Bandproblem mit Sänger (Proben, Stimmungsschwankungen) - bitte um Meinungen

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fuscholino
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Hi.

Zur Zeit haben wir ein echt blödes Problem mit unserem Sänger bei dem wir noch nicht wirklich wissen wie wir da anpacken sollen.
Achtung, viel Text!

Ich reiß´ mal ganz kurz die Vorgeschichte ab.

Vor knapp über einem Jahr trafen unser Bassist und ich die Entscheidung zur Gründung einer Rcokband (Cover).
Eine Woche später kamen Drums und Gesang dazu und 4 Wochen später waren wir komplett.
Das Ziel, eine Hand (plus/minus noch ne Hand voll ;) ) voll Gigs im Jahr, regelmäßiges Proben wurde vorrausgesetzt, jeder konnte/sollte seine Wunschsongs (sofern Spiel und Gesangstechnisch machbar) einbringen, wurde von ALLEN so mitgetragen, bis auf das regelmäßige Proben.
Zum regelmäßigen Proben gab es zwei Dinge, unser Drummer kann nur 3 von 4 Wochen (Schichtdienst) und unser Sänger gab von Anfang an Kund das ihm jede Woche Probe eigentlich zu viel wäre und ihm alle 2 Wochen ausreichen würde da er sich lieber zuhause vorbereitet. Später kristallisierte sich heraus das unser Sänger auch nicht proben wollte wenn die Band nicht komplett ist, er grundsätzlich eher von der sensibleren Sorte Mensch ist und "grundsätzlich" knapp `ne halbe Stunde später zur Probe erscheint. Dazu später mehr...

Die Konstellation innerhalb der Band ist so dass ich von Anfang an eigentlich das ganze Equipment (PA, Mixer, Schlagzeug, Licht + Zubehör, Funkanlagen) stellte/kaufte, die HP erstellt hab, mich mit dem Bassisten um die Organisation kümmere - also es ist quasi alles da was das Herz begehrt...wir müssen nur noch in den Proberaum kommen und ordentlich abrocken!

So weit so "gut", wir legten los, schafften uns innerhalb paar Wochen knapp 30 Songs drauf und hatten letzten Sommer unseren ersten Gig, der sehr gut lief. Der nächste (eine Woche später) lief noch besser!
Alle waren zufrieden, alles easy....

Ab jetzt gehen eigentlich die "Problemchen" los...
Jetzt war es an der Zeit das im Spätsommer viele Urlaub hatten und wir dadurch quasi 4-5 Wochen nicht proben und anschließend wegen einiger Kurzurlaube die Proben auch eher vereinzelt statt finden würden..
Beim zusammenrechnen kam dann heraus dass wir knapp 3 Monate nicht vernünftig Proben könnten :(

Was tun?!?!
Wir baten einen befreundeten Drummer ob er uns für die Zeit in der unser Drummer weg ist aushelfen könne. Dies hat leider nicht so geklappt weil der andere Drummer keine Zeit hatte - unser Drummer hatte absolut kein Problem damit das während seiner Abwesenheit ein andere die Kessel bearbeiten würde.
Also wieder, was tun?

Wir (2 x Gitarre, 1x Bass) hatten uns dann, da ich das ein oder ander Liedchen auch "singen" kann oder zu dem ein oder anderen Lied Schlagzeug spielen kann, zu spontanen Jamsessions eingetroffen, natürlich ohne Sänger weil der ja nur komplett proben möchte. Wir anderen haben da das ein oder andere Lied angespielt und für gut befunden.
Wohlgemerkt wurden die Leute die nicht der Probe beiwohnten informiert was in den Proben, in denen wir nicht komplett gewesen sind so ablief.
Genau wie unsere Sänger informiert wurde, der dann Tage später anrief und sich mokierte dass wir "eigenmachtig"!!! andere Lieder angetestet hätten usw...
O.k., da wir wissen das er irgendwie manchmal seltsam drauf ist (sensibel usw) hatten wir daraufhin mit ihm gesprochen und gut wars...ja sogar eins der Lieder die wir angetestet haben, hatten wir ins Programm genommen.
Also war die "Geschichte" abgehakt.

Ich muss, bevor ich fortfahre, noch hinzufügen das unser Sänger immer und immer wieder sagte dass er gerne mehr gesanglich unterstützt werden wolle und ggf. das ein oder andere Lied jemand anders singen solle da wir ja auch ein paar "Schreilieder" hätten und er die ziemlich anstrengend fände und die eh nicht so gerne singen mag. O.k. ACDC und G´n´R sind in Originaltonart schon eine Hausnummer, die aber auch um einen Ganzton tiefer für unseren Sänger die "Obergrenze" darstellten - aber immernoch gut kamen.

So, nachdem die 3 Monate "Nichtproben" rum waren kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde an einen Gig an dem zuvor diverse Lokalgrößen gespielt hatten. Bis zum Gig waren es noch 3 Wochen Zeit und wir hatten anstatt die geforderten 4 Stunden nur 3 Stunden im Program. Was nun... Also hatten wir bis dahin noch 4 Proben komplett durchgezogen und zusätzzlich noch Lieder draufgeschafft.
Ja, der Gig verlief dann auch dementsprechend und es kam auch noch dazu das da wo wir spielten eine grenzwertige verhallte Akustik vorherrschte :mad:
O.k., im nachhinein gesehen, nach betrachten der Videos, wars dann doch nicht sooooo schlimm. Aber ein Schuss vor den Bug war es trotzdem und es stützte die These des regelmäßigen probens, auch wenn die Band nicht komplett ist.
Nach diesem Gig im November fand dann glaub ich nur eine komplette Probe, in der der auch letzte Gig reflektiert wurde, zustande.
Die letzten 4-5 Proben waren wir nicht komplett, da unser Sänger die ersten 2 Proben kurzfristig (am gleichen Tag, teils 1 Stunde vor der Probe) abgesagt hatte weil er a) einen Hausbesichtigungstermin und b) beim zweiten einen Termin zur Vertragsunterzeichnung hatte - hmm, wir Proben abends.
Natürlich fragten wir anderen uns ob diese Termine zwingend auf den Probetermin liegen müssen und reagierten entsprechend "angepisst".
Da der Hauskauf nun komplett war und die Renovierungsgeschichte, nebst Umzug, anstand war es uns klar (und auch verständlich) das er die nächsten Proben auch nicht kann. Zusätzlich zu allem Übel kam seine schwangere Freundin mit einer drohenden Frühgeburt (was dann auch so war) noch ins Krankenhaus.
Also das volle Programm für ihn. Dafür (bis auf die 2 kurzfristig abgesagten Proben) zeigten wir auch verständnis und hielten ihn auch auf dem laufenden - also alles geschmeidig.

Nun kommts!
Da für uns anderen absehbar war das wir erneut wochenlang ohne vernünftige Probe sein werden und ich sporadisch noch Kontakt zu einem Sänger aus einer vorherigen Band hatte, und, ich auch just in dieser Zeit von ihm kontaktiert wurde, habe ich ihm die Situation erklärt und ihn kurzerhand gefragt ob er aushelfen wolle.
Er hat es bejaht.
Auch dieses Vorgehehen wurde unseren Sänger mitgeteilt...der daruef hin natürlich, wegen den nicht angetretenen Proben, bzw. den folgenden ohne ihn, unserer angepissten Reaktion auf die abgesagten Proben, ins Grübeln kam und ob er jetzt ausgebootet werden soll - was ja erst einmal ein nachzuvollziehender Gedankengang ist.
Er hat mehrfach von verschiedenen Bandmitglieder gesagt bekommen er sei weiterhin die Nummer Eins, nicht zuletzt auch deswegen weil er seine Sache immer gut gemacht hat und wenn er dann bei Proben dabei war seinen Kram größtenteil drauf hatte.

Nun ist es so das der Aushilfssänger ein absoluter "Schreihals" ist und die ACDC, G´n`R Nummern in Originaltonart drauf hat - sehr gut sogar.
O.k. dachten wir...unser Sänger mag die Schreinummern nicht so..der andere Sänger kann die - also wird unser "Hauptsänger" entlastet
Außerdem bat er ja sowieso um gesangliche Unterstützung und wir hatten ja von vornerein die Idee mit einem zus. Sänger, die auch von ihm mitgetragen wurde.
Alles wunderbar dachten wir...ja, dachten wir..

In der letzten Probe im alten Jahr trafen die beiden aufeinander....wenn Blicke töten könnten, die Blicke von unserem "Hauptsänger" wohlgemerkt....der wie üblich eine halbe Stunde später kam und wir daher, wie schon öfter ohne ihn anfingen zu proben.
Naja, nach einer Stunde, in der unser Hauptsänger weder gewillt war irgendwas zu singen (im ging es nicht so gut) noch in irgendeiner Weise dazu bereit war mit dem anderen Sänger irgendwas zu machen, obwohl der sich Anbot.....hat sich unser Haupsänger dazu hinreisen lassen einen neuen Song den wir bis dato einstudiert hatten und er auch davon wusste, zu singen...den hat er leider vergeigt (warum auch immer).
Kurz danach sang dann der andere das gleiche Stück...und er sang es gut.
Eine halbe Stunde später fing dann unser Hauptsänger an zu keifen..er käme sich vor als wär er hier zu Besuch.....es kann nicht sein dass er hier vor vollendete Tatsachen gestellt werde und ohne ihn (Hä!?!?!) anfangen würden zu proben, auch könne es nicht sein das ich als "Chef" sachen alleine Entscheide (hab ich nicht, er war immer informiert, wusste Bescheid und hat es abgenickt), dann kamen auch alte Themen wie die Jamsessions und die darus resultierenden Ideen die ohne seine Einwilligung, bzw. ohne Absprache mit ihm geprobt wurden, uwm. auf den Tisch....:mad::eek::gruebel:
Der zweite Sänger war wohlgemergt immer noch "nur" als Option angesehen, was jeder! auch wusste und die Entscheidung sollte natürlich nicht ohne den derzeitigen Sänger fallen.
Er hing sein Mikro in den Ständer und verließ die Probe....mit den Worten "wir telefonieren.."

Nun, seit der Zeit wurde nicht telefoniert, keine Reaktion auf Neujahrsgrüsse, keine Reaktion auf sonstige SMS etc...

So jetzt die Frage, wie soll es weitergehen?
Die Bedenken die wir haben sind die, übertrieben ausgedrückt, dass zukünftig, wenn sein Kind Blähungen hat, oder eine Dachziegel vom Dach fällt, er sich nicht in der Lage fühlt zu proben etc., oder er, wenn wir ihm das jetzt auch noch durchgehen lassen, wir zukünftig noch "schöneres" zu erwarten haben...usw.
Wir sind uns alle darüber einig dass wir mit ihm weitermachen wollen, dann aber ohne die Spirenzchen und evtl zu seiner!!! Entlastung mit dem anderen Sänger...

Wir sind halt der Meinung dass wenn der eine schon das Bett für alle macht (Finanzierung etc), der andere sich in organisatorische Dinge reinhängt, der nächste seine Urlaube so legt das er zur Probe kommen kann und wieder der nächste Kran, z.B. mit Hexenschuss zur Probe kommen kann, ein Sänger auch zur Probe kommt, auch wenn der Mond falsch steht etc... schon dem Rest der Band zu Liebe., oder wie seht ihr das? Was denkt ihr?

Sicherlich werden wir, oder einer von uns sich nochmal zum Gespräch einfinden.
Aber die Frage ist ob es was bringt...

cheerio und ein frohes neues Jahr
Hans
 
Eigenschaft
 
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Das war WIRKLICH viel Text :)
Meine Meinung ist relativ einfach:
Nehmt den anderen Sänger oder sucht Euch einen neuen, der bereit ist Euer Tempo und Eure Ziele mitzutragen.
Es gibt zwar immer zwei Seiten, aber verkürzt formuliert, hat Euer Sänger wenig Zeit (Hausbau, Kind), ist zur Zeit lustlos: (Proben mehrfach kurzfristig absagen ist immer ein sehr gutes Indiz(!) und darüberhinaus zickig und nicht gesprächsbereit.

Da ist einfach der Wurm drin. Es dauert zwar oft 1 bis 2 Monate, bis ein neuer Musiker soweit ist, wie der alte war, aber ab dann gehts weiter vorwärts.
Deswegen meine "verkürzte" Einschätzung: Lasst den alten Sänger ziehen. Mit dem nicht-Anworten auf Anrufe und Telefonate hat er gekündigt!

Viel Erfol mit dem neuen Sänger
Micha
 
Hi Micha.

Deine Einschätzung hat was...

Nochmal zur Klarstellung. Er hat ein Haus gekauft, ist soweit durch mit der Renovierung und der Umzug ist in dieser Woche "durch"...also stünden "nur" noch Mondstellung oder Blähungen im Weg.
Deiner Meinung zu den kurzfristig abgesagten Proben steht aber seine Reaktion in der letzten Probe entgegen. Also wenn ich mich doch von irgendwas "verabschiedet" habe, dann komm ich doch nicht und mach ein Fass auf..oder sehe ich das falsch?
Außer man traut dem Gegenüber zu dass er absichtlich so abfährt, die rote Karte dafür erhäkt um sich hinterher in die Ecke zu stellen und laut zu plären das die anderen Bösen einen rausgeworfen haben - das will ihm aber keiner Unterstellen.

Noch ein kleiner Nachtrag zum langen Text.
Unser Sänger hatte sich bis Dato auch immer über seine letzte Band beschwert, in der ein Mitglied in einem großen Musikhaus mitgespielt hat und nicht in der Lage gewesen wäre die einfachsten Dinge wie z.B. ein paar Drumsticks zu besorgen, oder iin den Proben immer die gleichen Lieder immer irgendwas anderes gespielt wurden, die letzte Band ein bis zwei Jahre in "Keller" geprobt hatten bis endlich der erste Gig anstand.
Nun, bei uns, also in der aktuellen Band hat er doch alles auf dem Silbertablett, er muss nur kommen und singen. Einfacher gehts doch wirklich nicht.
Bei uns gibt es kein Thema.."wer bezahlt die PA", was ist mit Monitoren, Licht usw. ....das ganze Equipment ist vorhanden und es "muss" nur noch gespielt werden.
Von daher ist es von allen anderen nicht wirklich zu verstehen :confused:

Also so ein widersprüchliches Verhalten kenn ich eigentlich nur von Frauen... :D

LG
Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist sein Leben - aber es ist auch eures. Nehmt den neuen Sänger fest rein und lasst dem alten die Wahl, ob er auch drin bleiben will oder nicht - und zwar gefälligst ohne Animositäten gegenüber dem Neuen. Böses Blut hat nix in der Band zu suchen. Dann muss er seine Entscheidung treffen - und egal wie die ausfällt, dann ist es SEINE, nicht eure. :)

Bei einer Coverband kann es IMHO ohnehin gut sein, wenn man die Möglichkeit hat, notfalls "ohne einen" aufzutreten. Also wenn der eine Gitarrist fehlt, spielt man Sachen, wo die zweite Gitarre nicht so wichtig ist. Wenn der Basser fehlt, übernimmt ein Gitarrist aushilfsweise den Bass, und man lässt die schwierigen Slapsachen weg. Wenn mal ein Sänger nicht kann, singt der andere. :)

Alex
 
Bei einer Coverband kann es IMHO ohnehin gut sein, wenn man die Möglichkeit hat, notfalls "ohne einen" aufzutreten. Also wenn der eine Gitarrist fehlt, spielt man Sachen, wo die zweite Gitarre nicht so wichtig ist. Wenn der Basser fehlt, übernimmt ein Gitarrist aushilfsweise den Bass, und man lässt die schwierigen Slapsachen weg. Wenn mal ein Sänger nicht kann, singt der andere. :)
Alex

Genau so sehen alle anderen das auch....
Vor allem lernt man dann auch die "musikalische" Leistung der anderen richtig zu bewerten. Ich meine, es verlangt niemand das ein Sänger Schlagzeug spielen muss oder umgekehrt.
Wenn aber das Potenzial da ist, sollte es doch auch genutzt werden dürfen - sprich mit zwei Sängern ist auch mehr musikalisch drin.

Es ist sein Leben - aber es ist auch eures. Nehmt den neuen Sänger fest rein und lasst dem alten die Wahl, ob er auch drin bleiben will oder nicht - und zwar gefälligst ohne Animositäten gegenüber dem Neuen. Böses Blut hat nix in der Band zu suchen. Dann muss er seine Entscheidung treffen - und egal wie die ausfällt, dann ist es SEINE, nicht eure. :)
Alex

Das ist auch richtig.
Aber wir wollen ihn ja auch in die Entscheidung mit einbeziehen.
Eigentlich muss er sich ja nur an das halten was er sagt - "Hilfe beim Gesang", "Schreinummern" gehen auf die Stimme usw., mit zweiten Sänger/in wär alles noch besser...
Also sollte man doch meinen das ein erwachsener Mensch mit den Geistern die er rief klarkommt, oder nicht?

LG
Hans
 
Ich bin nicht hier, um dir beim Rausschmeißen deines Sängers ein gutes Gewissen einzureden. Dafür kenne ich als Außenstehender die ganze Gesamtsituation nicht von beiden Seiten.

Wollt ihr ihn in die Entscheidung mit einbeziehen, oder wollt ihr ihn für euch alle entscheiden lassen? Ich denke, ihr als andere Bandmitglieder habt auch gewisse Entscheidungsrechte. Wenn ihr mehrheitlich den neuen Sänger mit reinnehmen wollt, dann wollt ihr das eben. Wenn ihr mehrheitlich den alten Sänger auch behalten wollt, dann wollt ihr auch das. Ihr habt ein Recht, das zu wollen - also steht dazu. Das heißt ja noch nicht, dass das auch geschehen muss.

Ihr könnt ihn nur nicht in der Band halten, wenn er nicht will. Und wenn er bleiben will, müsst ihr euch überlegen, wie weit ihr ihm in seinen Wünschen und Eigenarten entgegenkommen wollt. Jeder hat welche, aber es ist nicht sozial, sie einfach hemmungslos an der Band auszulassen. In einem sozialen System muss jeder auch zurückstecken können. Sowohl ihr als auch er.

Alex
 
Hallo Alex

Nö, natürlich bist du nicht hier um irgendjemand ein gutes Gewissen einzureden - behaupte ich nicht und verlange ich nicht.

Es geht mir vielmehr darum die Sichtweise von Außenstehenden zu lesen...
Vielleicht übersehen wir anderen ja auch was in der ganzen Thematik.

Und ja, wir wollen ihn schon behalten, jedoch nicht um jeden Preis - das ist klar.
Nur, wie macht man jemandem klar das es doch zum Vorteil ist wenn man regelmäßig probt auch ohne "komplett" zu sein, dass es von Vorteil ist wenn alle am gleichen Strang ziehen und das halt auch mit "Opfer" verbunden ist.
Klar, wenn mann die Zicke spielt und partout nicht will, dann will man nicht.
Nur wenn man nicht mehr will sollte es triftige Gründe geben und nicht den Schmollheino rauslassen oder andere so verärgern bis die einen kicken.

LG
Hans
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nur wenn man nicht mehr will sollte es triftige Gründe geben und nicht den Schmollheino rauslassen oder andere so verärgern bis die einen kicken.

Und genau das ist der Punkt, an dem wir nur deine Darstellung der Geschichte kennen, seine Sichtweise aber nicht. Deshalb kann dir an diesem Punkt hier keiner helfen. Wir können Tipps geben, Gedanken äußern und Vorschläge machen, aber wir können das Verhalten eines Dritten, der nicht an diesem Thread beteiligt ist, nicht werten - schon gar nicht negativ. :)

Egal wie wir oder sonstwer das alles deutet und wertet - IHR müsst entscheiden, wie IHR es wertet. :)

Und ihr müsst überlegen, wie die zukünftige Zusammenarbeit realistisch aussehen soll und wird. Traut ihr euch, ihm und dem neuen Bandmitglied eine friedliche und konstruktive Zusammenarbeit überhaupt zu? Wenn ja - okay. Wenn nicht - dann müsst ihr damit umgehen und es in eure Entscheidungen mit einbeziehen. :gruebel:

Alex
 
Wurde zum Teil schon angesprochen: Zwei Sänger können in einer Coverband wirklich gold wert sein: Michael Jackson und Joe Cocker-Nummern aus einer Kehle wäre vielleicht schwierig (ohne jetzt eure musikalische Bandbreite zu kennen) ;) Das heißt eben auch, dass euer erster Sänger etwas zurückstecken muss, sich vielleicht mal einen "seiner" Songs teilen muss. Ich würde, sollte eurer neuer Sänger fest integriert wollen würden, dem alten Sänger auch hier die Vorteile aufzeigen: Er muss keine Nummern mehr singen, die nicht 100%ig passen, gleichzeitig bekommt die Band ein größeres Programm und er hat auf der Bühne zusätzlich Entlastung. Entlastung heißt aber auch, dass auf einmal der Neue im Rampenlicht steht.

Das Ding mit zu spät kommen und dem Probeablauf: Teilweise kann ich es nachvollziehen, wenn er sagt, er probt nur komplett. Für einen Sänger gibt es nichts blöderes als untätig rumzustehen, während die Instrumentalisten Parts&Breaks verkacken oder arrangieren. Die wollen - so meine Erfahrung- kommen und singen, ohne groß noch am Song zu basteln, weil die Zeit, in der sie nicht singen oder ihre Gesangsparts üben/umarrangieren/etc auch aus seiner Sicht verschenkt ist (auch hier, ich kenne eure Situation nicht, vielleicht könnt ihr die Stücke ja immer aus dem FF, ohne Anlaufzeit)
Gerade den Gesang kann er meiner Meinung nach erstmal durchaus zuhause üben. Was wir früher mit der Coverband gemacht haben: eine Probe neue Stücke erarbeitet, in der nächsten war der Sänger da, bzw, weil es logistisch einfach war kam der/die SängerIn einfach 2-3 Stunden später, das Zeug stand und wir haben nochmal 2-3 Stunden intensiv an dem neuen und dem altem Kram geübt. Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit, wie ihr das verbinden könntet ? Übrigens: Wenn der Drummer nicht da ist, holt eure Akkustikgitarren und versucht mal die Songs unplugged zu spielen mit Extraohr für den Gesang, unverstärkt, einfach so, wie er ist. Vielleicht findet man da auch noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Zum Thema Pünktlichkeit: Ihr seid vermutlich ein paar Järchen älter als wir und wenn ihr teilweise schon Häuser habt sowieso ;), daher kann ich das verstehen, dass eine Stunde eurer Zeit mehr wert ist, als eine Stunde unserer Zeit. Wir betreiben das als Hobby, bei dem man sich einen Abend frei nimmt. Das soll kein Freifahrtsschein sein, aber guten Musikern kann man ne halbe Stunde zu spät schonmal verzeihen, finde ich ;) Guten Freunden ebenfalls. Wenn ihr keinen Grund habt, warum ihr das verzeihen könnt, habt ihr vielleicht den falschen Sänger. Dann passt das einfach nicht, vielleicht, ohne jetzt die Situation zu kennen. Wie gesagt, ist eine Mentalitäts- Qualitäts- und vorallem Freundschaftsfrage, da ich davon ausgehe, dass ihr ja auch eine Hobbyband seid, die jetzt nicht die ganz große Kohle machen will. Sollten eure Ziele in die Richtung erfolgreicher lokaler Coverband gehen, dann ist Pünktlichkeit und Verläßlichkeit natürlich oberstes Gebot und ihr solltet euch definitiv Gedanken machen.
 
Und genau das ist der Punkt, an dem wir nur deine Darstellung der Geschichte kennen, seine Sichtweise aber nicht. Deshalb kann dir an diesem Punkt hier keiner helfen. Wir können Tipps geben, Gedanken äußern und Vorschläge machen, aber wir können das Verhalten eines Dritten, der nicht an diesem Thread beteiligt ist, nicht werten - schon gar nicht negativ. :)

Egal wie wir oder sonstwer das alles deutet und wertet - IHR müsst entscheiden, wie IHR es wertet. :)

Und ihr müsst überlegen, wie die zukünftige Zusammenarbeit realistisch aussehen soll und wird. Traut ihr euch, ihm und dem neuen Bandmitglied eine friedliche und konstruktive Zusammenarbeit überhaupt zu? Wenn ja - okay. Wenn nicht - dann müsst ihr damit umgehen und es in eure Entscheidungen mit einbeziehen. :gruebel:

Alex

Hi Alex.

Genau so siehts aus. Niemand soll hier irgendwas bewerten.
Genau deshalb!!! habe ich in meinem Ausgangspost ja ganz am Schluss gefragt wie "ihr" das seht nicht das ihr mir (uns) zustimmen müsst.
gerade die Sicht eines außenstehenden wirft doch teil ein ganz anders Licht auf eine Situation - nur um das geht es mir, nicht darum um hier Stimmung zu machen und um hören zu wollen "Yeah, schmeiß den raus!".

Wurde zum Teil schon angesprochen: Zwei Sänger können in einer Coverband wirklich gold wert sein: Michael Jackson und Joe Cocker-Nummern aus einer Kehle wäre vielleicht schwierig (ohne jetzt eure musikalische Bandbreite zu kennen) ;) Das heißt eben auch, dass euer erster Sänger etwas zurückstecken muss, sich vielleicht mal einen "seiner" Songs teilen muss. Ich würde, sollte eurer neuer Sänger fest integriert wollen würden, dem alten Sänger auch hier die Vorteile aufzeigen: Er muss keine Nummern mehr singen, die nicht 100%ig passen, gleichzeitig bekommt die Band ein größeres Programm und er hat auf der Bühne zusätzlich Entlastung. Entlastung heißt aber auch, dass auf einmal der Neue im Rampenlicht steht.
Ich denke an dem Konkurenzdenken oder das man evtl. nicht mehr DER Mittelpunkt ist, ist was wahres dran.
Auf der anderen Seite wird immer wieder von allen gesagt das die Band als ganzes im Vordergrund steht/stehen sollte.
Mann, ich krieg doch auch keine in eine mittelschwere Depression wenn unser anderer Gitarrist ein Solo spielt, genau so umgekehrt - was ja auch voll dem was immer "proagiert" wird, entgegen stehen würde.

Das Ding mit zu spät kommen und dem Probeablauf: Teilweise kann ich es nachvollziehen, wenn er sagt, er probt nur komplett. Für einen Sänger gibt es nichts blöderes als untätig rumzustehen, während die Instrumentalisten Parts&Breaks verkacken oder arrangieren. Die wollen - so meine Erfahrung- kommen und singen, ohne groß noch am Song zu basteln, weil die Zeit, in der sie nicht singen oder ihre Gesangsparts üben/umarrangieren/etc auch aus seiner Sicht verschenkt ist (auch hier, ich kenne eure Situation nicht, vielleicht könnt ihr die Stücke ja immer aus dem FF, ohne Anlaufzeit)
Gerade den Gesang kann er meiner Meinung nach erstmal durchaus zuhause üben. Was wir früher mit der Coverband gemacht haben: eine Probe neue Stücke erarbeitet, in der nächsten war der Sänger da, bzw, weil es logistisch einfach war kam der/die SängerIn einfach 2-3 Stunden später, das Zeug stand und wir haben nochmal 2-3 Stunden intensiv an dem neuen und dem altem Kram geübt. Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit, wie ihr das verbinden könntet ? Übrigens: Wenn der Drummer nicht da ist, holt eure Akkustikgitarren und versucht mal die Songs unplugged zu spielen mit Extraohr für den Gesang, unverstärkt, einfach so, wie er ist. Vielleicht findet man da auch noch Verbesserungsmöglichkeiten. .

Gerade dieses "herumgeeiere" bei den Songs hatte unser Sänger bei seiner anderen Band und das gibt/gab es so bei uns nicht.
Zuhause wird sich der Song draufgeschaft, wobei hier jeder die gleichen Mittel wie Songs, Tabs, Transposer u.ä. hat, und in der Probe findet die "Überprüfung" statt. Allenfalls wird dann was am Schluss geändert wenn es irgendeinem nicht gefällt. Das wars dann und der Song steht zu 95%...

Zum Thema Pünktlichkeit: Ihr seid vermutlich ein paar Järchen älter als wir und wenn ihr teilweise schon Häuser habt sowieso ;), daher kann ich das verstehen, dass eine Stunde eurer Zeit mehr wert ist, als eine Stunde unserer Zeit. Wir betreiben das als Hobby, bei dem man sich einen Abend frei nimmt. Das soll kein Freifahrtsschein sein, aber guten Musikern kann man ne halbe Stunde zu spät schonmal verzeihen, finde ich ;) Guten Freunden ebenfalls. Wenn ihr keinen Grund habt, warum ihr das verzeihen könnt, habt ihr vielleicht den falschen Sänger. Dann passt das einfach nicht, vielleicht, ohne jetzt die Situation zu kennen. Wie gesagt, ist eine Mentalitäts- Qualitäts- und vorallem Freundschaftsfrage, da ich davon ausgehe, dass ihr ja auch eine Hobbyband seid, die jetzt nicht die ganz große Kohle machen will. Sollten eure Ziele in die Richtung erfolgreicher lokaler Coverband gehen, dann ist Pünktlichkeit und Verläßlichkeit natürlich oberstes Gebot und ihr solltet euch definitiv Gedanken machen.
Natürlich kann man später kommen entschuldigen, vor allem wenn die "Leistung" stimmt - aber selbst wenn dem so ist kann es doch nicht ein Freibrief für ständiges zu spät kommen sein, 4 - 5 andere scheun ja auch das sie pünktlich sind. Natürlich ist es was anderes wenn man wg. der Arbeit zu spät kommt o.ä....aber so ganz ohne Begründung... Ich weiß nicht.
Zudem hast du was von Freundschaftsfrage gesagt. Richtig, wir sehen die Probe auch nicht als "wir müssen jetzt auf "Gedeih und Verderb" ein neues Stück drauf haben, wenn wir einfach nur mal ein Bierchen trinken und doofes Zeug schwätzen ist es doch auch gut, oder anstatt zu proben wenn einer oder mehrere ausfallen (hatten wir grippebedingt auch schon) sich außerhallb des Proberaumes zu treffen um einfach in der nächsten Kneipe ein Bierchen zu schlürfen.
Das hat auch was mit Zusammenhalt zu tun, sich einfach außerhalb des Proberaums (wenn die Probe "ausfällt") einige Dinge zu besprechen.
Ja, da ziehen dann vier von fünf mit und einer muss dann nach Hause obwohl die Zeit ja eigentlich sowieso als "Probezeit" eingeplant gewesen wäre.
Das ist es doch was nicht verständlch ist.
Es geht doch um mehr als nur stumpfe "Songpaukerei" um dann irgendwo auf einer Bühne den Yogi raushängen zu können...

greats
Hans
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hm. Ich geh mal davon aus, dass fuscholino und Zonk666 die gleiche Person sind... :gruebel:

However - no Prob. Du wolltest ein paar Meinungen, meine hast du bekommen. Peace and Love :)

Alex
 
Hallo Alex.

Mitnichten :)
Mein Sohn ist der "teuflische" Zonk.
Er war vorhin bei mir um mir bei einem PC Problem zu helfen und hatte sich wegen einer Anzeige eingeloggt.
Ich Depp hab dann dummerweise mit seinem Acoount geantwortet - also nix für Ungut.

Auf alle Fälle Danke für deine Meinung

gruß
Hans
 
Hallo Leute,

ich habe den irrtümlich mit Zonk666 verfassten Beitrag auf fuscholino übertragen. Bitte zukünftig besser darauf achten, dass man in seinem eigenen Account im Board eingeloggt ist, wenn man mit mehreren Personen über den selben Rechner online geht, damit beim Verfassen von Beiträgen nichts durcheinander gerät!
 
Ich denke an dem Konkurenzdenken oder das man evtl. nicht mehr DER Mittelpunkt ist, ist was wahres dran.
Auf der anderen Seite wird immer wieder von allen gesagt das die Band als ganzes im Vordergrund steht/stehen sollte.
Mann, ich krieg doch auch keine in eine mittelschwere Depression wenn unser anderer Gitarrist ein Solo spielt, genau so umgekehrt - was ja auch voll dem was immer "proagiert" wird, entgegen stehen würde.



Gerade dieses "herumgeeiere" bei den Songs hatte unser Sänger bei seiner anderen Band und das gibt/gab es so bei uns nicht.
Zuhause wird sich der Song draufgeschaft, wobei hier jeder die gleichen Mittel wie Songs, Tabs, Transposer u.ä. hat, und in der Probe findet die "Überprüfung" statt. Allenfalls wird dann was am Schluss geändert wenn es irgendeinem nicht gefällt. Das wars dann und der Song steht zu 95%...


Natürlich kann man später kommen entschuldigen, vor allem wenn die "Leistung" stimmt - aber selbst wenn dem so ist kann es doch nicht ein Freibrief für ständiges zu spät kommen sein, 4 - 5 andere scheun ja auch das sie pünktlich sind. Natürlich ist es was anderes wenn man wg. der Arbeit zu spät kommt o.ä....aber so ganz ohne Begründung... Ich weiß nicht.
Zudem hast du was von Freundschaftsfrage gesagt. Richtig, wir sehen die Probe auch nicht als "wir müssen jetzt auf "Gedeih und Verderb" ein neues Stück drauf haben, wenn wir einfach nur mal ein Bierchen trinken und doofes Zeug schwätzen ist es doch auch gut, oder anstatt zu proben wenn einer oder mehrere ausfallen (hatten wir grippebedingt auch schon) sich außerhallb des Proberaumes zu treffen um einfach in der nächsten Kneipe ein Bierchen zu schlürfen.
Das hat auch was mit Zusammenhalt zu tun, sich einfach außerhalb des Proberaums (wenn die Probe "ausfällt") einige Dinge zu besprechen.
Ja, da ziehen dann vier von fünf mit und einer muss dann nach Hause obwohl die Zeit ja eigentlich sowieso als "Probezeit" eingeplant gewesen wäre.
Das ist es doch was nicht verständlch ist.
Es geht doch um mehr als nur stumpfe "Songpaukerei" um dann irgendwo auf einer Bühne den Yogi raushängen zu können...

greats
Hans

Ok, also wie gesagt, das mit der Aufmerksamkeit kannst du ja nochmal ansprechen. Für den Verlust derer bekommt er ja aber Unterstützung und die Band vorallem längere Spielzeit ohne viel mehr Proben seinerseits.


Vorbildlich, wenn das bei euch so klappt. War bei meiner ersten Coverband mit 15 ein K.O. Punkt, so im Nachhinein ;) Aber da ist mein immer schlauer. Die Nachfolgeband probt alle 2 Monate mal, wenn längere Zeit keine Gigs waren. So würde ich es heute auch machen.


Ja, ach, mit dem Thema Pünktlichkeit kann man mich auch jagen: Ich bin bei uns in der Band auch nicht pünktlich, weil niemand pünktlich ist. ;)

Was ich ausdrücken wollte, hast du aber glaube ich erfasst: Wenn es keinen freundschaftlichen (wie bei uns, daher verzeihen wir uns das mit nem lächeln), spieltechnischen oder sonstwie gearteten Grund gibt, eine Person, die offensichtlich 4-5 anderen mit ihrem Verhalten sauer aufstößt zu tolerieren (die schlechte Eigenschaft quasi im sozialen Tausch für was gutes, eben Freundschaft, Stimme, das Talent Gigs ranzuholen oder sonstwas obsolet zu machen), dann gibt es auch keinen Grund die Person weiterhin in der Band zu lassen. In einem sozialen Gefüge muss man eigentlich immer etwas geben, sonst wird es, wie du schon schreibst, nicht geschätzt, zumal du mit dem Proberaum&der Technik ja schon einen Großteil gegeben hast.

Soll jetzt nicht so böse klingen, wie es vielleicht rüberkommen kann, das kommt ja, wie ich im letzten Beitrag schon schrieb auch auf die Ambitionen der Band an. Wenn ich das richtig rauslese lasst ihr auch mal 5 grade sein und geht halt mal in die Kneipe, wie sich das für Musiker gehört. Dabei wird dann über die Bandinternas, Organisation und natürlich Musik gesprochen.

Wenn einer da keine Lust drauf hat, ist das halt so, dann lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.
 
Also, folgendes:

Wenn ich du wäre, würde ich ihm klarmachen, dass es zwischen seinem Zeitaufwand für die Band und dem der restlichen Mitglieder einen Unterschied gibt. Ich finde es eigentlich gerade bei Sängern nicht weiter schlimm, wenn diese nicht immer zu Proben erscheinen. Wenn er nur in voller Besatzung proben will, dann würde ich ihm das durchgehen lassen solang er sich vor den Proben und zuhause tatsächlich gut vorbereitet und ihr damit gut voran kommt. Die Effektivität sehe ich hier im Vordergrund.

Gleichzeitig ist es aber meiner Meinung auch so, dass er nicht den gleichen Anspruch hat über jeden Furz mit zu reden, wie der Rest, wenn er diese Attitüde aufrecht erhält. Selbstverständlich kann keiner was dafür, wenn jemand ein ausgelastetes Leben hat und dafür sollte man auch niemandem ein Bein stellen aber es ist doch logisch: wenn der Rest, und damit der Großteil, sich öfter trifft und er da nicht immer dabei sein will, dann werden im größeren Verband nunmal auch wichtige Entscheidungen gefällt und wenn er ständig nicht erreichbar ist oder sein will, dann bremst euch das aus und das ist nur bedingt hinnehmbar.

Eventuell könntet ihr ja mal folgendes probieren:
Es ist nicht nötig, dass er bei allen Entscheidungen physisch anwesend ist, denn es gibt ja auch andere Wege der Kommunikation. Wenn er tatsächlich in das Entscheidungsmoment mit integriert werden will, ohne dass er seine spärliche Freizeit allein dafür schon aufbringen muss, wie wäre es mit anderweitigen Konferenzen? Zum Beispiel könntet ihr es zur Regel machen, straff koordinierte und organisierte Meetings über das Internet zu machen - über Chatrooms, ICQ oder Skype. In diesen Meetings könntet ihr mit vorher ausgedachten Plänen kommen, was ihr angehen wollt und diese diskutieren. Gleichzeitig bietet ihr damit eurem Sänger die Möglichkeit, sich seine Zeit frei einzuteilen und sich dann Gedanken darüber zu machen, wenn es ihm gerade in den Tagesablauf passt. Da das ganze dann übers Internet, bequem von zuhause funktioniert spart er sich schonmal viel Zeit für Hin- und Abfahrt und kann eventuell während der Konferenzen noch nebenbei was anderes machen. Wenn der Rest der Band sich dann trotzdem zum treffen spielen will um die aufgestellten Pläne quasi gemeinsam einzuüben, dann können sie das tun, solang sie nichts dran ändern. Alle wurden gefragt, jeder bereitet sich so vor wie er es will.

Das wäre wohl mein Angebot an den Sänger, ein großzügiges wie ich finde. Wenn er das nicht annehmen will und trotzdem nicht bereit ist, mehr Zeit auf- und der Band mehr Wichtigkeit entgegen zu bringen, dann würde ich auch darüber nachdenken, ob es nicht besser ist ihn aus zu tauschen.
 
Klassischer Fall von Sänger-Zicke? Hört sich zumindestens teilweise so an.

Fakt ist, kein Sänger - und schon gar nicht Sängerinnen ! - haben es übermäßig gerne, wenn ein gleichgeschlechtlicher Konkurrent ins Rennen einsteigt. Und das kann man auch gar nicht verübeln, denn der Frontmann ist der optische und - wenn er gut - auch der musikalische Mittelpunkt einer Band. Handelt es sich um eine Coverband sogar ganz besonders, denn Ihr spielt bekannten Stoff, den fast jeder potentielle Zuhörer im Original kennt und logischerweise als Vergleich heranzieht. So betrachtet kann ich es verstehen, dass er ein wenig zickt, erst Recht, wenn derjenige gar besser ist. Von einem Konstrukt mit zwei männlichen Sängern würde ich daher dringend abraten, das bedeutet zumeist Krieg - heute, morgen oder übermorgen.
Etwas anders ist das Konstrukt mit weibl. und männl. Gesang. Auch da gibt es durchaus einen Wettbewerb, jedoch zumeist etwas entzerrter, da man sich nunmal eindeutiger aufteilen und in der show aufeinander eingehen kann.

Seif gerade und fair und hört mit dem monatelangen Hin- und Her auf: Besprecht die Situation (ohne den Neuen) und lasst dabei die Instrumente stehen. Macht Ihm klar, welchen Anspruch Ihr an Ihn habt und welche Konsequenzen Ihr bei Mißachtung ziehen würdet. Zieht er mit, gebt Ihm die Chance, wenn nicht, trennt Euch - freundlich - aber bestimmt. Alles andere belastet und hält Euch nur auf.
 
Kleine Frage: Was spricht denn dafür den Sänger zu behalten?
Wenn das weniger ist als das, was gegen ihn spricht, würde ich mir einen neuen Sänger suchen.
 
Kurzum: Ich würde den Sänger vor die Wahl stellen, sich professionell zu verhalten und bei euch mitzumachen (dazu gehört für mich Kommunikationsbereitschaft, gute Probenvorbereitung, regelmäßiges und pünktliches Erscheinen) oder aber, wenn er dazu nicht bereit ist, mit dem anderen Sänger weiterzumachen. Den würde ich mir so oder so warm halten und selbst im Falle dessen, dass eure jetzige Nr 1 wieder mitmacht, das Thema: Sängerentlastung und zweistimmige Nummern auf die Tagesordnung packen. Für mich klingt das nach einem Fall von: "Ich will das Resultat haben, bin aber nicht bereit, dafür etwas zu tun." Von der Sorte haben wir in unserer Truppe nun auch schon 2 Mann entlassen - sie waren meist entweder abwesend oder unvorbereitet und ich hab den Jungs einfach klar gemacht, was wir für einen Einsatz erbringen und dass wir Ähnliches auch erwarten - ansonsten passt es eben nicht zusammen. Gab bei uns nichtmal böses Blut, das Ganze vernünftig verpackt und mit der Aussicht, bei Verhaltensänderung ungestört mitspielen zu können, hat immer dazu geführt, dass die Leute selber eingesehen haben, dass sie so nicht zu uns passen. Wäre doch auch für euch schade, wenn ihr euch etwas verbaut, weil der Sänger nicht richtig mitzieht - und ihr habt sogar eine Alternative. Wir haben daraufhin ewig nach passendem Ersatz gesucht und suchen immer noch.
 
^^

Wow, ich könnt mich glatt in leichte Aufregung reinsteigern, wenn ich deinen Text lese. Hab sowas schon so oft von vielen Bands mitbekommen. Völlig unverständliches Verhalten von Bandmitgliedern.

Ich könnte da tausend Zeilen schreiben, aber ich sag mal nur einen Punkt:

Ihr macht ja Musik eher aus Spaß als wegen des Geldes und GERADE DESHALB ist es wichtig, dass sich alle Bandmitglieder gut verstehen und keinen Stress veranstalten. Eben damit man Spaß haben kann. Also hat der Kerl bei Euch nichts verloren. Wenn es um Geldverdienen ginge, könnte man ja noch die Zähne zusammenbeißen, aber so, nein.
 
Zum Sängerproblem:


Klärt untereinander, was Ihr als Band wollt. Fragt den Sänger, ob er das gleiche will.
Wenn ja: alles tutti, wenn nein: bye bye Sänger!

So einfach.



OT: Hey Stephan,

soll Deine Signatur ein Witz sein?:gruebel:

Falls nicht:

Billy Idol: Rebell Yell

Die Ärzte: Schrei nach Liebe

Bloodhound Gang: Along comes Mary

Ramones: Blitzkrieg Bop

Sorry, für die Klugsch***erei, aber das brannte auf der Seele.:D

Horst
 

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