Bandgründung

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AufGehtsPackMas
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Hallo
Bin ganz neu hier im Forum.
Und muss gleich mal ganz doof anfangen. Ich will eine Band gründen bzw. Ein Trio. Wir wollen Hochzeiten dorffeste usw spielen. Das heißt covern mehr halt in den Schlager Party Bereich.
Nun hab ich folgende fragen:

1. Ich spiele nun seit einen Jahr Schlagzeug mehr oder weniger mit Unterricht. Denkt ihr ich bin weit genug dafür? Oder sollte ich mehr machen bevor ich starte?

2. wie soll ich an die Sache ran gehen? Ich habe einen Keyboarder mit Akkordeon oder steirische. Nun suche ich noch einen mit A und E Gitarre. Oder sollte es ein anderes Instrument sein? Wenn ich diesen habe. Wie sollen wir anfangen. Wir haben keine Banderfahrung. Mein Keyboarder war lange als Alleinunterhalter unterwegs hat aber auch nicht richtig in einer Band gespielt.

3. welches Equpment würdet ihr verwenden für den Anfang?

ich weiß jede Menge blöde Fragen aber ich bin mega heiß auf die Sache nur zu Grün
 
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Kein Anfang ist doof und keine Fragen sind blöd!

1. Ich spiele nun seit einen Jahr Schlagzeug mehr oder weniger mit Unterricht. Denkt ihr ich bin weit genug dafür? Oder sollte ich mehr machen bevor ich starte?
Na ja, nach meinem Gefühl ist das schon recht früh, aber niemand außer Dir kennt Deinen Stand. Bedenke jedenfalls, dass man sich seinen Ruf auch ruinieren kann, was grad wenn man "Hochzeiten dorffeste usw spielen" will, also doch eher regional unterwegs ist, auch mittel- und langfristig Auswirkungen auf die "Laufbahn" haben kann.

2. wie soll ich an die Sache ran gehen? Ich habe einen Keyboarder mit Akkordeon oder steirische. Nun suche ich noch einen mit A und E Gitarre. Oder sollte es ein anderes Instrument sein? Wenn ich diesen habe. Wie sollen wir anfangen. Wir haben keine Banderfahrung. Mein Keyboarder war lange als Alleinunterhalter unterwegs hat aber auch nicht richtig in einer Band gespielt.
Na, da hast Du ja erstens in dem Keyboarder jemanden, der Deine Fähigkeiten besser einschätzen kann. Der scheint ja schon im Geschäft zu sein, das er sich sicher nicht vermiesen will. Der kennt außerdem die Situation und Genauigkeit mit einem Rhythmusgerät. Wenn der bereit ist, sich statt alleine mit Dir auf die Bühne zu stellen, scheinst Du jedenfalls für seine Vorstellungen ausreichend weit zu sein.

Zweitens lässt sich die Frage nach der Besetzung nicht grundsätzlich entscheiden. Aus meinen Erinnerungen von (viel) früher kommt es aber bei dem anvisierten Klientel nicht so sehr auf "Originalbesetzungen" an. Vielmehr ist es wichtig, "Stimmung zu machen". Das hat ja der Alleinunterhalter offensichtlich bisher schon hingekriegt, verspricht sich aber scheinbar von/mit mehr Leuten auch mehr Erfolg. Ob nun ein Gitarrist, ein Bassist, ein Bläser oder was auch immer dazu kommt, macht für die angestrebte Unterhaltungsmusik nicht den großen Unterschied. Die Stückeauswahl und die Arrangements müssen halt geeignet gewählt werden. Vielleicht ist auch wichtig, einen Sänger/eine Sängerin dabei zu haben.

Drittens sollte man mit Üben anfangen. Vielleicht legt Ihr erst mal zu zweit los und seht da ja dann schon, ob das funktioniert und ob Ihr beiden auch menschlich unter Last miteinander könnt. Da könnt Ihr dann ja auch schon mal ein Repertoire aufbauen, in das sich dann ein weiterer Musiker einarbeiten kann. Dann könnt Ihr auch zu zweit sehen, wer als Dritter dann am besten oder wirklich passt.

3. welches Equpment würdet ihr verwenden für den Anfang?
Der Alleinunterhalter scheint ja schon für sich ein auftrittsfähiges Equipment zu haben. Dass Du ein Drumkit hast, nehme ich auch an. Z.B. ein Gitarrist wird wohl auch sein Set haben. Wenn jetzt mehr als einer singen soll/will, tut's bestimmt eine kleine Gesangsanlage. Ihr strebt ja erst mal nicht an, 1000 und mehr Leute zu beschallen, wobei es auf Dorffesten u.U. auch vor Ort eine Anlage gibt. Bedenkt: Es ist nie ein Problem, Geld auszugeben, Ihr wollt aber ja anzunehmenderweise ein Bisschen Geld verdienen. Ich würde mich, wenn's unbedingt sein muss, mal bei "Bands" vergleichbarer Größe und Zielgruppe umschauen und dann vielleicht erst mal eine gebrauchte (Gesangs-) Anlage kaufen.

Die Themen Gagen, GEMA, (gemeinsame) Anschaffungen, Ausgaben- und Einnahmen- und Lasten-Verteilung, Finanzamt, sonstige Leistungen (Fahrten, Auf/Abbau, Personal, ... solltet Ihr auch klären.

Zu guter Letzt: Es klingt vielleicht lehrmeisterlich, aber in der Musik ist Sorgfalt ein essenzieller Aspekt, der sich auch bei anderen Ausdrucksformen zeigt - soll heißen: sei sorgfältiger!!!
 
Danke für deine Worte. Ich würde sagen dass ich kein Profi bin. Aber ich sag mal ich kann einen Song durchspielen und und halten. Und Leute unterhalten mit Witz und Stimmung machen das kann ich scho immer
 
Als drittes Instrument fände ich einen Bassisten am sinnvollsten.
Der rundet den Sound nach unten ab, macht den Grundgroove entscheidend (Tanzen) mit, vor allem, wenn der Keyboarder Akkordeon spielt.
Ein Gitarrist hat bei moderner Partymusik eher weniger zu tun (und kommt in den Originalnummern eher selten vor), somit wäre er zumeist zum "schrubben" von den 1-3 Grundakkorden verdonnert (im gleichen Klangbereich wie z.B Akkordeon).
Wenn dein Keyboarder "nur" (herkömmliche) Akkordeons spielt, ist sogar ein reiner Keyboarder als Dritter Mann sinnvoll, denn Partymusik hat i.d.R. viele elektronische Klänge im Arrangement.

Zur Technik allgemein:

Ihr braucht natürlich eine PA (Gesangsanlage).
https://www.thomann.de/de/onlineexpert_topic_pa_anlagen.html
Ein Mischpult mit genügend Eingängen für Instrumente und Mikros, entweder herkömmlich analog (Kiste mit Reglern und Fadern), oder besser ein Digitalmischpult (Bedienung über Tablet(Notebook).
Dann müsst Ihr euch selbst gut hören können, also Monitorboxen vor euch (liegend), besser ein InEar System mit Kabel oder Funk für Jeden.
Damit habt Ihr eine Silent Stage und der Sound kommt fast ausschließlich aus den PA Boxen (zumal du als Drummer ja auch ein E-Drum spielst/spielen willst).
Für den Anfang (kleine Gigs) reichen u.U. erstmal 1-2 sog. Säulensysteme, die je nach Lautstärke sogar hinter euch stehen können, um sich selbst zu hören.
Für grössere Gigs mietet man sich eine PA dazu.

Da Ihr als Tanzband ein relativ grosses Repertoire braucht, ist die Anschaffung von Tablets mit Noten/Text/Ablauf-Software zu überlegen.

Vorgehensweise kann sein, erstmal ein Repertoire festlegen, auch nach den Fähigkeiten und Vorlieben der Musiker, z.B. 50 Songs.
Diese "überprüfen", ob sie technisch (Instrumentierung) und vom Können der Einzelnen spielbar sind, dann Noten, Tabs, Texte besorgen.
Dann proben, proben, proben, auch Jeder für sich zuhause anhand des Originals mit Playalong (Mitspiel) Tracks.
Dann einen ersten "Gig" mit Freunden halböffentlich machen als Generalprobe.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich habe vergessen:
Unbedingt notwendig sind (im Hinblick auf Gigs) vernünftige "Verpackungen", Cases, Racks Koffer, für euer Zeugs.
Und unbedingt gute Hardware (Ständer, Kabel) und Alles mit reichlich Ersatz dabei.
Es ist einer der typischen Anfängerfehler, das Zeugs erstmal so in Auto zu schmeissen vor/nach dem Gig, zumal "Schutz" auch richtig Geld kostet.
Das führt unweigerlich zu einem sehr hohen Verschleiß bis hin zur Zerstörung des Equipments (jahrzehntelange eigene bittere Erfahrung).
Bsp. für dich als Drummer (hatte ich erlebt) die Schraube des Snareständers löst sich im Auto in Luft auf (das ist bei denen eingebaut) und somit ist der Ständer unbrauchbar, kann einen Gig "schmeissen" (und hier hilft auch kein GAFFA mehr).
 
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Zu den Darstellungen von @Ralphgue kann ich nur hinzufügen, dass Ihr noch kalkulieren solltet, wie viele Gigs auf Hochzeiten und Dorffesten Ihr haben müsst, bis Ihr die Ausgaben von 3000 Euro aufwärts für das von @Ralphgue zusammengestellte Equipment wieder eingenommen habt, also ab wann Ihr wirklich mit "Verdienst" rechnen könnt. Wie kommt Ihr überhaupt an Auftritte und wie viele werden das anfangs und im Durchschnitt im Jahr sein? Anfängern auf dem Land zahlt man gerne mal komplett 300 Euro plus Verpflegung.

Da bleiben dann auch die Fragen der finanziellen Aufteilung. Was wird gemeinschaftlich angeschafft und von den Einnahmen zurück bezahlt? Wie berücksichtigt Ihr die individuellen Grundinvestitionen: z.B. ein Drumkit für 1000 Euro, ein Keyboard mit Anlage für 3000 Euro, ein Bass mit Amp für 500 Euro? Kriegt jeder gleich viel? Wird die Grundausstattung als Bandequipment gerechnet? Bei Bandeigentum ist zu klären, wie entschieden wird (was, wenn z.B. der Gitarrist eine Gibson Les Paul für 8000 Euro haben will)? Wenn sowas nicht vorher vernünftig geklärt wird, ist irgend wann Streit vorprogrammiert.

@Ralphgue : Du schreibst etwas von vorhandenen E-Drums. Das kann ich hier nirgendwo finden.
 
Hallo @AufGehtsPackMas - Willkommen im Forum.
Ich mach das nun schon seit 40 Jahren, denke, ich kann das gut einschätzen. Die meiste Zeit hab ich das in voller Bandbesetzung gemacht, Git, Bass, Drums und Keyboards. Vor 30 Jahren hab ich dann zusätzlich ein Duo gegründet, hab selber Keyboard gespielt, das - abgesehen vom Gesang - 80% abdecken kann, hatte einen Gitarristen als Partner. Nach einiger Zeit haben wir einen Drummer dazu genommen, der hat dann nen Klick auf‘s Ohr bekommen. Für ein Trio finde ich einen Gitarristen wichtiger als einen Bassisten. Bass kann man auf einem Keyboard besser ersetzen als eine Gitarre.
Ja, ihr braucht eine kleine Anlage für den Start, weil man als Tanzband aus meiner Erfahrung autark sein muss. Auch ein wenig Beleuchtung wär nicht schlecht. Für wenig Geld kann man einfache 4er LED-Bars bekommen.
Für den Anfang würde ich mir nicht so viel Gedanken über gemeinsame Anschaffung, Gewinnverteilung etc. machen. Solange man sich gut versteht und einig ist, sollte das auch pragmatisch geregelt werden. Wir haben das immer so gehalten, dass einer für‘s Licht, einer für die PA, einer für Mischpult, Effekte zuständig war. Da alles unterschiedlich kostet, kann man das auch nach Last aufteilen, Keyboard ist am teuersten, daher kauft der den kostengünstigeren, gemeinsam genutzten Teil, oder derjenige, der es sich am ehesten leisten kann, kauft den kostenintensiveren Teil, wenn er kein Problem damit hat. Es kann natürlich auch einer die komplette PA und Licht anschaffen und pro Gig einen festen Betrag, quasi als Leihgebühr bekommen.
Dass man die Einnahmen versteuern muss, ist klar. Das kann anfangs jeder für sich machen, und wenn‘s mehr wird, kann man eine gemeinsame Abrechnung als GbR für das Finanzamt machen.
 

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