Artikel: [Box] – Basstown Custom 212/210

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Astra Kid
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[FONT=Verdana, sans-serif]Vorwort:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]So, liebe Bassgemeinde, es ist endlich so weit und ich wage mich an mein erstes Review. Ich werde mein Review sehr ausführlich gestalten, da ich viele zusätzliche Informationen einfließen lasse um euch auch allgemein den (noch) recht unbekannten Hersteller „Basstown“ etwas vorzustellen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das soll KEINE bewusste Werbung und auch KEINE Lobeshymne auf Basstown werden. Ich versuche nur den Hersteller durch das Review etwas zu präsentieren. Derartiges ist bei großen Firmen wie bspw. Ampeg und Co. nicht nötig, da jeder die Firma, deren Geschichte und Produkte gut kennt. Bei Manufakturen und kleinen Herstellern wissen aber doch recht wenige, was diese Firmen bieten (oder auch nicht bieten). Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr mein Review aufmerksam lest und es für euch letztendlich informativ und hilfreich ist.
[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]
Zur Vorgeschichte:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Bisher habe ich viel mit diversen Boxen herumexperimentiert. Ich suchte stets das „Außergewöhnliche“, so war z.B. meine letzte Box ein Kinosubwoofer von JBL. - Sehr verrückt, ich weiß. ;)[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Als für mich feststand, dass der Kinosub dann doch einen Tacken zu abgedreht war und eine neue Box her musste, habe ich mir zu Beginn erst einmal genau überlegt „WAS suchst du eigentlich?“. WAS müsste die Traumbox können/sein/haben, wenn ich sie mir „zusammenstellen“ könnte. [/FONT]


[FONT=Verdana, sans-serif]Anforderungsprofil:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das wichtigste Kriterium sollte die Flexibilität sein.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Flexible Box? Ja ich weiß, diesen Anspruch kennt man von Amps, oder aber man spricht von „neutralen Boxen“, aber eine flexible Box? Durchaus eine hohe Erwartungshaltung… ;)[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Dieses Anforderungskriterium hat den Hintergrund, dass ich zwar bevorzugter Rock/Alternativ/Punk-Bassist bin, jedoch auch Bandprojekte habe, in denen eine sanftere und mainstreamfähigere Gangart gefahren wird. Außerdem spiele ich sehr ungern über verschiedenes Equipment. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das nächste Anforderungskriterium neben der „Flexibilität“ war, dass die Box leistungsstark sein sollte, so dass sie auch auf großen Bühnen genug Leistungsreserven hat und viel Headroom liefert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Außerdem wollte ich kein Stack mit 2 Boxen, ich wollte eine Box![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Meiner Linie etwas zu spielen, was außergewöhnlich ist und nicht jeder zweite Bassist unter seinem Amp stehen hat, wollte ich auch gerne treu bleiben. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Also Ampeg, Orange, Trace Elliot und Co. fielen schon mal raus. [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Gesucht und Gefunden:[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]
Nach dem die Anforderungskriterien geklärt waren, stand immer noch die Frage nach dem Hersteller im Raum. Nach sehr, wirklich sehr intensiver Recherche habe ich diverse (Custom)-Hersteller und Manufakturen kontaktiert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Raffi von Basstown hat mich sehr intensiv zu meinen Wunschvorstellungen „ausgequetscht“, was ich aber durchaus positiv meine und als interessiert und engagiert wahrnahm. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ich wollte etwas mit 10“ Speakern, da ich deren Klang sehr mag. Raffi empfahl mir jedoch nicht auf 12“-Speaker zu verzichten, da [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]die drückenden Tiefmitten und Tiefen eigentlich nur die 12er gut herüberbringen. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Und das ist – wie ihr ja wisst – sehr wichtig im Rock/Alternativ/Punk-Bereich.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Da war nun das Problem: Doch 2 Boxen nehmen (2x12 und 2/4x10) und damit ein bisschen von meinen Wunschvorstellungen nur eine Box haben zu wollen abrücken? Ich hatte mich schon fast dazu durchgerungen, da kam Raffi DIE Idee![/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Die Box:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Herausgekommen ist eine Box mit 2x12 + 2x10 + Horn Bestückung in einem kompakten „[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]Light Weight" [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Gehäuse. Bestückt wurde die Box mit Neodym- Speakern. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Diese sind laut und belastbar. Zudem haben sie die Eigenschaft sehr leicht zu sein, was den Vorteil mit sich bringt, das Gewicht der Box noch weiter nach unten zu drücken. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die 12er habe ich mir vom Grundsetting etwas „rockiger“ einstellen lassen, da Neodym-Speaker doch ehr dazu tendieren neutral und sehr modern zu klingen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mit 700 Watt an 4Ohm hat die Box Leistungsreserven für jede Bühne. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Wirkungsgrad mit 104 db 1w / 1m ist daher nicht groß verwunderlich. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Box hat einen Frequenzbereich von 30 – 22.000 Hz. Mit Maßen von 80cm x 60cm x 40cm (HxBxT) ist sie auch noch durchaus transportabel. Auch das Gesamtgewicht von knapp 27 Kilo ist doch recht überschaubar. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Klingt schon gut, aber b[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]isher (noch) nichts Besonderes. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Nun kommt aber die technische Finesse: [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Die 12er laufen Bassreflex und die 10er arbeiten in geschlossenen Kammern und sind, wie das Horn, von 0% bis 100% regelbar. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Lediglich die 12er sind immer zu 100% im Klangbild vorhanden.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kriterium Flexibilität zumindest technisch einwandfrei erfüllt! [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ob und wenn wie sich das in der Praxis verhält, dazu später mehr. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Preis der Box ist erstmal schon abschreckend, dafür muss aber dann auch alles stimmen![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]
Und Hier das erste Bildchen der Box:[/FONT]
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[FONT=Verdana, sans-serif]Technische Daten:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Hersteller: Basstown[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Modell: Custom 212/210
Kosten:1100€[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]2x12“ + 2x10“ Neodym Speaker [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]1“ Ferrit [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Hochleistungshorn[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]
700 Watt
Impedanz: 4 Ohm
Frequenzbereich: 30 - 22.000 Hz
Wirkungsgrad: 104 db bei 1W/1m[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]10er und Horn stufenlos regelbar (0 - 100%)
Maße H/B/T: 80x60x40
Gewicht: 27 Kg ([/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]Light Weight Gehäuse[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif])[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Gehäuse: 15mm Pappel[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sackkarrensystem[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Speakon Anschlüsse[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kugelecken[/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Optik & Verarbeitung:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Box habe ich mir mit einem serienmäßigen, schwarzen Frontgitter bestellt. Man soll ruhig sehen, was einem da die Bässe um die Ohren schleudert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Bei der Verarbeitung ist kein Unterschied zur maschinellen Massenproduktion zu erkennen. Das Frontgitter ist sauber eingearbeitet, ohne jegliche Beulen, oder Lücken am Rand. Abstehen, auch Fehlanzeige. Gut gearbeitet, aber das darf man ja auch erwarten. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Für diejenigen, denen ein Frontgitter optisch zu radikal ist – oder die es einfach nicht möge[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]n – ist ein Frontbezug nach Wunsch auch für gerade mal 25€ Aufpreis machbar.[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Aber auch hier würde ein Gitter unter dem Bezug die Speaker vor Angriffen aller Art schützen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das Gehäuse der Box ist aus 15mm Pappel-Sperrholz und auf der Rückseite sitzen dezente und unauffällige schwarze Schrauben. Die Box kann serienmäßig mit grau meliertem oder schwarzem Filz bezogen werden. Ich habe mich für einen schwarzen Filzbezug entschieden.
[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Filzbezug ist grundsätzlich aber in jeder erdenklichen Farbe machbar, solange man bereit ist dafür einen Aufpreis in Höhe von 50€ zu zahlen. Ich muss ehrlich sagen, ich würde keine 50€ hierfür hinlegen. Bestimmt aber eine interessant Geschichte für diejenigen, die es ausgefallen mögen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ein Bezug mit Tolex, Kunstleder und Co. ist auch möglich. Der Aufpreis dafür richtet sich nach dem verwendeten Material. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Es ist auf jeden Fall ein hübscher Bonus, dass man sich seine Box nach den eigenen Wünschen gestallten kann. Dies hat man halt nur bei Manufakturen und genau das macht meiner Meinung nach auch deren Charme aus. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Verklebung des Filzbezugs ist tadellos und ohne erkennbaren Fehler. Ob sich da im Laufe der Jahre etwas lösen könnte, kann ich nicht einschätzen, aber ich glaube eher nicht.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Box kommt serienmäßig mit 2 Schalengriffen an den Seiten und ist mit dezenten, schwarzen Kugelecken aus Metall bestückt. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Gewohntes Bild bei Basstown sind eigentlich Flach- bzw. Stapelecken a[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]us Plastik. Daher war ich angenehm überrascht als ich das Schätzchen ausgepackt habe. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Diese Box ist definitiv eine Standalone und benötigt auch keine Stapelecken – Alles richtig gemacht![/FONT]

Hier mal die Schalengriffe und die Kugelecken in Bildform:
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[FONT=Verdana, sans-serif]
[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Die größte Überraschung war, dass die Box mit dem Sackkarrensystem ausgestattet ist. Bei einer Höhe von 80cm ist das eine sehr nützliche und komfortable Lösung. Ampeg User wissen was ich meine. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Auch wenn meine Box wesentlich leichter ist als eine Ampeg, ist das Sackkarrensystem eine Option, die man nicht mehr missen möchte wenn man sie einmal hat. Es erleichtert das Leben eines Bassisten enorm. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sehr gut und nutzerfreundlich mitgedacht bei Basstown![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Um noch mal kurz bei dem Vergleich zu Ampeg zu bleiben, so haben die Amis eine Stange auf die Box drauf gesetzt um das Sackkarrensystem nutzbar zu machen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Basstown hingegen hat in die Kante von Ober- und Rückseite einen komfortablen Winkelschalengriff eingebaut. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Optisch definitiv die unauffälligere und für mich persönlich elegantere Lösung.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Was nun praktischer in der Nutzung ist, bleibt wohl Geschmacksache. Seltsamerweise gehen hier die Meinungen über die Box am weitesten auseinander. Für mich persönlich gibt es da keine großen Unterschiede. Sowohl eine Ampeg als auch meine Basstown lassen sich mit ihren Sackkarrensystem super hinterher ziehen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Qualität der verarbeiteten Komponenten des Sackkarrensystems ist hochwertig und macht einen langlebigen Eindruck. Die beiden Rollen sind sehr leichtgängig, was das Hinterherziehen auch über eine etwas längere Distanz nicht zum Kraftakt werden lässt.
[/FONT]
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[FONT=Verdana, sans-serif]
[/FONT]
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[FONT=Verdana, sans-serif]
Bei den Anschlussmöglichkeiten gibt es keine Überraschungen. 2 Speakonbuchsen sind alles was man braucht. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Auf Wunsch sind auch Klinken- oder XLR Anschüsse ohne Aufpreis möglich.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Einen Impedanzwandler hat die Box nicht, wobei ich auch nicht wüsste, was ich damit anfangen soll.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]700 Watt an 4 Ohm sind mehr als genug und eine zweite Box braucht man da definitiv nicht![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Vielleicht eine sinnvolle Option für jene Nutzer, die einen 8 Ohm Amp haben.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Allgemein kann man sich aber jede Basstown wahlweise in 4, 8 und 16 Ohm bestellen, was den Wunsch nach einem Impedanzwandler fast vollkommen überflüssig macht. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Diesen würde ich einfach mal als „Luxusoption“ verbuchen und behaupten, dass so etwas nicht zwangsweise notwendig ist. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Aber wer unbedingt einen Impedanzwandler braucht, der bekommt den bei Basstown auch.[/FONT]
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[FONT=Verdana, sans-serif]Letztlich finden sich auf der Rückseite der Box noch 2 Regler. Die sind zum rein- und rausdrehen der 10er und des Horns zuständig. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Hier wurden große Metallregler verwendet, was den hochwertigen Eindruck weiter verstärkt. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Regler selbst sind etwas schwergängiger, was mir aber durchaus gefällt.[/FONT]
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[FONT=Verdana, sans-serif]Testkriterien:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Eigentlich war ein Markbass Little Mark III[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]als Amp für die Box vorgesehen, allerdings harmoniert die Box vorzüglich mit dem Trace Elliot Twin Valve, so dass dieser nun der Spielpartner der Basstown geworden ist. Warum, dazu später mehr![/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Den Amp habe ich bewusst für die Tests völlig neutral eingestellt. Den graphischen EQ, wovon ein Trace Elliot eigentlich lebt, habe ich komplett abgeschaltet. So blieb lediglich die „Grundcharakteristik“ des Trace Elliot erhalten. Das hatte für die Tests zum einen den Vorteil, dass der Klang der Box besser hervorsticht und zum anderen kamen so die unterschiedlichen „Charaktere“ der Box besser zum Vorschein. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der einzige Regler, mit dem ich gespielt habe, war der Gain-Regler. Dieser regelt – wie bei Röhrenamps üblich – die Vorstufenröhre(n) und den Grad der Beanspruchung dieser Röhre(n).[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Bass, mit dem ich die Box auf Herz und Nieren getestet habe, ist ein Sandberg Basic PM. Den Bass habe ich passiv geschaltet und den Balance-Regler mittig gestellt, so dass beide PU's gleich laut sind.
[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sound:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kommen wir nun zum wichtigsten Kriterium, dem Sound! [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ja, wo fange ich da nur an...[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Vielleicht erstmal das Grundsätzliche.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Wucht der Box ist beeindruckend, fast schon erschreckend. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Bassreflex laufenden 12er [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]drücken wie die Pest. Mit 102 db sind sie laut und belastbar wie nicht was. ;-)[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Egal ob Drop D oder Drop C, die Box gibt unten herum alles wieder, was man ihr vorgibt. Und das tut sie so spielerisch, das ich es nicht glauben wollte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Damit war mein Ehrgeiz geweckt, ich wollte die Box an ihre Grenzen bringen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ich habe den Drop C gestimmten Bass aktiv geschaltet und die Bässe voll reingedreht, sowie den „Mid Pre Shape“ des Trace Elliot aktiviert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Zugegeben, ein solches Setup würde kein normaler Mensch spielen, aber hier geht es ums Prinzip. Ich wollte die Box auf Herz und Nieren testen, da gehört sowas auch dazu… ;)[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Und schließlich soll der Preis von 1100€ auch einigen Anforderungen Stand halten und seine Berechtigung finden. Das Resultat hat mich wirklich überrascht.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kein Matsch, kein gemeines und undefiniertes Wummern. Präsente Tiefen mit Druck, wie eine Wand schiebende Bässe. Und das ohne Lautstärkeabfall - Zumindest habe ich keinen wahrgenommen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Erst wenn ich noch zusätzlich den EQ des Trace Elliot aktiviere und die Bässe voll herein regle, gibt die Box nach und fängt an zu wummern und gibt einige undefinierte Töne von sich. Drehe ich jedoch Gain etwas heraus, so kommt die Box auch noch mit dem zugeschalteten EQ zurecht. Hier stellt sich halt eher die Frage, ob die Box oder der Amp mit dieser Belastung nicht klar kommen... [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Schalte ich den Mid Pre Shape aber wieder ab und regle Gain rein, so hält die Box auch locker dem voll auf Tiefen getrimmtem EQ stand. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Zum Vergleich habe ich eine Hartke [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]115 B XL mit den gleichen Belastungen angefeuert. Diese hatte schon ihre liebe Müh’ und Not mit dem Drop C gestimmten Bass im aktiven Zustand mit voll aufgedrehten Bässen. Da war schon mal das eine oder andere undefinierte Wummern zu vernehmen. Als ich den „Mid Pre Shape“ noch zugeschaltet habe, war es bei der Hartke ganz vorbei. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Soviel sei erstmal zu den Dimensionen gesagt, in denen sich die Box bewegen kann, wenn man es darauf anlegt.[/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Die 12er im Sigle Modus machen einen warmen runden Ton. Mit wenig Gain am Trace Elliot ergibt das einen sehr harmonischen und ausgewogenen Klang. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sattes und schiebendes Fundament mit klaren, ausdrucksstarken Tiefmitten. Die logische Konsequenz ist, dass die Hochmitten etwas zurückhaltender sind, auch die Höhen wirken hier recht dezent. Ein idealer Sund für Jazz oder auch für Reggae, wie ich finde. Für mich persönlich auch ein sehr gutes Setting für Walking-Lines.[/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Drehe ich nun das Ferrit-Horn rein, so bekommt die Box schlagartig einen vollkommen neuen Charakter. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der „12er+Horn“-Sound kommt jetzt etwas anders herüber. Das drückende [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Bassfundament bleibt bestehen, jedoch ist der Mittenbereich etwas ausgewogener. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Hochmitten kommen nun etwas betonter, wodurch die Tiefmittenlastigkeit ausgeglichen wird. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Natürlich bekommt die Box durch das Horn auch mehr Brillanz und die Höhen kommen klarer und definierter hervor. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Dieses Setting würde ich mal als Allzweckwaffe bezeichnen. Ein kultivierter Sound, den man ruhigen Gewissens einstellen kann, wenn an einem Abend mehrere Bassisten über diese Box spielen, aber [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]auch sehr gut geeignet für Bassisten, die innerhalb einer Band verschiedene Genres spielen. Der Sound ist pauschal überall einsetzbar. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mein persönliches Lieblingssetting für mainstreamfähige Sounds ist daher 12er + 50% Horn. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Aber a[/FONT] [FONT=Verdana, sans-serif]uch jeder Plek-Spieler wird für das Horn an dieser Box dankbar sein. Je nach Intensität des Horns kann die Box auch schon recht aggressive Klänge liefern. Hier ist dann ein gesundes Verhältnis von Horn und Gain am Amp gefragt.[/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Die 10er der Basstown fügen sich in ihren geschlossenen Kammern arbeitend bemerkenswert gut in das Klangbild der 12er ein.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das was die 12er einfach nicht leisten können, bringen die 10er dafür umso besser und „assistieren“ den 12ern damit hervorragend. Sie decken den gesamten Mittenbereich gut ab. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Damit werden 12er und Horn entlastet und können sich auf ihre Glanzbereiche beschränken. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die 12er bauen das Fundament und die sehr ausdrucksstarken Tiefmitten.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das Horn arbeitet im Höhenbereich spielerisch und sehr ausdrucksstark. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Achtung, Wortspiel: „Mittendrin“ fühlen sich die 10er pudelwohl. De Box wird differenzierter und direkter. Natürlich wird die Box auch mittenlastiger.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Sound ist nun je nach Intensität der 10er der Inbegriff von dem, was man gemeinhin unter einer Rock-Box versteht. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Basstown ist mit den 10ern rockiger, punchiger und vor allem aggressiver. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Sounds vom Kaliber Ampeg sind durchaus möglich, aber eben ohne Kompromiss im Tiefenbereich. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Bei diesem Setting nur noch am Amp den Gain Regler je nach Belieben aufreißen und jeder der aggressiven Sound braucht wird seinen Wunschsound finden.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Spätestens hier werden auch alle Plek-Spieler ihr Panorama entdecken.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mit 50% reingeregelten 10ern und etwa 25% reingeregeltem Horn bin ich übrigens auch fündig geworden auf der Suche nach meinem Rock-Sound. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Plekanschlag ist schön aggressiv, die Höhen und Hochmitten etwas akzentuiert, aber nicht zu aufdringlich und die Tiefmitten und Bässe bilden ein Fundament wie eine Wand. Mit ca. 50% Gain lässt der Amp die Box auch ordentlich knurren. Ein wundervoller Rocksound![/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Ich könnte jetzt etliche Soundsettings beschreiben, aber ich hoffe das reicht an dieser Stelle um zu verdeutlichen, wie flexibel die Box doch tatsächlich auch in der Praxis ist. [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]In der Theorie klingt vieles so toll, aber ob sich das alles dann auch in der Praxis so verhält, das sind doch immer zwei verschiedene paar Schuhe. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Hier hat sich jedoch auch in der Praxis sehr gut bewährt, was in der Theorie so toll klang.[/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch anzubringen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Regler für 10er arbeiten gut, fast schon zu gut. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Bei 100% machen sie einen etwas überforderten Eindruck. Sie sind bis zu ca. 80% bedenkenlos einsetzbar, doch ab da werden die 10er etwas sensibel.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Gerade im Zusammenspiel mit dem Horn reagieren sie ab den magischen 80% manchmal überfordert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Also Horn und 10er zu 100% aufreißen arbeitet nicht ganz so harmonisch, wie ich mir das wünschen würde. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Aber das ist auch eigentlich der einzige größere Kritikpunkt, den ich finden konnte. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Da die meine auch die erste Box dieser Art war, die Basstown gebaut hat, sehe ich das als Reifungsprozess der jetzt gemacht sein sollte. [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Generell hat es mich sehr fasziniert, dass die Box keinen Lautstärkeunterschied aufweist, wenn ich nur die 12er im Klangbild habe oder ob ich Horn und 10er voll aufdrehe. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das zeigt mir sehr deutlich, wie gut die einzelnen Komponenten der Box aufeinander abgestimmt sind und wie durchdacht das ganze Konzept der Box ist. Nur der Headroom wird natürlich größer, sobald ich die 10er ins Klangbild einfüge. [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Nun möchte ich kurz erklären, warum ich bei der Wahl des Amps spontan umdisponiert habe. Kurz vorweg: Jetzt wird es subjektiv. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Man muss klar festhalten, dass es sich hier um eine moderne Box handelt. Dementsprechend klingt sich auch modern. Das ist der Wahl der Speaker geschuldet. Wer es leicht und leistungsstark haben möchte, der kommt halt nicht an den Neos vorbei. Wer diesen modernen Sound mag, der wird die Box lieben. Jedoch verbaut Basstown auch andere Speaker, wer mit den Neos nicht auf den grünen Zweig kommt, kann also problemlos umplanen.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Folge daraus ist natürlich, dass der Preis sich dann zum Positiven verändert. Ich wollte aber genau diese Bestückung und bereue diese Entscheidung nicht. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Dennoch, mir war der Sound vom Markbass Little Mark III in Kombination mit der Basstown einfach etwas zu steril und plastisch. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mir hat einfach ein bisschen Wärme und Charakter gefehlt. Dann habe ich mir den Trace Elliot Twin Valve eigentlich nur ausleihen wollen, aber was meine Ohren für eine Überraschung erlebt haben, ist kaum zu fassen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Der Amp und die Box spielen so gut zusammen, als wären sie vom selben Hersteller nur für dieses Zusammenspiel gebaut worden.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Genau das was mir noch gefehlt hat und sogar noch ein bisschen mehr hat mir der Twin Valve geliefert. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mit dieser Kombination habe ich jetzt meinen Traumsound![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Das hat mich einerseits sehr überrascht, aber umso mehr hat es mich gefreut, da ich ein großer Liebhaber der alten Röhrenamps von Trace Elliot bin.[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Natürlich rede ich hier nur von persönlichen Empfindungen, aber ich finde, dass es nicht unerwähnt bleiben sollte. Ach und der Trace Elliot ist jetzt natürlich auch meiner… ;) [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Resümierend kann ich zum Sound der Box festhalten, dass sie der Wahnsinn ist. Sie gibt alles was man ihr vorgibt ohne Probleme wieder und ist flexibler als mancher Amp. Der Klang der Neos ist und bleibt eine Frage des eigenen Geschmacks. Wer ihn mag kann die Box vom Fleck weg so wie sie ist kaufen und wird zweifellos glücklich mit ihr. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Wer einen Röhrenamp, einen Amp mit Röhrenvorstufe oder Röhrensimulation besitzt, der wird auch das bisschen fehlende Wärme im Klang perfekt hinbekommen. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Aber auch ein guter Pre-Amp oder Booster, der den Amp ein bisschen anheizt wird die Box zum gewünschten Ergebnis treiben. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mir ist einfach der edle Klang des Trace Elliot ein purer Genuss im Ohr, sobald er an der Basstown hängt.
[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Fazit:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ich habe seit einigen Monaten meine Traumbox gefunden und eingespielt. Sie ist genau so geworden wie ich es wollte und das ohne jeden Kompromiss. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]All’ meine Anforderungskriterien wurden berücksichtigt und zu meiner vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Die Box ist flexibel, leistungsstark und eine echte Seltenheit. Zudem habe ich eine einzige Box und nicht zwei. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ein tadellose Verarbeitung, eine tolle Optik und nutzerfreundlich gebaut. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Die Idee dieser Box ist große Klasse und die Umsetzung passt zu 95%. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Kleine Abzüge gibt es, wie erwähnt, weil die 10er in voll aufgedrehtem Zustand überfordert klingen und das Zusammenspiel mit dem Horn ab der magischen 80% etwas kritisch ertönt. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Dennoch: Diese Box setzt in der Flexibilität neue Maßstäbe, das muss man einfach so anerkennen! [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mir kommt sicher keine andere Box mehr ins Haus![/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ich denke, dass jeder mit seinen Vorstellungen vom eigenen Wunschsound mit der Basstown ans Ziel kommen würde. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Mit diesem Resultat bin ich sehr zufrieden und sehe den Preis von 1100€ als absolut gerechtfertigt an. [/FONT]

[FONT=Verdana, sans-serif]Nachschub:[/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Ich habe leider keine Soundsamples, die ich euch zur Verfügung stellen kann. Wie ihr wisst, ist das mit der Mikrophonierung einer Bassbox immer so eine Sache. Meine Recordingmöglichkeiten sind sehr begrenzt und würden der Box auch nicht gerecht werden. [/FONT]
[FONT=Verdana, sans-serif]Eigentlich sehr, sehr schade, aber ich hoffe, dass Basstown sich in eigenem Interesse darum bemühen werden, um zu zeigen was die Box kann. [/FONT]


Mit freundlichen Grüßen
Astra Kid


PS: Kritik und Anregungen sind sehr erwünscht!
 
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Glückwunsch, das ist wirklich mal eine interessante Box!

Mich hat Raffi auch vom Zusammenspiel 10 + 12 überzeugen können, ich habe von ihm (unter anderem) eine 410 mit Horn und eine 212 mit regelbarem 6" Mitteltöner.
Auch hier passt die Kombination, genau wie Du es dargestellt hast:

die 12er liefern ein fettes, warmes und knurriges Fundament und die 10er darüber addieren Attack und Biss und eine weitere Ausleuchtung der höheren Mitten.

Zusammen einfach nur satt, fett und trotzdem knochig-präzise.
Und schütteln die abartigsten Pegel mit einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit raus, das ist einfach nur unfassbar.

Also nochmal: schönes Review zu einer schönen Box eines sehr netten und kompetenten Erbauers! :great:
 
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Sehr schönes, ausführliches Review. Hat der Raffi auch verdient. Ich glaube, ich war damals mit einer der Ersten, der eine Basstown Box hatte, nachdem sich Raffi von seinem alten Spannemann Mick von H-O-S getrennt hatte und anfing seine eigenen Bassboxen zu bauen.
Bewusst sage ich Bassboxen, denn HiFi Boxen baut der Raffi schon länger. ;)

Hatte damals die 1x12" Extended. Review müsste auch hier irgendwo zur verfügung stehen. Mittlerweile habe ich eine 2x12" Custom Light und kann nur beipflichten.

Tolle Boxen mit einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis von einem netten Menschen.

Well done Raffi!
 
R
RiffMick
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Ich habe mir nach einer klasse Beratung durch Raffi eine ähnliche Box geholt - mit der gleichen Speaker-Konfiguration, allerdings ohne Sackkarrensystem mit normalen Rollen. Wäre auch so nicht zu schwer (vorher Peavey TVX 410, die war schwer!). Einmal angespielt, hin und weg vom Sound und der Flexibilität, mitgenommen. Bei mir befeuert durch ein Kustom DE 300 Top. Klasse Review, nichts hinzuzufügen!!
 
Spessarter
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spessart
... sehr interessante Box. Allerdings kann ich jedem nur von Filzbezug abraten - sieht neu sehr gut aus und ist auch sehr robust.
Der Bezug hat folgende Nachteile (bezogen auf meine alte Box, die jahrelang unterwegs war):
- der Bezug stinkt irgendwann bestialisch und lässt sich schlecht reinigen (vom Qualm und diverser Flüssigkeiten, die im Bezug versickert sind)
- Schäden die einmal im Filz vorhanden sind, lassen sie sich nicht mehr reparieren (Tolex kann man neu beziehen)
- den Filz kriegt man nie mehr ab => die Box wird zu Sondermüll und muss teuer entsorgt werden (oder, so wie ichs gemacht habe: bei Ebay versteigert)

:)
 
Rockopa
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Die Sackkarren Variante gab es schon in den 70iger z.B an Vemona Gitarrenboxen ist also keine neue Erfindung.
Die Anmerkungen zu Filzbespannung kann ich bestätigen,eine Lackierung mit Warnex wie bei PA Boxen wäre deutlich vorteilhafter.
 
Astra Kid
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Hi,
zu erst einmal vielen Dank für euer Feedback!

Zu der Filzbezug-Frage:
Meine Box wird nur im Case transportiert. Trotz aller Vorteile, die die Box für den Transport bietet und sie quasi dafür prädestiniert, sehe ich es nicht ein, eine so teure Box einfach in den Kofferraum zu schmeißen und sie mit der Zeit verranzen zu lassen.
Über Qualm und diverse Flüssigkeiten, die dem Filz schaden könnten mache ich mir keine Sorgen.
Wir sind zwar Raucher, rauchen aber nicht im Proberaum. Ehrlich gesagt, würde ich es mich auch nie wagen mit Getränken o.a. Meinem Equipment zu nahe zu kommen.

Generell habe ich mir aber kaum Gedanken über die Nachteile des Filzes gemacht.
Eine Lackierung mit Warnex ist mir nie in den Sinn gekommen.
Ein guter Tipp für den ich sehr dankbar bin und auf den ich bei einer Neuanschaffung zurück greifen werde.
Die Optik ist zwar nicht der Traum, aber roadtauglich alle male!

Ich hoffe, dass ich kein Anspruch auf Neuentwicklung bei der Sackkarrenvariante genommen habe.
Dass es diese Variante schon gibt war eigentlich eine Selbstverständlichkeit, ich wollte lediglich die Unterschiede, die die Sackkarrensysteme haben können damit verdeutlichen.
Dennoch vielen Dank auch für den kleinen historischen Einwurf, sowas finde ich immer sehr wissenswert!


Mit den besten Grüßen
Jan
 
Kong
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Hallo Kollegen Eingangs erstmal vielen Dank für das ausführliche und sehr informative Review. Die Box ist bestimmt klasse, herzlichen Glückwunsch! Nur, dass die 10''-Speaker samt dem Horn abh 80% in die Knie gehen, wäre für mich nicht akzeptabel! Vielleicht ist bei der kleinen Elektronik, die hinter einem solchen Poti hängt, die Stellung "80%" gleichbedeutend mit realem Vollgas? Oder es geht einfach zu viel Leistung über den Poti.... Nun, ich bin kein Elektroniker, daher wird dies wohl eine der vielen Fragen sein, die nie gelöst werden wird... Jetzt mal ganz Kurz zum Filz: Der herausstechendste Vorteil liegt an der absolut hammersicheren Stapelbarkeit. Zwei filzbezogene Cabs aufeinender, auch von unterschiedlicher Größe, brauchen keine Stapelecken noch sonst was. Das steht einfach Bombensicher aufeinander, verkraftet sogar einen "solpernden Mitmusiker", der mit einigem Effet gegen den Fullstack rennt. Der nächste Vorteil liegt an der mechanischen Belastbarkeit. Wenn der Filz beschädigt ist, ist meistens auch die Box kaputt! Auf Tolex oder Lack sieht man (so gut wie) jeden Kratzer, dito bei Warnex. Außerdem kann man den (mit äußerster Gewalt!) beschädigten Filz recht einfach mit dementsprechenden Kleber (u.U. vom Schuster, das hält) reparieren. Getränke haben grundsätzlich nichts auf Boxen/Stacks/Gear verloren! Mal im Ernst, kennt jemand einen Schlagzeuger, der Sein Bier/Cola oder wasweißich auf das Standtom stellt? Habt Ihr schon mal nen Gitard gesehen, der Bananenweizen, Cola o.Ä auf Seinem Stack stehen hatte? Na? Also! Somit bleiben also auch Boxen, egal ob mit Filz, Tolex oder sonstwas bezogen oder Lackiert, getränkefreie Zone! Zu was gibt es große Schlagzeugpodeste......? Keep on rockin'!
 
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