Auf Westerngitarre .010 - .047 Saiten ziehen? Taylor GS mini-e

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Leandro2001
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Hi zusammen!

Ich habe vor wenigen Wochen meine 4/4 Westerngitarre verkauft, da sie mir einfach zu groß war und ich keinen Spaß mehr beim Spielen hatte.

Außerdem taten meine Finger nach dem Spielen immer unfassbar weh und das, obwohl ich schon mehrere Jahre regelmäßig Gitarre spiele.
(Ich habe sehr viel Kontakt mit heißem Wasser, liegt vermutlich daran).

Auf der Suche nach einer kleineren 3/4 oder 7/8 Westerngitarre bin ich auf die Taylor GS Mini gestoßen.
Diese ist von der Größe optimal, hat aber ab Werk eine Saitenstärke von .013 - .056, was mir definitiv zu stark / hart ist.

IMG_1466.jpeg
IMG_1470.jpeg


Ich bin dann irgendwann zufällig auf das folgende Video gestoßen:

Der nette Herr im Video hat bei Minute 08:38 gesagt, dass er die Saiten ab Werk (.013 - .056) gegen 10er (.010 - .047) getauscht hat und sich die Gitarre danach viel entspannter spielen lässt und sie trotzdem noch einen mega Sound hat.

> Meine Frage wäre jetzt ob ihr mir dies auch empfehlen würdet oder ob 10er Saiten für diese Gitarre nicht doch etwas zu „light“ sind?

IMG_1472.jpeg
IMG_1473.jpeg


Wären .011 - 0.52 ein Kompromiss?

>
Müsste ich dann aufgrund der Umstellung ( auf 10er / 11er ) den Halsstab neu justieren bzw. entspannen? Kann ich das als Laie machen? Ist das leicht?


Vielleicht noch kurz zur Info:

Ich spiele auch seit mehreren Jahren E-Gitarre. Auf dieser kann ich im Vergleich zur Westerngitarre aber stundenlang spielen. Und das ohne Schmerzen. Der Hals ist schön schmal und die Saiten sehr gut bespielbar. Leider weiß ich nicht, welche Saitenstärke diese hat. Aber diese Stärke auf einer Westerngitarre wäre ein Traum für mich. (Vielleicht .009 oder .010 ?)
 
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SlowGin
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10er fände ich schon arg dünn.

Auf einer gut eingestellten Gitarre sollten eigentlich auch etwas dickere Saiten kein Problem sein. Auch wenn das am Anfang immer recht unangenehm ist.
Da muss man durch. Das ging allen so. ;-) Irgendwann lässt der Schmerz nach,

Mein Frau ist recht zierlich und hat auch recht weiche Fingerkuppen.
Auch sie spielt lieber kleinere Gitarren und da sind dann auch eher mal 11er drauf.

Die kleine Maton lässt sich mit der Besaitung ab Werk eigentlich auch schon echt super komfortabel spielen. Hast du mal eine probiert?
Das sagte selbst meine Holde, als sie eine in der Hand hatte. Und die ist da auch eher etwas empfindlich.

Ich würde wenn/dann mal 11er oder 12er light probieren.
Ob man den Hals dann etwas nachjustiert, dass muss man mal sehen. Erst mal probieren.
 
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Ich hab auf einer meine A-Gitarren auch 10-47er, die sind schon deutlich dünner und klingen daher auch anders als dickere Saiten, aber vom Spielgefühl mag ich sie ganz gern.
das man "seine" Saiten findet kann schon mal etwas dauern, bestelle dir doch einfach mal ein paar Sets in unterschiedlichen Stärken, müssen ja nicht gleich die etwas teureren beschichteten Saiten sein, und probier es aus was dir am besten liegt.
den Hals mittels nachstellen wirst du warscheinlich müssen, aber das ist eh keine Hexerei, und das wirst du im Laufe der Zeit auch so oder so lernen und machen müssen
 
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Es gibt Westerngitarren die sich nahezu wie eine E-Gitarre spielen lassen (Ovation? aber auch andere). Da würde ich verschiedene in die Hand nehmen und ausprobieren. Es liegt nicht nur an den dickeren Saiten, auch die Bünde spielen eine Rolle. Findest du dann eine Gitarre die du leichter spielen kannst, kannst du immer noch die Saitenstärke etwas variieren. Erwischt du eine Gitarre bei der du richtig kämpfen musst, bringt ein Saitenwechsel auch nicht so viel (z.B. bei klassisch dünneren Bünden), außer dass die Tonfülle etwas verloren geht. Für mich ist das der erfolgsversprechendere Weg als die eventuell "falsche" Gitarre optimieren zu wollen.

Auch würde ich überprüfen, ob eine 3/4-Gitarre das richtige für dich ist. Kleiner bedeutet nicht unbedingt besser spielbar und wenn du von einer großen Dreadnought kommt, kann schon eine OM eine Offenbarung sein.

Soweit zu meiner Meinung dazu, jetzt mache ich Platz für die Westernprofis hier..
 
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von .013 - .056, was mir definitiv zu stark / hart ist.
Ich würde das einfach erstmal ausprobieren.
Mit der verkürzten Mensur der Taylor und dem schmalen Hals, fühlt sich das eh alles nochmal anders an.

Es spricht generell aber auch nix dagegen etwas dünnere Saiten auszuprobieren. Ich würde dann aber einfach Schrittweise runtergehen: 13 --> 12 --> 11 --> 10 und gucken was passt.

Ich ganz persönlich finde 10er Saiten schon als extrem dünn, sowohl vom Spielgefühl, als auch vom Sound.

dass er die Saiten ab Werk (.013 - .056) gegen 10er (.010 - .047) getauscht hat und sich die Gitarre danach viel entspannter spielen lässt und sie trotzdem noch einen mega Sound hat.
Er spielt die Gitarre aber auch elektrisch verstärkt über den Amp.
Rein akustisch klingt die bei weitem nicht so "fett" wie in dem Video. Also auch mit 13er Saiten nicht. Mit 10ern erst recht nicht.
Würde ich bei der Beurteilung dieses Videos bedenken.

Letztlich ist "Ausprobieren" einfach die beste Variante. Jeder empfindet sowas ganz unterschiedlich.
Ich spiele auch seit mehreren Jahren E-Gitarre. Auf dieser kann ich im Vergleich zur Westerngitarre aber stundenlang spielen. Und das ohne Schmerzen. Der Hals ist schön schmal und die Saiten sehr gut bespielbar. Leider weiß ich nicht, welche Saitenstärke diese hat. Aber diese Stärke auf einer Westerngitarre wäre ein Traum für mich. (Vielleicht .009 oder .010 ?)

Hier frage ich mich, wieso du die Saitenstärke deiner E-Gitarre nicht kennst? Du müsstest doch da auch mal die Saiten wechseln?
Aber ansonsten leider schlechte Nachrichten: Eine Westerngitarre wird sich nicht wirklich wie eine E-Gitarre spielen lassen. Das sind doch zwei unterschiedliche Dinge.
 
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Es spricht generell aber auch nix dagegen etwas dünnere Saiten auszuprobieren.
Auf jedem Fall.. zumindest wenn er die Gitarre schon hat. Falls er jedoch noch nicht gekauft hat, empfehle ich einen Ausflug zu einem Gitarrenladen zu machen (z.B. wie diesen hier: https://zupfgeige.com ) und mal alles hintereinander - und unabhängig vom Namen was draufsteht - in die Hand zu nehmen um zu merken, dass es tatsächlich Gitarren gibt, die sich leichter spielen und zu einem besser passen. Dann kann man immer noch eine Saitenstärke runtergehen.
Hier frage ich mich, wieso du die Saitenstärke deiner E-Gitarre nicht kennst?
Ich tippe auf Elixier Optiweb... :D
 
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Mit der verkürzten Mensur der Taylor und dem schmalen Hals, fühlt sich das eh alles nochmal anders an.
Jupp
Es spricht generell aber auch nix dagegen etwas dünnere Saiten auszuprobieren. Ich würde dann aber einfach Schrittweise runtergehen: 13 --> 12 --> 11 --> 10 und gucken was passt.
Nur als Idee: Weshalb nicht von 13 auf 11? Dann ist der Unterschied größer und man kann überlegen, ob der Sprung auf 11 schon zu groß war (> 12) oder es noch dünner sein soll.
 
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Ich habe gerade erst gelernt, dass bei einer so kurzen Mensur aufgrund der geringen Saitenspannung immer die Gefahr besteht, dass sie in sich nicht mehr stimmig ist. Hatte meine deswegen beim Gitarrenbauer, tiefer legen half, aber da sollte man auch mit dran denken. Mir wurde vom Gitarrenbauer empfohlen, nicht unter 12er zu gehen. Meine ist eine Sigma Travel, Mensur 58,4 cm.
 
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Hey,
...definitiv musst du bei der kurzen Mensur mehr als eine Saitenstärke abziehen - in der Praxis hat auf der GS Mini der 013er Satz etwas weniger Saitenzug als ein 012er Satz auf einer Westerngitarre mit normaler Mensur!
Vor diesem Hintergrund ist der Schritt auf 011 sehr heftig und es ist definitiv so (wie auch schon von "Enn Zeh" angesprochen, dass negative Faktoren auftreten werden, da so dünne Saiten mit wenig Spannung (je kürzer die Mensur, desto weniger Spannung bei gleicher Saite und gleicher Tonhöhe!) Probleme machen. Zu erwarten ist:

-Zu heftiges Aufschwingen nach dem Anschlag, dessen Folge Neigung zum Scheppern und höherer Ton am Anfang der Schwingphase der Saite sind.
-Schlechte Intonation beim Greifen durch mechanisch starke Aufwölbung (und damit Dehnung) der Saite hinter dem Bund (gegriffener Ton wird vor allem in den unteren Lagen zu hoch sein)
-dünner, blechiger Klang - die Gitarre kann mit so wenig "Antrieb" kaum richtig zum Schwingen gebracht werden.

N kurzer Erklärungsversuch dessen was "Enn Zeh" als "in sich nicht mehr stimmig" bezeichnet.

Ich habe selbst ne GS Mini - mit nem 012er Elixier Satz spielt sie sich wie Butter, klingt und intoniert noch gut und läd schon zu E-Gitarren ähnlichen Saitenziehereien ein. Nächstes mal werde ich wieder nen 013er Satz aufziehen -damit ist sie richtig ausgewogen und kraftvoll...und lässt sich immernoch deutlich leichter spielen als die meisten Normal Steelstrings.

Gruß,

Bernie
 
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Naja... welche A-Gitarre stimmt schon wirklich? ;-)
Ich habe hier eine kleine Alvarez mit 60cm Mensur und die nach Tieferlegung mit einem 10er Satz bestückt. Geht gut, wobei sie natürlich leiser ist als mit dem ab Werk aufgezogenen 12er Satz. Da die Kleine aber für eine solche Mini-Klampfe eh recht laut ist, ziehe ich ein E-Gitarren-mäßiges Spielgefühl vor. Für Lagerfeuer reicht es auch mit den dünnen Saiten und für lauter gibt's ja 'nen PU...

domg
 
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Wozu eine Gitarre spielen wenn's keinen Spaß macht? Dabei wäre es mir egal ob es an den Saiten oder am Klang liegt. Darüber hinaus ist die Beurteilung des Klangs ohnehin sehr subjektiv. Höre Dir vielleicht mal "mood for a day" von Stevie Howe/Yes an . Solltest Du das gut finden, sind 11er wirklich kein Problem. Klingt auf meiner Martin jedenfalls sehr ähnlich.
Der Halsstab muss vermutlich ein wenig nachgestellt werden, aber das ist eine Kleinigkeit.
Also: Stevie hat's getan, ich hab's getan, kann also nicht sooo schlecht sein😉
 
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Grundsätzlich sollte man das spielen, womit man am Besten für sich klarkommt und wie es einem am meisten Spaß macht.
Allerdings, nach meiner Erfahrung auf den Akustiks, ist der Klang-Sprung von zB. einem 12er auf einem 11er-Satz vielleicht noch ganz OK und nicht so groß, der Sprung von 11 auf 10 dagegen ist schon klanglich deutlicher.
10er klingen einfach dann schon sehr "dünn", die sind bei mir nie länger draufgeblieben.

VG, Christian
 
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Leandro2001
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Ich habe selbst ne GS Mini - mit nem 012er Elixier Satz spielt sie sich wie Butter, klingt und intoniert noch gut und läd schon zu E-Gitarren ähnlichen Saitenziehereien ein. Nächstes mal werde ich wieder nen 013er Satz aufziehen -damit ist sie richtig ausgewogen und kraftvoll...und lässt sich immernoch deutlich leichter spielen als die meisten Normal Steelstrings.
Danke für die Antwort.

Ich würde es dann zuerst mal mit einem 012 Elixier Satz probieren.
Würdest du mir hierbei eher zu den .053 oder .056 raten?

Ist der Unterscheid zwischen 0.11 - 0.52 und 0.12 - 0.53 sehr groß?
 
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Ist der Unterscheid zwischen 0.11 - 0.52 und 0.12 - 0.53 sehr groß?

Beim Spielen merkst du es schon etwa, aber dramatisch ist der Unterschied nicht.

Klang und Lautstärke sind auch sehr ähnlich, der Unterschied zwischen alten Saiten und neuen Saiten ist wahrscheinlich viel deutlicher zu hören als der Unterschied zwischen 11ern und 12ern.

Ich habe meine Taylor GS Mini übrigens viele Jahre mit 12ern gespielt, habe aktuell einen 11er Satz drauf - und überhaupt keine Probleme. Den Halsstab musste ich auch nicht bemühen...
 

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