- 07.06.26
- 21.03.11
- 1.140
- 6.844
@SVG
Sofern ich dich wirklich recht verstanden habe(?) und du sagen willst, man solle versuchen seine Stimmlage, sein Fach "mit Gewalt" so zu verändern, dass sie einem auch selber gefällt, gehe ich ganz mit Vali einig und finde das eine gefährliche Aussage.
Gerade in der Klassik gibt es leider genügend Fälle von ruinierten oder beinahe ruinierten Stimmen, wo der Schaden eindeutig mit der falschen Zuteilung zusammenhängt. Nicht mal so sehr, weil die betreffenden Sänger unbedingt in einem anderen Fach singen wollten, sondern einfach, weil ihr wirkliches Fach (zu) lange nicht erkannt wurde.
Natürlich möchten wir alle unseren Klang verbessern, das sollte aber immer innerhalb den natürlichen Möglichkeiten einer Stimme erfolgen. Deine Anatomie und nicht dein Wille sollte vorgeben, was und wie du in Zukunft singst. Was nicht heisst, dass man, bei geeigneter Literatur, nicht auch mal einen Abstecher ins Nachbarfach wagen darf, aber immer im Bewusstsein, dass das nicht die eigentliche "stimmliche Heimat" ist.
Es bleibt also im Prinzip nichts anderes, als sich mit seinen naturgegeben Möglichkeiten abzufinden, aber den Klang durch gute Technik und Interpretation so zu verbessern, dass man sich irgendwann mit seiner Stimme arrangieren kann, sie ev. sogar mag
Sofern ich dich wirklich recht verstanden habe(?) und du sagen willst, man solle versuchen seine Stimmlage, sein Fach "mit Gewalt" so zu verändern, dass sie einem auch selber gefällt, gehe ich ganz mit Vali einig und finde das eine gefährliche Aussage.
Gerade in der Klassik gibt es leider genügend Fälle von ruinierten oder beinahe ruinierten Stimmen, wo der Schaden eindeutig mit der falschen Zuteilung zusammenhängt. Nicht mal so sehr, weil die betreffenden Sänger unbedingt in einem anderen Fach singen wollten, sondern einfach, weil ihr wirkliches Fach (zu) lange nicht erkannt wurde.
Natürlich möchten wir alle unseren Klang verbessern, das sollte aber immer innerhalb den natürlichen Möglichkeiten einer Stimme erfolgen. Deine Anatomie und nicht dein Wille sollte vorgeben, was und wie du in Zukunft singst. Was nicht heisst, dass man, bei geeigneter Literatur, nicht auch mal einen Abstecher ins Nachbarfach wagen darf, aber immer im Bewusstsein, dass das nicht die eigentliche "stimmliche Heimat" ist.
Es bleibt also im Prinzip nichts anderes, als sich mit seinen naturgegeben Möglichkeiten abzufinden, aber den Klang durch gute Technik und Interpretation so zu verbessern, dass man sich irgendwann mit seiner Stimme arrangieren kann, sie ev. sogar mag

Man kann ja auch Sopranliteratur singen, die nicht in die höchsten Höhen geht. Wenn man bei Klassik bleiben möchte und als Sopran lieber in der Mittellage singen möchte, würde sich z.B. Lied anbieten. Ich habe damals auch viel Lied gesungen (muss ja nicht immer Schubert sein), die für Sopran geschrieben sind, aber trotzdem nicht über ein a'' hinausgehen. Man darf auch - insbesondere wenn man eh hobbymäßig singt - als Sopran Mezzosopranliteratur singen, allerdings ohne seine Stimme künstlich abzudunkeln und in der Tiefe zu drücken. Die eingestrichene Lage ist ja nur weil man Sopran ist nicht verboten. Ganz besonders wenn man noch Anfänger ist und noch nicht die Atempower für die Höhe hat, darf man auch als Sopran oder muss man sogar Literatur singen, die noch bequem singbar ist. Erst wenn die Höhe aufgeschlossen ist und sich die Schokoladenlage beim Sopran naturgemäß nach oben verschiebt, kann man mal öfter "da oben" singen.
. "Quittung" bedeutet hier: im "besten" Fall wird man nie auf seine maximal mögliche gesangliche Leistung kommen, im schlechtesten Fall trägt die Stimme (unter Umständen irreversible) Schäden davon.
oder, ganz super: ein so richtig dunkel-timbrierter Mezzo
Aber ich bin jetzt halt was ich bin und letztendlich macht ehrlicherweise ja oft auch das am meisten Spass, was einem gut liegt
.
(aber man kann da vermutlich Frauen- und Männerstimmen auch nicht einfach 1:1 vergleichen). Ich habe natürlich auch ab und zu Übungen für die Bruststimme gemacht, müsste aber lügen, wenn ich behaupten würde, es sei mir je wirklich wohl dabei gewesen; wenn ich darauf achte, dass trotzdem genug Nasenresonanz mit dabei ist, gehts gerade noch so, wenn nicht oh weh, dann tritt meine Stimme in kürzester Zeit in den Ausnahmezustand!
, nun sagen wir mal, immer etwas seltsam geblieben
)