble Booster besonders gut mittels Volumepoti der Gitarre oder leichterem Anschlag reduzieren.

    Du kannst natürlich trotzdem einen der mehreren Brian May Treble Booster von Fryer ausprobieren, oder als recht universellen und guten Trebleboost z.B. einen Catalinbread Naga Viper. Man muss sich halt etwas mehr einarbeiten als in ein “normales“ Boostpedal.

    Ein paar Infos gibt es hier: https://www.gitarrebass.de/equipment/treble-booster-die-sound-zauberer/
     
  20. danielscheibenstock

    danielscheibenstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.02.19 um 11:55 Uhr   #20
    @revolverband ich mache den Looper in den Anfang um Sounds einzustellen aber das ist auch schon der einzige Grund
     
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