Banjo 6 Saiten Kaufempfehlung

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MarshallBoy
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Hallo erstmal,

da mich der Sound des Banjos schon immer fasziniert hat, habe ich den Entschluss gefasst, mich an dieser Front mal ein wenig zu verstärken. Da ich momentan jedoch weder Zeit noch Lust habe (ja, ich bin ein fauler Gitarrist ;-)), mich wirklich mit dem Lernen eines neuen Instruments auseinanderzusetzen, habe ich vor, mir ein 6-Saitiges Banjo zu holen.

Mittlerweile habe ich die Auswahl auf für mich zwei Interessante Modelle runtergebrochen.

Dean Guitars Backwoods 6 Banjo 6 String ( https://www.thomann.de/de/dean_guitars_backwoods_6_banjo_6string.htm )

Harley Benton BJ-65 Pro 6 String ( https://www.thomann.de/de/harley_benton_bj_65pro_6_string_banjo.htm )

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit einem oder vielleicht beiden Banjos und kann diese mit mir teilen.

Wenn einer von euch vielleicht noch eine andere Idee für ein 6-Saitiges Banjo hat, wäre ich auch für Vorschläge offen. Aber bitte nicht teurer als die 275€, die das Dean Backwoods kostet.

Ich freue mich auf eure Antworten. Vielen Dank schonmal im Voraus.
 
nasi_goreng
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Hallo,
google mal nach "bonedo 6 string banjo", da sind einige Test.
 
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Banjo
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Von den beiden Kandidaten würde ich das Harley Benton bevorzugen, wegen des Holzkessels im Vergleich zu dem Aluminiumteil im Dean.

Beides sind aber einfachste Einsteigerinstrumente, von denen man keine klanglichen Offenbarungen erwarten sollte.

Banjo
 
Jed
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da mich der Sound des Banjos schon immer fasziniert hat, ... Da ich momentan jedoch weder Zeit noch Lust habe (ja, ich bin ein fauler Gitarrist ;-)), mich wirklich mit dem Lernen eines neuen Instruments auseinanderzusetzen ...
Hmm!
Bedenke, dass der Sound des Banjos zum großen Teil von der Art abhängt, wie es gespielt wird; und dass die Spielart stark durch die Stimmung beeinflusst wird. Die Frequenzanalyse bzw. der subjektive, akustische Eindruck eines einzelnen, gezupften Tones ist nicht die ganze Geschichte.

An was für einen Banjo-Sound denkst du? Bluegrass-Picking? Old-time Frailing? Strumming à la Dixieland-Jazz? Schnelles melodisches Spiel wie bei irisch trad.? Wenn du all diese mit einem Gitarren-Banjo nachmachen willst, hat deine rechte Hand eine Menge zu lernen!

Der einzige Stil, den ich kenne, der sowohl bei Gitarren- als auch Banjo-Stimmung funktioniert, ist das Strumming. Wenn du das im Sinn hast, brauchst du kein 6-saitiges Banjo. Es reicht ein richtiges Plektrum oder Tenorbanjo, dessen vier Saiten DGHE gestimmt sind - die sogenannte Nashville tuning. Der Gitarrist findet dort seine vertrauten vier höheren Saiten wieder - es fehlt ihm lediglich der Bass. Und dass ist kein Nachteil, denn die tiefen E und A-Saiten der Gitarre klingen nicht besonders schön, wenn sie über ein Banjofell verstärkt werden!

Hoffentlich hilft dir das weiter!
Cheers,
Jed
 
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kaputier
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Hmm!
Bedenke, dass der Sound des Banjos zum großen Teil von der Art abhängt, wie es gespielt wird; und dass die Spielart stark durch die Stimmung beeinflusst wird. Die Frequenzanalyse bzw. der subjektive, akustische Eindruck eines einzelnen, gezupften Tones ist nicht die ganze Geschichte.

An was für einen Banjo-Sound denkst du? Bluegrass-Picking? Old-time Frailing? Strumming à la Dixieland-Jazz? Schnelles melodisches Spiel wie bei irisch trad.? Wenn du all diese mit einem Gitarren-Banjo nachmachen willst, hat deine rechte Hand eine Menge zu lernen!

Der einzige Stil, den ich kenne, der sowohl bei Gitarren- als auch Banjo-Stimmung funktioniert, ist das Strumming. Wenn du das im Sinn hast, brauchst du kein 6-saitiges Banjo. Es reicht ein richtiges Plektrum oder Tenorbanjo, dessen vier Saiten DGHE gestimmt sind - die sogenannte Nashville tuning. Der Gitarrist findet dort seine vertrauten vier höheren Saiten wieder - es fehlt ihm lediglich der Bass. Und dass ist kein Nachteil, denn die tiefen E und A-Saiten der Gitarre klingen nicht besonders schön, wenn sie über ein Banjofell verstärkt werden!

Hoffentlich hilft dir das weiter!
Cheers,
Jed

Moin, Moin und entschuldigt, wenn ich diesen älteren Thread wieder reanimiere.

Als Hobbygitarrist hatte ich auch Lust auf ein Banjo und meine Frau hat mir als Überraschung eins zum Geburtstag geschenkt. Sie ist zum örtlichen Musikalienhändler gegangen und hat sich beraten lassen. Dieser hat ihr ein VGS als Sechssaiter empfohlen, da ich so schnell einsteigen könne, mit der Möglichkeit, es umzutauschen.

Zuhause habe ich mich sehr gefreut, da das Banjo gut verarbeitet ist, auch nicht die Welt gekostet hat (~350,-?), prinzipiell gut klingt und die Handhabung durch die identische Besaitung sofort gelingt, habe aber feststellen müssen, dass der Klang in der Tat nicht Fisch, nicht Fleisch ist. Das typische Banjogeplinkere kommt nicht so durch, die Bassaiten klingen dürr und eher wie auf einer sehr schlechten Gitarre.
Ganz zufrieden war ich also noch nicht aber da ich unbelastet von theoretischem Background war, war meine Überlegung: Ich kann sechs Saiten aufziehen, damit werde ich doch irgendwie den Klang eines Fünfsaiters, erst recht eines Viersaiters nachbauen können. Wie ich die anderen Saiten stimme, wollte ich dannach entscheiden. Jedenfalls kann ich einen Viersaiter nicht auf fünf, einen Fünfsaiter nicht auf sechs Saiten upgraden und deswegen wollte ich das Instrument auf keinen Fall umtauschen.

Die Lösung, über die ich im Netz gestolpert bin:
Nashville Tuning / high strung.
E,A,D und G durch die Oktavsaiten eines Zwölfsaitensatzes ersetzt, oder alternativ einen fertigen Nashville Satz installiert (ich habe einen von D'Addario in den Stärken 010 - 014 - 009 - 012 - 018 - w026 bestellt) und alles spielt sich wie gewohnt, ist aber plötzlich ein Banjo.

Youtube ist voll mit Videos über diese Besaitung auf Steelstring- oder E-Gitarren. Man findet weniger über Banjos aber mein Sechsaiter wird dadurch für mein Empfinden klanglich authentisch.

Zum Stil: Ich strumme so gut wie nie.
Travis-Picking oder irgendein 0815-Picking funktioniert super. Das Geplinkere ist sofort da und mit ein paar Hausfrauenakkorden geht die Südstaatensonne auf und du sitzt auf deiner Terrasse und fühlst dich wie vor Onkel Toms Hütte und siehst mit 'ner Maiskolbenpfeife im Mund den Raddampfern zu, nur weil du gerade irgendeinen Pop/Rock-Klassiker bluegrassmäßig nachspielst.

Vermutlich ist das nicht ganz die reine Lehre und den Heroen der Banjo-Geschichte kann man damit möglicherweise nur eingeschränkt nachpirschen aber wer einen authentischen Banjo-Klang sucht, ohne die Comfort-Zone verlassen zu müssen, der könnte im oft geschmähten Sechssaiter mit High-strung-Besaitung gefunden haben, was er sucht.
 
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Zum Thema Nashville-Tuning am Banjo gab es mal einen sehr interessanten Thread:

https://www.musiker-board.de/threads/high-strung-six-string-banjo.380580/

Das hat sogar mich, der 6-saitigen Banjos ansonsten eher kritisch gegenüber steht (im Prinzip aus den von Dir ebenfalls genannten Gründen) überzeugt.

Banjo

P.S. Och Mist:( Leider musste ich gerade bemerken, dass die dort verlinkten Youtube-Videos nicht mehr existieren. Sehr schade. Aus der Erinnerung kann ich noch sagen, dass es eben deutlich mehr nach Banjo klang als ein normal besaitetes Gitarrenbanjo.
 
kaputier
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Zum Thema Nashville-Tuning am Banjo gab es mal einen sehr interessanten Thread:

Danke für den Hinweis. Schade, dass die Videos nicht mehr online sind.
Einen Banjo-Puristen wird man vielleicht schwerer überzeugen können, aber ein nur mäßiger Gitarrist, wie ich, kann instant Banjo spielen und es klingt einfach s..mäßig gut.

Im Moment bin ich zwar noch in der Honeymoonphase aber bin ernsthaft überrascht, wie gut mein Freestyle-Travis-Picking und mit diesem Sound funktioniert.
Ich will mir noch einen passenden Partial-Kapodaster besorgen um mich experimentell dem Fünfseiter nähern zu können. Mal sehen, wohin mich das Instrument noch bringt.
 

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