basic-chords durch polychords ersetzen - welche?

von Apu@Frame, 14.03.07.

  1. Apu@Frame

    Apu@Frame Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.07   #1
    hallo

    wie mir bekannt ist, kann man akkorde wie maj7, dom7, halbvermindert, vermindert etc durch polychords ersetzen.
    nehmen wir uns folgende herraus:

    Eb/C = b3/1 = dorisch, phrygisch, äolisch
    diesen polychord kann ich also statt Cm7 spielen - wobei dieser eigentlich genau Cm7 ist :> sehe ich das richtig?
    hat er noch andere funktionen?

    Gb/C = b5/1 = lokrisch, alteriert
    dieser fungiert als Cm7/b5 (also halbvermindert) - richtig?
    hat er noch andere funktionen?

    G/C = 5/1 = ionisch, lydisch
    dieser kann anstelle eines Cmaj7 stehen, bzw. entspricht eigentlich einem Csus2maj7 - oder?
    hat er noch andere funktionen?

    A/C = 6/1 = ht/gt
    wofür steht dieser akkord? wie setze ich ihn ein?

    Bb/C = b7/1 = dorisch, mixolydisch, äolisch
    diesen polychord kann ich anstelle eines C7 oder eines Cm7 spielen - richtig?
    hat er noch weitere funktionen?

    B/C = 7/1 = gt/ht
    wofür steht dieser chord? wie setze ich ihn ein?

    welcher der nicht genannten chords (b2/1, 2/1, 3/1, 4/1, b6/1) wird noch häufig verwendet? vielleicht könnte ich zu diesen ein paar informationen bekommen.

    das sind viele fragen auf einmal; wenn einige leute ein paar stücke hinzufügen, wär das super ;)

    mfg
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 14.03.07   #2
    Darüber habe ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht...

    Ich hätte deine Akkorde aber unter Slash Chords eingeordnet.

    Polychord wäre für mich Akkord über Akkord. Interessant klingt das, wenn der untere Akkord in weiter Lage gespielt wird. z.B.
    D über C = lydisch.
    D über C7 => mixo(#11)
    Ab oder Gb über C7 => C7alt
    A, Eb oder Gb über C7 => C7 HTGT
    Bb über Cm => Cm11

    --
    Ein paar spontane Bemerkungen. Von deinen nicht erwähnten Slash Chords verwende ich gerne:
    b2/1 => phrygisch, interessant im Wechsel mit I oder I-
    2/1 => lydisch, interessant Wechsel mit I, evtl. am Ende noch aufgelöst nach VII
    3/1 => MM3, übermäßiger Akkord, leitet gut zur IV

    4/1 und b6/1 wäre Umkehrungen (Quintbass bzw. Terzbass)

    Gruß
     
  3. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.07   #3
    Wenn es mich nicht täuscht, ist das sowas Ähnliches wie die "Upper Structures", wie sie Mark Levine im "Jazz Piano Buch" nennt. Diese sind aber meist dazu da um die Alterationen einfacher hinzuzufügen. Er bezieht sich dabei jedoch immer auf Dominantseptakkorde (wobei diese, wenn sie zu einer MM gehören ja auch auf die anderen Akkorde der Skala passen).
    Ich erklär mal die Kurzfassung wie es auf dem Klavier funktioniert:
    In der linken Hand spielt man den Tritonus (Terz+Septime des Akkords) und die rechte Hand spielt immer einen stinknormalen Dreiklang. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:
    US II-Dur: z. B. D-Dur über E+Bb = C7#11 = Lydisch Dominant
    US bIII-Dur: z. B. Eb-Dur über E+Bb = C7#9 = vermindert
    US bV-Dur: z. B. Gb-Dur über E+Bb = C7b9#11 = vermindert oder alteriert
    US bVI-Dur: z. B. Ab-Dur über E+Bb = C7alt = alteriert
    US VI-Dur: z. B. A-Dur über E+Bb = C7b9 = vermindert

    US I-Moll: z. B. C-Moll über E+Bb = C7#9 = vermindert
    US bII-Moll: z. B. Db-Moll über E+Bb = C7b9b13 = alteriert
    US bIII-Moll: z. B. Eb-Moll über E+Bb = C7#9#11 = vermindert oder alteriert
    US #IV-Moll: z. B. F#-Moll über E+Bb = C7b9#11 = vermindert

    Wobei, wie schon erwähnt, alle alterierten Voicings gegen die anderen aus der entsprechenden MM-Skala ausgetauscht werden können, z. B. kann Calt Db-Δ, Ebsusb9, FbΔ#5, Gb7#11, Abaddb13 und Bbø ersetzen.

    Ich hoffe, dass ich dir ein bisschen Inspiration liefern konnte... ;)

    MfG

    PS: Sehe grad, dass du auch nen Thread über B7alt eröffnet hast, hier wird dieser gleich angewendet ;)
     
  4. waveshaper

    waveshaper Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.07   #4
    mal einer, der das halbwegs verständlich erklären kann...
    ich denke die oben genannten fünf beispiele für DUR und die vier beispiele für MOLL sind die gängigsten.... das durch alle tonarten zu üben, gibt schon ziemlich viel zu tun... klar kann man da und hier noch alterieren, aber naja, es wollen nicht alle extrem avantgardistischer bebop spielen...

    WICHTIG: mann kann den Tritonus auch invertieren...
     
  5. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.07   #5
    Frauen nicht?
     
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