Aufnahmeprüfung, Lehramt - Theoriemängel

von Schpawn, 01.09.06.

  1. Schpawn

    Schpawn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #1
    Ich habe vor, Musik auf Lehramt zu studieren, spiele seit Ewigkeiten Klavier und ich würde auch behaupten, recht gut, mein absolutes Problem ist nur Theorie und Gehörbildung, da ich nicht weiß, wo anfangen.

    Bewerben werde ich mich in Freiburg, Trossingen und Karlsruhe.

    Musikabitur habe ich (aus meiner Sicht) erfolgreich bestanden, 14-14-13-14 Punkte und im Abitur 12 Punkte im Vorspiel und 10 im Schriftlichen.

    Mein Hauptproblem ist, dass ich nicht weiß, wo anfangen.

    Kadenzen mache ich mit meinem Klavierlehrer gerade, Gesangsunterricht hab ich auch.

    Intervalle klappen bis zur Oktav mit einer Erfolgsquote von 65%, wenn sie aufwärts, abwärts und gleichzeitig gespielt werden, nur aufwärts liegt die Erfolgsquote bei 75%, sprich da muss noch einiges getan werden.

    Am Tonleitern-Hören und Akkorde hören scheiter ich kläglich, Einstimmige Melodiediktate gehen halbwegs, an mehrstimmigen scheiter ich wieder, Rythmus klappt relativ okay.

    Es gibt nur einen großen Haken: Ich hab niemanden, der mit mir diese Sachen üben kann, außer eben Rythmus. Intervalle kann ich online/mit meiner Freundin machen, mein Hauptproblem sind eben Melodiediktate, Tonleitern und Akkorde :(

    Meine ehemalige Musiklehrerin werde ich kontaktieren, sobald wieder Schule ist, das Problem ist, dass das auch wieder Geld kosten wird :(

    Gibt es gute Allgemeinwerke, die nicht schaden können?
    Wie sieht's mit den Hochschulen aus, welchen Ruf haben sie? (bei 2 von 3 weiß ich es, ich will mir nur Meinungen von Außen einholen :))

    Und allgemein: Was nun?



    ---
    Edit: Habe hier öfters gelesen, dass dieses Forum zu wenig Beachtung findet, falls dem so ist, bitte den Thread dorthin verschieben, wo er mehr Beachtung finden wird, danke :)
     
  2. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 01.09.06   #2
    Hi!
    Vielleicht hilft Dir mein thread im Forum Gehörbildung aus den Starlöchern.

    Ich gebe Dir den dringenden Rat,Dich mit den entsprechenden Leuten an den Musikhochschulen zu treffen ,bzw,weil das eher utopisch ist,wenigstens mal einen
    ans Telef. zu kriegen,bzw ,bei einem Prof./Dozent im Rahmen einer Unt.stunde
    vorzuspielen.
    Plane Geld ein.Ich würde Dich auch nicht für umsonst vorbereiten.

    Ich habe damals in Ffm die Hochschulvorbereitung 2 Semester lang absolviert ,dort sind wir regelrecht auf die AP hingetrimmt worden.(zb vierstimmige sätze auf Zeit,etc)
    Gehörbildung war mir damals übrigens auch ein Rätsel.aber ich hatte einen ausserordentlich guten Lehrer...und siehe da,..Theorie war no problem,..
    war jeweils 2bester in Ffm und in Mainz (2 stimmig atonal ,..uff..)
    Sage das nicht um anzugeben,sondern um Dir ans Herz zu legen ,Dich
    generalsstabmässig um die AP zu kümmern.

    Auch war mein Gitlehrer selber an der Uni ,und hat sogar noch selber dort KA
    studiert.Der wusste genau ,wie die Teucherts und van Gonissens die Interpretationen
    haben wollten.

    Übrigens: Die Hochschulvorbereitung war auch nicht umsonst !!

    Viel Erfolg!

    Grüße!
     
  3. Schpawn

    Schpawn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #3
    Mein Problem ist eben, das die nächste Hochschule Trossingen ist und ich ergo dort nicht einfach mal eben kurz hinfahren und kurz reinschauen kann.
    Vor der Aufnahmeprüfung bei allen mal "kurz" vorspielen werde ich auf jeden Fall, damit ich weiß wie's steht, ebenso jede Möglichkeit, die sich mir hier bietet (Weihnachtsvorspiel) nützen, um die Aufregung (der Grund für meine 12 Punkte im Vorspiel *seufzt*) einzudämmen.

    In Freiburg war ich mal eine Woche lang (Schnupperstudium) und in Trossingen einen Tag lang, in Karlsruhe studiert ein Bekannter, also jemanden zum Vorspielen zu bekommen dürfte nicht das riesige Problem sein, sollte es zumindest nicht.

    Meine ehemalige Musiklehrerin werde ich auch ansprechen und fragen ob sie mir helfen kann, ansonsten den ehemaligen Musiklehrer (wobei der leider eher lax war) und die logischerweise dafür dann auch entlohnen, wenn's günstiger bleibt als an der Musikschule isses ja schon okay :)
    Weil ich einfach das Gefühl nicht loswerde, dass man sich das als Normalsterblicher nicht selbst beibringen kann, sondern Hilfe braucht. "Einfache" Sachen wie zB eine einstimmige Melodie 8 Takte aufschreiben und dann die Freundin vorspielen lassen geht ja auch noch, aber wie gesagt, je schwerer es wird, desto unmöglicher zum selbstmachen :(
     
  4. Houellebecq!

    Houellebecq! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #4
    ich studiere zwar selber nichts musikalisches, aber grundsätzlich würde ich mal sagen: mach dich nicht zu sehr verrückt deswegen. wenn du im 1. semester bist, wirst du wahrscheinlich feststellen, dass deine mitstudenten größtenteils wesentlich weniger von musiktheorie verstehen als du.
    wenn ich das richtig verstanden habe, warst du ja auf einer "musischen" schule ("musikabitur"), spielst schon lange klavier, bist bei den gehörübungen schon gut dabei, beschäftigst dich mit musiktheorie und willst leute befragen, die auch musik in irgendeiner form studiert haben. du kannst davon ausgehen, dass die allermeisten nicht so ambitioniert dabei sind wie du.
    für musiktheoretische probleme jeder art würde ich noch die neue jazzharmonielehre von frank sikora empfehlen (man sollte schon eine gewisse affinität zum jazz haben aber das buch ist auch sonst bestens geeignet und es gibt jede menge leute hier im forum, die es auch haben, so dass man jederzeit drüber reden kann).
     
  5. klabautermann

    klabautermann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.09.06   #5
    Ich glaube ihm geht es mehr darum überhaupt erst aufgenommen zu werden, und das ist, wenn man Musik studieren will wirklich nicht einfach, außer man wurde von den Eltern seit frühester Kindheit daruafhingedrescht.
     
  6. Schpawn

    Schpawn Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.10.06   #6
    Wie werden die Akkorde, Intervalle etc eigentlich bei der Aufnahme vorgespielt? gleichzeitig, aufwärts, abwärts?
     
  7. MisterZ

    MisterZ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.06   #7
    Ich kann jetzt nur für Karlsruhe sprechen: Es gibt erstmal eine Schriftliche Prüfung, die aus einem Meldodiediktat (diatonisch, 1-2 Modulationen) besteht. Dann kommt ein zweistimmiges Diktat (Polyphon, relativ diatonisch) und dann noch ein kadenzartiges 4 Stimmiges (musst "nur" die gespielten Noten hinschreiben. Funktionelles Hören ist unersetzlich!)
    Der Tonsatz besteht daraus, einen leichten Generalbass auszusetzen und einen Choral zu harmonisieren. (--> wenn man sich halbwegs darauf vorbereitet kann man in beiden gut volle Punktzahl schaffen)
    Im mündlichen kommt es ganz darauf an: Ist bei jedem ein bisschen anders. Bei mir hat er mich erst 2 Intervalle bestimmen lassen und dann 10 Töne vorgespielt (und alle liegen lassen) die ich ihm nennen sollte. Dann hat er mir noch Umkehrungen von Dominantseptakkorden vorgespielt.
    Überleg dir, was du auf so fragen wie "Haben Sie eine Utopie?" (WTF?!) oder "Warum wollen sie gerade Schulmusik studieren?" antworten willst.
    Und sprich UNBEDINGT mit irgendjemandem, der für oft in den Aufnahmeprüfungen sitzt.
    Übrigens um dir Mut zumachen: über 100 Bewerber dieses Jahr in Karlsruhe. 6 wurden genommen...:eek:
     
  8. Corny

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    Erstellt: 08.10.06   #8
    Für die Theoriekenntnisse empfehle ich Die neue Harmonielehre von Haunschild. Such aber auch mal im Forum nach Sikora, der soll auch gut sein.

    Gehörbildung würde ich mindestens begleitend mit dem Programm Ear Master Pro machen.
     
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