Attenuator - Selbstgemacht!

Nun, kommt auf das Gehäuse an.
Dieses Poti hat 50 Ohm - du brauchst also die ganze Schaltung aus dem Projekt.
Die Werte:
Wert: 50 Ohm +/- 10 % @ 100 W
Grösse: D = 82, H = 40 mm

Das ist - hihi - etwas größer als ein Normales Poti. Das ist dir klar???
 
Ja, die Potis sind echt groß, das gibt ein mächtiges Pedal :D.
Falls du es dennoch wagst, musst du unbedingt ein Bild posten!!!!!
 
Die Potis sind nicht nur riesig und schwer, sondern lassen sich auch echt schwer drehen. Ich würde an deiner Stelle - wenn dein Amp einen seriellen FX-Weg hat - mal ein Noisegate versuchen. Am besten das Boss NS-2 und dort quasie die Vorstufe deines Amps in den Loop des Pedals hängen. Die bessere und elegantere Lösung wäre natürlich die Ursache zu bekämpfen, statt an den Symptomen rumzudoktern. Sprich: Geh mit dem Amp zu nem Techniker und lass ihm das Rauschen abgewöhnen.

MfG
 
Hallo Leute,

erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.

Ich bin nun endlich dazu gekommen, etwas herum zu probieren. Ein Volumepedal als letztes Element vor dem Return des Effektweges des Amps hat für mich das beste Ergebnis erzielt! Wenn ich mit dem Volumepedal stumm schalte, ist es absolut ruhig! Kein Rauschen, nix zu hören. Das ist perfekt!

Für mich ein gutes Ergebnis und eine extrem simple Lösung.
Da hätte ich auch früher drauf kommen können :bang:

Ich danke euch!
Viele Grüße,
Ben
 
Hallo Techniker,
ich habe einen Statesman Quad EL 84 (40 Watt) mit einem Speaker 60 Watt an 8 Ohm.
Vor kurzem habe ich mir einen Lautsprecher Pegelregler mit 100 Watt Dauerleistung gekauft und diesen zwischen Amp und Speaker verbaut.
Die Lautstärkenreduzierung funktioniert eigentlich ganz gut.
Nachdem ich zufällig über diesen Bericht hier mit dem Schaltplan für einen Attenuator gestoßen bin meine Frage?
Kann aufgrund meines Einbaus des Pegelreglers ( ohne Festwiderstände) etwas zerstört werden?
Wenn ja, bitte um eine Erklärung.
Vielen Dank
Ein Elekroniker Laie.
 
Der Ausgang eines Röhrenverstärkers ist für eine bestimmte Lautsprecherimpedanz gebaut. Die Werte sollen so gut wie möglich zusammenpassen.
Z.B. sollte an einem Ausgang der für eine 8 Ohm Impedanz gedacht ist, ein Lautsprecher mit einer Impedanz von 8 Ohm angeschlossen werden.
Je größer die Abweichung, desto schädlicher ist es für den Amp. Wenn du einen Widerstand (in deinem Fall der Regler) dazwischen hängst, passt die Impedanz nicht mehr, weil dieser Widerstand ja mit einberechnet werden muß. Je nach Schaltung und Stellung ist der Gesammtwiderstand (Widerstand + Impedanz) zu klein oder zu groß, beides ist schädlich für den Amp. Die Extremfälle wie komplett aufgedreht oder komplett zugedreht sowieso. (ja nach Anschluss)


Die spezielle Schaltung mit den zusätzlichen Widerständen gleicht das aus und der Amp "sieht" unabhängig von der Regler Stellung immer nur die ungefähr passende Impedanz von 8 Ohm.
 
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Hallo Techniker,
danke für die schnelle Antwort.
Dennoch bleibt eine Frage offen und ich bitte meine Überlegungen zu korrigieren, sollten sie nicht richtig sein.
Wie bereits aufgeführt hat der EL84 einen eingebauten Lautsprecher mit 8 Ohm.
Ein weiterer Lautsprecheranschluß erlaubt nach der Gebrauchsanleitung einen zusätzlichen Lautsprecher mit 8 Ohm, der paralles zum Internen geschaltet wird ( interner Lautsprecher bleibt aktiv). Damit ergibt sich ein Gesamtwiderstand von 4 Ohm für den der Verstärkerausgang offensichtlich auch ausgelegt ist.
Wenn ich nun statt dem 2. Lautsprecher den Pegelregler einbaue und diesen auf mindestens 8 Ohm einstelle, erziele ich damit das selbe Ergenis.
Wenn ich den Pegelregler auf 50 Ohm einstelle habe ich folgendes Ergebnis: 50 Ohm *8Ohm/ (50 Ohm+8 Ohm)=6,9 Ohm.
Der Verstärker dürfte somit ohne Schaden zu nehmen auch ohne die Hochleistungswiderstände R12 und R18 korrekt arbeiten.
Im voraus vielen Dank
Ein Elektroniker Laie
 
Es kann schon sein das dein Amp dafür gebaut ist und die 4 Ohm aushält. Es könnte auch sein das beim einstecken des zweiten Lautsprechers irgendwas an der Beschaltung/Wicklung umgeschalten wird und es deshalb funktioniert. Dazu müsste man einen Schaltplan haben.

Deine Überlegungen sind auch Grundsätzlich richtig.
Du solltest dir aber auch mal andere Stellungen des Reglers ausrechnen, du wirst ja nicht ständig im Endanschlag sein.
Nimm z.b. mal Mittelstellung.
(25x8/25+8)+25= 31 Ohm
Da siehts schon ganz anders aus.
 
Hallo auch von mir,

ich bin nun auch auf dem Weg mit einen Attentuator zu bauen um meinen Twin wenigstens etwas ruhiger zu bekommen.

Mein Amp leistet je nach Stellung 25W/100W und hat schaltbare Impedanzen (4/8/16), dran hängen momentan 2x8Ohm Lautsprecher in Serie, also 16Ohm Last gesammt.

Nun wird mir die Sache mit der induktiven Last noch nicht so ganz klar... ich möchte mit den Attentuator schaltbar für alle Impedanzen meines Amps bauen. Nur schein ich irgendwie in meiner Simulation der Schaltung falsch zu messen, bzw kann ich nur den ohmschen gesammt Wiederstand messen. Und dieser schwankt je nach Poti stellung recht stark wie ich finde, 13.5-17.3 Ohm. Her liegt vermutlich mein Fehler, von daher meine Frage, wie ergibt sich die gesammt Impedanz in der Schaltung denn genau. Und was genau bezwecken die Spulen? Die Spulen reagieren doch letzt endlich mit einem höheren Wiederstand bei höheren Frequenzen.

Wäre diese Schaltung so in Ordnung fpr 4/8 und 16OhmImpedanzen?
Der die Schalter sollen nen Wahlschalter darstellen, daher ist das nur für die Simulation. Rechts im Bild habe ich mal 16Ohm als "Lautsprecher" angeschlossen.
Screen Shot 2012-12-24 at 00.19.43.png

MfG marschal
 
Ich habs jetzt nicht duchgerechnet, aber 13.5-17.3 Ohm für 16 Ohm ist ganz OK.
Das ist kein Fehler, das ist einfach so. Hier wird ja eine ohmsche Last simuliert.
Das ist zwar nicht genau das verhalten eines Lautsprechers, aber für einen Attenuator reicht das.
Jeder Attenuator hat einen Bereich von/bis in dem er Arbeitet, ganz genau wird man das nie hinbekommen.

Bzw. was ist "ganz genau" Das gibt es gar nicht. Leder Lautsprecher und jede Box hat ein etwas anderes Verhalten und bei jedem sieht die Impedanzkurfe etwas anders aus.
Es gibt bei einem Attenuator kein "perfekt".

Die induktive Last ist der Wechselstromwiderstand des Verbrauchers. Dieser ändert sich duch die Spule je nach Frequenz
Die Spulen wären dazu da um das ganze einen Lautsprecher ähnlicher zu machen, weil auch dieser in den hohen Frequenzen eine höhere Impedanz hat.
 
Vielen Dank Therapy.

ich war verunsichert durch die starken Schwankungen in meiner Simulation.
Dann bestelle ich mal die Teile und werds mal bauen.
Das Multimeter wird sicher bessere Messergebnisse liefern;) Zumindest wahrheitsgemäß.

Ein würde mich dann doch nochmal interessieren. Die Spulen stellen ja, wie du auch sagtes eine höhere Last bei höherer Frequenz dar.
Wenn ich meine Schaltung bei 1kHz messe passen die Impedanzen auch in etwa ziehmlich gut.
In meinem Schaltplan habe ich eine Spule nur in der 16Ohm stellung, bei 8 und 4 Ohm wird diese gebrückt. Bierschinken hat gar keine Spulen verwendet und beschreibt, dass es gut klingt. Da die Dinger nun doch etwa 40Euro ausmachen zusammen würde mich interessieren, ob das nun wirklich nur Schnick-Schnak oder doch sinnvoll ist.

MfG marschal
 
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Ich darf nun endlich verkünden: mein Wattentuator ist nun fertig!

Vorne weg:
Lange hat es gedauert. Die Teile hatte ich noch vor Silvester bei Tube Town bestellt,
allerdings hatte ich mich etwas verschätzt und ein viel zu kleines Gehäuse bestellt.
Also wieder umgetauscht zu dem (ich meine fast) größtem Hammond Gehäuse welches es
bei TT gab. Das zur "Vorgeschichte" meines Attentuators! ;)

Nun zum Attentuator selbst:
Orientiert habe ich mich stark an den bestellbaren Bausätzen von Tube Town. Da ich damit
nicht einen Chihuahua, sondern einen Fender Twin Reverb Red Knob Edition (25W - 100W)
ruhigstellen wollte, habe ich also den POS 100 als Grundlage gewählt.

Hinzu kam noch der Wunsch den Attentuator auch in 8 und 4 Ohm betreiben zu können.
Wieso kann ich nicht genau sagen, aber vorsorglich mal dennoch eingebaut;)
Da es bei TT nur einen 3-fach Schalter mit einem Pin und nicht zwei gab, musste ich um
dies dennoch realisieren zu können einen Lastwiederstand mehr nehmen, was sich etwas
im Presi, jedoch mehr in der Größe des Teils niedergeschlagen hat :)

Und natürlich noch die Modifikation von Bierschinken - der Brightswitch. Den hab ich natürlich
auch eingebaut!:]

Heute alles zusammen gebaut, gelötet - und ich darf vorwegnehmen: Es geht auf anhieb! :)

Wo ich mich etwas verschätzt habe, ist die Leistung. Dieser Attentuator wird nämlich gerade
mal lauwarm bei 100W Volllast. Also vermutlich könnten die Bauteile auch kleiner
dimmensioniert werden, und somit noch etwas Geld gespart werden.

Ich darf zusammenfassen:
  • Impedanz Selector (16,8,4)
  • Bright-Switch (10uF; Off; 4,7uF)
  • True-Bypass
  • Wattentuate-Regler (regelt bei mir von absoluter Stille bis kaum leiser)
  • Last (ausgelegt bis etwa 150W, vermutlich auch mehr^^)

Das ganze für etwa 160€ und stattlichen 2,6kG Kampfgewicht!

Wie sieht das Ganze nun aus?:
Nun... etwa so...
(entschuldigt die Verdrahtung, ich kann's auch besser aber ich rede mich raus mit: Prototyp ;-) )
IMG_2724.jpgIMG_2725.jpgIMG_2726.jpgIMG_2727.jpg

Schaltplan?:
Das wäre dann dieser hier..
Ich habe ihn so gut es ging mit Multisim zusammengeklickt. Diente mir eigentlich nur zum simulieren
und "messen" der Impedanzen.
Screen Shot 2013-02-11 at 23.03.51.png
(P.S. Bypass kann natürlich so wie im Bild gezeigt ist nicht funktionieren. Stellt euch den Bypass Schalter oben
links in der anderen Schaltposition vor :). Beim Impedanz Selector ist der 4te Pin daher frei, da es keinen
Rotary Switch mit 3 Positionen gibt in Multisim, also auch einfach wegdenken.)

Klang:
Nun zum Klang wurde hier ja bereits shcon einiges erwähnt. Ich kann nur so viel sagen (hab bisher nur wenig
gespielt mit dem Attentuator). regeln lässt sich der Attentuator von absolute Stille bis etwas leiser.
Je mehr man den Amp leise drückt, desto mehr gehen die Höhen verloren. Mit dem Bright-Switch lassen sich
diese jedoch meines erachtens nach wieder in vollem Umfang hinzu mischen.
Was leider auch etwas verloren geht ist natürlich der Druck hinterm Sound. Aber gut - das war ja klar. Klingen
tut es auf jeden Fall gut, anders, aber gut. Anders auch allein deshalb schon, weil endlich kann auch mal die
Endstufe zerren! :)

Das wars erst einmal von mir! Bei Fragen - immer zu. Wenn Soundclips gewünscht sind kann ich auch mal
welche aufnehmen und bei Soundcloud hochstellen.

MfG marschal
 
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Sehr cool und ich finde deine Version auch optisch ganz gelungen!

Grüße,
Schinkn
 
so, ich habe meinen auch fertig, habe den Bausatz von Tubetown genommen und selber noch einen DI eingebaut. (einfach Widerstand/Poti/Übertrager)

bin hellauf begeistert, auch die neue Aufnahmemöglichkeiten :)

Ein M15mk1 im Cleankanal mit stark aufgerissen Endstufe klingt in etwa so :)
(verzeiht meine emrionalen Spielfähigkeiten und ich weiß, da fehlt ein Noisegate)
https://soundcloud.com/torsten-vaquet/l-t-demo

Da sist wie gesagt der M15mk1 clean, weit aufgerissen und mit dem Powersoak auf angenehme Lautstärke gebracht
Über den Übertrage direkt ins Audiointerface. eine Speaker Emulation mit Guitar Rig und ein Delay

denke soo schlecht ist das gar nicht, jetzt müsste man nur noch spielen können :D
 
Cool dass hier wieder was los ist :)

Immer schön eine Endstufe zerren u hören! Jetzt weis ich auch wozu der Line Out... :)
Ich nehme mal bei etwas Zeit auch mal den Twin im Clean auf :)

Übrigens ist im Schaltplan bei mir noch ein Fehler:
Beim Brightswitch, der Schalter hat zwar drei Positionen, also Condensator 1, Condensator 2, und Off! Im Plan ist jedoch aus Versehen eine Leitung durchgezogen, das würde natürlich nicht funktionieren;)
 
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Ich werde mir jetzt auch den Attenuator, so wie im Schaltplan von marschal bauen.

Allerdings frage ich mich, warum die 1mH Spule nur bei der Schalterstellung 16 Ohm aktiv ist.
Gibt es dafür einen Grund?
 
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Hallo,

mein Attenuator ist jetzt auch fertig :)

Basis bildet der TT PoS 100/200 Pro, erweitert um die Impedanzwahl aus marschal's Schaltplan und einen Bypass.

Attenuator_01.jpg Attenuator_02.jpg Attenuator_03.jpg Attenuator_04.jpg

Nicht schön, aber selten :D

Habe ihn bisher nur zu hause an einen Line6 DT25 getestet, da macht er schon ne menge Spaß.
Wobei es dann auf den Amp Typ ankommt.
Der JCM 800 profitiert richtig von der Endstufenzerre, ein Mesa Rectifier verliert da schon einiges an bösen Bass :evil:

Allerdings regelt bei mir der Attenuator nicht von minimal leiser an.
Ist er aktiv, schluckt er subjektiv beurteilt gut 50% an Lautstärke.

Na ich teste das Morgen mal am Laney VH100R und am Line6 DT50 in Proberaumlautstärke. :rock::rock::rock:
 
Hi bioelektik;)

Sorry, war länger nicht on, hab deine Frage wohl schon zu spät gelesen.
Das mit der Spule nur im 16 Ohm Kreis habe ich dem Schaltplan von Bierschinken nachempfunden, verstanden aber nicht so ganz;)
Die Spule bildet ja wie sie eingebaut ist einen frequenzabhängigen Wiederstand. Vermutlich müsste dieser dann für jede Impedanz anders dimensioniert werden, was dann wohl insgesamt 2 Spulen mehr bedeuten würde. Aber das ist meine Vermutung, vielleicht kann uns ja jemand aufklären!

Ich müsste den Attenuator auch mal mit 8 und 4 Ohm betrieben um den klanglichen Unterschied festzustellen, Mittwoch bin ich wieder im Proberaum, dann kann ich auch berichten - habe ich bisher noch gar nicht gemacht :D

Btw, mein Attenuator hat auch einen Bypass, dieser ist in der Zeichnung oben nur nicht enthalten;)

Ich sehe du hast ein zweites Rheostat verwendet für die Tone-Regelung, anstelle des Bright switches, könntest du eventuell auch noch einen Plan zu deiner Version malen, zeichnen, wie auch immer;)

Ich finde deinen Attenuator optisch auch gut gelungen, zumindest hast du ein besseres Gehäuse gewählt, da das Hammond Gehäuse, welches ich genommen habe nur mit selbstschneidenden Schrauben verschraubbar ist, was ich natürlich nicht bedacht hab, und schön auf M4 gebohrt habe :D Nun, jetzt darf ich die Muttern von innen festlöten/schweißen, da die M4 sonst nicht zu befestigen ist :D

Es ist halt selbstgemacht:D Und wie immer, sollte man mal nen zweiten bauen, wirds besser;)

Grüße, Marschal
 

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