Anfängerin - "Atemverkrampfung" und Bitte um Tipps für tiefe Töne

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Hallo ihr Lieben,

bitte entschuldigt den "komischen" Threadtitel - mir ist leider auf die Schnelle kein besserer eingefallen ;)

Ich lese schon etwas länger hier im Forum, hab mich allerdings nie registriert. Da ich mittlerweile aber das Singen immer mehr für mich entdecke und mich dementsprechend auch weiterentwickeln möchte, habe ich entschlossen, mich hier anzumelden!

Kleine Vorgeschichte: gesungen habe ich nie sonderlich "viel", obwohl es bei uns eigentlich in der Familie liegt. Ich war fünf Jahre lang im Kinderchor und habs dann als ich in die Pubertät kam ganz sein lassen. Erst jetzt wieder - mit 28 - habe ich das Singen neu für mich entdeckt und kann gar nicht mehr genug davon bekommen :)

Ich singe also nur "hobbymäßig", mache keine Ausbildung oder derartiges. Seit einem halben Jahr ca. nehme ich Stimmbildung im klassischen Bereich und bin jetzt auch seit drei Wochen im Domchor dabei - wobei ich zugeben muss, dass mich diese Situation (noch) ziemlich überfordert.

Ich bin - zumindest laut Gesangslehrerin - definitiv ein Sopran, wahrscheinlich ein "hoher Sopran". Ich persönlich würde mich subjektiv betrachtet allerdings als "Mezzosopran" bezeichnen... aber wahrscheinlich entwickelt sich meine "Stimmweite" erst. Ich merke allerdings schon, dass ich von der "Stimmfarbe" her eher in die Richtung meiner Mutter gehe (sie ist ein hoher "lyrischer" Sopran).

Ich habe mich hier wie gesagt schon durch's Forum gelesen, habe mir auch die Theorie näher angeguckt (Atem, Stütze, Übungen usw.), aber dennoch gibt's noch Unklarheiten und es wäre schön, wenn ich mir hier ein paar Tipps von euch abholen könnte ;)

Ich habe wirklich große Schwierigkeiten mit dem Atmen! Ich muss dazu sagen, dass man mich auch als "die Verkrampfung" schlechthin bezeichnen könnte, da ich enorme Schwierigkeiten habe, aus mir herauszukommen, nicht zurückzuhalten, loszulassen, innerlich "frei" und "weit" zu werden und vor allen Dingen nicht zu verkrampfen. Meine Gesangslehrerin macht mich da immer wieder darauf aufmerksam. Und dementsprechend habe ich Probleme, richtig zu atmen.

Nur als Beispiel: habe die Übung mit den "s" Lauten gemacht und die 15 Sekunden waren um ehrlich zu sein nicht so leicht für mich durchzuziehen. Ich bekomme es zwar hin, aber nur mit Anstrengung. Ich versuche schön in den Bauch zu atmen, die Stütze nicht zu verlieren, aber trotzdem "entweicht" die Luft bei mir immer enorm schnell...

Habt ihr da vielleicht irgendwelche Ratschläge, was ich dagegen tun kann? Auch um mich besser selber zu spüren?

Zu den Tönen selber: also im Moment komme ich bis ins zweigestrichene g, aber das nur mit "Anstrengung". Die hohen Töne sind für mich generell noch sehr schwierig. Ich befinde mich dann zwar schon in meiner Wohlfühlzone, das spüre ich auch, aber dadurch dass ich soviel Luft verliere und ich auch merke, dass ich die Stütze (noch) in keinster Weise "beherrsche", verliere ich "oben herum" sehr viel an Substanz, ich spüre, dass ich den Ton nicht mehr halten kann, ich den Ton im Mund "verliere", er mir wegspringt, hauchig wird, fast schon quitischig.... wisst ihr vielleicht, woran das liegt, bzw. gibt es dazu vielleicht irgendwelche Übungen, die es mir erleichtern, immer schön "offen" zu bleiben, aber im Mundraum selbst trotzdem die Spannung (Zunge, Lippen uzw.) beizubehalten?

Meine Gesangslehrerin meinte, ich würde zu viel denken, würde dann irgendwann "zumachen"... das stimmt auch, aber ich weiß nicht so wirklich, wie ich das Abstellen soll - vor allen Dingen das "Zumachen" im Hals...

Von der Tiefe her komme ich bis ins... ich hoffe, ich schreib's richtig.. in guten Tagen komme ich bis ins e (also das e unter dem zweigestrichenen c), in schlechten Tagen bis ins g...

Ich weiß, dass man aus einem Sopran keinen Alt machen kann, obwohl ich zugegeben lieber Alt singen würde, da ich die dunkle und tiefe Stimmfarbe so wunderschön finde.

Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps welche Dinge man bei den tiefen Tönen berücksichtigen sollte? Bis zum c (also das normale c, zweigestrichene glaube ich) komme ich mit der Kopfstimme, wobei meine Gesangslehrerin heute meinte, ich wäre da schon in der "Mischstimme"... danach muss ich in die Bruststimme gehen, bekomme dort auch eine einigermaßen schöne Tiefe hin, aber ich merke schon, dass mein Kehlkopf das manchmal nicht so mag, weil ich zu viel presse, bzw. "dagegendrücke", obwohl die Tiefe schon da wäre... gibts da ne Technik, die es einem erleichtert, immer schön "weit" zu bleiben...? Ich muss dazu sagen, dass das "weit und offen" bleiben sowieso immer sehr schwierig bei mir ist..

Im Moment singe ich "Pur dicesti, o bocca bella" und "Das zitternde Glänzen der spielenden Wellen"... ich komme damit einigermaßen zurecht, aber die Intonation, die Sauberkeit passen noch gar nicht, da muss ich echt noch einiges machen um das hinzubekommen... aber ich mach's ja gerne :)
... und ich möchte gerne noch das "Agnus dei" von Bach singen.... ich LIEBE das Stück! Kathleen Ferrier hat es so wunderschön hinbekommen, dass ich jedes mal eine Gänsehaut bekomme, wenn ich es mir anhöre ;)

viel geschrieben jetzt, vielleicht auch etwas wirr, aber ich hoffe auf einen schönen Austausch mit euch :)

Alles Liebe,
devasya
 
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bitte entschuldigt den "komischen" Threadtitel - mir ist leider auf die Schnelle kein besserer eingefallen ;)

Tipp: einfach gucken, was die eigentliche Frage / Problematik des Themas ist. Neben allen biografiischen Daten und Überlegungen gibt es in deinem Beitrag eigentlich nur zwei konkrete Fragen.

Ich ändere das mal. BItte künftig mehr auf einen aussagekräftigen Titel achten.
 
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Hallo devasya,

Schön, dass du dich für den Klassischen Gesang entschieden hast :)
Deine Gesangsprobleme sind typisch für Anfänger und durchaus behebbar. Selbstverständlich solltest du vor allem mit deinem GL die Probleme angehen. Wenn du ein Sopran bist (sind die meisten Frauen) wird sich dein Stimmumfang nach oben noch stark erweitern. Nach unten im Idealfall auch um ein paar Tönchen.
Wenn du generell verkrampft bist, bitte deine GL um Entspannungsübungen bevor ihr mit der Stunde anfangt. Eine GL wollte z.B. dass ich mich locker hinstelle, meinen Oberkörper und Arme vorne gebeugt baumeln lasse, die Augen schließe, tief ein und ausatme und dann langsam wieder aufrecht rollen soll (also nicht auf einmal aufrichten, sondern erst den Oberkörper, die Schulter und dann den Kopf) und nochmal entspannt ausatme.
Was das Atmen angeht, ist es wenig hilfreich sich zu sagen etwas nicht zu tun. Das ist doch immer so, man denkt "nicht pressen" und was tut man? Man presst. Du solltest dich also auf etwas konzentrieren, was du tun sollst. Bei hohen Tönen könntest du tief denken. Eine meiner GL sagte mir z.B. dass ich ein Baum bin, der mächtige Wurzel schlagen will und ich deshalb meine Körperenergie in den Boden leiten soll. Oder ich sollte einen kräftigen Schritt nach vorne machen oder an einer imaginären Glocke läuten (Seil nach unten ziehen) oder auf den Boden zeigen (den Ton zu Boden singen). Meistens reicht aber schon ein bißchen Ablenkung. Du könntest dich zum Beispiel im Raum bewegen. Eine meiner klassischen GL hat mich gerne im Seiltänzergang rückwärts im Viereck laufen und gleichzeitig singen lassen, damit ich weniger an meine Atmung denke.
Bei der ssss-Übung ist es zunächst wichtig, dass du entspannt einatmest. Also einen lockeren Atemzug nehmen, die Schultern locker fallen lassen, evtl. sogar mit geschlossenen Augen genüßlich gucken und dann ganz ganz ganz leise mit ssss ausatmen bis es nicht mehr geht, die Restluft einmal kurz auspusten und dann den Atem in den Körper fallen lassen, einfach die Spannung loslassen. Zuhause kannst du das auch mal im Liegen probieren, dass du entspannter bist. Ansonsten finde ich Liprolls super, um die Stütze zu aktivieren ohne dabei an Tonqualität zu denken.

Was die tiefen Töne angeht, zitiere ich mal Bell*, denn der Tipp ist auch auf Klassischen Gesang anwendbar:
Ruf doch ein paarmal mal "ho ho ho !" und "ha ha ha!" wie ein dicker Santa Claus - aus voller Brust, als würdest du dröhnend lachen. Dabei solltest du deine Brustresonanz spüren. Und dann sing den Song noch einmal... aber nicht so zaghaft !
Ich würde da ruhig mal ein wenig dran arbeiten.
Hohe Stimmen vernachlässigen die tiefen Lagen oft, weil sie ja in der Höhe so richtig glänzen können und weil die ihnen viel leichter fällt.
Ich weiß jetzt allerdings nicht wie tief du nun wirklich kommst. Das c in der Mitte eines 88Tasten-Klaviers ist jedenfalls das c'. http://www.sengpielaudio.com/Rechner-notennamen.htm
Wenn es sich um ein ungestrichenes e handelt, ist das für einen Sopran schon ordentlich. e' ist jedoch als Untergrenze nicht so gut, da auch Sopranliteratur mal bis c' oder sogar a gehen kann. Jedenfalls sollte die Bruststimme, auch wenn es sich um Klassik handelt, nicht vernachlässigt werden.

Wenn du möchstest, kannst du gerne eine Hörprobe hochladen. Sicher können wir dir da nochmal gezieltere Tipps geben.
 
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Hallo devasya

zunächst einmal bin ich wie Vali der Meinung, dass deine GL an allererster Stelle Ansprechpartnerin für deine Probleme sein muss. Sie kennt dich und deine Stimme, weiss worauf du gut ansprichst und worauf weniger. Dir deshalb hier konkrete Übungen für das eine oder andere Problem zu nennen, halte ich für nicht so sinnvoll. Du hast ja mit dem Unterricht gerade erst begonnen und in einer so frühen Phase deiner Lehrerin "dreinzupfuschen", könnte auch kontraproduktiv sein indem es dich mehr verwirrt als nützt. Wenn du dich bei deiner GL wohl und gut aufgehoben fühlst, halte dich an das, was sie dir sagt :)

Von mir deshalb nur ein paar ganz allgemeine gehaltene Tipps.

da ich enorme Schwierigkeiten habe, aus mir herauszukommen, nicht zurückzuhalten, loszulassen, innerlich "frei" und "weit" zu werden

Das ist nicht ein Problem, das du alleine hast ;) Damit muss sich so ziemlich jeder Sänger immer und immer wieder befassen, bis hinauf zum Profi-Niveau! Also hab etwas Geduld, das kommt schon noch :)
Zu Beginn der Ausbildung kommen so viele technischen Dinge auf einen zu, dass man manchmal das "Singen etwas vergisst". Mir persönlich hat sehr gut getan: Sobald gewisse Technikgrundlagen einmal ein bisschen automatisiert sind: Stücke wählen in denen starke Emotionen transportiert werden (Wut, frech sein, sich lustig machen etc). Solche Emotionen kann man aber auch in Stücke einbauen, wo das inhaltlich gar nicht so vorhanden ist, einfach als Hilfe um loszulassen und sich zu öffnen. Aber Vorsicht: zuviel Emotion bei noch unausgereifter Technik kann auch schaden, insofern, dass es einem auf die Stimme schlägt!

Meine Gesangslehrerin meinte, ich würde zu viel denken, würde dann irgendwann "zumachen"... das stimmt auch, aber ich weiß nicht so wirklich, wie ich das Abstellen soll - vor allen Dingen das "Zumachen" im Hals...

Ich übe einzelne Phrasen oder auch ganze Stücke manchmal in Teilsequenzen, zuerst ein Durchgang mit starkem Focus auf technische Aspekte, dazwischen aber auch immer wieder "freies singen" wo ich alle Technik aus dem Kopf verbanne und einfach mit ganz viel Lust, Freude und Spass singe (und bestimmt mit ganz vielen Fehlern ;)). Mit der Zeit kann man immer mehr die Lust in den Vordergrund stellen, die Technik kommt von alleine gut.

Ah ja und die Stücke so schnell wie möglich auswendig lernen. Auswendig öffnet man immer besser als wenn man an den Noten klebt!

Im Moment singe ich "Pur dicesti, o bocca bella" und "Das zitternde Glänzen der spielenden Wellen"

"Pur dicesti" habe ich nie gesungen, kann also nicht sagen, wie gut es sich eignet zum aus sich rauszugehen. "Das zitternde Glänzen" ist, wie eigentlich alle der 9 deutschen Arien von Händel, wunderschön, aber ich würde es jetzt nicht unbedingt als Parade-Stück bezeichnen das einem das öffnen und aus sich rausgehen erleichtert. Es ist ziemlich textlastig, verlangt eine sehr gute Konsonanten-Artikulation und die Stimme muss präzise und gut geführt werden. Kann aber auch sein, dass das nur eine subjektive Empfindung von mir ist, da diese Arie für mich stellenweise etwas tief ist und ich in der Höhe halt besser aufmache. Ich tue mir mit öffnen leichter bei "Meine Seele hört im Sehen" um jetzt mal bei den deutschen Händel-Arien zu bleiben, auch viele Konsonanten ;) liegt aber ein Spürchen höher.

Wie auch immer: mehr Unterstützung für die innere Weite gibt es meiner Ansicht nach, wenn man ein Stück hat, wo lange Strecken auf Vokale gesungen werden können. Für Gesangsanfänger ev. ohnehin am besten Vokalisen mit hübscher Melodie, zu der die GL dann vllt noch zusätzlich eine Begleitung spielt, so dass man in Emotionen reinkommen kann ohne dass man technisch völlig entgleist. Übungen müssen ja nicht immer langweilig und trocken sein, die können auch wie "grosse Oper" gesungen werden.

Ansonsten: denk nicht nur darüber nach, was du alles noch nicht kannst, sondern freue dich daran, wie sich deine Stimme insgesamt entwickelt und hab Spass am Singen :)
 
devasya
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Hallo ihr Lieben,

Erstmal vielen Dank für eure Antworten - und für die Änderung des Threadtitels - ich werde das nächste Mal besser drauf achten ;-)

@Vali:

Die Sache mit den Entspannungsübungen werde ich auf jeden Fall versuchen. Meine GL achtet schon drauf, dass ich mich zwischendurch immer wieder "auflockere". Anfangs war ich nämlich sehr angespannt, vor allen Dingen in den Beinen, die ich stark durchgezogen habe. Deswegen musste ich in den ersten paar Wochen immer auf einen "roten wackeligen Ball" stehen, was schon etwas irritierend, aber dennoch hilfreich war ;-)

So ähnliche "Ablenkungsübungen" wie du muss ich manchmal auch machen. Mich bei den hohen Tönen beispielsweise "leicht" in die Knie fallen lassen, oder kurz vor dem eigentlich "hohen" Ton eine Flasche vom Boden holen und auf den Tisch stellen...oder direkt eine Handbewegung nach unten machen, oder mich auf einen Stuhl fallen lassen und wieder aufstehen... vor allen Dingen das "auf den Stuhl fallen lassen" fällt mir immer schwer, weil ich merke, dass ich körperlich enorm "dagegen" arbeite... Anfangs hab ich auch deswegen viel Luft verloren, da meine Stimmbänder nicht richtig geschlossen haben und teilweise habe ich damit immer noch Probleme... vor allen Dingen in den hohen Lagen. Wir üben viel oder eigentlich fast nur mit "u/ü," Vokalen oder dem offenen und geschlossenen "o-" Vokal. Mittlerweile spüre ich da auch ne kleine Besserung - die Stimme hört sich nicht mehr so hauchig an!

Zur Atmung: meine GL hat mir noch eine weitere Übung für zu Hause aufgetragen was das Atmen anbelangt. In dem Moment wo ich singe (beim zitternden Glänzen z.b. gibts ja so längere Passagen, wo man nicht einfach so währenddessen atmen kann, obwohl ich's dennoch tun muss manchmal) ein langes DIN4-Blatt anzureißen. Sprich: in dem Moment wo ich beginne zu singen, beginne ich ebenfalls das Blatt Papier nach unten in zwei Teile zu reißen, muss mir aber das "reißen" des Blattes so einteilen, dass ich zeitgleich mit dem Reißen und dem Singen fertig werde, ohne dabei geatmet zu haben. Mit der Übung klappt es meistens ein klein wenig besser...

Die Aufgabe mit dem "Viereck laufen" hört sich interessant an, dass würde ich auch gerne mal versuchen. Ich frag mal meine GL ob wir das mit in die Stunde einbauen können.

S-Übung: ich versuch schon immer entspannt einzuatmen, aber ich hab immer das Gefühl, dass ich viel zu wenig Luft in den Bauch runter bekomme. Mein Bauch geht irgendwann nicht mehr "raus", was ja eigentlich normal ist, aber ich hab immer das Gefühl, viel zu wenig Luft nach unten zu bekommen...und in dem Moment, wo ich dann wieder auf "s" ausatme, entweicht diese Luft binnen Sekunden, und ich muss bereits nach der 8 Sekunde mein Zwerchfell enorm "in den Bauch drücken" damit ich die restlichen Sekunden auch noch schaffe... Hab's mal mit der "Buch auf den Bauch leg"-Übung versucht und da klappt es komischerweise besser... also wenn ich liege, das Buch auf den Bauch lege, einatme, kurz die Spannung halte und dann auf "s" wieder ausatme, schaffe ich knapp 18 Sekunden, aber ohne das Gefühl dabei zu haben, gleich zu ersticken ;-)

Nikolausübung: versuch ich auf jeden Fall mal!

Bzgl. Tonumfang: da ist mir selbstverständlich ein Fehler unterlaufen, ubs! Diese ganzen Striche können aber auch verwirren ;-)

Wenn ich einen guten Tag habe, komme ich bis ins ′d, an schlechten Tagen bis ins ′e/f. Zur Tonhöhe: in guten Tagen komme ich bis zum ′′′h, an einem schlechten Tag nur bis zum ′′′f.

Ich hoffe, dass'es jetzt stimmt bzw. ich es richtig erklärt habe ;-)

Bei den hohen Tönen muss ich allerdings sagen variiert die Höhe ziemlich, grade was ich singe beispielsweise. Wenn ich mit meinem Lieblingsvokal ("u-") Tonleitern singe, dann komme ich schön bis ins ′′′a/h hoch. Sobald ich das Ganze aber mit Wörtern verbinden muss (beim "zitternden Glänzen z.B.), komme ich grade noch bis ins ′′′f.

@Tonja

Keine Sorge, ich achte schon darauf, dass ich mich vorrangig an das halte, was mir meine Gesangslehrerin rät bzw. beibringt ;-) Ich dachte mir nur, dass es auch hilfreich sein, sich mit anderen Sängerinnen ein klein wenig auszutauschen und sich noch weitere Ratschläge zu gewissen "Problemchen" die man beim Singen hat, einzuholen. Und das Forum hier ist echt super, was das angeht, meiner Meinung nach ;-)

Ich muss auch dazu sagen, dass ich mich bei meiner GL wirklich sehr wohl fühle. Da passt einfach alles.

Auswendig lernen: da geb ich dir absolut recht, diesen Tipp hat mir meine GL auch gegeben. Man konzentriert sich sonst viel zu viel auf die Noten (bei mir immer: oje, jetzt kommen die hohen, hilfe das kann ich nicht oder "oje, jetzt kommt ne lange Passage, hilfe ich ersticke).... wenn man das Stück aber mal auswendig kann, dann kommen gewisse Dinge oft "von alleine" und man geht auch viel lockerer an die Sache heran, wie ich finde.

Ich werde mir das Stück, das du genannt hast, mal zur Gemüte ziehen ;-)

Spass am Singen habe ich auf jeden Fall. Nur merke ich jetzt im Moment gerade, dass ich merke, wie schön das Singen noch werden kann, sobald man die Technik einigermaßen gut und sicher beherrscht. Noch kann ich nämlich nicht wirklich viel beim Singen erreichen... vor allen Dingen was Intonation/Gefühl usw. angeht.. laut und leise Singen.... dass "langsame immer lauter werden" bei den höheren Passagen.. (wie beim zitternden Glänzen)... und hauptsächlich eben deswegen, weil mir der Atmen und die Stütze noch komplett fehlen... grade bei den hohen Tönen müssen diese beiden Techniken absolut stimmig sein und zueinander harmonieren wie ich finde. Mir passiert es leider oft, dass ich "mit Kraft" (was aber gar net gut ist...) arbeiten muss, weil eben die Luft in keinster Weise da ist.. ich hoffe, dass ich das bald mal in den Griff bekomme :)

Aber ich merke schon auch, dass ich mich langsam langsam weiterentwickle und das ist ein schönes Gefühl. Vor allen Dingen passiert es mir neuestes ab und zu (aber das kommt spontan, keine Ahnung wie ich das anstelle), grade in den tieferen Lagen, dass ein kleines Vibrato daherkommt, was mich dann jedesmal unglaublich freut! :)

Gesangstechnik: ja, da habt ihr beide Recht, ich muss schon zugeben, dass ich manchmal etwas verwirrt bin, wenn ich diese ganzen Begriffe höre und sie dann auch noch "fühlen" muss... erst gestern ist es mir zum ersten Mal passiert, dass ich so einigermaßen verstanden habe, wie es sich anfühlt bei hohen Tönen "nach vorne in die Nase" zu singen... man kann sich zwar kognitiv etwas darunter vorstellen, aber beim Singen? Ich kann das noch gar nicht einordnen und dann auch anwenden, weil mir da noch das Gefühl komplett fehlt....

Liebe Grüße,
devasya
 
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Wie bitte? Ein echter Ball oder ein imaginärer?

Weiss jetzt nicht ob das bei devasya nur ein Bild war oder real, aber so was gibt es tatsächlich. Man stellt sich während dem Singen - ups! während des Singens :D - auf einen, vermutlich nicht allzu prallen, Ball, auf ein Wippbrett oder was ähnliches und federt darauf. Man soll so im Becken beweglich und weich werden und mehr aus dem Körper heraus singen. Und die Konzentration aufs Halten des Gleichgewichtes soll einen wohl auch von schwierigen Stellen ablenken. Ich habe es noch nie probiert, soll aber Leute geben die schwören darauf, andere versteifen sich so erst recht, muss jeder selbst rausfinden obs was bringt.

Sprich: in dem Moment wo ich beginne zu singen, beginne ich ebenfalls das Blatt Papier nach unten in zwei Teile zu reißen, muss mir aber das "reißen" des Blattes so einteilen, dass ich zeitgleich mit dem Reißen und dem Singen fertig werde, ohne dabei geatmet zu haben.

Anstelle des Papierblattes kannst du auch einen langen Seidenschal nehmen: du hältst ihn mit der einen Hand am einen Ende fest, die andere Hand setzt du daneben und ziehst sie in einer gleichmässigen fliessenden Bewegung bis zum anderen Ende, das Ganze verteilt auf einen Atem. D.h. so eingeteilt, dass du am Ende der Phrase mit der zweiten Hand am anderen Schalende angelangt bist. Das gibt keine störenden Nebengeräusche und keinen Papierverschleiss ;)


ich versuch schon immer entspannt einzuatmen, aber ich hab immer das Gefühl, dass ich viel zu wenig Luft in den Bauch runter bekomme

Ein beliebter GL-Spruch: man braucht zum Singen so viel Luft, wie man aufnimmt wenn man ganz leicht an einer Rose riecht.

Also: möglichst viel Luft in den Bauch runterzukriegen wollen ist der falsche Ansatz! Wenn die Atempause lang genug ist, sollte man durch abspannen die Luft von selber "in den Bauch reinfallen lassen" (effektiv fällt sie natürlich nicht in den Bauch ;) aber das Gefühl ist so). Bei ganz kurzen Atempausen, zum Beispiel innerhalb einer langen Koloratur reicht das kaum mehr, dh. dort ist es, zumindest bei mir, etwas aktiver: Bild dazu: stummer Schreck. D.h. auch hier darf es kein hörbares nach Luft schnappen sein, weil dabei die Atmung zu hoch (Brustbereich) angesetzt wäre.

Wenn ich einen guten Tag habe, komme ich bis ins ′d, an schlechten Tagen bis ins ′e/f. Zur Tonhöhe: in guten Tagen komme ich bis zum ′′′h, an einem schlechten Tag nur bis zum ′′′f.
Ich hoffe, dass'es jetzt stimmt bzw. ich es richtig erklärt habe ;-)

Glaube immer noch nicht ganz ;)
"Das zitternde Glänzen" z.B., da ist der höchste Ton, hab grad mal schnell geschaut, ein g''. Und ein h''' wäre der Ton 3 Ganztöne über dem Spitzenton (f''') aus "Der Hölle Rache", er würde auf der (hoffe habe mich da jetzt auch nicht verzählt) 5ten Hilfslinie oberhalb der Notenlinien stehen.
 
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@antipasti und Tonja

Nene, das Ganze spielte sich schon im Realen ab ;-) Ich musste mich, so ist es vielleicht treffender und besser formuliert, auf eine Art "Wippbrett" stellen - vor dem Singen, um locker zu werden, aber auch währenddessen.

Ob man davon wirklich lockerer wird, kann ich nicht beurteilen. Aber ich denke schon, dass es eine Möglichkeit darstellt, um zumindest in die "richtige" Singposition zu kommen. Bei mir war es anfangs so (und teilweise ist es das noch immer), dass ich wie ein "Brett" vor meiner GL stand, die Beine stark durchgezogen, Schultern waren nach oben gestreckt... und mir war das teilweise auch gar nicht bewusst, wie stark angespannt ich war. Erst nach dem Singen spürte ich manchmal - vor allen Dingen in den Beinen - einen starken Muskelkater.

Mit dem Ball lernte ich allmählich, locker zu stehen und mich schön "ins Becken" fallen zu lassen. Also kein überdrehtes Hohlkreuz zu machen oder ähnliches ;-) Denn in dem Moment wo ich mich auf dieses Wippbrett gestellt habe, musste ich gucken, das Gleichgewicht zu halten und zeitgleich bin ich dann auch automatisch (Knie, Beine und Becken) in die richtige Stellung gehopst.

Bzgl. Tonumfang: oje, ich glaube, ich bring da ein rießen Durcheinander in die Sache. Fast schon peinlich, da ich mal 7 Jahre lang Geige gespielt hab... hm, keine Ahnung welchen Fehler ich da mache... beim zitternden Glänzen komme ich jedenfalls überall hoch, ich würde auch zwei Töne weiter schaffen. Ist aber dann immer noch zweigestrichen, oder? Von den Tiefen her.... ich singe ja grade das "Agnus dei" und da komme ich von der Tiefe her überall schön runter.

Ich übe zu Hause immer mit der Klaviatur die ich am PC habe. Damit ich mich ein bisschen an die Töne orientieren kann und nicht plötzlich höher oder tiefer werde, während der Tonleitern beispielsweise oder wenn ich mit einem Lied beginne. Und da gibt es ja diese Einteilung, C1, C2, C3...und da dachte ich, dass die Zahlen hinter dem C die Anzahl der Striche angeben. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder komplett blamiere, aber wahrscheinlich ist mir da ein kleiner Übersetzungsfehler unterlaufen... ;-)

Atmung: ich tendiere glaube ich manchmal viel zu viel nur in die Brust zu atmen... bzw. mehr zu "schnappen" als "kurz und knackig richtig in den Bauch" zu atmen. Mit dem Bild, von dem du gesprochen hast, haben ich und meine GL auch schon gearbeitet... stummer Schreck, oder auch ein großes, aber lautloses "Erstaunen"... in dem Moment merke ich, dass atemtechnisch "in mir selbst" viel mehr passiert. Es fühlt sich dann so an, als ob auch die Rippen "breiter" würden und die Luft überall hinfliegen kann. Aber in dem Moment wo ich dann singe klappt das nicht mehr - vor allen Dingen, wie du sie auch schon angesprochen hast Tonja, bei den kurzen Pausen...

Die Übung mit dem Schal probier ich auf jeden Fall mal aus - dadurch, dass ich süchtig nach Tüchern und sonst irgendeinem Gedöns bin, dass man sich um den Hals binden kann, hab ich zigtausende davon (in den unterschiedlichsten Längen und Formen) zu Hause ;-)

Liebe Grüße,
devasya
 
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Bzgl. Tonumfang: oje, ich glaube, ich bring da ein rießen Durcheinander in die Sache. Fast schon peinlich, da ich mal 7 Jahre lang Geige gespielt hab... hm, keine Ahnung welchen Fehler ich da mache... beim zitternden Glänzen komme ich jedenfalls überall hoch, ich würde auch zwei Töne weiter schaffen. Ist aber dann immer noch zweigestrichen, oder? Von den Tiefen her.... ich singe ja grade das „Agnus dei“ und da komme ich von der Tiefe her überall schön runter.

Ich übe zu Hause immer mit der Klaviatur die ich am PC habe. Damit ich mich ein bisschen an die Töne orientieren kann und nicht plötzlich höher oder tiefer werde, während der Tonleitern beispielsweise oder wenn ich mit einem Lied beginne. Und da gibt es ja diese Einteilung, C1, C2, C3...und da dachte ich, dass die Zahlen hinter dem C die Anzahl der Striche angeben. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wieder komplett blamiere, aber wahrscheinlich ist mir da ein kleiner Übersetzungsfehler unterlaufen... ;-)

Kleine Übersetzungshilfe: http://www.sengpielaudio.com/Rechner-notennamen.htm ;)
 
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Hallo ihr Lieben,

...vielen Dank für die Infos :great:

Ich hab zwar immer noch nicht alles ganz genau verstanden, lese mich aber brav durch und vergleiche alles mit den Violinnoten, das fällt dann leichter.

UND: ich hab's mit der Höhe maßlos übertrieben, soweit komme ich natürlich nicht... wenn ich das Ganze auf die Violine übertrage, komme ich (aber nur mit Tonleiter und Lieblingsvokal u/o) bis ins zweigestrichene G.. ab und an auch bis zum a, aber nur wenn ich einen wirklich guten Tag habe und mich rundum fühle.

Ich bin ja jetzt ca. seit einem halben Jahr mit dem Singen beschäftigt. 1 mal die Woche habe ich Stimmbildung und ich übe jeden Tag so ca. 30 min.
Seit ca. 6 Wochen bin ich beim Domchor mit dabei und ich muss sagen, dass ich total überfordert damit bin. Deswegen freu ich mich auch auf die kommende Sommerpause, die sich bis Anfang September hinzieht - sprich: dort haben wir keine Proben und müssen auch die Messen nicht gestalten.

Ab wann merkt man denn ob man eher Mezzo- oder doch ein hoher Sopran ist? Ist das bei mir noch "zu früh", um das richtig beurteilen zu können? Mein Problem ist, dass ich einfach absolut nicht in die Höhe komme und deswegen die halbe Zeit im Chor nicht mitsinge bzw. "nur die Lippen" bewege. Ich muss schon auch dazu sagen, dass mir da auch mit Sicherheit meine Aufregung einen kleinen Strich durch die Rechnung zieht, aber teilweise ist es schon ein bisschen frustrierend und ich frage mich, ob ich überhaupt ein hoher Sopran bin? Bin dem 1. Sopran zugeteilt.. und ob es nicht besser wäre, mich in den 2ten Sopran zu geben? Oder gar in den 1.Alt? Ich fühle mich in den Lagen einfach wohler... Ich werde das mal mit meiner Gesangslehrerin besprechen, schauen was sie dazu sagt... die Sache ist halt nur die, dass (zumindest ist mir das so aufgefallen) der 2te Sopran meistens sowieso dasselbe singt, wie der 1te Sopran... nur einmal kam es vor, dass in einem Lied eine kleine Passage vorgekommen ist, wo der 1 und 2 Sopran etwas unterschiedliches singen musste...

Ich höre mich zudem auch immer ganz schlecht.. der Sopran singt oft so laut und schrill, dass ich meine Stimme nicht mehr höre, und deswegen auch nicht gucken kann, ob ich von der Tonhöhe überhaupt richtig bin... dann lass ichs oft lieber ganz bleiben, oder sing nur in der tieferen/mittleren Lage mit.. da klappt es einigermaßen gut... ich glaube, da gabs irgendwo mal einen Thread darüber, den werd ich mir mal zur Gemüte ziehen ;)

Liebe Grüße,
devasya
 
Tonja
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Ab wann merkt man denn ob man eher Mezzo- oder doch ein hoher Sopran ist?

Unterschiedlich. Bei manchen ists nach dem ersten Pieps völlig klar wo sie hingehören, andere merken erst, dass sie sich jahrelang im falschen Fach getummelt haben, wenn die Stimme schon fast hinüber ist (letzteres übrigens auch bei Profis möglich).
Aber auch möglich, dass man im Laufe der Zeit "ganz legal" das Fach wechselt, weil sich gewisse Merkmale der Stimme erst bei höherem Ausbildungsstand wirklich zeigen (z.B. spätere dramatische Soprane, die als Mezzo begonnen haben).

Mein Problem ist, dass ich einfach absolut nicht in die Höhe komme und deswegen die halbe Zeit im Chor nicht mitsinge bzw. "nur die Lippen" bewege. Ich muss schon auch dazu sagen, dass mir da auch mit Sicherheit meine Aufregung einen kleinen Strich durch die Rechnung zieht, aber teilweise ist es schon ein bisschen frustrierend und ich frage mich, ob ich überhaupt ein hoher Sopran bin?

Fehlende Höhe ist kein Merkmal für "Nicht-Sopran" sondern in der Anfangsphase eher eins für "noch mangelnde Technik". Und wenns dann nicht so klappt mit der Höhe kommt leider nicht selten noch eine gewisse Höhenangst (Panikattacke bei jedem Ton oberhalb der Notenlinien) hinzu und schon ist der Teufelskreis lanciert! Wenn man sich hingegen auf die hohen Töne freut und mit viel Selbstbewusstsein dran geht weil man weiss, man kann es, dann wird die Höhe fast von selbst immer besser.

Was hast du denn für ein Timbre? Hell oder eher dunkel-samtig? Und was rät dir dein GL, in welchem Chor-Register du momentan am besten aufgehoben bist?

Bin dem 1. Sopran zugeteilt.. und ob es nicht besser wäre, mich in den 2ten Sopran zu geben? Oder gar in den 1.Alt? Ich fühle mich in den Lagen einfach wohler

Würde auf jeden Fall mal andere Lagen ausprobieren. Und genau beobachten wie sich deine Stimme dort während und nach dem Singen verhält. Bist du während dem singen wohl, hast du nachher keine Ermüdungsanzeichen, resp. weniger als wenn du im Sopran singst, etc.
Falls dich die tiefere Lage aber doch anstrengt, dann halt zurück in den Sopran und bei den hohen Tönen wie jetzt: so tun als ob, bis du technisch weiter bist. Und dann auch die schwierigen Chorpassagen mit in den GU nehmen und dort dran arbeiten.


der Sopran singt oft so laut und schrill

Nicht gerade ein Qualitätsmerkmal für deinen Chor...:eek:

dass ich meine Stimme nicht mehr höre

Das ist ein häufiges Problem, v.a. in grösseren Chören. Deshalb ist die Gefahr des Versingens im Chor viel grösser als beim solistischen Singen. Man muss mit der Zeit versuchen zu spüren ob man richtig singt ohne dass man aufs Gehör angewiesen ist, ist aber nicht ganz einfach. Du kannst aber versuchen, dich auf einen günstigen Platz zu stellen: hinterste Reihe und wenn möglich ganz aussen, dann hast du niemand hinter dir und nur eine "Nebenfrau". So hörst du dich auch in einem grösseren Chor noch recht problemlos.
 
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Bin dem 1. Sopran zugeteilt.. und ob es nicht besser wäre, mich in den 2ten Sopran zu geben? Oder gar in den 1.Alt? Ich fühle mich in den Lagen einfach wohler... Ich werde das mal mit meiner Gesangslehrerin besprechen, schauen was sie dazu sagt... die Sache ist halt nur die, dass (zumindest ist mir das so aufgefallen) der 2te Sopran meistens sowieso dasselbe singt, wie der 1te Sopran... nur einmal kam es vor, dass in einem Lied eine kleine Passage vorgekommen ist, wo der 1 und 2 Sopran etwas unterschiedliches singen musste...

Sprich auch einmal mit Deinem Chorleiter darüber. Für mich klingt es im Moment so, dass Du vielleicht eine Zeitlang in den Alt wechseln solltest und wenn der geteilt wird, in den Alt 1 gehen. Es kann weder in Deinem Interesse noch in dem des Chorleiters sein, wenn Du nur markierst.

Ich höre mich zudem auch immer ganz schlecht.. der Sopran singt oft so laut und schrill, dass ich meine Stimme nicht mehr höre, und deswegen auch nicht gucken kann, ob ich von der Tonhöhe überhaupt richtig bin...

Dann musst Du nach Gefühl singen :) Hat Tonja ja schon geschrieben. Du kannst mit der Hand eine Muschel formen, die Du um das Ohr legst, dann hörst Du Dich etwas besser. Oder in krassen Fällen auch den Finger in das Ohr stecken, dann hörst Du Dich wenigstens "von innen". Mir hat einmal eine Geigerin gesagt, wenn man sich selber nicht hört, stimmt es vermutlich. Wenn man sich verspielt, hört man das. Da scheint etwas dran zu sein auch für das Singen, zumindest hat sich bei mir noch niemand beschwert, wenn ich mich nicht gehört habe ;)
 
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Oder in krassen Fällen auch den Finger in das Ohr stecken, dann hörst Du Dich wenigstens "von innen".

Habe mal in einem Beitrag über (glaub) Thomas Hampson gesehen, wie er sich mit zwei Weinkorken in den Ohren eingesungen hat :D
Wenn also selbst er zu solchen Hilfsmittelchen greifen muss... :)

@devasya
Falls du das mit den Fingern machst, einfach zuerst deine Nebenleute informieren, dass es nichts mit ihrem Gesang zu tun hat :D
 
devasya
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@ Tonja

Ich weiß leider nicht was für ein Timbre ich habe. Kann das selbst schlecht beurteilen und wechsle meine Meinung dazu täglich immer wieder auf‘s Neue.

Als ich mich dazu entschieden hatte, mit dem Singen anzufangen, dachte ich (ohne große Kenntnis über die Stimme selbst zu haben) immer ein „Alt“ zu sein - und als dann das Vorsingen kam, war ich mir immer noch sicher, dass mich der Chorleiter dem 1ten oder 2ten Alt zuteilen wird. Dem war dann aber nicht so und ich blieb erstmal leicht verwundert zurück ;-)

Bei mir wusste er innerhalb von wenigen Sekunden dass ich ein Sopran bin. Bei meiner Kousine brauchte er länger.... da vergingen ein paar Singstunden bis er sicher sagen konnte, dass sie ein Alt ist. Meine GL war sich auch ziemlich schnell sicher dass ich ein Sopran bin - und schwupps wurde ich dann, als ich dem Chor nach ca. einem halben Jahr Stimmbildung (einmal bei meiner GL, aber auch beim Chorleiter, da lernte ich aber vor allen Dingen rhythmische Sachen und BlattSingen) beigetreten bin, dem 1ten Sopran zugeteilt.

...und da wir nur 6 hohe Soprane sind fühle ich mich in der kleinen Gruppe ziemlich unwohl. Meine GL sagt, dass ich beim 1ten Sopran richtig bin und dass es mir nur an Selbstvertrauen, körperlicher Ausdauer und der richtigen Gesangstechnik mangelt. Sie ist davon überzeugt, dass ich sehr wohl in die Höhen komme (was ich bei ihr in der Gesangsstunde oft auch schaffe, wenn wir Tonleitern singen und sie mir nicht sagt, in welcher Höhe wir uns grade befinden). Auch müsse ich lernen, mich mal „so richtig gehen und fallen zu lassen“...

Zu der Situation wie ich mein Timbre einschätze: meine Sprechstimme ist meiner Meinung nach eindeutig dunkel gefärbt, eher maskulin würd ich sagen. Für die Singstimme vielleicht nicht von Relevanz, aber deswegen habe ich früher unter anderem immer gedacht, ein Alt zu sein... wenn ich singe kann ich mich komischerweise viel schlechter einschätzen... ich würde mich aber schon eher als „hell“ definieren. Wenn ich hohe Töne singe, spüre ich schon, dass der Ton viel weiter, klarer und heller wird... meine GL ist ein Alt, sie singt auch im Chor mit, und ich merke schon, dass meine Stimmfarbe viel heller und „weicher“ ist als ihre... wenn wir beide denselben Ton singen, merkt man den Unterschied am Besten wie ich finde....

Da ich morgen sowieso wieder Stimmbildung habe, werde ich meine GL mal fragen, ob es möglich wäre nach der Sommerpause in den 1ten Alt zu wechseln oder in den 2ten Sopran. Muss ja nicht für lange sein, aber mich würde das selbst interessieren, wie ich mich in dieser Stimmlage fühle.

Wir mussten neulich eine wunderschöne Messe von James Whitebourne singen, vor allen Dingen das Kyrie ist echt göttlich schön! Bei der Probe (im Sitzen) bin ich in die Höhe gekommen, was mich enorm gefreut hat, im Stehen ging es dann plötzlich nicht mehr... da wurde mir schwindelig und ich hab gemerkt, dass ich „schulter- und nackentechnisch“ enorm angespannt war! Im Stehen klappt bei mir sowieso vieles viel schlechter, als im Sitzen beispielsweise.

Muss aber auch dazu sagen, dass es mir stellenweise einfach an körperlicher „Kraft“ fehlt, die man ja zwangsläufig auch beim Singen braucht. Ich mache so gut wie gar keinen Sport und bin auch sehr dünn. Da ist es dann klar, dass mir das Singen (vor allen Dingen in den hohen Lagen) absolut schwer fällt. Werde deswegen auch schauen, unbedingt ein paar Kilos zuzunehmen und mit einem Ausdauersport zu beginnen, um mein Lungenvolumen etwas zu vergrößern.

Zum Chor selbst: hihi, das fand ich jetzt irgendwie lustig ;-) nene, der Sopran singt nicht schrill im negativen Sinne. Obwohl wir schon wenig hohe Soprane sind und die Mezzo‘s unter uns bei den hohen Passagen ab und an ein wenig „pressen‘. Aber ansonsten finde ich die stimmliche Qualität sehr gut.

Mit „schrill“ meinte ich etwas anderes: Ich hatte schon immer eine Vorliebe für den Alt. Ich mag dunkle, leicht maskulin wirkende Frauenstimmten sehr. Diese Weichheit und Abrundung der Töne in Kombination mit der dunklen Stimmfarbe find ich wunderschön. Auch die Arien, die Altistinnen singen können, sind bezaubernd. Wenn man sich „Sovvente il sole“ von Vivaldi anhört, gesungen von Nathalie Stutzmann... dann kommt pure Gänsehaut! Es ist nicht so, dass mir der Sopran als Stimme nicht gefällt.... nur fehlt „ihm“ genau das, was ich bei Stimmen grundsätzlich brauche, um berührt zu werden.. diese „dunkle sanfte abrundung der Töne“...
Auch wenn Soprane richtig gut singen können (also gesangstechnisch usw.) wirken sie ab einer gewissen Höhe... „schrill“ für mich... ist aber wirklich nicht böse gemeint. Ich mag den Sopran in den hohen Lagen nur, wenn möglichst wenig Vibrato eingesetzt wird (nur am Ende einer Taktmelodie, oder einer Melodiegeschichte) als leichte Abrundung oder Ergänzung... und wenn der Ton (bzw. Harmonie des Tones selbst) schön langsam und vollkommen „rund“ nach außen getragen wird... ich bin da leider sehr heikel...

Deswegen die Bezeichnung schrill... ;-) Das war nicht den Sopranen des Chores gegenüber negativ gemeint, sondern eher meiner... „pingeligen Art“ wenn‘s um Sopranstimmen geht ;-)

@moniaqua

In den mittleren Lagen (wo ich auch mitsinge) hört man mich nicht, also nehme ich mal an, dass ich richtig bin ;-)
Bei der letzten Probe habe ich meine Hand an mein Ohr gehalten, und habe mich dadurch wirklich etwas besser gehört - werde ich vorerst weiterhin so machen, bis ich etwas mehr Sicherheit bekommen habe. Vor allen Dingen kurz bevor es in die hohen Lagen geht...

Muss aber eh sagen, dass es mir bei der letzten Probe verhältnismäßig gut ergangen ist.
Noch eine kleine Frage: habt ihr ein paar Tricks was man machen kann wenn man vom langen Stehen irgendwann schwindelig wird?

Viele liebe Grüße,
devasya
 
moniaqua
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Mit „schrill“ meinte ich etwas anderes: Ich hatte schon immer eine Vorliebe für den Alt. Ich mag dunkle, leicht maskulin wirkende Frauenstimmten sehr. Diese Weichheit und Abrundung der Töne in Kombination mit der dunklen Stimmfarbe find ich wunderschön. Auch die Arien, die Altistinnen singen können, sind bezaubernd. Wenn man sich „Sovvente il sole“ von Vivaldi anhört, gesungen von Nathalie Stutzmann... dann kommt pure Gänsehaut! Es ist nicht so, dass mir der Sopran als Stimme nicht gefällt.... nur fehlt „ihm“ genau das, was ich bei Stimmen grundsätzlich brauche, um berührt zu werden.. diese „dunkle sanfte abrundung der Töne“...
Auch wenn Soprane richtig gut singen können (also gesangstechnisch usw.) wirken sie ab einer gewissen Höhe... „schrill“ für mich... ist aber wirklich nicht böse gemeint. Ich mag den Sopran in den hohen Lagen nur, wenn möglichst wenig Vibrato eingesetzt wird (nur am Ende einer Taktmelodie, oder einer Melodiegeschichte) als leichte Abrundung oder Ergänzung... und wenn der Ton (bzw. Harmonie des Tones selbst) schön langsam und vollkommen „rund“ nach außen getragen wird... ich bin da leider sehr heikel...

Es wäre vielleicht möglich, dass Du, weil Du Altstimmen so gerne magst, unbewusst künstlich abdunkelst beim Sprechen. Was auf Dauer auch nicht so tolle ist. Darauf solltest Du einmal achten.

Noch eine kleine Frage: habt ihr ein paar Tricks was man machen kann wenn man vom langen Stehen irgendwann schwindelig wird?

Genügend essen, den Blutdruck ärztlich oder in der Apotheke überprüfen lassen und wenn er niedrig ist, Wechselduschen und Kneippgüsse machen (der Arz/Apotheker kann da bestimmt noch besser Tips geben) und anfangen, Sport zu treiben, was Du ja eh vorhast :) Und richtig atmen.
 
devasya
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@moniaqua

Hm, also ich glaube nicht, dass ich beim Sprechen künstlich abdunkle...ich hatte eigentlich immer schon eine etwas "maskuline" Sprechstimme. Allerdings fällt mir auf, dass ich das beim Singen gerne mache... in der Mittellage oder auch wenn's tiefer geht...da merke ich schon, dass ich oft (bewusst/unterbewusst) versuche, "voller und dunkler" zu klingen...

Allerdings kann ich mittlerweile von mir behaupten, sicher ein Sopran zu sein - wahrscheinlich auch ein hoher.

Ich habe mich nach langem Hin- und Herüberlegen endlich getraut, mich auf Tonband aufzunehmen. Meine GL hatte mir das ja schon einmal empfohlen, das ich das machen soll, generell, um mich auch mal "von außen" zu hören, aber ich hatte nie wirklich den Mut, das auch umzusetzen, weil ich Angst davor hatte, mich singen zu hören. Dadurch dass ich ja wirklich noch ein kompletter Anfänger bin... hör ich mich halt auch dementsprechend komisch an.

Nun denn: ich hab's extra mit nem tiefen Lied versucht, dieses Mal aus dem Popbereich. Hab versuch Lana del Rey's "born to die" nachzusingen, hab mich währenddessen aufgenommen und als ich dann im Nachhinein meine Stimme gehört habe, hab ich selbst gehört, dass ich defintiv kein Alt bin.

Einmal natürlich wegen der Stimmfarbe... ich konnte deutlich hören, dass ich mich, obwohl ich schon recht tief unten war, immer noch "hell" angehört habe.. der Ton klang auch im Vergleich zu den etwas höheren Tönen ziemlich gequetscht, er hatte weder "Weite noch Ausdehnung"...

Danach hab ich das zitternde Glänzen nachgesungen, mich wieder aufgenommen und konnte dann den Unterschied wirklich mehr als deutlich hören.

Aufnehmen werd ich mich zwar nicht mehr soo schnell, da es ein doch recht peinlicher Moment für mich war - man hört so von außen die eigenen Fehler die man macht ja um einiges deutlicher und ich habe gemerkt, wievieles noch bei mir im Argen liegt - nun denn ;-)

Auf der anderen Seite war es aber auch gut so, weil ich jetzt ne Orientierung habe. Muss schon zugeben, dass mich dieses ständige Hin- und Herüberlegen "ob und wieso, und doch wieder nicht" schon ziemlich durcheinander gebracht hat - und natürlich auch die Tatsache, dass ich vorwiegend immer nur tiefe Stücke nachgesungen habe und die Stücke in den höheren Lagen (bei den Tonleitern usw. war's nicht anders) schon etwas vernachlässigt habe. Was natürlich auch nicht so gut für die Stimme ist...

Nun denn, die Sommerpause hat jetzt begonnen, Stimmbildung habe ich erst wieder im September, gleiches gilt für den Chor! Ich hoffe, dass ich während der Sommermonate nix vergesse oder verlerne. Üben tu ich natürlich weiterhin jeden Tag, aber so ohne Lehrerin ist's halt doch etwas anderes - grade wenn man noch so am Anfang steht.

Viele liebe Grüße,
devasya
 
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Genügend essen, den Blutdruck ärztlich oder in der Apotheke überprüfen lassen und wenn er niedrig ist, Wechselduschen und Kneippgüsse machen (der Arz/Apotheker kann da bestimmt noch besser Tips geben) und anfangen, Sport zu treiben, was Du ja eh vorhast :) Und richtig atmen.

Nicht nötig, deine Tipps sind 1A, vor allem was Sport angeht. Was auch gut ist: rumlaufen oder zumindest auf der Stelle gehen. Das aktiviert die Muskelpumpe und dann versackt das Blut nicht so in den Beinen.

Ich habe auch eine relativ tief angelegte Sprechstimme. Laut meiner letzen GL ist das aber bei vielen Sopranen so, dass sie da ihre Indifferenzlage haben.
Gut, dass du dich aufgenommen hast. Behalte auf jeden Fall diese Aufnahmen! Dann sing nach einem Jahr nochmal das gleiche und vergleiche die Aufnahmen. Du wirst Bausteine glotzen, glaub mir! Wenn du dich regelmäßig aufnimmst, gewöhnst du dich an deine Stimme und man kann den Fortschritt über die Zeit hören. Das muntert dann einen sehr auf, wenn man hört, dass man was gelernt hat und dass man inzwischen viel besser singt als damals. Außerdem wird man sich seiner Schwächen bewusster und kann die besser angehen.
 
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Ich bin generell dagegen, sich eine Stimme auszuzwingen, mit der man nicht wirklich zufrieden ist. Tiefer kann man immer werden. Mit dem "höher werden" bin ich da wirklich gefragt.
Ich persönlich bevorzuge Frauen mit tiefen Stimmen. Sowohl im Gesang als auch im Alltag.

Ich könnte auch Tenor singen, jedoch bin ich von dieser Stimmlage einfach nicht angetan und ich verbrauche dabei zuviel Luft. Hohe Stimmen gibt's genug, tiefe Stimmen sind gefragter ;-)
 
Vali
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Hallo SVG,

ich sehe das etwas anders. Ich bin generell dagegen sich einen Stimmklang aufzuzwingen, der wider der eigenen Natur ist. Die Tiefe ist anatomisch begrenzt, während die Höhe trainierbar ist. Ich mag auch eher tiefe Stimmen, aber das ist nichts anderes als Geschmack. Hat man von Natur aus nun mal eine hohe Stimme, sollte man lernen zu akzeptieren, dass man eine hohe Stimme hat und nicht versuchen etwas zu sein, was man nicht ist. Meistens ist es sowieso so, dass man das mag, was man selbst nicht hat. Leute mit glatten Haaren wollen lockige und Leute mit lockigen Haaren wollen glatte. Und so wie man sich mit Glätteisen und Dauerwelle auf Dauer die Haare ruiniert, ruiniert man sich mit verstellter Stimme auf Dauer die Stimme. Singen im falschen Fach kann stimmschädlich sein.
Was man als Sänger mit hoher Stimme aber machen kann, ist die Stimme so zu trainieren, dass sie "fetter" klingt ohne dabei tiefer zu singen.
 
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