Hallo zusammen,
mal kurz was zu mir - 47 Jahre alt, und habe vor ca 10 MOnaten mit dem Gitarre spielen angefangen. Ich übe so im Schnitt 1-2h pro Tag. Mit 16 habe ich mal für 1 Jahr in einer Band "gespielt", bis uns leider die komplette Ausrüstung dann geklaut wurde. Danach war dann SChluss. Gespielt kann man das aber nicht nennen, weil - nie UNterricht gehabt, Rhytmus gespielt, und da nur so Sachen von Quo, Rockn Roll usw.....also das kann ja jeder denke ich nach 3 Wochen üben 🙂)
Jetzt hat an MOntag mein Lehrer (am Rande, nette Combi wir 2, der ist 19 (!!) und studiert demnächst Musik) allen erstes gemeint, ich solle mir doch eine Band suchen! Ich wäre jetzt soweit, zumindest etwas Rhytmusgeschrammel und Co auch in einer Band hin zu kriegen, das würde mich auch sehr weiter bringen.
Ich habe da erst einmal gelacht, und gemeint, gut, wir nenne uns dann die Grufties oder so 🙂) Nur - je länger ich so jetzt darüber nachdenke - hat er Recht????
Ahoi,
der Mann hat absolut Recht!!!...ah nein, noch eins: !
🙂
Komm ich auch erst mal zur mir: Ich habe auch nur Rhythmusgitte der einfachsten Art gespielt, im wesentlichen eigentlich "nur" Lagerfeuergitarre (das allerdings recht gut). Nachdem ich mir meine Greifhand gründlich zerlegt hatte, war für gut 20 Jahre Schluss. Jetzt, mit über 40, fange ich wieder an. Einen Lehrer wie Du kann ich mir nicht leisten. Ist aber auch nicht (mehr) so tragisch, denn im Internet findet sich massig guter Unterricht. Das mache ich grad. Aus eigener Erfahrung von früher weiß ich noch bestens, wie immens wichtig das Spielen mit anderen ist, ganz gleich, wie weit man selbst ist. Ich weiß noch, dass ich damals eigentlich "genug Griffe" konnte, aber kein einziges Lied spielen konnte - nix, nada, null! Ich bekam das einfach nicht "zusammen"...keine Ahnung. Erst als ich mit anderen gemeinsam mal Musik machen konnte, ging es los - und wie!! Das waren Riesensprünge, die man da machte!
Von Alter her würde ich mir *überhaupt* keine Sorgen machen- Im Gegenteil: Unsere Generation ist noch mit "richtiger" und vor allem handgemachter Musik aufgewachsen. Wenn Du eine Band mit "deiner" Musik suchst, wirst Du sicher auch Leute in deinem Alter finden. Findest Du statt dessen junge Leute, umso besser: Die profitieren dann davon, das jemand aus unserer Generation dabei ist, "raised on Rock" ist, also mit "richtiger" Musik sozialisiert wurde.

Ich fange grad "von unten" an: Ich höre mich durch Robert Johnson, Albert King, Muddy Waters, B.B. King, John Mayalls Bluebrakers, usw. Parallel dazu gönne ich mir entsprechende Lektionen im Netz. Wenn das klappt, wird es mit klassischem Rock weitergehen.... und wer weiß, vielleicht finde ich auch Mitmusiker.
HTH!