auf englisch schreiben od. beim deutschen bleiben

KlausP schrieb:
Einspruch, Meister! :D

Sowohl der Akzent Klaus Meines als auch z.T. die Texte der Scorpions sind haarsträubend, das hat sie nicht daran gehindert in USA eine immense Popularität zu erlangen, für Rockfans der alten Schule sind sie dort eine Institution und DIE deutsche Rockband überhaupt.

Ach Du dickes Ei - stimmt ja. Als Hannoveraner hätte ich das nicht vergessen dürfen, weil die ja ausm Vorort Sarstedt kommen.

Es gibt natürlich immer kleine Wunder. Vielleicht haben die ja so etwas wie Kult-Status und werden eben genau dafür gefeiert: das "Deutsche" an ihnen. Ähnlich wie Arnie, der ja auch immer noch eine Ösi-Akzent hat - aber genau der wurde (in den nicht synchronisierten Fassungen) von Fans geliebt (Hasta La Vista - Babeee)...

Interessante Anektode: eine andere Hannover-Band - Fury in the Slaughterhouse - singt ja auch in Englisch. Irgendjemand aus meinem Dunstkreis hat mal einen Native Speaker gefragt, wie die Englischen Texte der Band von ihm empfunden werden. Er meinte, sie wären nicht falsch, die Aussprache sei auch OK. Sie seien allerdings für einen Engländer etwas "komisch" , vergleichsweise ähnlich wie wir damals Texte von Karat oder anderen Bands aus dem Osten empfunden haben. Vielleicht wegen einer Bildsprache, die im eigenen Kulturkreis "ungewöhnlich" ist. Das kann ein Vor- oder Nchteil sein - man steckt nicht drinne.

MrK8nister schrieb:
Es gibt auch Künstler die mit deutschen Text im Ausland sehr viel Erfolg haben. Auf anhieb fallen mir WIZO (in den USA), Die Toten Hosen (Osteuropa, Südamerika, etc..) und Rammstein ein.

WIZO sagt mir jetzt nichts. Das sind vielleicht die kleinen Phänomene des Lebens. Auch Lale Anderson hatte einst mit "Lili Marleen" in Kriegszeiten die Herzen der ganzen Welt erobert, obwohl keiner verstanden hat, wovon sie singt. Vielleicht greift hier die oben gestellte These auch.

Bei RAMMSTEIN kann es mir gut vorstellen. Erstmal war "Engel", der Durchbruch-Hit, Soundtrack für den David-Lynch-Film "Lost Highway", und hat damit schon mal eine ganz besondere, dennoch große, Zielgruppe in den USA erreicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/David_Lynch

Dann kommt hinzu, dass die Band mit ihrem martialischen Stil für den Average-Amerikaner ein gewisses "urdeutsches" Klischee erfüllt, was von vielen als Kult empfunden wird. Schon in der Böse-Metal-Szene der 80er waren deutsche "Accessoires" recht beliebt. Nicht nur das "ö" in Motörhead ist ein Zeugnis dafür. Das ein oder andere Reichkreuz (nicht Hakenkreuz) war ebenfalls recht beliebt.

Und um jetzt eine überflüssige Neudiskussion zu vermeiden: Damit meine ich NICHT, dass das alles verkappte Nazis sind.

Es sind halt Asseccoires, so wie der HipHopper sich früher gern Mercedes-Sterne um den Hals gehängt hat
 

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