Atlantic III

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willyguitar

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Ich habe da mal eine Frage zu meiner Atlantik III aus den 60er Jahren. Ist die Quetsche noch was wert ? Zum Zustand: Die Bassknöpfe klemmen und ein Diskantregister scheint ausgehakt zu sein. Ich freue mich auf eure Antworten
 

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Ippenstein

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Hallo Willyguitar,

wir machen hier aus mehreren Gründen keine finanziellen Aussagen. Aber soviel: Wenn man sie reparieren läßt, dürften da schon noch ein paar Euro drin sein. Hoffentlich ist nichts schlimmes an Deiner Baßmechanik, da eine defekte Baßmechanik bzw. ein defekter Balg erst mal das kriteriale Aus für ein Akkordeon bedeuten. Man muß dann die Schäden genau analysieren, um das Ausmaß abschätzen zu können.


Zur neuen Atlantic: Wir haben sie beim Thomann getestet und sie fiel durch. Der Klang war grell und die Mechaniken etc. wirkten sehr billig. Ich habe letztens eine alte Atlantic ausprobiert und würde diese alte zehnmal lieber kaufen als die neue.
 
maxito

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Hallo Willyguitar,

wie schon Ippenstein sagte, so übers Internet kann man eigentlich nur Traumdeuterei machen, denn was wirklich los ist mit der Kiste kann nur der Fachmann sagen, wenn er das Ding in der Hand hält und reinguckt.
Aber so tendenziell, kann ich soviel schätzen: Eine Atlantik III ist eine alte Kiste, die zumindest damals gut gebaut war, wenn auch aufgrund ihrer 3-chörigkeit von den klanglichen Möglcihkeiten klanglich deutlich eingeschränkter ist als eine Atlantik IV.
Was du an sofort auffallenden Mängeln erzählst, hört sich an, als ob hier reine richtige Generalüberholung fällig wird, und die kostet vermutlich mindestens soviel wie ein gut erhaltenes gebrauchtes Gerät zu kaufen - also insofern solltest du dir mal zuerst überlegen, wieviel ideellen Wert dieses, wohl "dein" Akkordeon dir bedeutet, bevor du beim Akkordeonmeister in Ohnmacht fällst.

Vielleicht für dich als Abschätzung, welche Größen das kriegen kann: Meine Verdi II (nur 2-chörig!) Baujahr irgendwo zwischen 1940 und 1955 hat mich vor ca. 5 Jahren nur für die stimmliche Generalüberholung (da war noch nix mit Tasten und Klappen herrichten oder Bassmechanik geläufiger machen und so drin) schon 550 Euro gekostet und damit vermutlich ca. 5x soviel wie der Gebrauchtkaufpreis! Aber das Instrument hatte für mich insbesondere einen ideellen Hintergrund, deshalb war es mir das wert.

Drum: wenn es dein, dir liebes Akkordeon von früher ist, ist das schon was wert, aber wenn du das nur über mehrere Ecken "halt so" gekriegt hast, überlege dir die Sache vorher gut, oder werde selber tätig - siehe Ippensteins Thread vom Lagerfeuerakkordeon!

Gruß,
maxito
 
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willyguitar

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Danke für eure promten Antworten.

Die Antlantik ist mein Kindheits/Jugendinstrument und ich habe sie immer mal wieder bespielt auch wenn sie keine 6 Saiten hat. In den letzten Jahren neigten die Bassknöpfe (alle) zum Klemmen (kommen nicht mehr zurück) was mein Vergnügen deutlich reduzierte. Vom Innenleben eines Akkordeons habe ich zwar keine Ahnung doch ich glaubte bisher, dass es sich um ein einfaches mechanischen Problem handeln könnte das durch entsprechende "Schmierung" behoben werden könnte (???). Die fehlende Funktion des Einzelstimmendiskantregisters ist m.E. eigentlich kein so großes Problem da dieses Register 2 Mal vorhanden ist und das andere funktioniert.

Alles nicht so einfach mit der alten Qualitätsfeinmechanik - aber sehr interessant.
 
H

Heinz1975

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Hallo willyguitar,
ich sebst habe noch meine erste Atlantic III Baujahr 1961-62 mit schwarzen Registertasten und einer etwas anderen Diskantabdeckeung und "Jalusie" im Diskant. Die abgebildete III mit den schwarzen und weißen Registerdrückern dürfte mit Sicherheit vor 1960 gebaut worden sein.
Sind die Diskantklappenbeläge schon aus Filz-Leder oder Filz-Schaumgummi? Das kann man erkennen wenn man die Diskantabdeckung abnimmt und mal hinschaut. Auf dem Foto kann man erkennen, daß die Chrom-Balgecken einen (wenn auch geringen) grünlichen Belag haben. Das ist ein Zeichen, daß das Instrument mindestens zeitweise nicht 100%ig trocken gestanden hat.
Es wird schwer sein für die Atlantic III einen Käufer zu finden der auf deine ev. Preisvorstellung eingeht.
Ich habe meine Atlantik III vor 4 Jahren überholen lassen (sie war äußerlich fast mängelfrei - kein Grünspan an den Balgecken - kaum ein Kratzer) und würde bei einem Verkauf nicht einmal diese
Kosten herein bekommen.
Meine A III war auch meine Jugendinstrument (kam nach der Concerto II, die jetzt noch meine Schwester hat) mit ihr habe ich mit dem Spielen aufgehört und bin auch wieder mit ihr angefangen. Finger weg von irgendwelchen "Ölen"!!!
Falls du sonst noch Fragen dazu hast antworte ich auch auf eine PM.
Eine realistischen Preisangabe wirst du nur von einem Instrumentenbauer oder Reparateur nach visueller Begutachtung (auch von innen) bekommen.

freundliche Grüsse
Heinz1975
 
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willyguitar

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Jetzt bin ich klüger
Ich pack mein Atlantik Schätzchen wieder trocken in die Kiste und weis, dass die Wiedererweckung mit Zeit, Aufwand und Kohle verbunden ist. Das bleibt ein reizvoller Ausblick (im überraschenderweise eigenen Thread).
Zunächst nehme ich mir die Wochenendstunden für meine alte 60er Gitarre, das entspricht eher meinen derzeitigen musikalischen und handwerklichen Neigungen.
Ich danke einstweilen den Forikern für die schnellen und inhaltsreichen Antworten und Tipps und verspreche meine Quetsche in Ehren zu halten.

Gruß von

Willy
 

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